verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Was kommt nach dem Vollstillen?

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kiska
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verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von kiska »

hi,
ich hatte schonmal geschrieben, dass madame mit ca. 6 monaten morgens, mittags und abends geweint hat, bis es was festes zu essen gab. das haben wir so beibehalten, allerdings ohne sie zu füttern. dann kamen wir ins krankenhaus, wo die krankenschwestern mir alles püriert haben, was nur ging. seitdem mag sie brei.
ende april fing dann der umzugsstress an. sie war einige tage bei meiner mutter (von abends bis morgens war ich auch immer da) und hat die flasche bekommen und dazu brei oder auhc fingerfood, was sich gerade anbot. hat sie die ersten tage auch angenommen, dann bekam sie fieber und aß sehr schlecht, sodass ich einen tag lang zum stillen vorbei kam und den letzten tag bei ihr bleiben musste, weil ncihts mehr ging. da fing dann die verstopfung an. nach dem umzug hatten wir keine küche-also habe ich sie wieder vollgestillt, morgens gab es mal bissel brot und zwischendurch mal eine reiswaffel oder eine dinkelwaffel, obst, tomate, gurke,...
sie hatte keine verstopfung mehr. seit wir die küche haben, bekommt sie wieder mehr beikost, aber zu 90% fingerfood.
morgens gibt es ein stück brot und etwas rohkost,
mittags gekochtes: gemüse, fleisch, fisch, nudeln, reis, hirse,...(bei letzteren beiden füttere ich sie erst und dann bekommt sie gemüse in die hand)
nachmittags obst (kein brei)
abends je nachdem, was wir essen
und zwischenduch zum schlafen gehen stillen wir. (ich weiß, man sollte nciht die mahlzeiten ersetzen, aber sie mag dann nicht stillen)
seitdem hat sie wieder blutigen, sehr festen, stuhl. sie hat auch schmerzen.
ich versuche jetzt, sie wieder mehr zu stillen, meist vor dem essen und dann noch beim schlafengehen, aber ich habe den eindruck, es bringt ncihts. habt ihr einen rat für mich? vielleicht ist es ja auch das durcheinander und wir sollten mehr struktur reinkriegen!? was meint ihr, was mache ich falsch? wo ist der wurm drin?
hoffe, ihr könnt mir helfen...
Annabell 08/10
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von Sternenfaengerin »

wenn blut im stuhl ist - sofort zum arzt!
kiska
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von kiska »

wir waren ja schon da-er meinte, das kommt vom stress. beim blut sieht man auch, dass es äußerlich ist, also vom harten stuhl
Annabell 08/10
Sternenfaengerin
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von Sternenfaengerin »

mh, also mir kommt die situation bekannt vor, nicht ganz so schlimm mit blutigem stuhl, jedoch gab es mal eine zeit, da sollten wir zufüttern :roll: (ich könnte mich noch heute ohrfeigen, dass ich das gemacht habe...) und da war es ganz arg... also von der kunstmilch.
ansonsten würde ich einfach mal testen, also wirklich nur bestimmte lebensmittel zu bestimmten zeiten, um zu sehen, was davon sie nicht gut verdaut. habt ihr die nahrung langsam eingeführt oder kam dann aufeinmal ziemlich viel, dass der körper evtl überlastet ist?
okay, wenn der arzt ne stuhlprobe schon genommen hat, ist ja alles okay.. wie hat er sich denn geäußert zu dem "stress"?
kiska
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von kiska »

wie meinst du das mit den bestimmten lebensmitteln? wie würdest du anfangen?

anfangs langsam, gerade, weil wir nicht gefüttert haben, hat sich(/sie) das ja "von alleine" reguliert. im kkh hat sie nur mittags brei bekommen (sie hat gezahnt und die ärzte haben mich fast verrückt gemacht, weil sie nur 20-90 ml an der brust trank und aceton im urin hatte). bei meiner mutter hat sie dann wieder mehr beikost bekommen und sie hat gegen meinen wunsch mit kunstmilch angefangen. die bekam sie aber nur bei ihr, 3 tage lang, insgesamt 5 flaschen. seitdem haben wir den ganzen quatsch. ich habe mal gelesen, eine einzige flasche kunstmilch kann schäden im darm verursachen. ich habe den arzt gefragt, er meinte, das sei blödsinn, viele kinder wachsen mit kunstmilch auf.
jedenfalls hat sie zuhause dann wieder eine langsame umstellung gehabt.

er meinte, das käme wegen dem umzug, sie hatte, wie bereits geschrieben, fieber und das ging hoch auf 40,3°! wir sind natürlich sofort zum bereitschaftsarzt, der meinte, sie habe einen infekt, aber sie hatte nichts als fieber und den komischen stuhlgang (2 tage lang durchfall, den tag darauf wieder fest). unser heilpraktiker meinte dann, es sei eher die angst gewesen, dass ich nicht zurück komme.


wenn ich das so schreibe und hinterher lese, fühle ich ich wie eine rabenmutter, so viel durcheinander... mal dies, mal das... gott sei dank ist das vorbei!
Annabell 08/10
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Nachtfrau
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von Nachtfrau »

also an dem, was war, kannst du jetzt eh nichts mehr ändern, da würde ich nicht mehr so viel drüber nachdenken, sondern schauen, was du jetzt tun kannst. an sich finde ich die ernährung völlig in ordnung.
verstopfung führt ganz schnell in einen teufelskreis. es tut weh, deswegen halten die kleinen ein, dadurch wird der stuhl noch härter, tut noch mehr weh...

ich würde erstmal alles weglassen, was evtl. stopfend wirken könnte: weißmehlprodukte, reis, kartoffeln, pastinaken, bananen...
dann darauf achten, dass sie genug flüssigkeit bekommt - ganz wichtig!
stuhlauflockernd/leicht abführend wirken z.b. milchzucker, birne(nsaft), pflaumensaft, apfelmark. ich weiß nicht, ob man babys schon leinsamen geben darf, oder flohsamen. vollkornbrot etc. immer mit viel flüssigkeit, sonst kanns auch stopfen.

ich drück die daumen, dass ihr es bald überstanden habt.
LG Nachtfrau

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seelenkind
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von seelenkind »

Hat der KiA dir kein Babylax verschrieben? Bei blutigem Stuhl (also Verletzungen der Darmschleimhaut) würd ich SOFORT Miniklistiere aus der Apotheke besorgen. Der harte Stuhl reißt die Wunden sonst immer wieder auf und das Baby hat dabei saumäßige Schmerzen...

Zur Ernährung hat Nachtfrau ja schon was geschrieben. Wir haben unserer Tochter in dem Alter auch schon Flohsamen gegeben, die wirken bei ihr besser als Milchzucker- das haben wir allerdings auf eigenes Risiko gemacht. Wichtig ist, dass der Stuhl jetzt weich bleibt, und zwar am besten für mindestens ein paar Wochen! Die Verletzungen brauchen Zeit, um zu verheilen, und dein Baby muss erst wieder lernen, dass Stuhlgang nicht schmerzhaft sein muss. Für den Brei hab ich viel grünes Gemüse hergenommen (Zuchini, Fenchel, auch ab und an mal Spinat), das mochte die Maus immer sehr gerne und es wirkt abführend. Und immer ordentlich Öl dazu, dann flutscht es besser. Sollte eine Ernährungsumstellung nicht ausreichen, um das Problem zu beheben, kannst du dir für dein Mädl Lactulose verschreiben lassen.

Verstopfung nach Beikoststart ist übrigens ein verbreitetes Phänomen. Wenn sie zu den Kindern gehört, die Stress über die Verdauung verarbeiten, solltet ihr allerdings auch in Zukunft da immer ein Auge drauf haben, damit ihr rechtzeitig eingreifen könnt.
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von kiska »

klasse, danke! das bringt mich schon viiiel weiter! fenchel mag sie ganz gerne, bekommt sie auch öfter. reis, bananen und so einen kram lasse ich schon länger weg. bringt es etwas, auf vollkorn umzusteigen? ich bin gerade dabei, mich (wieder) langsam heranzutasten, in der schwangerschaft gab es bei usn viel vollkorn, keine ahnung, warum sich das weißmehl wieder eingeschlichen hat.
wie steht es mit naturreis?

bei milchzucker und so habe ich bammel, dass sich ihr körper dran gewöhnt und sie nachher nicht mehr ohne kann. heute haben wir wieder viel gestillt. montag kaufe ich ein und dann schauen wir, was passiert. bekommt man die klistire so oder sind die verschreibungspflichtig? und wo bekommt man flohsamen?
ich versuche jetzt auch sie immer wieder auf den topf zu setzen, ich habe den eindruck, es tut ihr da weniger weh.
Annabell 08/10
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Re: verdauungsprobleme bei 9 monate altem baby

Beitrag von seelenkind »

Klistiere bekommt man auch so, frag einfach nach Babylax. An Milchzucker gewöhnt sich der Körper nur, wenn man ihn über einen langen Zeitraum und in einer hohen Menge gibt (also mehr als die empfohlenen 0,5 bis 1mg pro kg Körpergewicht). Mikroklistiere führen bei einmaliger Anwendung auch nicht zur Gewöhnung. Man muss in dem Moment halt abwägen- jetzt geht es in erster Linie darum, deinem Kind unnötige Schmerzen zu ersparen und zu verhindern, dass sie in den beschriebenen Teufelskreis hineinrutscht. Ich bin auch niemand, der bei jedem Wehwehchen zu Medikamenten greift, aber bei kleinen Kindern sollte man meiner Meinung nach bei Verstopfung so schnell wie möglich eingreifen, sonst hat man damit möglicherweise monate- oder jahrelang zu tun...

Zum Vollkorn: das ist so eine Sache. Ballaststoffe sind an sich stuhlregulierend, aber zu viel davon kann stopfend wirken. Da hilft nur ausprobieren- und parallel solltest du darauf achten, dass sie gerade zu Brot usw. viel trinkt. Flohsamen gibt's im Reformhaus, entweder als ganze Samen oder Flohsamenschalen. Die Schalen lassen sich leichter im Brei verstecken und sind nach meiner Erfahrung nebenwirkungsärmer, die Samen wirken bei uns besser. Beide führen unter Umständen zu Blähungen und müssen mit ganz viel Flüssigkeit angerührt werden, sonst wird selbst Naturjoghurt zu Wackelpudding. Nicht jedes Kind nimmt Flohsamen an, Lactulose ist dagegen sehr süß und kommt deshalb in der Regel selbst bei Babys gut an.
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