LaLeMi hat geschrieben:Ja, ich denke, z.T ist es halt die Sicht mit dem Ersetzen, die viele da im Hinterkopf haben.
Hinzu kommt glaube ich, daß ja hier doch einige so die BLW-Sicht vertreten bzw. generell das Thema, das Kind in seinem Tempo machen zu lassen.
Hier ist es so, die Minimaus hat schon einige Zähne und ißt durchaus einiges mehr als ihre große Schwester damals. Und sie ißt es in unterschiedlichen Konsistenzzuständen - ißt gern in einer Mahlzeit parallel Brei (der dann auch gern recht flüssig sein darf) und Weiches sowie Festes, auf jeden Fall verschiedenes Fingerfood.
Umgekehrt reiche ich ihr jedoch im Grunde nix in Breiform an, was sie nicht auch als Fingerfood essen könnte; davon ausgehend, daß das Essen so für die Kinder gemacht ist, daß sie es ihrem Entwicklungsstand auch mehr oder minder selbsttätig zu sich nehmen könnten. Sprich, sie ißt z.B. Kartoffeln, Karotten, Banane, Apfel, Birne, Fenchel, Hirse - als Fingerfood, kaltes Mus, Stücke oder Brei. Ich würde ihr jetzt z.B. kein paniertes Schnitzel pürieren, auch wenn sie das Pürieren in die Lage versetzen würde, dies zu sich zu nehmen.
Sie zeigt aber auch beim Essen sehr deutlich, was und wieviel wovon sie dann gerade möchte.
Zudem merke ich aber schon, daß es halt einfacher ist, einem Kind Brei sozusagen "aufzudrücken", also wenn der Löffel kommt, geht dann eher mal das Mundchen auf und der Löffel wird reingeschoben, die gegessene Menge ist dann größer als bei dem, was sie mit ihren eigenen Händen zu sich nimmt - und letzteres ist ja beim Brei zumeist weniger der Fall. Das ist dann halt nicht mehr so ganz "baby-led".
(Hinzu kommt vermutlich, daß hier ja auch viele ein bißchen oder mehr in die Vollwertrichtung orientiert sind und das Essen insgesamt so wenig bearbeitet wie möglich darbieten wollen und/oder möglichst roh).
Ach, das kann ich voll und ganz unterschreiben!
Und doch, es gibt viele Eltern, die Kindern Brei reinzwängen! Und ja, nach ner Zeit mag's funktionieren... genauso wie Ferbern "funtkioniert", die Kinder resignieren halt...
Wenn mein Kind irgendwann mal angefangen hätte zu würgen bei irgendeiner Mahlzeit hätte ich ihm nie im Leben weiter was "reingestopft", oder wenn er sich zig mal verschluckt. Aber es gibt einige, die dann halt meinen, das Kind muss sich halt nur dran gewöhnen und weiter geht's... Naja, wenn das Sinn der Sache ist, kann ja jeder so halten wie er will.
Und ich finde es generell viel einfacher, also mag's auch einfach meine Faulheit sein, Dinge möglichst wenig verarbeitet anzubieten, es ist so schön einfach ihm unterwegs nen Apfel in die Hand zu drücken und er isst's beim gehen und gut.
Und gegen Gläschenkost habe ich per se nicht wirklich was, aber ich finde es schmeckt einfach zum... (vom Vitamingehalt mal ganz abgesehen) Ich mag frische Erbsen einfach lieber als welche aus der Dose und warum soll mein Kind nicht das Leckerste bekommen? Und ich finde es auch keinen sonderlich großen Aufwand grad ein bißchen Gemüse zu garen.