Meine Tochter (jetzt 20 Monate) hat mit 1 noch sehr viel gestillt. Sie mochte keinen Brei und andere Sachen konnte sie irgendwie nicht so richtig essen. Sie hat zwar dran rumgekaut, aber irgendwie klappte das nicht so recht.
Bei mir war das aber anders als bei Dir: Zu der Zeit hätte ich gerne abgestillt

- ich hatte keine Lust mehr und war ziemlich ausgelaugt. Dazu kam, dass um mich herum alle abgestillt hatten und ich irgendwie den Eindruck hatte, dass es NIE aufhören wird, ich immer da sein muss, nie mehr nachts vernünftig schlafen kann...
Irgendwie habe ich mich dann mit Hilfe meines Mannes und meiner Hebamme damit abgefunden. Und "Wir stillen noch" gelesen. Und siehe da: das Kind fing an zu essen. Ich habe im Nachhinein den Eindruck, dass sie sich ganz sicher sein muss, stillen zu dürfen, um auch mal ohne auszukommen.
Jetzt aber zu Deiner Frage, ich schicke das nur vorweg, da die "Vorraussetzungen" bei Euch andere sind. Ich wäre damals begeistert gewesen über jede ausgefallen Stillmahlzeit
Die Sorge um zu wenig Milch würde ich mir nicht machen. Bei uns ging es vor kurzem auch nach Wochen mit nur wenig Stillen (1-2mal am Tag + 2-3mal nachts) relativ schnell auf vollstillen umzusteigen als sie einen MD-Infekt hatte und sonst nichts bei sich behalten konnte. Das pendelt sich einfach auf den neuen Bedarf ein, kann sich aber auch wieder steigern wenn Dein Kind wieder mehr stillen mag. (Da lasse ich mich gerne korrigieren, ich kann nur meine Erfahrungen schildern)
Inzwischen stillt sie von 1mal am Tag (viel los, keine Zeit für Mama

, Essen sooo lecker) bis zu ca. 10 mal (zu Hause, anhängliche Phasen, beim Schmusen). Nachts genauso, die Spanne reicht vom Durchschlafen bis zum dauerstillen.
Inzwischen kann ich Deine Angst vorm Ende der Stillzeit übrigens gut nachvollziehen. Ich bin froh, dass mein Kind mich durch diese Stillkrise gebracht hat. Es ist so wunderbar ein Kleinkind zu stillen, das verkündet: "Mama, Buse leer! Ander!" Um dann nach ein paar Zügen erleichtert mitzuteilen: "Da tommt was! Meckt dut!" Da bin ich dann tatsächlich irgendwie stolz so leckere Milch "gemacht" zu haben

Und jetzt zum Beginn der "Trotzphase" hilft es so oft, die Wut zu mindern oder garnicht erst so recht aufkommen zu lassen. Ach und überhaupt. Es macht die sonst so große Maus immer mal wieder so babyhaft, so fällt mir Glucke es auch leichter, sie groß werden zu lassen...
Ich wünsch' Dir weiter eine tolle Stillzeit!
Kinsale