Tragen in der DDR?

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Mystiki
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von Mystiki »

Ich glaube ich muss meine Oma doch noch mal fragen.Tabarz ist ja nicht weit weg von Bad Salzungen (bzw. Immelborn)
LG Katja mit den Winterkindern (12/07 und 02/10) und Spätsommerblume (09/12) und Fröschle(06/15)

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tania
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von tania »

meine mama hat in westberlin ihre beiden kinder (jahrgang 72 und 80) fast ausschließlich im tuch getragen. das habe ich jetzt :wink: . war ein kurzes mit fransen, sie hat nur auf der hüfte getragen.
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Erika
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von Erika »

An diese Dyade-Tücher kann ich mit auch noch erinnern. Hatten meine Eltern aber nie.

Meine Eltern hatten für uns aus dem Westen eine Rückentragekraxe, die sie heiß und innig geliebt haben und von allen darum beneidet wurden, weil leicht, handlich und praktisch beim Wandern.

Für meinen jüngsten Bruder (Jahrgang 87) hatte meine Mutter auch aus dem Westen ein "Kuschelnetz" geschenkt bekommen, das war eine Bauchtrage ähnlich wie Babybjörn, nur nicht ganz so steif im Rücken. Das hat sie viel benutzt und war damit aber auch nicht exotisch. Es gab wohl etliche Mütter in dieser Zeit, die irgendwelche Tragehilfen hatten.

Neulich hat mir ein Mann in der Straßenbahn erzählt, dass er sich Anfang der 80iger-Jahre selbst eine Hüfttrage gebastelt hatte, die wohl ähnlich einem Sling war. Vermutlich von den Dyadetüchern abgeschaut und dann selbst nachgebaut/genäht. Er war ganz begeistert von meinem Ergo und der Tragejacke obendrüber auf dem Rücken und wollte das gleich für seine Tochter und seinen Enkel besorgen, denn "Tragen sei ja so praktisch" - und dann fing seine Geschichte an.
LG
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Jilliana
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von Jilliana »

Meine Schwiegermutter hatte mir letztens grade erst erzählt dass es ja früher in der DDR auch schon Tragetücher gab, sie davon aber nie viel gehalten hätte und somit auch nie benutzt, aber sie kannte das Tuch tragen schon aus der DDR.
Aber trotzdem hält sie von diesem "neumodischen" Tuchgetrage garnix, dafür konnt ich meinen Schwiegervater davon überzeigen dass das ja doch eigentlich was ganz schönes und vor allem uraltes ist ;)
Aber andererseits bei dem was es früher so an Tragehilfen in der DDR scheinbar gab kann ich das auch bissl nachvollziehen warum sie das nicht so toll findet.
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blauelagune
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von blauelagune »

Ich kann mich noch an die Dyade-Tücher erinnern. Und in unserer Kirchgemeinde gab es ab Mitte bis Ende der 80iger Jahre dann eine Frau, die ihr Kind in einem langen bunt gestreiften Tuch vor dem Bauch trug, vermutlich in einer WKT. Das Tuch war "aus dem Westen". Ich vermute mal ne alte Tina oder so. Interessanterweise waren viele Omas voll begeistert davon, weil das Kind so mittendrin war und an allem teilhaben konnte. Meine Mutter hat nur den Kopf geschüttelt, macht sie heute bestimmt auch noch heimlich :lol:
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Tigerlein
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von Tigerlein »

Meine Schwiegermutter hat mir erzählt, dass sie ihre Kinder auch gern getragen hätte, aber sie damals noch nichts davon gewußt hätte. Stattdessen hat sie sich immer über den unhandlichen Kinderwagen geärgert. :D
Von meiner Mutter weiß ich es nicht. Sie hält eh nicht soviel davon.
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netteanne
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von netteanne »

Ui, da ist ja doch ganz schön was zusammen gekommen, hätte ich nicht gedacht!
Immerhin, dann war das also doch nicht gaaaaaanz so verboten, wie ich gedacht habe.
Sehr interessant, was ihr da alles erzählt habt, danke!
Viele Grüße von netteanne
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von sabri »

Wow Isabelle danke fuer diesen tollen Fotos, bzw dieses tolle Foto vom thueringer Hockmantel! Super, ich kannte das vom erzaehlen und habe Bilder gesehen, aber nicht im getragenen Zustand.

Ich finde es wirklich sehr spannend wie es in Europa tragetechnisch gewesen ist, darueber gibt es so weniger Material.

Ich weiss nicht ob Petra aus der DDR ist, aber im AK hat sie erzaehlt dass sie ein Tuch hatte bei ihrem ersten Kind.
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mellmull
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von mellmull »

Petras Dialekt zufolge..ist sie :lol:
Liebe Grüße von Melli
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Alexandra
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Re: Tragen in der DDR?

Beitrag von Alexandra »

Ja, Petra ist aus Dresden :wink:

Maja hat soweit alles dzau geschrieben, was auch Petra erzählt: das Büschelbergersche Dyadetuch, die Nähanleitung und eben der Hockmantel. In einigen Regionen wurden die Kinder auch eingewickelt und in ausgepolsterten Rückenkiepen getragen.

Getragen wurde eigentlich immer und überall. Kleine Heimatmuseen oder Heimatvereine können da eine Fundgrube sein, wenns um das Regionale geht.

Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen


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