Stillstreik mit 9 Monaten
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MamiC
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Stillstreik mit 9 Monaten
Hallo liebe Mamas!
Bisher war ich noch nicht selbst aktiv, da ich hier immer Antworten auf meine Fragen gefunden habe und ich keine passionierte Forennutzerin bin. Aber ich teste jetzt mal, ob mir das nicht doch taugt.
Wer kann mir bei einem Stillstreik helfen?
Seit 3 Wochen will mein Sohn (9 Monate) von jetzt auf gleich nicht mehr an die Brust. Ich habe immer nach Bedarf (Tag und Nacht) gestillt und auf einmal lehnt er die Brust komplett ab. Alle Tipps mit Tragen, viel nackten Körperkontakt, Badewanne, neue Stillpositionen, im Halbschlaf, keine Ablenkung haben leider nicht geklappt. Ich pumpe ab und er akzeptiert die Muttermilch in seinem Getreidebrei, ansonsten trinkt er aber fast nichts. Und ich habe Angst, dass er nicht genug Flüssigkeit bekommt (durch die abgepumpte Milch bekommt er morgens und abends je ca. 100 ml plus die Flüssigkeit aus seinen Obst- und Gemüsegläschen) Er ist ziemlich unruhig, seitdem er nicht mehr an der Brist trinkt und hat öfter mal Schreiattacken, die wir so nicht von ihm kannten. Also auch er scheint mit der Situation nicht glücklich zu sein...
Sein Saugbedürfnis wird auch weder durch Schnuller noch durch Flasche gestillt. Es könnte sein, dass er wieder Zähne bekommt und er deshalb vielleicht nicht saugen mag, allerdings haben sich die ersten beiden Zähne kaum angekündigt...
Ich bin jetzt ratlos, wie lange ich noch durchhalte mit dem Abpumpen und hoffe, dass vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und Tipps hat, wie wir da wieder raus kommen können?!
Bisher war ich noch nicht selbst aktiv, da ich hier immer Antworten auf meine Fragen gefunden habe und ich keine passionierte Forennutzerin bin. Aber ich teste jetzt mal, ob mir das nicht doch taugt.
Wer kann mir bei einem Stillstreik helfen?
Seit 3 Wochen will mein Sohn (9 Monate) von jetzt auf gleich nicht mehr an die Brust. Ich habe immer nach Bedarf (Tag und Nacht) gestillt und auf einmal lehnt er die Brust komplett ab. Alle Tipps mit Tragen, viel nackten Körperkontakt, Badewanne, neue Stillpositionen, im Halbschlaf, keine Ablenkung haben leider nicht geklappt. Ich pumpe ab und er akzeptiert die Muttermilch in seinem Getreidebrei, ansonsten trinkt er aber fast nichts. Und ich habe Angst, dass er nicht genug Flüssigkeit bekommt (durch die abgepumpte Milch bekommt er morgens und abends je ca. 100 ml plus die Flüssigkeit aus seinen Obst- und Gemüsegläschen) Er ist ziemlich unruhig, seitdem er nicht mehr an der Brist trinkt und hat öfter mal Schreiattacken, die wir so nicht von ihm kannten. Also auch er scheint mit der Situation nicht glücklich zu sein...
Sein Saugbedürfnis wird auch weder durch Schnuller noch durch Flasche gestillt. Es könnte sein, dass er wieder Zähne bekommt und er deshalb vielleicht nicht saugen mag, allerdings haben sich die ersten beiden Zähne kaum angekündigt...
Ich bin jetzt ratlos, wie lange ich noch durchhalte mit dem Abpumpen und hoffe, dass vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat und Tipps hat, wie wir da wieder raus kommen können?!
Liebe Grüße von MamiC
mit 2 Söhnen (08/2008 und 08/2010)
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Re: Stillstreik mit 9 Monaten
Ist organisch/gesundheitlich alles OK?
Die klassischen Tipps (keine künstl. Sauger, im Halbschlaf stille usw) beherzigst Du ja schon.
Ich würde deshalb zu einer Stillberaterin, am besten IBCLC raten.
Viel Glück!
Die klassischen Tipps (keine künstl. Sauger, im Halbschlaf stille usw) beherzigst Du ja schon.
Ich würde deshalb zu einer Stillberaterin, am besten IBCLC raten.
Viel Glück!
LG von der Imkerin
mit Svanhild (*01. 2001), Arfst (* 12. 2002), Asgrim (*09. 2009) und Isebrand (*07.2012)
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MamiC
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Re: Stillstreik mit 9 Monaten
Ja, gesundheitlich ist alles in Ordnung. Ich bin auch nicht wieder schwanger.
Die Stillberaterin rät mit "energischem Nachdruck" ihn wieder zum trinken zu bewegen. aber ihn festhalten und die Brust aufzwingen ist nicht mein Weg... Ich suche noch nach anderen Möglichkeiten.
Und ich wüßte mal gerne, wie lange erfahrungsgemäß ca. so ein "Stillstreik" anhält oder ab wann man dann leider von "Abstillen" spricht?!
Die Stillberaterin rät mit "energischem Nachdruck" ihn wieder zum trinken zu bewegen. aber ihn festhalten und die Brust aufzwingen ist nicht mein Weg... Ich suche noch nach anderen Möglichkeiten.
Und ich wüßte mal gerne, wie lange erfahrungsgemäß ca. so ein "Stillstreik" anhält oder ab wann man dann leider von "Abstillen" spricht?!
Liebe Grüße von MamiC
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Re: Stillstreik mit 9 Monaten
Bei uns waren es nur 4 bis 6 Tage.MamiC hat geschrieben: Und ich wüßte mal gerne, wie lange erfahrungsgemäß ca. so ein "Stillstreik" anhält oder ab wann man dann leider von "Abstillen" spricht?!
Aber es gab auch einen klaren Auslöser, er hatte auf einmal die Milchflaschen der großen Schwester für sich entdeckt.
Vielleicht schreibt ja noch eine der Forums-Stillberaterinnen was dazu?
LG von der Imkerin
mit Svanhild (*01. 2001), Arfst (* 12. 2002), Asgrim (*09. 2009) und Isebrand (*07.2012)
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jusl
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Re: Stillstreik mit 9 Monaten
Hallo und herzlich Willkommen hier im SuT!
Wie geht es Euch heute? Bei Stillstreik ist es wichtig, die Nerven zu behalten, ruhig zu bleiben, und sicher zu stellen, dass das Baby auf anderem Wege genug Flüssigkeit/Muttermilch bekommt, damit Du Dir darum jedenfalls schon mal keine Sorgen machen musst. Unbedingt sinnvoll ist es auch, abgepumpte Muttermilch oder sonstige Nahrung NICHT per Saugflasche anzubieten, sondern saugfrei (=stillfreundlich), z.B. per Becher oder Löffel. Ansonsten kann man sehr leicht ungewollt in eine Umgewöhnung von der Brust zur Flasche reinschlittern, aus der man u.U. nur schwer wieder herausfindet.
Kennst Du schon unsere Linksammlung Stillwissen, oben im Stillforum? Dort findest Du auch einen Thread zum Thema Stillstreik.
Von "energischem Nachdruck" würde ich eher abraten. Meiner Erfahrung nach bringt das nicht viel, außer reichlich Frust, Schweiß und Tränen auf beiden Seiten. Das Baby stillt ja nicht aus Frechheit nicht, sondern weil es zur Zeit eben nicht KANN.
Mit Geduld, Gelassenheit, strikter Vermeidung künstlicher Sauger und immer wieder ungewungen Probieren (z.B. im Halbschlaf, beim Kuscheln,...) kommt man da deutlich weiter.
Erfahrungsgemäß kann ein Stillstreik plötzlich auftreten und ebenso plötzlich wieder verschwinden. Streik-Zeiträume von 2 Stunden bis 2 Wochen sind ganz normal. Manchmal ist das Stillen nach dem Streik irgendwie "schwieriger", manchmal aber auch so "als wär nie was gewesen".
Zur Ursachenforschung schau mal in den verlinkten Thread - es kann aber auch gut sein, dass Du im Nachhinein nicht sicher sagen kannst, was der Auslöser war. Im Grunde macht das aber nichts; das empfohlene Vorgehen ist praktisch immer gleich. Lediglich bei Schmerzen/Verletzungen/schlimmen Zahnungsbeschwerden kann zusätzlich zu den Maßnahmen die Gabe eines babytauglichen Schmerzmittels erwogen werden.
LG und viel Glück, dass der Streik bald vorbei ist,
Julia
Wie geht es Euch heute? Bei Stillstreik ist es wichtig, die Nerven zu behalten, ruhig zu bleiben, und sicher zu stellen, dass das Baby auf anderem Wege genug Flüssigkeit/Muttermilch bekommt, damit Du Dir darum jedenfalls schon mal keine Sorgen machen musst. Unbedingt sinnvoll ist es auch, abgepumpte Muttermilch oder sonstige Nahrung NICHT per Saugflasche anzubieten, sondern saugfrei (=stillfreundlich), z.B. per Becher oder Löffel. Ansonsten kann man sehr leicht ungewollt in eine Umgewöhnung von der Brust zur Flasche reinschlittern, aus der man u.U. nur schwer wieder herausfindet.
Kennst Du schon unsere Linksammlung Stillwissen, oben im Stillforum? Dort findest Du auch einen Thread zum Thema Stillstreik.
Von "energischem Nachdruck" würde ich eher abraten. Meiner Erfahrung nach bringt das nicht viel, außer reichlich Frust, Schweiß und Tränen auf beiden Seiten. Das Baby stillt ja nicht aus Frechheit nicht, sondern weil es zur Zeit eben nicht KANN.
Mit Geduld, Gelassenheit, strikter Vermeidung künstlicher Sauger und immer wieder ungewungen Probieren (z.B. im Halbschlaf, beim Kuscheln,...) kommt man da deutlich weiter.
Erfahrungsgemäß kann ein Stillstreik plötzlich auftreten und ebenso plötzlich wieder verschwinden. Streik-Zeiträume von 2 Stunden bis 2 Wochen sind ganz normal. Manchmal ist das Stillen nach dem Streik irgendwie "schwieriger", manchmal aber auch so "als wär nie was gewesen".
Zur Ursachenforschung schau mal in den verlinkten Thread - es kann aber auch gut sein, dass Du im Nachhinein nicht sicher sagen kannst, was der Auslöser war. Im Grunde macht das aber nichts; das empfohlene Vorgehen ist praktisch immer gleich. Lediglich bei Schmerzen/Verletzungen/schlimmen Zahnungsbeschwerden kann zusätzlich zu den Maßnahmen die Gabe eines babytauglichen Schmerzmittels erwogen werden.
LG und viel Glück, dass der Streik bald vorbei ist,
Julia
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MamiC
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Re: Stillstreik mit 9 Monaten
Hallo Julia,
vielen Dank für Deine liebe Mail und die vielen Infos!
Bisher ist bei uns alles unverändert. An manchen Tagen bin ich entspannt und überzeugt, dass er wieder an die Brust zurück findet, an anderen Tagen halte ich die Ablehnung kaum aus und überlege, sein Verhalten dann doch als Abstillen zu verstehen und mit Abpumpen aufzuhören... Bisher halte ich noch durch...
Morgen habe ich nochmal einen Termin bei einer anderen Stillberaterin und schaue mal, ob sie noch Ideen hat.
Ich finde es so schwer, weil ich so gar nicht nachvollziehen kann, was passiert ist. Sein Nuckelbedürfnis wird auch seitdem durch nichts anderes, wie Schnuller oder Flasche oder Finger gestillt. Manchmal macht er auch noch seine Zeichen und Laute, wie er sie gemacht hat, wenn er trinken wollte, aber sobald ich ihn dann anlege schreit er und dreht sich weg. Dabei merke ich, dass er mit der Situation genauso unzufrieden ist, wie ich. Bisher war er immer sehr ausgeglichen und wir waren so ein richtig eingespieltes Team. Seitdem er nicht mehr trinkt, jammert er oft, hat Schreiattacken und ist oft ganz ernst und unnahbar. Als wäre er ein anderes Kind.
Wenn er zufrieden mit der Situation wäre, könnte ich mich damit abfinden, dass er nicht mehr gestillt werden will und dann ist das ok. Aber so?!
Ich hoffe so, dass wir da wieder rauskommen aus dieser Tretmühle!
Vielleicht finden wir morgen noch eine Möglichkeit, die wir ausprobieren können. Ich halte euch auf dem Laufenden!
vielen Dank für Deine liebe Mail und die vielen Infos!
Bisher ist bei uns alles unverändert. An manchen Tagen bin ich entspannt und überzeugt, dass er wieder an die Brust zurück findet, an anderen Tagen halte ich die Ablehnung kaum aus und überlege, sein Verhalten dann doch als Abstillen zu verstehen und mit Abpumpen aufzuhören... Bisher halte ich noch durch...
Morgen habe ich nochmal einen Termin bei einer anderen Stillberaterin und schaue mal, ob sie noch Ideen hat.
Ich finde es so schwer, weil ich so gar nicht nachvollziehen kann, was passiert ist. Sein Nuckelbedürfnis wird auch seitdem durch nichts anderes, wie Schnuller oder Flasche oder Finger gestillt. Manchmal macht er auch noch seine Zeichen und Laute, wie er sie gemacht hat, wenn er trinken wollte, aber sobald ich ihn dann anlege schreit er und dreht sich weg. Dabei merke ich, dass er mit der Situation genauso unzufrieden ist, wie ich. Bisher war er immer sehr ausgeglichen und wir waren so ein richtig eingespieltes Team. Seitdem er nicht mehr trinkt, jammert er oft, hat Schreiattacken und ist oft ganz ernst und unnahbar. Als wäre er ein anderes Kind.
Wenn er zufrieden mit der Situation wäre, könnte ich mich damit abfinden, dass er nicht mehr gestillt werden will und dann ist das ok. Aber so?!
Ich hoffe so, dass wir da wieder rauskommen aus dieser Tretmühle!
Vielleicht finden wir morgen noch eine Möglichkeit, die wir ausprobieren können. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Liebe Grüße von MamiC
mit 2 Söhnen (08/2008 und 08/2010)
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Re: Stillstreik mit 9 Monaten
von jetzt auf gleich, unglückliches kind, und das alter... du hast schon recht, das klingt wirklich nicht nach abstillen, sondern nach stillstreik.
leider hab ich damit so gar keine erfahrung. ich drück dir die daumen, dass die stillberaterin dir helfen kann.
leider hab ich damit so gar keine erfahrung. ich drück dir die daumen, dass die stillberaterin dir helfen kann.
