Kinder und Essen
Moderator: britje
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tonia1976
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Kinder und Essen
Ich wünsche mir ich könnte bei meinem Sohn da viel lockerer werden und ihn einfach lassen. Da ich schon mich als sehr bewußt beim Thema Essen einstufen würde, rede ich viel zu viel auf meinen 4-jährigen Sóhn ein. Das Thema trinken ist auch ständig dran. Er trinkt nicht so viel und ich versuche ihn immer dazu zu überreden. Ich biete meistens stilles Wasser (St. Leonard) an. Letze Zeit öfters Saftschorlen oder mit Honig gesüssten Tee. Beim Thema essen und trinken möchte ich gerne etwas "unerzogener" sein. Ich schaffe meistens bis zum Abend, und wenn er am Abend doch nicht die Sachen isst oder trinkt wie ich mir vorstelle, ärgert und frustriert mich das. Ich bin schon überzeugt, dass die Kinder (wenn sie die gute Auswahl an Lebensmittel haben) fähig sind, sich ausgewogen zu ernähren. Aber irgendwie fällt mir Mut dazu, ihn einfach zu lassen, auch wenn er mal ein Tag lang nur Kekse, Brezel und Nudeln ohne alles futtert. Er war ziemlich erkältet vor einer Woche (5 Nächte hohes Fieber). Am Anfang seiner Erkältung habe ich ihn viel Richtung Rohkost gedrängt, da aber die Auswahl nicht genügend vorhanden war (ich konnte nicht viel besorgen, da ich zu hause bleiben musste) habe ich irgendwann seinen Wünschen nachgegangen: Pfannkuchen, Weißmehl Gebäck, Brezel, Kekse. Sonst ernährt er sich schon ziemlich vernünftig und isst viel Frisches. Na ja ich mache schon da viel zu viel Stress. Liebe ist viel wichtiger als Ernährung. Wollte es nur los schreiben... Ich denke, wenn ich beim Thema Essen etwas lockerer werden könnte, würde unsere Beziehung viel besser werden, als zur Zeit. Es ist irgendwie ziemlich anstrengend, da mein Kleiner Sohn auch jetzt erkältet ist. ich kann mich ja nicht immer gut kontrollieren beim Thema Essen: Würde gerne meinen Rohkostanteil erhöhen. Aber wenn ich gestresst bin, dann esse ich einfach, was so rumliegt, was will ich dann von meinem Kind 
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Mondenkind
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Re: Kinder und Essen
Habe Dein Post schon vor ein paar Tagen gelesen und es tut mir leid, daß keiner antwortet. Ich weiß aber auch nicht so recht, was Du jetzt möchtest
. Rat, Trost? Erfahrungen anderer?
Dein Gedanke bzgl. Eurer Beziehung ist bestimmt richtig- ums Essen wird so viel Druck erzeugt, das belastet alle Beteiligten.
Dein Gedanke bzgl. Eurer Beziehung ist bestimmt richtig- ums Essen wird so viel Druck erzeugt, das belastet alle Beteiligten.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
Mondenkind mit K1 (3/08) und K2 (3/11)
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- bienenmeister
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Re: Kinder und Essen
tonia1976 hat geschrieben:Er war ziemlich erkältet vor einer Woche (5 Nächte hohes Fieber). Am Anfang seiner Erkältung habe ich ihn viel Richtung Rohkost gedrängt, da aber die Auswahl nicht genügend vorhanden war (ich konnte nicht viel besorgen, da ich zu hause bleiben musste) habe ich irgendwann seinen Wünschen nachgegangen: Pfannkuchen, Weißmehl Gebäck, Brezel, Kekse.
Also wenn ich krank war, hat meine Mama mich nur mit Unmengen von Pfefferminztee, Keksen und Gummibären, in Abwechslung mit Kartoffelchips und Mäusespeck gesund bekommen
Ich finde es toll, dass du dich so selbstkritisch unter die Lupe nimmst. Aber die Antwort hast du dir doch schon selbst gegeben, oder ? DU bist sein bestes Vorbild, deswegen ist deine Sorge denke ich unbegründet.
Meine Mama war auch schon immer so ein Ernährungsfreak, deswegen habe ich die Ausnahmen umso mehr geliebt. Als Kind hätte ich am liebsten viel öfter Nudeln oder Fischstäbchen gegessen, als Mama es erlaubt hat. Achja, und der "nur-einmal-in-der-Woche-Süßes-Tag" war auch nicht so beliebt. Dafür sind die Zähne wirklich heil geblieben und es wirkt bis heute, dass ich nicht so viel Süßes esse. Bei meinen Kindern möchte ich aber lockerer bleiben.
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
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annanna
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Re: Kinder und Essen
Ich würde vielleicht einfach die Kekse, ggf. auch die Brezel weglassen und ihn die Nudeln ohne alles essen lassen, soviel er mag. Ich glaube, viele Kinder haben solche Phasen. Und wenn du das "ungesunde" weglässt, von den Dinge, die er isst, dann fällt es dir vielleicht auch leichter, zu akzeptieren, dass er kein Ost und Gemüse, etc. essen mag. Der Hunger nach "mehr" kommt sicher bald (wieder).tonia1976 hat geschrieben: Ich bin schon überzeugt, dass die Kinder (wenn sie die gute Auswahl an Lebensmittel haben) fähig sind, sich ausgewogen zu ernähren. Aber irgendwie fällt mir Mut dazu, ihn einfach zu lassen, auch wenn er mal ein Tag lang nur Kekse, Brezel und Nudeln ohne alles futtert.
mit Küken 02/2010
- Daria
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Re: Kinder und Essen
Also, Rohkost ist ziemlich verdauungssystem-belastend, da kann ich schon verstehen, dass er das ablehnt gerade wenn er krank ist!
Ich lasse meine Kinder halbwegs frei entscheiden, was sie so tagsüber essen - natürlich biete ich verschiedene Sachen an, aber hier gibt es auch mal Süßes und Weissmehliges sowieso. SOlange es sich die Waage hält ist gut.
Das einzige, was ich richtig doof finde und wogegen ich auch etwas tue ist, das nur-Belag-essen. Ich will einfach nicht, dass meine Kinder nur den Käse der die Wurst essen und das Brot liegenbleibt. Wenn sie kein Brot möchten, können sie gern anderes essen - Obst, Müsli, etc. Aber wenn Brot, dann Brot MIT Belag, von mir aus auch einzeln nacheinander
Ich lasse meine Kinder halbwegs frei entscheiden, was sie so tagsüber essen - natürlich biete ich verschiedene Sachen an, aber hier gibt es auch mal Süßes und Weissmehliges sowieso. SOlange es sich die Waage hält ist gut.
Das einzige, was ich richtig doof finde und wogegen ich auch etwas tue ist, das nur-Belag-essen. Ich will einfach nicht, dass meine Kinder nur den Käse der die Wurst essen und das Brot liegenbleibt. Wenn sie kein Brot möchten, können sie gern anderes essen - Obst, Müsli, etc. Aber wenn Brot, dann Brot MIT Belag, von mir aus auch einzeln nacheinander
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annanna
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Re: Kinder und Essen
Ich finde Süßen an sich auch nicht schlimm, meine Maus ist erst 1 1/2, aber es stört mich nicht, wenn sie mal einen Keks ist, oder sich Schokopudding vom Papa klaut. Wenn sie aber ansonsten nichts isst, und ihr irgendwie jeder was ungesundes zusteckt, dann stört es mich gewaltig. Und dann lasse ich auch Konsequnt alles Süße weg. Sie kann ansonsten essen was sie will und (in unserem fall auch noch )stillen soviel sie will 
Aber Krankheit ist natürlich auch Ausnamhezustand. Ich habe immer Cola und Salzstängchen bekommen - das war so toll
Aber Krankheit ist natürlich auch Ausnamhezustand. Ich habe immer Cola und Salzstängchen bekommen - das war so toll
mit Küken 02/2010
- Roana
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Kinder und Essen
MMh also ich bin auch recht kritisch beim Thema Essen.
Aber eben nicht verbissen.
Grund daran ist das ich von zu Hause aus es nicht gelernt habe mich gesund zu ernähren und ich mir nun alles selber mühevoll beibringen muss. Ich stark übergewichtig, und ich möchte vermeiden das es meinen Kindern später auch so ergeht wie mir.
Allerdings denke ich das Gelassenheit dabei der Schlüssel ist.
Jonas ist ein recht guter Esser und Trinker.
Bei uns gabs neben dem stillen bis fast zu seinem 2. Geb. nur Wasser zu trinken, mittlerweile darf er auch Saft oder bei Oma mal Kakao oder so trinken.
Allerdings bleibt die Regel, nur aus dem Becher, nicht aus der Trinkflasche (da kommt nur sein Wasser rein)
Jonas ist im Prinzip alles, aber eben nicht immer alles, also wenn ich etwas zu Mittag koche kann es sein das er 3 Teller verputzt oder nur zwei Löffel, aber das ist nicht schlimm.
Zu alternative hab ich ja Brot oder Obst im Haus.
Jonas bekommt Süße Dinge recht unregelmäßig und auch eher nach dem Prinzip, ich habe gerade Lust das er was essen darf, dann biete ich ihm mal einen Keks etc. an.
Bei Omas ist das natürlich mehr süßes, aber das find ich ok.
Ich frage ihn auch mit seinen 2 Jahren was er Essen möchte, gerade zum Frühstück oder Abendbrot.
Standard ist bei uns Brot oder Jogurt, wenn er mal Grießbrei oder Milchreis sagt, entscheide ich vom Bauch heraus ob es das gibt oder nicht, meistens nicht und ich sage dann entweder Brot oder Joghurt oder Obst... halt Dinge die ich für normal halte zum Abendbrot.
Und das ist dann auch kein Thema mehr. Das er dann Ärger macht passiert eher selten (allerdings ist er erst etwas über zwei, weiß nicht wie das später sein wird)
Wenn er rumbockt, denke ich mir hat er auch keinen großen Hunger und dann gibs eben nix, aber irgendwann kommt er dann eh an und sagt "Joghurt essen"
Das du selber weißt das du so gestresst bist, ist schon super.
Stress bringt einfach nix, weiß nicht was ich dir raten soll damit du dich ändern kannst, ich weiß nur das du es machen solltest.
Essen sollten ein vergnügliche Sache bleiben, es soll schmecken und Spaß machen, wenn du Druck und Stress auf dein Kind ausübst wird er das vielleicht nie lernen und Essen wird für ihn ein leidiges Thema bleiben, und so wie du schreibst ist genau das was du nicht möchtest.
Ach ja und ein Spruch fällt mir noch ein:
Die Menge macht das Gift.
Auch Obst ist ab einer gewissen Menge nicht mehr gut. Ausgewogen, auch mit Süßigkeiten, sollte das Essen bleiben.
Aber eben nicht verbissen.
Grund daran ist das ich von zu Hause aus es nicht gelernt habe mich gesund zu ernähren und ich mir nun alles selber mühevoll beibringen muss. Ich stark übergewichtig, und ich möchte vermeiden das es meinen Kindern später auch so ergeht wie mir.
Allerdings denke ich das Gelassenheit dabei der Schlüssel ist.
Jonas ist ein recht guter Esser und Trinker.
Bei uns gabs neben dem stillen bis fast zu seinem 2. Geb. nur Wasser zu trinken, mittlerweile darf er auch Saft oder bei Oma mal Kakao oder so trinken.
Allerdings bleibt die Regel, nur aus dem Becher, nicht aus der Trinkflasche (da kommt nur sein Wasser rein)
Jonas ist im Prinzip alles, aber eben nicht immer alles, also wenn ich etwas zu Mittag koche kann es sein das er 3 Teller verputzt oder nur zwei Löffel, aber das ist nicht schlimm.
Zu alternative hab ich ja Brot oder Obst im Haus.
Jonas bekommt Süße Dinge recht unregelmäßig und auch eher nach dem Prinzip, ich habe gerade Lust das er was essen darf, dann biete ich ihm mal einen Keks etc. an.
Bei Omas ist das natürlich mehr süßes, aber das find ich ok.
Ich frage ihn auch mit seinen 2 Jahren was er Essen möchte, gerade zum Frühstück oder Abendbrot.
Standard ist bei uns Brot oder Jogurt, wenn er mal Grießbrei oder Milchreis sagt, entscheide ich vom Bauch heraus ob es das gibt oder nicht, meistens nicht und ich sage dann entweder Brot oder Joghurt oder Obst... halt Dinge die ich für normal halte zum Abendbrot.
Und das ist dann auch kein Thema mehr. Das er dann Ärger macht passiert eher selten (allerdings ist er erst etwas über zwei, weiß nicht wie das später sein wird)
Wenn er rumbockt, denke ich mir hat er auch keinen großen Hunger und dann gibs eben nix, aber irgendwann kommt er dann eh an und sagt "Joghurt essen"
Das du selber weißt das du so gestresst bist, ist schon super.
Stress bringt einfach nix, weiß nicht was ich dir raten soll damit du dich ändern kannst, ich weiß nur das du es machen solltest.
Essen sollten ein vergnügliche Sache bleiben, es soll schmecken und Spaß machen, wenn du Druck und Stress auf dein Kind ausübst wird er das vielleicht nie lernen und Essen wird für ihn ein leidiges Thema bleiben, und so wie du schreibst ist genau das was du nicht möchtest.
Ach ja und ein Spruch fällt mir noch ein:
Die Menge macht das Gift.
Auch Obst ist ab einer gewissen Menge nicht mehr gut. Ausgewogen, auch mit Süßigkeiten, sollte das Essen bleiben.
- fragaria
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3327
- Registriert: 17.07.2011, 08:53
- Wohnort: stuttgart
Re: Kinder und Essen
Mir hat mal jemand gesagt, dass es bei kleineren Kindern sinnvoller ist, zu sehen, was sie über die Woche betrachtet essen ... und nicht, was sie an einem Tag essen.
Da kann dann auch mal ein nur-Nudeln-Tag dabei sein, dann gibts am nächsten Tag halt was anderes.
Kranke Kinder würde ich tendenziell essen lassen, was sie wollen. Und wenn sie nichts wollen, dann halt nicht
Bei starkem Fieber heißt es ja, dass der Körper für's Verdauen zu viel Energie brauchen würde, deshalb will man da gar nichts essen.
Vertrau einfach deinem Kind ein bisschen! Vor allem, was das Trinken anbelangt. Dass man mehr trinken soll, als man Durst hat, ist vielleicht auch nicht so sinnvoll ...
Da kann dann auch mal ein nur-Nudeln-Tag dabei sein, dann gibts am nächsten Tag halt was anderes.
Kranke Kinder würde ich tendenziell essen lassen, was sie wollen. Und wenn sie nichts wollen, dann halt nicht
Vertrau einfach deinem Kind ein bisschen! Vor allem, was das Trinken anbelangt. Dass man mehr trinken soll, als man Durst hat, ist vielleicht auch nicht so sinnvoll ...
mit Sommermädchen 6/09, Frühlingsmädchen 03/13 und Winterbub 01/17
Trageberaterin, zertifiziert von Didymos, 2012
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