Doch es gibt einen Beutel. Sogar einen richtigen "känguru-igen." Der ist quasi (aus TT) vorgenäht, innen. Lasst sich schwer beschreiben...Lila hat geschrieben:d.h. man formt keinen beutel mehr?! und wenn es doch nur lose eingesteckt ist müsste es doch beim richtigen festziehen verrutschen können?
Die Stegbreite ist ganz ganz schmal, nur 15 cm - für ganz kleine Babys. Diese schmale Stelle ist mit dem HG verbunden. Das Baby hockt also quasi im Beutel, der den ganzen Po umgibt und sogar ein wenig zwischen den Bäuchen ist, die Beinchen schauen rechts und links raus. Es ist selbst für erfahrene TB schwer diese Trage per Ferndiagnose einzuschätzen weil sie so ganz anders als andere Tragen sind.
Die Stegbreite wächst aber mit, man reguliert sie quasi durch das Anziehen der unteren Kante des Ringslings - also die untere Kante ist immer in der Kniekehle, egal ob bei Gr. 56 oder Gr. 92.
Ich hab diese Trage nicht mit komplett Neugeborenen ausprobiert, meine Kleine ist ja bald 3 Monate und eine sehr große. Aber von den äußeren Gegebenheiten sollte sie passen.Lila hat geschrieben: ist dies wirklich eine trage für babys (3-4kg / 1-4 Wochen), also die kleinen Knautschkugeln
Ich sehe die Nachteile/Kritikpunkte am ehesten im Nackenbereich (kann zwar per Kordel oben enger gemacht werden, drunter ist aber noch Luft) und durch die feste Querbahn über dem Rücken (wie wir wissen, wie bei der Wickelkreuztrage: je fester die Querbahn, desto flacher der Rücken, desto größer die Gefahr der Überspreizung). Die Festigkeit der Querbahn lässt sich jedoch regulieren: einfach nicht zu fest anziehen bzw. nur die untere Kante (für die Anhockung) und die obere (damit diese nicht an den Seiten schlackert). Der Rest ist ohnehin fest. Viel wird auch durch das Festziehen der Träger (wenn man die Trage beim ersten Mal anpasst) justiert - hier einfach mit Gefühl arbeiten, das ist aber nicht schwer und außerdem macht das sowieso jede Mama völlig automatisch.
Das sind Kritikpunkte die sich nicht wegdiskutieren lassen, allerdings würde ich meinen, dass diese im Rahmen liegen.
Es gibt keine Tragehilfe, keine Bindeweise, die nicht auch Kritikpunkte hat. Frage ist wie schwerwiegend die Folgen der Kritikpunkte sind und wie man das Ganze einschätzen kann. Ich persönlich finde eine Trage, die sich sehr fest ums Kind schmiegt optimaler als eine in der das Kind schlackert/zu wenig Halt hat. Die Überspreizung wirkt sich auf die Hüfte aus, das Schlackern auf die Wirbelsäule. Eine wirklich schädliche Überspreizung kann aber mMn in der Emei leicht vermieden werden - tausend Mal leichter als in Manduca und Co. Zudem geschieht eine mögliche Überspreizung hier nur wenn besonders fest gezogen wird - so fest, dass das Baby sich in den meisten Fällen wehren wird (bzw. meiner Erfahrung nach binden Eltern aus "Angst" sowieso eher zu locker als zu fest; das kann in der Emei weniger leicht passieren: ein Pluspunkt!).
Ich glaub schon dass die Emei auch für Neugeborene eine Alternative darstellen kann. Wobei ich als TB bei Neugeborenen IMMER zum Tuch rate. Wird das verweigert ist die Frage was passen könnte. Hier habe ich bis jetzt Mei Tai (zB. Frl. Hübsch oder MySol) oder Wrap Conversion (zB. Didy Tai) empfohlen. Die Emei werde ich hier jetzt ebenfalls ins Repetoire aufnehmen. Wenn das Tuch nicht gewünscht wird, muss ohnehin getestet werden was passt. Ich persönlich halte die Emei hier für um Welten (!) besser als Marsupi, Ergo mit Heart2Heart oder Manduca mit NG-Einsatz.

