Ist das möglich?
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Minap
- gut eingelebt
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- Registriert: 22.10.2008, 20:34
Ist das möglich?
Hallo,
ich habe widerwillig abstillen müssen vor ca. 1 Monat, weil ich meine Milchmenge nicht mehr steigern konnte. Ich hab dann auch ein bisschen psychische Probleme bekommen und die Kraft nicht mehr aufbringen können. Stillen is halt auch Kopfsache, zumindest was die Milchmenge angeht.
Eine Relaktation hätte ich nicht noch einmal geschafft.
Ich hab mich grundsätzlich mit der Situation arrangiert. Aber kann irgendwie nicht loslassen. Heute habe ich mal rein aus Neugierde meine Brüste versucht auszustreichen. Da kam tatsächlich jede Menge (es hat nur so gespritzt). Bestünde denn, nur mal theoretisch, die Möglichkeit ihn doch noch mal anzulegen. Ist das normal, dass es noch so spritzt und so viel kommt? Bei meiner Tochter hab ich damals wirklich gar nix mehr aus den Brüsten rausgebracht. Höchstens einen Tropfen.
Vielleicht sollte ich mal abpumpen.
Ich fände es total schön, wenn wir so eine Stillmahlzeit am Tag noch zusammen hätten. Zum Beispiel abends. Glaubt ihr dass das doch noch möglich wäre? Oder verwirrt ihn das nur? Ich hab ja zum Schluss mit BES gestillt, weil meine Milch nicht gereicht hat. Könnte das ja wieder versuchen.
Ich weiß, es ist irgendwie schon verrückt, meine Gefühle spielen mit mir. Aber ich kann nicht loslassen.
Ihr habt bestimmt ein paar aufbauende, liebe oder auch "kopfwaschende" Worte für mich übrig.
Schon mal vielen Dank fürs Lesen.
Gruß
Miriam
ich habe widerwillig abstillen müssen vor ca. 1 Monat, weil ich meine Milchmenge nicht mehr steigern konnte. Ich hab dann auch ein bisschen psychische Probleme bekommen und die Kraft nicht mehr aufbringen können. Stillen is halt auch Kopfsache, zumindest was die Milchmenge angeht.
Eine Relaktation hätte ich nicht noch einmal geschafft.
Ich hab mich grundsätzlich mit der Situation arrangiert. Aber kann irgendwie nicht loslassen. Heute habe ich mal rein aus Neugierde meine Brüste versucht auszustreichen. Da kam tatsächlich jede Menge (es hat nur so gespritzt). Bestünde denn, nur mal theoretisch, die Möglichkeit ihn doch noch mal anzulegen. Ist das normal, dass es noch so spritzt und so viel kommt? Bei meiner Tochter hab ich damals wirklich gar nix mehr aus den Brüsten rausgebracht. Höchstens einen Tropfen.
Vielleicht sollte ich mal abpumpen.
Ich fände es total schön, wenn wir so eine Stillmahlzeit am Tag noch zusammen hätten. Zum Beispiel abends. Glaubt ihr dass das doch noch möglich wäre? Oder verwirrt ihn das nur? Ich hab ja zum Schluss mit BES gestillt, weil meine Milch nicht gereicht hat. Könnte das ja wieder versuchen.
Ich weiß, es ist irgendwie schon verrückt, meine Gefühle spielen mit mir. Aber ich kann nicht loslassen.
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Gruß
Miriam
Wir sind alle Engel mit nur einem Flügel.
Wenn wir fliegen wollen müssen wir uns umarmen!
Marie (23.04.2008) + Julian (30.07.2010)
Neben meinem Mann das Beste was mir je passiert ist. Danke.
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Ist das möglich?
Hallo Miriam,
wenn Du meinst, Stillen sei auch "Kopfsache", wie ordnest Du dann die Tatsache ein, dass Du (bzw. Dein "Kopf" - die Stillhormone kommen immerhin aus dem Gehirn) noch soviel Milch produzierst?
Wie alt ist denn Dein Baby?
LG,
Julia
wenn Du meinst, Stillen sei auch "Kopfsache", wie ordnest Du dann die Tatsache ein, dass Du (bzw. Dein "Kopf" - die Stillhormone kommen immerhin aus dem Gehirn) noch soviel Milch produzierst?
Wie alt ist denn Dein Baby?
LG,
Julia
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Minap
- gut eingelebt
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- Registriert: 22.10.2008, 20:34
Re: Ist das möglich?
Wow... Gute Frage. Wirklich. So hab ich das noch gar nicht gesehen.
Ich denke, weil ich innerlich einfach noch nicht richtig abgestillt habe. Mein Körper hat noch nicht abgeschlossen - bzw. mein Kopf...
Oder wie würdest du das einschätzen?
Aber ich allein "entscheide" das doch nicht. Mein Sohn sollte doch auch mal wissen woran er ist. Oder glaubt ihr er könnte sich noch einmal darauf einlassen.
Ich denke, weil ich innerlich einfach noch nicht richtig abgestillt habe. Mein Körper hat noch nicht abgeschlossen - bzw. mein Kopf...
Oder wie würdest du das einschätzen?
Aber ich allein "entscheide" das doch nicht. Mein Sohn sollte doch auch mal wissen woran er ist. Oder glaubt ihr er könnte sich noch einmal darauf einlassen.
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Ist das möglich?
Wie alt ist denn Dein Sohn?
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Mika01
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Re: Ist das möglich?
hmm wenn du es möchtst würde ich es versuchen , mehr als nicht klappen kann es ja nicht.
vieleicht nimmt dein sohn es ja dankend an.
Bei manchen kommt noch nach Jahren des Abstillens Milch aus der Brust, das ist ganz unterschiedlich..
und auch Adoptiv kinder können von der Adoptiv Mama gestillt werden.
Ich wünsch dir alles gute
vieleicht nimmt dein sohn es ja dankend an.
Bei manchen kommt noch nach Jahren des Abstillens Milch aus der Brust, das ist ganz unterschiedlich..
und auch Adoptiv kinder können von der Adoptiv Mama gestillt werden.
Ich wünsch dir alles gute
Liebe Grüße von Michaela
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Minap
- gut eingelebt
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Re: Ist das möglich?
Er ist jetzt ziemlich genau 7 Monate.
Unsere Stillbeziehung war immer ein Auf und Ab. Flasche kennt er schon seit er drei Monate alt ist. Ich hab immer wieder mal Flasche und Brust gewechselt. Dann wieder nur Flasche, dann wieder nur Brust, dann wieder Beides. Es war wirklich nicht einfach. Hätte eine Stillberaterin an meiner Hand gebraucht. Aber es war keine so richtig greifbar.
Hauptsächlich hab ich mit BES gestillt.
Unsere Stillbeziehung war immer ein Auf und Ab. Flasche kennt er schon seit er drei Monate alt ist. Ich hab immer wieder mal Flasche und Brust gewechselt. Dann wieder nur Flasche, dann wieder nur Brust, dann wieder Beides. Es war wirklich nicht einfach. Hätte eine Stillberaterin an meiner Hand gebraucht. Aber es war keine so richtig greifbar.
Hauptsächlich hab ich mit BES gestillt.
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Ist das möglich?
Dein Baby ist 7 Monate - nicht 7 Jahre. Selbstverständlich entscheidest DU ALLEIN über alle wichtigen Fragen seiner Betreuung
- wie könnte denn ein junger Säugling, der nicht mal weiß wo seine Nasenspitze ist, "entscheiden", was gut für ihn ist?? Klar, Du berücksichtigst im Umgang mit ihm seine Persönlichkeit, seine Vorlieben und Eigenheiten, dies zeugt von Sensibilität und Respekt. Aber ENTSCHEIDEN musst Du, idealerweise im besten Interesse Deines Babys - das ist ausschließlich DEINE Verantwortung, nicht die Deines Babys.
Stillen ist die normale Säuglingsernährung; alle anderen Ernährungs- bzw. Betreuungsformen haben dem gegenüber Nachteile. Wenn Du jetzt erwägst, Deinem Sohn wieder Muttermilch anzubieten, sei es per Stillen oder per Ersatzmethode, dann tust Du das doch im allerbesten Sinne Deines Babys. Jeder Tropfen Muttermilch unterstützt Gesundheit und Entwicklung Deines Kindes. Wenn nicht gestillt werden kann, steht heute glücklicherweise akzeptabler Ersatz zur Verfügung, das ist zweifellos gut. Aber das heißt nicht, dass es keine guten Gründe mehr gibt, ein Baby dennoch zum Teil mit Muttermilch zu versorgen, wenn dies möglich ist.
Ich habe den Eindruck, dass die vergangenen Monate wirklich nicht einfach für Dich waren, körperlich und seelisch. Körper und Seele sind dennoch noch mittendrin in der Laktation - das ist absolut verständlich (und auch sehr gut eingerichtet von der Natur, oder?
Dieses Phänomen ist z.B. auch bekannt beim medikamentösen Abstillen. Nicht selten setzt direkt nach Absetzen der Medikamente die Milchbildung wieder ein, insb. wenn die Mutter eben noch nicht abgeschlossen hat mit dem Thema. So leicht lässt sich die Natur eben nicht überlisten... Körper, Hormone, Psyche und Wünsche spielen hier gleichsam rein.).
Dein Baby ist noch laaaange im allerbesten Stillalter, Du hast Milch. Worauf also warten?
Mit Eurer Vorgeschichte würde ich empfehlen, eventuell Situationen zu vermeiden, in denen Du Dich abgelehnt fühlen könntest. Es wäre ganz normal, dass Dein Baby technisch zunächst nicht mehr richtig an der Brust saugen kann. Dies könnte er zwar theoretisch wieder lernen (das weißt Du sicher, Du schriebst ja, dass Du schon relaktationserfahren bist), aber dies ist i.d.R. mit Üben, Zeitaufwand, Anstrengung verbunden. Um alls dies zu bewältigen, sind gewisse Extra-Ressourcen bei der Mutter notwendig, sie muss genug Kraft, Zeit, Durchhaltevermögen haben, eine Mischung aus liebevoller Beharrlichkeit und hoher Sensibilität für ihr Kind, außerdem sollte sie wissen, in Kopf und Herz, dass Ihr Baby nicht "nicht will", wenn es (noch) nicht klappt, sondern nur "nicht kann".
Ein schlechtes Gewissen dafür, wie es bisher lief, ist jedenfalls ein gaaaanz schlechter Motor. Falls Du in dieser Richtung fühlst, dann versuche, bevor Du Dich erneut mit dem Thema Stillen und Muttermilchernährung befasst, Dein schlechtes Gewissen hinter Dir zu lassen, nur dann ist Dein Kopf frei, neues anzugehen und das Zusammensein mit Deinem Baby dabei auch noch genießen zu können. "Nicht loslassen können" hingegen ist doch völlig natürlich und gesund - von der Natur ist garantiert nicht vorgesehen, dass wir unsere 7 Monate alten Babys oder den natürlichen Umgang mit ihnen (und dazu gehört ja das Stillen) "loslassen". Deine Gefühle sind also sehr verständlich, und sehr gesund, finde ich.
Konkret heißt das: wenn Du Bedenken hast, eine regelrechte Relaktation incl. Saugtraining usw. (erneut) durchzuziehen, dann ist das total OK. Du könntest stattdessen einfach gelegentlich etwas Milch abpumpen und Deinem Baby per Flasche füttern, wenn Dir damit am wohlsten wäre. Ebenso möglich wäre selbstverständlich der erneute Einsatz des BES - allerdings dürfen dafür die umgewöhnungsbedingten Saugschwierigkeiten des Babys nicht allzu ausgeprägt sein, sonst käme es mit dem BES auf Anhieb gar nicht zurecht, was auch wieder nervig und frustig sein könnte. Manchmal kann es sogar sein, dass Babys im Schlaf oder Halbschlaf gut an der Brust trinken, "als wenn nie etwas gewesen wäre", ohne jedes Hilfsmittel, auch nach längerer Stillpause.
Am besten: probiere einfach mal aus, was bei Euch am besten klappen könnte. Druckfrei, ohne Erwartungshaltung.
Kennst Du schon unsere Linksammlung Stillwissen? Dort findest Du zahlreiche Infos zum Thema Saugen und Saugstörungen, Abpumpen und Relaktation.
Gerade beim Thema Relaktation ist es wichtig, dass sich die Mutter klar darüber ist, dass Stillen keine "alles oder nichts"-Situation sein muss, und dass eine dauerhafte Zwiemilchernährung durchaus auch sehr positiv erlebt werden kann. Es gibt keine "Mindest-Milchproduktion", unterhalb derer sich das "Stillen nicht lohnt". Wenn Du einen Weg finden willst, Stillen/Muttermilchernährung mit künstlicher Ernährung zu verbinden, so dass Ihr Euren Alltag gut bewältigen könnt und positiv erlebt, dann findest Du hier im Forum bestimmt die richtige Unterstützung.
LG;
Julia
Stillen ist die normale Säuglingsernährung; alle anderen Ernährungs- bzw. Betreuungsformen haben dem gegenüber Nachteile. Wenn Du jetzt erwägst, Deinem Sohn wieder Muttermilch anzubieten, sei es per Stillen oder per Ersatzmethode, dann tust Du das doch im allerbesten Sinne Deines Babys. Jeder Tropfen Muttermilch unterstützt Gesundheit und Entwicklung Deines Kindes. Wenn nicht gestillt werden kann, steht heute glücklicherweise akzeptabler Ersatz zur Verfügung, das ist zweifellos gut. Aber das heißt nicht, dass es keine guten Gründe mehr gibt, ein Baby dennoch zum Teil mit Muttermilch zu versorgen, wenn dies möglich ist.
Ich habe den Eindruck, dass die vergangenen Monate wirklich nicht einfach für Dich waren, körperlich und seelisch. Körper und Seele sind dennoch noch mittendrin in der Laktation - das ist absolut verständlich (und auch sehr gut eingerichtet von der Natur, oder?
Dein Baby ist noch laaaange im allerbesten Stillalter, Du hast Milch. Worauf also warten?
Mit Eurer Vorgeschichte würde ich empfehlen, eventuell Situationen zu vermeiden, in denen Du Dich abgelehnt fühlen könntest. Es wäre ganz normal, dass Dein Baby technisch zunächst nicht mehr richtig an der Brust saugen kann. Dies könnte er zwar theoretisch wieder lernen (das weißt Du sicher, Du schriebst ja, dass Du schon relaktationserfahren bist), aber dies ist i.d.R. mit Üben, Zeitaufwand, Anstrengung verbunden. Um alls dies zu bewältigen, sind gewisse Extra-Ressourcen bei der Mutter notwendig, sie muss genug Kraft, Zeit, Durchhaltevermögen haben, eine Mischung aus liebevoller Beharrlichkeit und hoher Sensibilität für ihr Kind, außerdem sollte sie wissen, in Kopf und Herz, dass Ihr Baby nicht "nicht will", wenn es (noch) nicht klappt, sondern nur "nicht kann".
Ein schlechtes Gewissen dafür, wie es bisher lief, ist jedenfalls ein gaaaanz schlechter Motor. Falls Du in dieser Richtung fühlst, dann versuche, bevor Du Dich erneut mit dem Thema Stillen und Muttermilchernährung befasst, Dein schlechtes Gewissen hinter Dir zu lassen, nur dann ist Dein Kopf frei, neues anzugehen und das Zusammensein mit Deinem Baby dabei auch noch genießen zu können. "Nicht loslassen können" hingegen ist doch völlig natürlich und gesund - von der Natur ist garantiert nicht vorgesehen, dass wir unsere 7 Monate alten Babys oder den natürlichen Umgang mit ihnen (und dazu gehört ja das Stillen) "loslassen". Deine Gefühle sind also sehr verständlich, und sehr gesund, finde ich.
Konkret heißt das: wenn Du Bedenken hast, eine regelrechte Relaktation incl. Saugtraining usw. (erneut) durchzuziehen, dann ist das total OK. Du könntest stattdessen einfach gelegentlich etwas Milch abpumpen und Deinem Baby per Flasche füttern, wenn Dir damit am wohlsten wäre. Ebenso möglich wäre selbstverständlich der erneute Einsatz des BES - allerdings dürfen dafür die umgewöhnungsbedingten Saugschwierigkeiten des Babys nicht allzu ausgeprägt sein, sonst käme es mit dem BES auf Anhieb gar nicht zurecht, was auch wieder nervig und frustig sein könnte. Manchmal kann es sogar sein, dass Babys im Schlaf oder Halbschlaf gut an der Brust trinken, "als wenn nie etwas gewesen wäre", ohne jedes Hilfsmittel, auch nach längerer Stillpause.
Am besten: probiere einfach mal aus, was bei Euch am besten klappen könnte. Druckfrei, ohne Erwartungshaltung.
Kennst Du schon unsere Linksammlung Stillwissen? Dort findest Du zahlreiche Infos zum Thema Saugen und Saugstörungen, Abpumpen und Relaktation.
Gerade beim Thema Relaktation ist es wichtig, dass sich die Mutter klar darüber ist, dass Stillen keine "alles oder nichts"-Situation sein muss, und dass eine dauerhafte Zwiemilchernährung durchaus auch sehr positiv erlebt werden kann. Es gibt keine "Mindest-Milchproduktion", unterhalb derer sich das "Stillen nicht lohnt". Wenn Du einen Weg finden willst, Stillen/Muttermilchernährung mit künstlicher Ernährung zu verbinden, so dass Ihr Euren Alltag gut bewältigen könnt und positiv erlebt, dann findest Du hier im Forum bestimmt die richtige Unterstützung.
LG;
Julia
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Minap
- gut eingelebt
- Beiträge: 20
- Registriert: 22.10.2008, 20:34
Re: Ist das möglich?
Vielen Dank Julia für deine lange Antwort und dass du dich meiner Situation, meinen Gedanken annimmst. Du hast das so toll geschrieben.
Ich habe kein schelchtes Gewissen oder so. Im Gegenteil, ich bin stolz darauf was ich bisher geschafft habe. Uns geht es auch soweit gut.
Grundsätzlich übe ich auch keinen Druck aus, wieder stillen zu müssen. Aber trotzdem ist es mir der Versuch wert, ihn immer wieder mal anzulegen. Das hab ich auch heute mal probiert. Die Brust akzeptiert er, als wäre nie etwas gewesen. Aber wie du schon beschrieben hast, hat der die richtige Technik "verlernt". Nun probier ich es einfach. Es steht für mich keine Relaktaion im eigentlichen Sinne an, eher ein Anlegen aus Liebe. Mir kommt es nicht auf die Menge an, eher auf die Nähe. Ich freue mich nun darauf.
Ich hoffe dass es klappt. Aber mal ganz ehrlich. Ich stell es mir schon zu einfach vor.
Mein Ziel wäre, nach Bedarf und am Abend zum Einschlafen mit BES anzulegen. Später einmal, so kenne ich es aus Erfahrungen bei einer Relakation bzw. Stillen eines Adoptivkindes, ist es einfach ein Ritual wie die Gute-Nacht-Geschichte, weniger das Satt werden.
An sich geht es mir weniger um das Wie. Das krieg ich nach meinen Erfahrungen bestimmt hin. Ich hab ja keinen Druck oder so.
Mein Problem ist wohl eher das Warum (also warum tu ich es wieder). Zumindest hab ich mit den Gefühlen zu kämpfen. Ich fühl mich zurückversetzt. Eigentlich hab ich ja abgeschlossen. Wie komm ich mit den äußeren Einflüssen zurecht. Was passiert mit mir und meinem Körper? Wie wird es klappen oder auch nicht? Wird er es so mitmachen?
Ihr müsst wissen, dass ich ja schon wieder arbeite (also so 1-2 x pro Woche für 3-4 Std.) Also nicht der Rede wert.
Oh mann. Es wird wie werden. Denke ich.
Aber noch eine Frage:
Wäre es denn OK ihn einfach mal nur abends mit BES anzulegen und den Rest der Zeit mit Flasche zu ernähren? Also Nachts und tagsüber. Mir wurde schon berichtet, dass es kaum möglich ist, Beides zu geben. Brust oder Flasche heißt es dann immer. Kinder können das nicht auf Dauer. Wie seht ihr das?
Ich habe kein schelchtes Gewissen oder so. Im Gegenteil, ich bin stolz darauf was ich bisher geschafft habe. Uns geht es auch soweit gut.
Grundsätzlich übe ich auch keinen Druck aus, wieder stillen zu müssen. Aber trotzdem ist es mir der Versuch wert, ihn immer wieder mal anzulegen. Das hab ich auch heute mal probiert. Die Brust akzeptiert er, als wäre nie etwas gewesen. Aber wie du schon beschrieben hast, hat der die richtige Technik "verlernt". Nun probier ich es einfach. Es steht für mich keine Relaktaion im eigentlichen Sinne an, eher ein Anlegen aus Liebe. Mir kommt es nicht auf die Menge an, eher auf die Nähe. Ich freue mich nun darauf.
Ich hoffe dass es klappt. Aber mal ganz ehrlich. Ich stell es mir schon zu einfach vor.
Mein Ziel wäre, nach Bedarf und am Abend zum Einschlafen mit BES anzulegen. Später einmal, so kenne ich es aus Erfahrungen bei einer Relakation bzw. Stillen eines Adoptivkindes, ist es einfach ein Ritual wie die Gute-Nacht-Geschichte, weniger das Satt werden.
An sich geht es mir weniger um das Wie. Das krieg ich nach meinen Erfahrungen bestimmt hin. Ich hab ja keinen Druck oder so.
Mein Problem ist wohl eher das Warum (also warum tu ich es wieder). Zumindest hab ich mit den Gefühlen zu kämpfen. Ich fühl mich zurückversetzt. Eigentlich hab ich ja abgeschlossen. Wie komm ich mit den äußeren Einflüssen zurecht. Was passiert mit mir und meinem Körper? Wie wird es klappen oder auch nicht? Wird er es so mitmachen?
Ihr müsst wissen, dass ich ja schon wieder arbeite (also so 1-2 x pro Woche für 3-4 Std.) Also nicht der Rede wert.
Oh mann. Es wird wie werden. Denke ich.
Aber noch eine Frage:
Wäre es denn OK ihn einfach mal nur abends mit BES anzulegen und den Rest der Zeit mit Flasche zu ernähren? Also Nachts und tagsüber. Mir wurde schon berichtet, dass es kaum möglich ist, Beides zu geben. Brust oder Flasche heißt es dann immer. Kinder können das nicht auf Dauer. Wie seht ihr das?
Wir sind alle Engel mit nur einem Flügel.
Wenn wir fliegen wollen müssen wir uns umarmen!
Marie (23.04.2008) + Julian (30.07.2010)
Neben meinem Mann das Beste was mir je passiert ist. Danke.
Wenn wir fliegen wollen müssen wir uns umarmen!
Marie (23.04.2008) + Julian (30.07.2010)
Neben meinem Mann das Beste was mir je passiert ist. Danke.
- evizentrum
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 101
- Registriert: 17.08.2010, 14:25
Re: Ist das möglich?
Na klar kann es gehen, Flasche und Stillen zu kombinieren - dafür gibt es sogar ein Wort "Zwiemilch"-Ernährung.
Es ist gar nicht so selten!
Warum versuchst du nicht einfach, den Kleinen ganz normal anzulegen, ohne BES, ohne Erfolgsdruck.
Alles andere kannst du danach immer noch ausprobieren.
Es ist gar nicht so selten!
Warum versuchst du nicht einfach, den Kleinen ganz normal anzulegen, ohne BES, ohne Erfolgsdruck.
Alles andere kannst du danach immer noch ausprobieren.
Eva mit F. (2010) und A. (2012)