Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
- Tuta
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Ich bin auch immer wieder hin- und hergerissen, ob ich jetzt weiter mache oder es einfach lassen soll. Mein Sohn ist seit seinem vierten Monat windelfrei und hat in der ganzen Zeit bis jetzt (knapp 2) nur etwa für ein paar Wochen wirklich signalisiert. Den Rest hab ich nach Gefühl abgehalten, bzw. setze ihn nun nach Gefühl auf den Topf.
Wenn ich es gut appasse, dann klappt es auch wunderbar, dass er ins Töpfchen macht. Aber von alleine macht er bloß auf den Boden und zieht sich danach die nassen Hosen aus (ist ja auch schon mal was...):mrgreen:
Ich versuche mich, wenn ich arg gefrustet bin, immer wieder auf den Teppich zu holen indem ich mir verinnerliche, dass es nicht ums frühe Trockenwerden geht und ich nicht erwarte, dass mein Kind nie mehr in die Hose piescht.
Sondern, wie schon tania auch schon schrieb, das Bewusstsein für die Ausscheidung da ist.
Andere Kinder pinkeln in ihre Windeln und sagen keinen Mucks und laufen dann im schlimmsten Fall mehrere Stunden mit der Pampers bis in die Knie herum. Das möchte ich für mein Kind nicht und das hab ich erfolgreich geschafft!
Darauf bin ich stolz und das motiviert mich dann zum Weitermachen.
Vor allem könnte ich jetzt auch nicht einfach aufhören und ihn wieder vollzeit wickeln. Er würde mir wahrscheinlich nach jedem Tropfen sofort "Pipi" sagen und dann eine neue Windel haben wollen...
Aber es ist schon sehr schwer, sich das immer wieder klar zu machen. Vor allem, wenn man dann den gefühlten ganzen Tag nur damit beschäftigt ist, Pipiseen vom Fußboden zu wischen und nasse Hosen zu wechseln.
Wenn ich es gut appasse, dann klappt es auch wunderbar, dass er ins Töpfchen macht. Aber von alleine macht er bloß auf den Boden und zieht sich danach die nassen Hosen aus (ist ja auch schon mal was...):mrgreen:
Ich versuche mich, wenn ich arg gefrustet bin, immer wieder auf den Teppich zu holen indem ich mir verinnerliche, dass es nicht ums frühe Trockenwerden geht und ich nicht erwarte, dass mein Kind nie mehr in die Hose piescht.
Sondern, wie schon tania auch schon schrieb, das Bewusstsein für die Ausscheidung da ist.
Andere Kinder pinkeln in ihre Windeln und sagen keinen Mucks und laufen dann im schlimmsten Fall mehrere Stunden mit der Pampers bis in die Knie herum. Das möchte ich für mein Kind nicht und das hab ich erfolgreich geschafft!
Darauf bin ich stolz und das motiviert mich dann zum Weitermachen.
Vor allem könnte ich jetzt auch nicht einfach aufhören und ihn wieder vollzeit wickeln. Er würde mir wahrscheinlich nach jedem Tropfen sofort "Pipi" sagen und dann eine neue Windel haben wollen...
Aber es ist schon sehr schwer, sich das immer wieder klar zu machen. Vor allem, wenn man dann den gefühlten ganzen Tag nur damit beschäftigt ist, Pipiseen vom Fußboden zu wischen und nasse Hosen zu wechseln.
LG, Tuta mit windelfreiem Tragling (*03/09) und den drei Großen *01,*02,*05
- tania
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
ich hatte mich mit dem wischen schon komplett angefreundet als er von einem tag auf den anderen trocken war und selbstständig aufs klo ging
fröhliches wischen!
fröhliches wischen!
tania mit sohn *09 und sohn *12
- Tuta
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Das ist ja wahnsinn!
Unsere Kinder überraschen uns immer wieder.
Dann bin ich ja mal gespannt und wische weiter.
Kam das ganz plötzlich ohne Vorwarnung?
Unsere Kinder überraschen uns immer wieder.
Dann bin ich ja mal gespannt und wische weiter.
Kam das ganz plötzlich ohne Vorwarnung?
LG, Tuta mit windelfreiem Tragling (*03/09) und den drei Großen *01,*02,*05
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NikesMom
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Hallo Tuta,
si geht es mir auch, ich muss mich auch immer wieder daran erinnern, dass es nicht darum geht, dass er früh trocken ist, sondern um die Kommunikation. Trotzdem: ich hatte mal gelesen, dass es in "naturnäheren" Völkern schon normal ist, dass die Mütter ihre Kinder von Geburt an abhalten, und dass das auch wichtig ist, damit die Mütter nicht ständig vollgepullert und vollgek... rumlaufen. Wenn das dann da auch so läuft wie hier, naja. Das doofe ist halt, dass es bei meinem Sohn so aussieht, als wäre die Kompetenz durchaus da (er zeigt auf die Windel, wenn er muss, nur macht er dann nicht ins Töpfchen sondern doch NACH dem Abhalten sonst wo hin). Nur der Schritt vom "Ich muss mal" zum "Ich mach mal, solange es keine Schweinerei gibt", der ist gehirntechnisch wohl noch nicht ausgereift...
Tania, wann war es denn bei deinem Kleinen soweit?
si geht es mir auch, ich muss mich auch immer wieder daran erinnern, dass es nicht darum geht, dass er früh trocken ist, sondern um die Kommunikation. Trotzdem: ich hatte mal gelesen, dass es in "naturnäheren" Völkern schon normal ist, dass die Mütter ihre Kinder von Geburt an abhalten, und dass das auch wichtig ist, damit die Mütter nicht ständig vollgepullert und vollgek... rumlaufen. Wenn das dann da auch so läuft wie hier, naja. Das doofe ist halt, dass es bei meinem Sohn so aussieht, als wäre die Kompetenz durchaus da (er zeigt auf die Windel, wenn er muss, nur macht er dann nicht ins Töpfchen sondern doch NACH dem Abhalten sonst wo hin). Nur der Schritt vom "Ich muss mal" zum "Ich mach mal, solange es keine Schweinerei gibt", der ist gehirntechnisch wohl noch nicht ausgereift...
Tania, wann war es denn bei deinem Kleinen soweit?
Mami von 3 kleinen Göttern (08/07 - 12/09 - 11/12)
- Tuta
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Ich denke einfach mal, dass Windelfrei durchaus vom Kind abhängig ist. Ich habe schon so viel gelesen von Kindern, die zuverlässig Kommunizieren und auch vorher Signale geben.
Mein Kind tut das nicht. Er guckt vielleicht ein wenig verträumt durch die Gegend und piescht auch in erster Linie dann, wen er gerade ganz entspannt ist. Z.B. wenn er sich gerade irgendwo ein Buch anschaut oder auf dem Boden hockt und seine Spielsachen betrachtet.
Aber häufig sehe ich das eben nicht vorher.
Ich denke mal, dass es auch besser funktionieren würde, wenn ich den ganzen Tag nur um mein Kind rum wäre und wirklich viel Körperkontakt und Zeit es besser zu beobachten. Aber leider ist mir das mit mehreren Kindern nicht möglich und ab und an möchte ich ja auch mal was im Haushalt schaffen.
Mein Kind tut das nicht. Er guckt vielleicht ein wenig verträumt durch die Gegend und piescht auch in erster Linie dann, wen er gerade ganz entspannt ist. Z.B. wenn er sich gerade irgendwo ein Buch anschaut oder auf dem Boden hockt und seine Spielsachen betrachtet.
Aber häufig sehe ich das eben nicht vorher.
Ich denke mal, dass es auch besser funktionieren würde, wenn ich den ganzen Tag nur um mein Kind rum wäre und wirklich viel Körperkontakt und Zeit es besser zu beobachten. Aber leider ist mir das mit mehreren Kindern nicht möglich und ab und an möchte ich ja auch mal was im Haushalt schaffen.
LG, Tuta mit windelfreiem Tragling (*03/09) und den drei Großen *01,*02,*05
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juliaundfelix
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Meine Tochter war eine Windelfrei-Spätstarterin (ab 11 Monate) und hat sich NIE abhalten lassen. Irgendwann ist sie dann selber auf den Topf bzw. auf die Toilette gegangen. Abhalten ist kein Pflichtprogramm für windelfrei. Es geht auch ohne...
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kalisa
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Also nachdem es ja die letzten Monate bei uns ja eigentlich kaum Trefferqoten (außer die AUfwachgeschäfte) gab, bin ich wieder total motiviert, weil mein Sohn sich neuerdings öfter auf sein Töpfchen setzt, 2-3 mal ist sogar schon was darin gelandet
Jedenfalss werden volle Töpfchen immer sofort ins Bad getragen (ich darf etwas mit anfassen,, damit nichts unterwegs verloren geht
Für 15 Monate find ich das echt toll und es sieht soo süß aus wie gewissenhaft er sich rückwärts eintariert, damit er auch richtig auf dem Töpfchen landet
Jedenfalss werden volle Töpfchen immer sofort ins Bad getragen (ich darf etwas mit anfassen,, damit nichts unterwegs verloren geht
Für 15 Monate find ich das echt toll und es sieht soo süß aus wie gewissenhaft er sich rückwärts eintariert, damit er auch richtig auf dem Töpfchen landet
11/2009 04/2016
- Tuta
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Ja, das finde ich auch immer total süß. Bei uns rutscht der Topf häufig weg, wenn er versucht, sich von vorne darauf zu setzen. Nun geht er von hinten an den Topf und schiebt ihn sich zwischen die Beine. Das sieht auch immer total putzig aus.kalisa hat geschrieben: Für 15 Monate find ich das echt toll und es sieht soo süß aus wie gewissenhaft er sich rückwärts eintariert, damit er auch richtig auf dem Töpfchen landet
Und weg bringen möchte er ihn auch immer am liebsten alleine. Ich muss echt schnell genug sein, damit er nicht alleine los läuft mit dem Ding. Zum Bad bekommt er ihn häufig noch ohne Unfall, aber in die Toilette kippen klappt noch nicht so gut.
LG, Tuta mit windelfreiem Tragling (*03/09) und den drei Großen *01,*02,*05
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juliaundfelix
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Ich würde mich immer wieder für windelfrei entscheiden - streik hin oder her! geh es einfach ganz locker an ohne erfolgsdruck!
- tragefee
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Re: Bitte Mutmachen oder vor den Kopf stoßen
Definitiv: Mutmach-Posting
Es geht bei Windelfrei ja wirklich nicht drum, windelFREI zu sein oder die ganze Zeit nur aufs Pipi zu warten und zu nichts anderem mehr zu kommen. Es geht nicht um Stress oder darum, wie einfühlsam oder perfekt ich auf die Bedürfnisse meines Kindes eingehen kann. Es geht doch einfach darum, dass die Kinder wissen, dass sie müssen - und wir wissen das auch. Es geht darum, mein Kind kennenzulernen - und seine Zeichen und Signale, und manche davon bedeuten eben "Ich muss mal" oder " ich hab grad gemacht". Wer darum nicht weiß oder wissen will, macht sich letzendlich doch das Leben schwerer: Als meine Kleine Baby war, hatte ich zum üblichen Kind-schreit-was-tun-Verhaltens-Repertoire (Hunger, Durst, müde, kalt, warm, Nähe, Halt,...) noch eine Option mehr: muss mal. Was für eine Erleichterung! Was für eine Chance nicht nur fürs Kind sondern auch für mich, mich als Mama KOMPETENT zu fühlen! Und was muss es erst fürs Kind bedeuten (wo auch immer das Geschäft dann landet): es wird wahrgenommen! Ihm wird geglaubt, ihm wird KOMPETENZ zu gesprochen. Sein Empfinden wird wahrgenommen und nicht ignoriert oder behandelt (Stichwort Koliken) oder gar belächelt. Es geht ja nicht um den Weg (zum Sauberbleiben oder was auch immer). Die Wege sind so unterschiedlich wie die Menschen. Ob mit oder ohne Windeln, Stoff oder Einweg, oder nackig. Das Wichtigste ist doch: Du weißt, das dein Kind es weiß. Und dein Kind weiß, dass du es weißt. Und dann findet ihr eben raus, wie es für euch am besten klappt. Wie es für euch beide gut ist.
Bei uns landet auch nicht alles im Töpfchen oder Klo. Und ich mach uns auch keinen Stress damit. Wenns "reinläuft" super, wenns "daneben läuft" auch gut. Hauptsache es läuft
Inzwischen bin ich großer Wollfan geworden und spare mir so sehr viel Wäsche. Die Kleine hat eben Wollhosen an und Unterhosen, die Wollhosen lasse ich einfach trocknen (die wasche ich alle 2-3 Wochen) und so ein paar kleine Unterhosen machen ja nicht viel Wäsche 
Es geht bei Windelfrei ja wirklich nicht drum, windelFREI zu sein oder die ganze Zeit nur aufs Pipi zu warten und zu nichts anderem mehr zu kommen. Es geht nicht um Stress oder darum, wie einfühlsam oder perfekt ich auf die Bedürfnisse meines Kindes eingehen kann. Es geht doch einfach darum, dass die Kinder wissen, dass sie müssen - und wir wissen das auch. Es geht darum, mein Kind kennenzulernen - und seine Zeichen und Signale, und manche davon bedeuten eben "Ich muss mal" oder " ich hab grad gemacht". Wer darum nicht weiß oder wissen will, macht sich letzendlich doch das Leben schwerer: Als meine Kleine Baby war, hatte ich zum üblichen Kind-schreit-was-tun-Verhaltens-Repertoire (Hunger, Durst, müde, kalt, warm, Nähe, Halt,...) noch eine Option mehr: muss mal. Was für eine Erleichterung! Was für eine Chance nicht nur fürs Kind sondern auch für mich, mich als Mama KOMPETENT zu fühlen! Und was muss es erst fürs Kind bedeuten (wo auch immer das Geschäft dann landet): es wird wahrgenommen! Ihm wird geglaubt, ihm wird KOMPETENZ zu gesprochen. Sein Empfinden wird wahrgenommen und nicht ignoriert oder behandelt (Stichwort Koliken) oder gar belächelt. Es geht ja nicht um den Weg (zum Sauberbleiben oder was auch immer). Die Wege sind so unterschiedlich wie die Menschen. Ob mit oder ohne Windeln, Stoff oder Einweg, oder nackig. Das Wichtigste ist doch: Du weißt, das dein Kind es weiß. Und dein Kind weiß, dass du es weißt. Und dann findet ihr eben raus, wie es für euch am besten klappt. Wie es für euch beide gut ist.
Bei uns landet auch nicht alles im Töpfchen oder Klo. Und ich mach uns auch keinen Stress damit. Wenns "reinläuft" super, wenns "daneben läuft" auch gut. Hauptsache es läuft
EINE TRÄGT - ZWEI GEWINNEN
Zertifizierte Trageberaterin (Die Trageschule®)
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