Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
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deGloa
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Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Hallo,
Sorry, wenn ich im falschen Thread bin, bin aber kurz vor der Verzweiflung und hab keinen Nerv lange zu suchen.
Unsere Tochter kam am 18.02. per Kaiserschnitt zur Welt. Es wurde übersehen, dass sie nach der Geburt gleich angelegt wurde. Das passierte gefühlte 4 St. später. Am Sa. konnte ich mich kaum rühren und brachte auch die Zeit durcheinander. Töchterchen hat den ganzen Tag geschlafen. Ich glaube, dass sie ca. alle 4-5 Stunden zum Stillen geweckt wurde.
Am Anfang klappte das mit dem Anlegen alles ganz gut. Mittlerweile brüllt sie meinen Busen lange an, bis sie wenigstens ganz kurz mal nuckelt.
Lt. Stillberaterin des KH sind die Voraussetzungen da. Brustwarzen sind angeblich super. Sie kann auch trinken. Der Milcheinschuss kam eher schleichend. Während ich die ganze Woche kaum Milch hatte, bringe ich seit gestern (seit ich wusste ich darf mit Töchterchen nach Hause) beim Abpumpen ca. 100 ml zusammen.
Jetzt versuche ich, wenn sie Hunger hat, ohne BES anzulegen. Nach vielen Anlegeversuchen saugt sie dann auch schon mal so richtig mit lauten Schluckgeräuschen. Aber eben mal vielleicht 5x und dann lässt sie meine BW wieder los und das ganze Spiel beginnt von Vorne. Sie lässt sich rechts kaum anlegen und auf beiden Seiten auch nur in der "football"-Haltung.
Seit Vorgestern (glaub ich) benutzen wir das BES. Dies macht mich fix und fertig. Im KH ging das ja noch, da wurde das gereinigt und vorbereitet. Aber zu Hause bin ich nur noch mit Abpumpen Stillen Reinigen beschäftigt.
Was mich echt fertig macht, kaum hat sie den Schlauch im Mund, kann sie so richtig saugen. Ohne BES saugt sie sich fest und macht dann nix mehr. Ist sie schon zu bequem geworden durch das BES?
Die ganze Stillmahlzeit dauert ca. 1 1/2 Stunden mit BES. Gerade eben hat sie dann aber wieder nur 40ml vom BES getrunken. Ich hab ihr dann die restlichen 30ml mit dem Finger gefüttert, da mir der Busen sonst abfällt. Am Finger saugt sie am Besten. Da saugt sie ratzfatz alles weg. Ich hab jetzt in der Nacht mit Fertignahrung gearbeitet. Abpumpen in der Nacht schaffte ich einfach nicht mehr. Sie hat von Gestern auf Heute 2x 70 ml dazubekommen. Heute hat sie dann aber von ca. 7 - 12 Uhr geschlafen. Ich hab versucht sie zu wecken. Es heißt ja, man soll öfters anlegen - keine Chance. Erst um 12 hat sie sich lautstark gemeldet und dann auch getrunken - nur wieder mit BES. Heute Vormittag hab ich abgepumpt. Ca. 20 Min. und hab ca. 100 ml zusammengekommen. Milch wird auch schon viel heller. NIcht mehr so gelb.
Sie hat im KH über 10% abgenommen und ist beim Gelbsuchtwert an der Grenze von 14. Sie hatte bei der Geburt 3260g und wurde gestern mit 3060 g entlassen (nach dem Stillen).
Entschuldigung für den langen Roman. Aber ich bin ziemlich verzweifelt und glaub nicht, dass ich das lange durchhalte. Wer hat einen Rat für mich?
Sorry, wenn ich im falschen Thread bin, bin aber kurz vor der Verzweiflung und hab keinen Nerv lange zu suchen.
Unsere Tochter kam am 18.02. per Kaiserschnitt zur Welt. Es wurde übersehen, dass sie nach der Geburt gleich angelegt wurde. Das passierte gefühlte 4 St. später. Am Sa. konnte ich mich kaum rühren und brachte auch die Zeit durcheinander. Töchterchen hat den ganzen Tag geschlafen. Ich glaube, dass sie ca. alle 4-5 Stunden zum Stillen geweckt wurde.
Am Anfang klappte das mit dem Anlegen alles ganz gut. Mittlerweile brüllt sie meinen Busen lange an, bis sie wenigstens ganz kurz mal nuckelt.
Lt. Stillberaterin des KH sind die Voraussetzungen da. Brustwarzen sind angeblich super. Sie kann auch trinken. Der Milcheinschuss kam eher schleichend. Während ich die ganze Woche kaum Milch hatte, bringe ich seit gestern (seit ich wusste ich darf mit Töchterchen nach Hause) beim Abpumpen ca. 100 ml zusammen.
Jetzt versuche ich, wenn sie Hunger hat, ohne BES anzulegen. Nach vielen Anlegeversuchen saugt sie dann auch schon mal so richtig mit lauten Schluckgeräuschen. Aber eben mal vielleicht 5x und dann lässt sie meine BW wieder los und das ganze Spiel beginnt von Vorne. Sie lässt sich rechts kaum anlegen und auf beiden Seiten auch nur in der "football"-Haltung.
Seit Vorgestern (glaub ich) benutzen wir das BES. Dies macht mich fix und fertig. Im KH ging das ja noch, da wurde das gereinigt und vorbereitet. Aber zu Hause bin ich nur noch mit Abpumpen Stillen Reinigen beschäftigt.
Was mich echt fertig macht, kaum hat sie den Schlauch im Mund, kann sie so richtig saugen. Ohne BES saugt sie sich fest und macht dann nix mehr. Ist sie schon zu bequem geworden durch das BES?
Die ganze Stillmahlzeit dauert ca. 1 1/2 Stunden mit BES. Gerade eben hat sie dann aber wieder nur 40ml vom BES getrunken. Ich hab ihr dann die restlichen 30ml mit dem Finger gefüttert, da mir der Busen sonst abfällt. Am Finger saugt sie am Besten. Da saugt sie ratzfatz alles weg. Ich hab jetzt in der Nacht mit Fertignahrung gearbeitet. Abpumpen in der Nacht schaffte ich einfach nicht mehr. Sie hat von Gestern auf Heute 2x 70 ml dazubekommen. Heute hat sie dann aber von ca. 7 - 12 Uhr geschlafen. Ich hab versucht sie zu wecken. Es heißt ja, man soll öfters anlegen - keine Chance. Erst um 12 hat sie sich lautstark gemeldet und dann auch getrunken - nur wieder mit BES. Heute Vormittag hab ich abgepumpt. Ca. 20 Min. und hab ca. 100 ml zusammengekommen. Milch wird auch schon viel heller. NIcht mehr so gelb.
Sie hat im KH über 10% abgenommen und ist beim Gelbsuchtwert an der Grenze von 14. Sie hatte bei der Geburt 3260g und wurde gestern mit 3060 g entlassen (nach dem Stillen).
Entschuldigung für den langen Roman. Aber ich bin ziemlich verzweifelt und glaub nicht, dass ich das lange durchhalte. Wer hat einen Rat für mich?
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Mika01
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Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
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ich kann nicht viel beisteuern wollt dich aber nicht wegklicken...vieleicht ist es eine suagverwirrung ??? ich würde ein Stillebraterinn nochmal nach hause kommen lassen.
Tut mir leid das ich nicht viel sagen kann, aber es werden sich bestimmt noch welche melden und ich hoffe es wird schnell wieder besser.
ich kann nicht viel beisteuern wollt dich aber nicht wegklicken...vieleicht ist es eine suagverwirrung ??? ich würde ein Stillebraterinn nochmal nach hause kommen lassen.
Tut mir leid das ich nicht viel sagen kann, aber es werden sich bestimmt noch welche melden und ich hoffe es wird schnell wieder besser.
Liebe Grüße von Michaela
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Erika
- gehört zum Inventar
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Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Hallo, herzlich willkommen hier und herzlichen Glückwunsch zu Deinem Baby!
Ich kenne mich mit BES leider (zum Glück) überhaupt nicht aus, aber ich denke, dass Deine Sorgen absolut begründet sind. Ich würde Dir raten Kontakt zu einer Stillberaterin in Deiner Nähe aufzunehmen, Adressen/Telefonnummern findest Du hier:
http://www.lalecheliga.de/index.php?opt ... &Itemid=93
und
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=8
Am besten wäre es sicherlich, wenn noch mal eine kompetente Person auf die Stilltechnik und die BES-Technik schaut.
In der Tat ist es total wichtig, dass Du ganz oft anlegst. 5-7 Stunden Stillabstand sind wirklich zu viel. Schau mal hier, hier hat jusl sehr gute Grundlegende Infos zur Stillhäufigkeit gepostet (auch Wecktipps!!!!)
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=124858
Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit sehr viel Hautkontakt zwischen Baby und Mutter gemacht. Pack Dich am besten mit Deinem Kind ins Bett und kuschelt ganz viel nackig. Das gibt Dir die notwendige Erholung und Dein Baby bekommt so hoffentlich Lust auf öfter trinken.
Ansonsten melden sich hier sicherlich bald die Stillberaterinnen. Sehr viel Erfahrung mit dem BES hat Becka, ihr kannst Du sicher auch ne PN schicken, sie meldet sich bestimmt.
Ich kenne mich mit BES leider (zum Glück) überhaupt nicht aus, aber ich denke, dass Deine Sorgen absolut begründet sind. Ich würde Dir raten Kontakt zu einer Stillberaterin in Deiner Nähe aufzunehmen, Adressen/Telefonnummern findest Du hier:
http://www.lalecheliga.de/index.php?opt ... &Itemid=93
und
http://www.afs-stillen.de/front_content.php?idcat=8
Am besten wäre es sicherlich, wenn noch mal eine kompetente Person auf die Stilltechnik und die BES-Technik schaut.
In der Tat ist es total wichtig, dass Du ganz oft anlegst. 5-7 Stunden Stillabstand sind wirklich zu viel. Schau mal hier, hier hat jusl sehr gute Grundlegende Infos zur Stillhäufigkeit gepostet (auch Wecktipps!!!!)
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=124858
Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit sehr viel Hautkontakt zwischen Baby und Mutter gemacht. Pack Dich am besten mit Deinem Kind ins Bett und kuschelt ganz viel nackig. Das gibt Dir die notwendige Erholung und Dein Baby bekommt so hoffentlich Lust auf öfter trinken.
Ansonsten melden sich hier sicherlich bald die Stillberaterinnen. Sehr viel Erfahrung mit dem BES hat Becka, ihr kannst Du sicher auch ne PN schicken, sie meldet sich bestimmt.
LG
Erika
___________________________________
mit großem Schnuffel (*Jan 2009) und kleinem Schnuffel (*Aug 2011)
Erika
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- Malo81
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2327
- Registriert: 28.06.2009, 17:01
- Wohnort: Ba-Wü
Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Ich kann dir leider nicht viel raten- außer: Halte durch. Ich weiß wie schwer es ist. Ich habe zwar nicht mit BES gestillt, wurde im KKh jedoch abgestillt und habe dann zu Hause wieder angefangen. Ich kann deine Verzweiflung gut nachempfinden. Man ist so müde und geschafft und dieses Kind trinkt nicht von der Brust, aber anders geht es. Ich weiß wie schwer es ist, aber halt durch. Hol dir Hilfe von einer Stillberaterin.
Und: bleib viel im Bett mit der Kleinen. Kuschelt ganz viel. Ganz viel Körperkontakt. Leg sie immer wieder an. Ich habe die ersten Wochen stillen, abpumpend oder tragend/kuschelnd verbracht. Es hat geholfen. Könn dir die Ruhe. Kann dein Mann kochen? Lass ihn (auch wenns schwer fällt) die nächsten Tage den Haushalt machen. Wohnen deine Eltern/Schwi-eltern in der Nähe? Hier würde ich fragen, ob sie für euch was mitkochen können. Lass dir Arbeit abnehmen. Für mich wars auch schwer. Aber wir haben es geschafft. Nimm dir die Ruhe, die ihr braucht.
Tagsüber bau dir ein Nest auf dem Sofa und schaue fern oder lese nebenbei. Ich habe ganz viel Malzbier getrunken.
Wie geht es dir körperlich?
Ich drück dich mal ganz feste wenn ich darf.
Und: Herzlichen Glückwunsch zum Baby
Und: bleib viel im Bett mit der Kleinen. Kuschelt ganz viel. Ganz viel Körperkontakt. Leg sie immer wieder an. Ich habe die ersten Wochen stillen, abpumpend oder tragend/kuschelnd verbracht. Es hat geholfen. Könn dir die Ruhe. Kann dein Mann kochen? Lass ihn (auch wenns schwer fällt) die nächsten Tage den Haushalt machen. Wohnen deine Eltern/Schwi-eltern in der Nähe? Hier würde ich fragen, ob sie für euch was mitkochen können. Lass dir Arbeit abnehmen. Für mich wars auch schwer. Aber wir haben es geschafft. Nimm dir die Ruhe, die ihr braucht.
Tagsüber bau dir ein Nest auf dem Sofa und schaue fern oder lese nebenbei. Ich habe ganz viel Malzbier getrunken.
Wie geht es dir körperlich?
Ich drück dich mal ganz feste wenn ich darf.
Und: Herzlichen Glückwunsch zum Baby
- Altraia
- Prof. Dr. SuT
- Beiträge: 8383
- Registriert: 25.01.2006, 12:22
- Wohnort: Limburg
Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Meine Vorschreiberinnen haben schon alle wesentlichen Hinweise gegeben. Bitte wende Dich an eine Stillberaterin oder IBCLC vor Ort.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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jusl
- Jusl Almighty
- Beiträge: 16020
- Registriert: 19.03.2007, 10:54
- Wohnort: nördlich des Weißwurstäquators
Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Hallo und herzlich willkommen deGloa,
ich kann gut verstehen, dass Du nicht aufgeben magst - ich bin wirklich zuversichtlich, dass Ihr Eure Stillbeziehung retten könnt. Dazu einige allgemeine Hinweise:
Zunächst mag Altraias Antworten bekräftigen. Regel Nr. 1 - bei ALLEN Stillproblemen (und noch ist ja nicht 100%ig klar, welche genau Ihr habt) - ist: "Ernähre das Kind". Sollte momentan nicht genug Muttermilch zur Verfügung stehen (dies sollte überprüft werden, siehe unten), dann muss mit künstlicher Säuglingsmilch zugefüttert werden. Ws ist sehr gut dass Du Dich so früh gemeldet hast, denn Ihr seid noch im frühen Wochenbett, und das erhöht die Chancen erheblich, dass das Zufüttern jetzt nur vorübergehend und nicht dauerhaft notwendig sein wird. Idealerweise füttert Ihr ohne künstliche Sauger zu. Künstliche Sauger erhöhen insbesondere bei Neugeborenen bzw. in den ersten Lebenswochen die Wahrscheinlichkeit für kindliche Saugprobleme beträchtlich (Stichwort Saugverwirrung). Und kindliche Saugprobleme wiederum wirken sich sehr häufig direkt auf die Milchbildung der Mutter aus, denn es gilt bekanntlich der Stillgrundsatz Nr. 1 "Die Nachfrage bestimmt das Angebot". Das heißt: damit Du genug Milch produzieren kannst, ist es NOTWENDIG, dass Dein Baby GUT, d.h. EFFEKTIV trinkt. Nur so merkt die Brust, wieviel Nachfrage besteht und kann genau dazu passend produzieren. Auch Fingerfeeding kann Saugstörungen verursachen (strenggenommen ist dies sogar beim BES möglich). Sollte Dein Baby so schwere Saugstörungen entwickelt haben, dass es nicht mehr bzw. noch nicht effektiv an der Brust saugen kann, dann sollte, bis das Problem behoben ist, mehrmals täglich abgepumpt werden, einfach damit ausreichend Nachfrage besteht um die Milchproduktion auf Vollstill-Niveau zu halten. Saugverwirrung ist behandelbar. Am besten lässt Du eine mit Saugstörungen erfahrene Stillberaterin mal draufschauen; sie kann "mit Blick drauf" am besten beurteilen, ob mit der Saug- und Anlegetechnik alles OK ist und welche Hilfen bei Bedarf am erfolgversprechendsten sind. Bei jungen Babys reichen erfreulicherweilse oft vermeintlich kleine Änderungen in der Anlegetechnik, um dem Baby beim korrekten Saugen helfen zu können.
Eine recht häufige "Nebenwirkung" des BES ist, dass sich das Baby an sofortigen Milchfluss gewöhnen kann. Du könntest, nach Anlegen mit dem BES, den Schlauch dann recht bald abklemmen (und so langsam davon "entwöhnen"). Oder Du könntest versuchen, OHNE BES, Deinen Milchfluss schon mal etwas in Gang zu bringen, ehe Du anlegst. Dies sind im Prinzip die gleichen Tipps wie zum erfolgreichen Abpumpen, siehe hier.
Hier möchte ich noch mal nachfragen - Du schriebst:
Ganz wichtig ist außerdem, dass
* Ihr HÄUFIG stillt (mind. 10-12 mal in 24 Stunden anbieten!),
* Du unnötigen Energieverlust vermeidest,
* Ihr strikt alle künstlichen Sauger meidet, auch Schnuller.
Der Rückengriff ist prinzipiell eine sehr empfehlenswerte Stillposition, da Du so einen guten Überblick über den Gesichtsbereich Deinen Babys hast und das Kind gut unterstüzt werden kann. Wenn Dein Baby rechts nicht so gerne trinken mag, dann könntest Du versuchen, sie zunächst links im Rückengriff zu stillen und sie dann zum Seitenwechsel OHNE großen Positionswechsel einfach nach rechts einige Zentimeter "herrüberzuziehen", so dass sie dann in Wiegehaltung vor Dir liegt, idealerweise auf einem großen stabilen(!) Stillkissen. Auf diese Weise bemerken die Kinder manchmal den Wechsel kaum, und es klappt besser. Auch anders herum kannst Du es probieren: zunächst links in Wiegehaltung, und dann nach rechts ohne Lagewechel herüberziehen zum Stillen rechts im Rückengriff.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr Eure Schwierigkeiten innerhalb ganz bald überwinden könnt - bitte berichte doch mal, wie es läuft.
Liebe Grüße,
Julia
ich kann gut verstehen, dass Du nicht aufgeben magst - ich bin wirklich zuversichtlich, dass Ihr Eure Stillbeziehung retten könnt. Dazu einige allgemeine Hinweise:
Zunächst mag Altraias Antworten bekräftigen. Regel Nr. 1 - bei ALLEN Stillproblemen (und noch ist ja nicht 100%ig klar, welche genau Ihr habt) - ist: "Ernähre das Kind". Sollte momentan nicht genug Muttermilch zur Verfügung stehen (dies sollte überprüft werden, siehe unten), dann muss mit künstlicher Säuglingsmilch zugefüttert werden. Ws ist sehr gut dass Du Dich so früh gemeldet hast, denn Ihr seid noch im frühen Wochenbett, und das erhöht die Chancen erheblich, dass das Zufüttern jetzt nur vorübergehend und nicht dauerhaft notwendig sein wird. Idealerweise füttert Ihr ohne künstliche Sauger zu. Künstliche Sauger erhöhen insbesondere bei Neugeborenen bzw. in den ersten Lebenswochen die Wahrscheinlichkeit für kindliche Saugprobleme beträchtlich (Stichwort Saugverwirrung). Und kindliche Saugprobleme wiederum wirken sich sehr häufig direkt auf die Milchbildung der Mutter aus, denn es gilt bekanntlich der Stillgrundsatz Nr. 1 "Die Nachfrage bestimmt das Angebot". Das heißt: damit Du genug Milch produzieren kannst, ist es NOTWENDIG, dass Dein Baby GUT, d.h. EFFEKTIV trinkt. Nur so merkt die Brust, wieviel Nachfrage besteht und kann genau dazu passend produzieren. Auch Fingerfeeding kann Saugstörungen verursachen (strenggenommen ist dies sogar beim BES möglich). Sollte Dein Baby so schwere Saugstörungen entwickelt haben, dass es nicht mehr bzw. noch nicht effektiv an der Brust saugen kann, dann sollte, bis das Problem behoben ist, mehrmals täglich abgepumpt werden, einfach damit ausreichend Nachfrage besteht um die Milchproduktion auf Vollstill-Niveau zu halten. Saugverwirrung ist behandelbar. Am besten lässt Du eine mit Saugstörungen erfahrene Stillberaterin mal draufschauen; sie kann "mit Blick drauf" am besten beurteilen, ob mit der Saug- und Anlegetechnik alles OK ist und welche Hilfen bei Bedarf am erfolgversprechendsten sind. Bei jungen Babys reichen erfreulicherweilse oft vermeintlich kleine Änderungen in der Anlegetechnik, um dem Baby beim korrekten Saugen helfen zu können.
Eine recht häufige "Nebenwirkung" des BES ist, dass sich das Baby an sofortigen Milchfluss gewöhnen kann. Du könntest, nach Anlegen mit dem BES, den Schlauch dann recht bald abklemmen (und so langsam davon "entwöhnen"). Oder Du könntest versuchen, OHNE BES, Deinen Milchfluss schon mal etwas in Gang zu bringen, ehe Du anlegst. Dies sind im Prinzip die gleichen Tipps wie zum erfolgreichen Abpumpen, siehe hier.
Hier möchte ich noch mal nachfragen - Du schriebst:
Der Gelbsuchtwert (falls Du mit "14" einen Bilirubinwert von "14 mg/dl" meintest) ist absolut unauffällig und ohne Behandlungsbedarf. Und zum Gewicht: Deine Maus ist jetzt 8/9 Tage alt? Sie hat mindestens 300 g, lag also schonmal deutlich unter 2950 g, und hat jetzt wieder 3060? Denn dann hätte sie ja bereits wieder etwas zugenommen seitdem. Da Deine Maus über 10% abgenommen hat, war es richtig, dass seitens des KH eingegriffen wurde, und man kann nicht erwarten, dass das Gewicht jetzt genauso schnell wieder raufgeht wie bei einem Baby, dass unter 5% abgenommen hat. Fautregel: Unauffällige Babys sollten innerhalb von etwa 2 Wochen ihr Geburtsbericht wieder erreicht haben. Babys die sehr stark abgenommen haben, haben etwas mehr Zeit, manchmal dauert es eben eher 3-4 Wochen. Das wäre durchaus in Ordnung, VORAUSGESETZT, die anderen Kriterien für gutes Gedeihen sind erfüllt. Diese Kriterien betreffen Trinkverhalten, Ausscheidungen, Verhalten in den Wachphasen und Zustand von Haut und Augen, ausführlich beschrieben im Tread "Grundinfo Gedeihen". Dort findest Du auch ausführlich Info zum Thema "Korrektes Wiegen".Sie hat im KH über 10% abgenommen und ist beim Gelbsuchtwert an der Grenze von 14. Sie hatte bei der Geburt 3260g und wurde gestern mit 3060 g entlassen (nach dem Stillen).
Ganz wichtig ist außerdem, dass
* Ihr HÄUFIG stillt (mind. 10-12 mal in 24 Stunden anbieten!),
* Du unnötigen Energieverlust vermeidest,
* Ihr strikt alle künstlichen Sauger meidet, auch Schnuller.
Der Rückengriff ist prinzipiell eine sehr empfehlenswerte Stillposition, da Du so einen guten Überblick über den Gesichtsbereich Deinen Babys hast und das Kind gut unterstüzt werden kann. Wenn Dein Baby rechts nicht so gerne trinken mag, dann könntest Du versuchen, sie zunächst links im Rückengriff zu stillen und sie dann zum Seitenwechsel OHNE großen Positionswechsel einfach nach rechts einige Zentimeter "herrüberzuziehen", so dass sie dann in Wiegehaltung vor Dir liegt, idealerweise auf einem großen stabilen(!) Stillkissen. Auf diese Weise bemerken die Kinder manchmal den Wechsel kaum, und es klappt besser. Auch anders herum kannst Du es probieren: zunächst links in Wiegehaltung, und dann nach rechts ohne Lagewechel herüberziehen zum Stillen rechts im Rückengriff.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr Eure Schwierigkeiten innerhalb ganz bald überwinden könnt - bitte berichte doch mal, wie es läuft.
Liebe Grüße,
Julia
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deGloa
- Herzlich Willkommen
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- Registriert: 09.10.2010, 16:08
Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Ich danke Euch allen für die tollen Tipps und Links.
Es ist schön, dass man hier aufgefangen wird und so ausführliche und kompetente Hilfe bekommt.
Eine Stillberaterin gibt es wohl bei uns in der Nähe keine - ausser die, die ich im KH kennen gelernt hab. Und die machten mich totall verrückt.
Neuster Stand der Dinge:
Gestern war meine Nachsorgehebamme da. Diese hat sich mal so richtig viel Zeit für uns genommen. Nicht so wie die "Stillberaterinnen" im KH. Sie hat mir nochmal gezeigt, worauf beim Anlegen zu achten ist.
Sie ist überzeugt, dass durch das BES bereits eine Saugverwirrung (sagt man da so) entstanden ist. Sie ist überzeugt davon, dass unsere Maus sich schon jetzt darauf verlässt, dass die Milch halt ganz einfach fließt. Sie meinte ich soll zumindest tagsüber das BES weglassen. Wenn ich es nervlich ertrage auch die Nacht.
Ich denke auch, dass das BES nur Sinn macht, wenn einem die Milch nicht reicht. Das ist bei mir nicht der Fall.
Abpumpen und 1/2 St. später die Milch mit BES füttern macht für mich einfach wenig Sinn.
Das trinken funktioniert jetzt schon viel besser. Sie trinkt halt nicht kräftig genug. Die Hebamme hat mir aber alle Angst genommen, dass meine Maus zu wenig bekommt.
Sie meinte, wir müssen "von vorne" anfangen. Quasi so, als ob sie gestern erst auf die Welt gekommen ist. Wir beide müssen alles nochmal von vorne lernen. Heute hat sie sich selbst schon ganz oft gemeldet. Teilweise alle Stunde. Da sie noch sehr wenig effektiv trinkt ist das glaube ich i.O.
Ich hab sie vor 2 1/2 St. ins Tragetuch gepackt. Da schläft sie seitdem selig. Bin mir aber sicher, dass sie sich meldet, sobald ich sie auspacke.
Dadurch dass mich die Hebamme gestern so "runter geholt" hat und mir nochmal alles ausführlich erklärt hat, bin ich viel ruhiger geworden. Auch mein Mann kann mich viel besser unterstützen. Beim Osteopathen waren wir gestern auch noch.
Ich bin jetzt echt zuversichtlich, dass wir das packen.
Und Eurer Hilfe kann ich mir ja auch sicher sein.
Achja, sie hat natürlich seit gestern wieder etwas abgenommen - lt. Hebamme. Aber ich find das nicht mehr tragisch, da sie, wenn sie grantig wird, richtig kräftig ist. Sie schaut nicht aus, als ob ihr was fehlen würde.
Es ist schön, dass man hier aufgefangen wird und so ausführliche und kompetente Hilfe bekommt.
Eine Stillberaterin gibt es wohl bei uns in der Nähe keine - ausser die, die ich im KH kennen gelernt hab. Und die machten mich totall verrückt.
Neuster Stand der Dinge:
Gestern war meine Nachsorgehebamme da. Diese hat sich mal so richtig viel Zeit für uns genommen. Nicht so wie die "Stillberaterinnen" im KH. Sie hat mir nochmal gezeigt, worauf beim Anlegen zu achten ist.
Sie ist überzeugt, dass durch das BES bereits eine Saugverwirrung (sagt man da so) entstanden ist. Sie ist überzeugt davon, dass unsere Maus sich schon jetzt darauf verlässt, dass die Milch halt ganz einfach fließt. Sie meinte ich soll zumindest tagsüber das BES weglassen. Wenn ich es nervlich ertrage auch die Nacht.
Ich denke auch, dass das BES nur Sinn macht, wenn einem die Milch nicht reicht. Das ist bei mir nicht der Fall.
Abpumpen und 1/2 St. später die Milch mit BES füttern macht für mich einfach wenig Sinn.
Das trinken funktioniert jetzt schon viel besser. Sie trinkt halt nicht kräftig genug. Die Hebamme hat mir aber alle Angst genommen, dass meine Maus zu wenig bekommt.
Sie meinte, wir müssen "von vorne" anfangen. Quasi so, als ob sie gestern erst auf die Welt gekommen ist. Wir beide müssen alles nochmal von vorne lernen. Heute hat sie sich selbst schon ganz oft gemeldet. Teilweise alle Stunde. Da sie noch sehr wenig effektiv trinkt ist das glaube ich i.O.
Ich hab sie vor 2 1/2 St. ins Tragetuch gepackt. Da schläft sie seitdem selig. Bin mir aber sicher, dass sie sich meldet, sobald ich sie auspacke.
Dadurch dass mich die Hebamme gestern so "runter geholt" hat und mir nochmal alles ausführlich erklärt hat, bin ich viel ruhiger geworden. Auch mein Mann kann mich viel besser unterstützen. Beim Osteopathen waren wir gestern auch noch.
Ich bin jetzt echt zuversichtlich, dass wir das packen.
Und Eurer Hilfe kann ich mir ja auch sicher sein.
Achja, sie hat natürlich seit gestern wieder etwas abgenommen - lt. Hebamme. Aber ich find das nicht mehr tragisch, da sie, wenn sie grantig wird, richtig kräftig ist. Sie schaut nicht aus, als ob ihr was fehlen würde.
- Malo81
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 28.06.2009, 17:01
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Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Oh, das ist schön. Du hörst dich heute auch viel besser und optimister an. Das freut mich sehr für dich.
Auch wenn es mal kleinere Rückschritte gibt (gab es bei mir auch- bei den Stillberichten findest du auch meinen), ihr schafft das. Und du scheinst eine tolle Hebi zu haben. Gib dir und deiner Maus ein wenig Zeit. Und wie gesagt, die ersten Wochen war ich nur am stillen
Und dann war es nur noch unkompliziert.
Ich wünsche euch weiterhin alles Gute!
Auch wenn es mal kleinere Rückschritte gibt (gab es bei mir auch- bei den Stillberichten findest du auch meinen), ihr schafft das. Und du scheinst eine tolle Hebi zu haben. Gib dir und deiner Maus ein wenig Zeit. Und wie gesagt, die ersten Wochen war ich nur am stillen
Ich wünsche euch weiterhin alles Gute!
- gisasz
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1468
- Registriert: 17.04.2007, 00:01
- Wohnort: Alb-Donau-Kreis
Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Hört sich toll an.
Ich bin sicher, jetzt hilft nur noch durchhalten und weiterhin alles probieren, es dauert halt, bis sich alles eingespielt hat, aber es lohnt sich!!! (Ich vermute ein wenig, das BES war überflüssig....und verlängert eben jetzt den Prozess...)
Bei meiner Tochter hat´s auch 4 Wochen gebraucht, bis alles klappte...
Also: Weiter so, ihr schafft das sicher!!!
Ich bin sicher, jetzt hilft nur noch durchhalten und weiterhin alles probieren, es dauert halt, bis sich alles eingespielt hat, aber es lohnt sich!!! (Ich vermute ein wenig, das BES war überflüssig....und verlängert eben jetzt den Prozess...)
Bei meiner Tochter hat´s auch 4 Wochen gebraucht, bis alles klappte...
Also: Weiter so, ihr schafft das sicher!!!
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deGloa
- Herzlich Willkommen
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Re: Stillproblem - kurz vor Verzweiflung
Ich glaub auch, dass das BES totall überflüssig war. Es hat uns geholfen, das Gewicht so hinzukriegen, dass sie uns Heim gehen liesen.
Und jetzt fangen wir halt von vorne an.
Wie soll denn auch bitte das Stillen funktionieren, wenn teilweise 2 Schwestern um Dich rumstehen. Jede erzählt was anderes und machen Panik, da Baby zu wenig trinkt.
Ich bin froh, dass ich nach Hause gegangen bin. Jetzt bin ich selbst viel entspannter - dank der Hebamme. Und hab den Eindruck, dass alleine das sehr viel bewirkt hat.
Und jetzt fangen wir halt von vorne an.
Wie soll denn auch bitte das Stillen funktionieren, wenn teilweise 2 Schwestern um Dich rumstehen. Jede erzählt was anderes und machen Panik, da Baby zu wenig trinkt.
Ich bin froh, dass ich nach Hause gegangen bin. Jetzt bin ich selbst viel entspannter - dank der Hebamme. Und hab den Eindruck, dass alleine das sehr viel bewirkt hat.

