Weint bei Uroma
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MaMaJa
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Weint bei Uroma
Ich beginne mal mit unserer Wohnsituation. Wir wohnen seit ca. 1 Woche im Haus meiner Großeltern (sep. Wohnung). Eigentlich wurde diese Wohnung immer an Studenten vermietet, aber als sich Nachwuchs angekündigt hat, hat meine Oma sofort angeboten dass wir hier einziehen, weil sie sich so unheimlich auf ihr Urenkelchen gefreut hat. Sie ist hin und weg von der Kleinen, würde sie am liebsten 24h am Tag im Arm haben.
Eigentlich dachte ich das wäre toll, weil ich mir nie Gedanken machen müsste was ich mit der Kleinen anstell wenn ich zZ baden gehn möchte oder koche etc... Leider ist es jetzt so dass die Kleene (7 Wochen) immer anfängt zu weinen wenn sie bei Ihrer Uroma ist. Ich mag sie ihr schon gar nicht mehr geben, was mir aber auch leid tut, sie liebt ihr Urenkelchen so sehr.
Soll ich sie ihr weiterhin geben, zB wenn ich dabei bin? Ich komm mir aber blöd vor wenn ich sie beim kleinsten Mucks aus dem Arm nehm. Und wenn ich sie ihr wegnehme wenn sie brüllt, geb ich meiner Oma vielleicht das Gefühl zu versagen.
Ich versteh das nicht so recht, wieso gerade bei meiner Oma?? Wie könnte ich jetzt weiter vorgehen?
Eigentlich dachte ich das wäre toll, weil ich mir nie Gedanken machen müsste was ich mit der Kleinen anstell wenn ich zZ baden gehn möchte oder koche etc... Leider ist es jetzt so dass die Kleene (7 Wochen) immer anfängt zu weinen wenn sie bei Ihrer Uroma ist. Ich mag sie ihr schon gar nicht mehr geben, was mir aber auch leid tut, sie liebt ihr Urenkelchen so sehr.
Soll ich sie ihr weiterhin geben, zB wenn ich dabei bin? Ich komm mir aber blöd vor wenn ich sie beim kleinsten Mucks aus dem Arm nehm. Und wenn ich sie ihr wegnehme wenn sie brüllt, geb ich meiner Oma vielleicht das Gefühl zu versagen.
Ich versteh das nicht so recht, wieso gerade bei meiner Oma?? Wie könnte ich jetzt weiter vorgehen?
ChaosQueen mit AntiPrinzessin 06/11
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Re: Weint bei Uroma
Hallo du,
ich bin ja der Überzeugung, dass die Kleinen nicht einfach so weinen, sondern dabei einem Instinkt folgen. Und daher würde ich davon ausgehen, dass deine Tochter irgendwo ihre Gründe hat, nicht mit der Uroma allein gelassen zu werden.
Mein Großer fand seine Uroma auch am Anfang irgendwie beängstigend. Sie musste sich nur über ihn beugen und schon brüllte er wie am Spieß..
Ich hab es mir immer damit erklärt, dass sie so sehr laut spricht und die Stimme und die Mimik nicht zusammenpassten. Auch wenn sie freundlich schaute, muss für meinen Knirps irgendwas nicht gestimmt haben.
Ich denke, ich würde es so machen, dass ich das Baby im Arm behalte und so den Kontakt zur Oma aufbaue. Möglichst oft zu ihr gehen und mit ihr reden und dabei das Baby im Arm behalten. Und dann abwarten. Sieben Wochen ist auch noch ganz schön klein, da vertraut deine Kleine nur ihrem Gefühl, dass ihr da sagt: "ICH WILL DAS NICHT!"
Die Zeit des ruhigen Kochens und Duschens kommt schon noch ganz schnell wieder.
Und der Oma würde ich wohl sagen, dass der Kinderarzt gesagt hat, dass sie ein sehr vorsichtiges Kind ist und momentan noch ganz viel Nähe und Sicherheit von ihrer Mama braucht, damit sie später mit mehr Vertrauen auf andere Menschen zugehen kann. Und dass er gesagt hat, dass es vielleicht gut wäre, wenn sie bei dir im Arm die Welt erstmal erkundet und erst etwas später zu anderen gegeben wird. Und du solange darauf achten sollst, dass sie nicht oft und lange nach dir weint, sondern sie lieber gleich zu dir nehmen sollst, da sich so am schnellsten das Vertrauen aufbaut. Ich denke, wenn du mit deiner Oma darüber sprichst, wird sie es nicht krumm nehmen.
Klar, man kann auch davon ausgehen, dass die Kinder sich auch an jemanden "gewöhnen" müssten, aber das hat noch soooooo viel Zeit. Ausserdem kommt die Bereitschaft deiner Tochter, sich von sich aus mit ihrer Ticktack einzulassen sicherlich schneller als du jetzt glauben kannst. So richtig lange wohnt ihr dort ja auch noch nicht.
ich bin ja der Überzeugung, dass die Kleinen nicht einfach so weinen, sondern dabei einem Instinkt folgen. Und daher würde ich davon ausgehen, dass deine Tochter irgendwo ihre Gründe hat, nicht mit der Uroma allein gelassen zu werden.
Mein Großer fand seine Uroma auch am Anfang irgendwie beängstigend. Sie musste sich nur über ihn beugen und schon brüllte er wie am Spieß..
Ich hab es mir immer damit erklärt, dass sie so sehr laut spricht und die Stimme und die Mimik nicht zusammenpassten. Auch wenn sie freundlich schaute, muss für meinen Knirps irgendwas nicht gestimmt haben.
Ich denke, ich würde es so machen, dass ich das Baby im Arm behalte und so den Kontakt zur Oma aufbaue. Möglichst oft zu ihr gehen und mit ihr reden und dabei das Baby im Arm behalten. Und dann abwarten. Sieben Wochen ist auch noch ganz schön klein, da vertraut deine Kleine nur ihrem Gefühl, dass ihr da sagt: "ICH WILL DAS NICHT!"
Die Zeit des ruhigen Kochens und Duschens kommt schon noch ganz schnell wieder.
Und der Oma würde ich wohl sagen, dass der Kinderarzt gesagt hat, dass sie ein sehr vorsichtiges Kind ist und momentan noch ganz viel Nähe und Sicherheit von ihrer Mama braucht, damit sie später mit mehr Vertrauen auf andere Menschen zugehen kann. Und dass er gesagt hat, dass es vielleicht gut wäre, wenn sie bei dir im Arm die Welt erstmal erkundet und erst etwas später zu anderen gegeben wird. Und du solange darauf achten sollst, dass sie nicht oft und lange nach dir weint, sondern sie lieber gleich zu dir nehmen sollst, da sich so am schnellsten das Vertrauen aufbaut. Ich denke, wenn du mit deiner Oma darüber sprichst, wird sie es nicht krumm nehmen.
Klar, man kann auch davon ausgehen, dass die Kinder sich auch an jemanden "gewöhnen" müssten, aber das hat noch soooooo viel Zeit. Ausserdem kommt die Bereitschaft deiner Tochter, sich von sich aus mit ihrer Ticktack einzulassen sicherlich schneller als du jetzt glauben kannst. So richtig lange wohnt ihr dort ja auch noch nicht.
- metri
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Re: Weint bei Uroma
meine Tochter fand meine Oma (inzwischen ist sie verstorben) auch immer unheimlich, auch als Baby schon, was bei ihr wohl daran lag, daß meine Oma einfach schon sehr alt aussah und ein eingefallenes Gesicht hatte, sie mag auch heute noch keine Fotos von ihr sehen
LG von Elina mit Tochter Amelie (04/08)
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MaMaJa
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Re: Weint bei Uroma
Also am Aussehen liegts bei uns wohl nicht, meine Tochter kennt die Oma vom Tag ihrer Geburt an und hat sie seither auch jeden Tag gesehen, da wir schon vor dem Umzug nah beieinander gewohnt haben.
@juhle - meiner Oma kann ich leider GAR NICHTS erklären
Sie ist absolut stur und hartnäckig, weiß alles besser und hat eh immer recht. Ärzte haben nur dann recht, wenn sie der gleichen Meinung sind wie sie
Das ändert aber nichts an der Tatsache dass sie die Kleine liebt und sich den rechten Arm für sie abhacken würde.
Ich nehm mal an den Grund wieso sie weint kenne ich. Die Oma setzt sich zu arg unter Druck um mir, allen andren und vor allem sich selbst zu beweisen dass sie es KANN. zB singt sie meiner Maus was vor, wenn die dann anfängt zu weinen singt die Uroma einfach lauter. Und je lauter das Kind weint, desto lauter singt die Oma. Sie strahlt einfach keine Ruhe aus.
Ich weiß nur einfach nicht wie ich mit der Situation umgehen soll.
@juhle - meiner Oma kann ich leider GAR NICHTS erklären
Ich nehm mal an den Grund wieso sie weint kenne ich. Die Oma setzt sich zu arg unter Druck um mir, allen andren und vor allem sich selbst zu beweisen dass sie es KANN. zB singt sie meiner Maus was vor, wenn die dann anfängt zu weinen singt die Uroma einfach lauter. Und je lauter das Kind weint, desto lauter singt die Oma. Sie strahlt einfach keine Ruhe aus.
Ich weiß nur einfach nicht wie ich mit der Situation umgehen soll.
ChaosQueen mit AntiPrinzessin 06/11
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Re: Weint bei Uroma
Ich hab gerade gemerkt dass ich ständig von Oma und Uroma schreibe, gemeint ist aber tatsächlich nur eine 
ChaosQueen mit AntiPrinzessin 06/11
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Re: Weint bei Uroma
^^ das hab ich mir fast gedacht.. Aber mit solchen Sachen kann man ja schlecht mit der Tür ins Haus fallen.
Meine Oma ist auch sehr laut und wollte gern beweisen, als die Jungs so klein waren, dass sie das KANN.
Die spaßigste Erinnerung ist eigentlich, als sie den brüllenden Kili auf dem Arm hatte und ich ihr sagte, sie sollte ihn mir bitte hergeben, dann beruhigt er sich schon. Und sie meinte nur "Ach Quatsch, ich bin doch die Omi, da braucht man doch keine Angst haben!" und schaukelte ihn immer wilder hin und her. Der junge Mann, der zu der Gattung der Speihkinder gehörte, wurde mit einem Mal ganz ruhig. Meine Oma hörte auf mit dem Schaukeln und heitideitite mit ihm herum, "Ja fein, nicht. Die Mama hat gar keine Ahnung, die Oma weiß doch was sie tut..Ja fein, da lächelst du mich an!" Und da gingen bei mir die Alarmglocken.. Immer wenn er lächelte, wusste ich, dass er spucken muss. "Oma, er lächelt nicht, er muss spucken!!!!" Tja, aber Oma fand, dass ich spinne und das Kind sie ja wohl anlächelt. Und schaukelte ihn wieder wilder.
Genau wie mit der Spieluhr, die, wenn sie nicht hilft, noch dichter ans Ohr gelegt wird und nochmal aufgezogen wird. Und wenn das Kind IRGENDWANN doch mal aufhört zu weinen, wird das als Beweis für die Wirksamkeit der Methode verwendet.
Am wirksamsten sind wohl klare Ansagen. Wenn das Kind weint, muss es zur Mama. Fertig.
Was natürlich auch überlegenswert wäre, ist, ob sie eine richtige feste Bezugsperson für deine Tochter sein soll. Denn dann wäre es schon sinnvoll, wenn du ihr die Möglichkeit gibst, selbst auf ihre Weise mit der Kleinen umzugehen und sie herausfinden zu lassen, wie man sie trösten kann. Und nur dann einschreiten, wenn du siehst, dass deine Tochter wirklich gefährdet ist. Das ist ja bei Paaren auch so, dass man nicht unbedingt eine "Linie fahren" muss mit dem Kind, der eine macht es so und der andere eben anders. Das Kind wird beide Arten des Umgangs auseinanderhalten und akzeptieren lernen.
Meine Oma ist auch sehr laut und wollte gern beweisen, als die Jungs so klein waren, dass sie das KANN.
Die spaßigste Erinnerung ist eigentlich, als sie den brüllenden Kili auf dem Arm hatte und ich ihr sagte, sie sollte ihn mir bitte hergeben, dann beruhigt er sich schon. Und sie meinte nur "Ach Quatsch, ich bin doch die Omi, da braucht man doch keine Angst haben!" und schaukelte ihn immer wilder hin und her. Der junge Mann, der zu der Gattung der Speihkinder gehörte, wurde mit einem Mal ganz ruhig. Meine Oma hörte auf mit dem Schaukeln und heitideitite mit ihm herum, "Ja fein, nicht. Die Mama hat gar keine Ahnung, die Oma weiß doch was sie tut..Ja fein, da lächelst du mich an!" Und da gingen bei mir die Alarmglocken.. Immer wenn er lächelte, wusste ich, dass er spucken muss. "Oma, er lächelt nicht, er muss spucken!!!!" Tja, aber Oma fand, dass ich spinne und das Kind sie ja wohl anlächelt. Und schaukelte ihn wieder wilder.
Das fieseste daran ist, dass unsere Eltern und zum Teil auch wir auch so gehandhabt wurden.MaMaJa hat geschrieben: zB singt sie meiner Maus was vor, wenn die dann anfängt zu weinen singt die Uroma einfach lauter. Und je lauter das Kind weint, desto lauter singt die Oma.
Genau wie mit der Spieluhr, die, wenn sie nicht hilft, noch dichter ans Ohr gelegt wird und nochmal aufgezogen wird. Und wenn das Kind IRGENDWANN doch mal aufhört zu weinen, wird das als Beweis für die Wirksamkeit der Methode verwendet.
Am wirksamsten sind wohl klare Ansagen. Wenn das Kind weint, muss es zur Mama. Fertig.
Was natürlich auch überlegenswert wäre, ist, ob sie eine richtige feste Bezugsperson für deine Tochter sein soll. Denn dann wäre es schon sinnvoll, wenn du ihr die Möglichkeit gibst, selbst auf ihre Weise mit der Kleinen umzugehen und sie herausfinden zu lassen, wie man sie trösten kann. Und nur dann einschreiten, wenn du siehst, dass deine Tochter wirklich gefährdet ist. Das ist ja bei Paaren auch so, dass man nicht unbedingt eine "Linie fahren" muss mit dem Kind, der eine macht es so und der andere eben anders. Das Kind wird beide Arten des Umgangs auseinanderhalten und akzeptieren lernen.
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Re: Weint bei Uroma
Ich lach mich wegjuhle hat geschrieben:Ach Quatsch, ich bin doch die Omi, da braucht man doch keine Angst haben!" und schaukelte ihn immer wilder hin und her. Der junge Mann, der zu der Gattung der Speihkinder gehörte, wurde mit einem Mal ganz ruhig. Meine Oma hörte auf mit dem Schaukeln und heitideitite mit ihm herum, "Ja fein, nicht. Die Mama hat gar keine Ahnung, die Oma weiß doch was sie tut..Ja fein, da lächelst du mich an!" Und da gingen bei mir die Alarmglocken.. Immer wenn er lächelte, wusste ich, dass er spucken muss. "Oma, er lächelt nicht, er muss spucken!!!!" Tja, aber Oma fand, dass ich spinne und das Kind sie ja wohl anlächelt. Und schaukelte ihn wieder wilder.
Aber genau DAS könnte meine Oma sein
Ja und Oma sollte definitiv eine feste Bezugsperson werden. Sie ist trotz ihrer Barschheit ein liebevoller Mensch (Zumindest zu kleinen Kindern ist sie liebevoll
Meine Hebamme meinte auch schon ich soll den Beiden ihre Zeit lassen, die Kleine lernt dann irgendwann schon mit meiner Oma richtig umzugehn, und umgekehrt auch. Ich fühl mich bei der ganzen Sache einfach nicht wohl und habe Angst einen schwerwiegenden Fehler zu machen.
Kann es mein Kind ebenso traumatisieren wenn es schreiend in Omas Armen liegt, als wenn ich sie schreiend irgendwo anders liegen lassen würde? Fühlt sie sich dann nicht auch von mir verlassen?
ChaosQueen mit AntiPrinzessin 06/11
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Trillian
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Re: Weint bei Uroma
Lasst euch Zeit. 7 Wochen ist doch noch so klein.
Vielleicht hilft auch gemeinsame Zeit mit allen dreien, so nebeneinander auf dem Sofa z.B., so dass Nähe zwischen Uroma und Baby herrscht, du aber die Sicherheit gibst, die einfach noch nötig ist. Dann kommt das schon in den nächsten Wochen/Monaten.
Vielleicht hilft auch gemeinsame Zeit mit allen dreien, so nebeneinander auf dem Sofa z.B., so dass Nähe zwischen Uroma und Baby herrscht, du aber die Sicherheit gibst, die einfach noch nötig ist. Dann kommt das schon in den nächsten Wochen/Monaten.
