Warum ist Brei "böse"?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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mimi84
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Re: Warum ist Brei "böse"?

Beitrag von mimi84 »

Hab jetzt nicht alles gelesen, aber will auch mal meinen Senf dazu geben...

Unsere Tochter liebt Essen (wie ihre Eltern :oops: ), besonders wenn es einen Touch von Süß hat oder Milch drin ist. Gut, dass pürierte Pastinaken auch süß sind :lol:
Möhren haben wir aufgegeben, mochte sie nicht, aber anderes Gemüse mag sie. Obst ist auch super.

Ich finde es schon gut mit dem Brei, denn so einfach wird es nicht mehr lange sein, Vitamine und andere gute Dinge in ausreichender Menge in das Kind zu kriegen :wink: Sie mags und ich weiß, dass sie bekommt, was sie braucht. Warum nicht?

Ach ja:Als wir mit Brei angefangen haben, war der sehr schnell interessanter als MuMi...
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Lösche Benutzer 2872

Re: Warum ist Brei "böse"?

Beitrag von Lösche Benutzer 2872 »

Ich finde Brei nicht böse. Meine Tochter mochte ihn nur lange Zeit nicht gerne. Sie mochte Fingerfood lieber. Sie wollte gerne selber essen. Mein Sohn wird demnächst auch erst mal Brei angeboten bekommen. Mal schauen was er draus macht.

Trotzdem hat es mich irritiert, als die Mütter aus meinem Geburtsvorbereitungskurs nach dem vierten Monat stolz berichteten wieviel Brei ihr Kind denn schon schafft. Alleine das Wort schaffen. Das klingt so nach Leistung. Die Beikost ist für mich ein Angebot an mein Kind, nichts was es bewältigen muss. :?
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Jungsmama1976
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Re: Warum ist Brei "böse"?

Beitrag von Jungsmama1976 »

Gutes Thema, das gleiche Gefühl hatte ich auch schon manches Mal - und hab genau das gedacht wie Du Klima (mit den Steinzeitmenschen). Wenn die Natur gewollt hätte, dass unsere Kinder alles alleine können, dann könnten sie es auch (essen, laufen etc.). Sie waren aber schon immer geschützt durch ihre Eltern, daher war das wohl nicht nötig.

Hier gibts auch Brei, allerdings mittlerweile nicht mehr püriert, sondern nur noch ganz kleingeschnitten. Und Mahlzeiten ersetzt wurden dadurch auch - weil er einfach nicht mehr stillen wollte hinterher. Das finde ich dann nämlich auch gewaltsam, wenn ich merke, meinem Kind schmeckts eigentlich, gebe ihm aber nicht bis es satt ist, weil ich ja noch stillen will. Mein Kind zumindest macht seinen Mund nicht mehr auf, wenn er satt ist - weder für den Löffel noch für die Brust oder sonstwas. und das finde ich auch am allerwichtigsten, dass man den Kindern auch durch Beikost etc. das Sättigungsgefühl nicht abgewöhnt. Wer hier satt ist, hört auf zu essen, ob es drei Löffel waren oder zwei Teller voll Essen. Wenn der Hunger wieder kommt, melden sie sich.

Mein Problem ist mittlerweile eher, dass ich schauen muss, dass wir noch einigermaßen auf eine vernünftige Milchmenge kommen.

Mein Großer war da ganz anders, der hat lange nichts Festeres gegessen und auch oft gewürgt, wenn ich mal einen Zwieback oder ähnliches gegeben habe. Dem Kleinen kann man große Stücke Banane etc. geben, das wird mit den Felgen kleingekaut und runtergeschluckt.

Leben und leben lassen, jeder nach seiner Devise. Solange die Kinder wachsen und gedeihen ist das Mittel der Wahl immer das Richtige.
Liebe Grüße
Steffi mit den zwei Räuberkindern (09/07 und 06/10)

"Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel" - J.W. von Goethe


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Ich bin jetzt auch im Blogfieber:
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