Ratlos, besorgt und traurig

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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gadjodilo
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von gadjodilo »

Ach Leute, es tut mir leid aber ich habe mich im 1. Beitrag vertippt!

Hier hab ich es verbessert:
Bisher hat er stetig zugenommen, nie sehr viel, er ist ein zartes Baby, daher und auch weil mir Druck gemacht wurde zuzugeben habe ich ihn früher gewogen, 1x pro Woche, wo er, ich hab mich wohl vertippt, das sollte heissen, 120-200g pro Woche zunahm!
Es wäre nett wenn ein Mod das editieren könnte, es ist sonst sehr verwirrend.

Danke nochmal für eure mutmachenden Worte, ich kenne das mit dem Wiegen und dem Zunehmen in Schüben, wir hatten das auch, das würde mich auch nicht so sorgen. Aber in +- 6 Wochen nur 250g ist einfach nicht gut. Da kann ich meinem KiA nicht wiedersprechen, aber ich möchte auch sehr eine andere Lösung finden als jetzt einfach Pre zuzugeben!

Hab mir vorgenommen heute zusätzlich abzupumpen, so gut es eben geht, auch zwecks Stimulation. Ich hab hier auch einen Becher von Medela den ich dann erstmal benutzen werde
Ich habe mir auch viiiiele Gedanken gemacht und alle Angaben sind so wiedersprüchlich, alles scheint gut, nur das Gewicht ist es ganz und gar nicht. Ich werde mich wieder melden wenn wir ein Stück weiter sind.
Bis dahin, drückt uns die Daumen und danke nochmal für die Unterstützung! <3
Liebe Grüsse
Caro mit Minimax *08.2010
und *** im Herzen
jusl
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von jusl »

hab's geändert (hatte mich schon über die Angabe gewundert ;-)) - und melde mich später noch mal...
jusl
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von jusl »

Vielleicht habe ich im Threadverlauf etwas übersehen - aber ist sicher, dass diese Gewichtsangaben stimmen?

Das hier
Der Arzt hat gesagt mein Sohn hätte seit letztem Male, am 10.11. nicht genug zugenommen und ich müsste ihm jetzt dazugeben. (es stimmt, er hat nur 250g in quasi 6 Wochen zugenommen, bisher warens immer 120-200g/Woche))
passt irgendwie nicht zu dem hier
Aus dem U-Heft:

Geburtsgewicht 29.08: 3750g bei 50,5 cm
dann 30.08: 3640g
03.09: 3380g
29.09: 3800g
10.11: 4500g und 61cm
und dann das Drama 24.01.11: 4750g und 63cm
Denn 10.11. bis 24.01. sind ca 10 Wochen, nicht 6. Oder meintest Du andere 6 Wochen?

Bitte hier noch mal um Klärung....
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Teazer
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von Teazer »

gadjodilo hat geschrieben:Ich habe mir auch viiiiele Gedanken gemacht und alle Angaben sind so wiedersprüchlich, alles scheint gut, nur das Gewicht ist es ganz und gar nicht. Ich werde mich wieder melden wenn wir ein Stück weiter sind.
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Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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Teazer
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von Teazer »

@jusl: Sie hatte sich vertippt. Es war der 10.12.10 .
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von jusl »

Ah, danke.
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Imkerin
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von Imkerin »

Mal ganz blöd gefragt. ein Wiege-Fehler beim letzten wiegen am 24.01. ist ausgeschlossen?
(2 Tage nach Asgrims Geburt wurde einmal falsch gewogen, bzw sich verrechnet beim abziehen des Windelgewichts, danach wurde mir ziemlich Stress gemacht. Völlig unnötigerweise wie sich später rausstellte!)
LG von der Imkerin
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von jusl »

So, ich versuch's jetzt mal systematisch (und möglichst auch ohne Tippfehler ;-)):

Zunächst mal: dieser Gewichtsverlauf ist ein schönes Beispiel dafür, dass es ungünstige Folgen haben kann, wenn zu SELTEN gewogen wird. Plötzlich wird nämlich hinterher jedes einzelne Wägeergebnis angezweifelt, weil es keine "Nachbar-Wägeergebnisse" gibt, die einander absichern. Sollte z.B. der Wert vom 29. September (am besten immer MonatsNAMEN angeben, dann verringert sich die Wahrscheinlichkeit von Tippfehlern - nicht nur hier, sondern überall! ;-) (habe einen solchen Fehler in meinem eigenen U-Heft(!)...)) oder der vom 10. Dezember oder der vom 24. Januar zufällig FALSCH sein (was durchaus sein kann), dann kippt das sofort die ganze Geschichte! Das ist ungünstig.

Aus den bisherigen Daten lässt sich ableiten:
Geburtsgewicht 29.08: 3750g bei 50,5 cm
[...]
29.09: 3800g
Dies ist bereits auffällig, da das Geburtsgewicht erst nach ca. 4 Wochen wieder erreicht wurde. Hier hätte bereits die Nachsorgehebamme genauer hinschauen müssen.
Geburtsgewicht 29.08: 3750g bei 50,5 cm
[...]
03.09: 3380g
Die zweite Auffälligkeit: ein Gewichtsverlust von rund 10 %. Wurde dazu von Fachleute-Seite gar nichts gesagt (Geburtsklinik, Nachsorgehebamme, KiA)??
03.09: 3380g
29.09: 3800g
Das sind 420 g in ca 4 Wochen - also gut 100 g wöchentlich im ersten Lebensmonat. Ein Wert am unteren Durchschnitt, evtl unterdurchschnittlich - das KANN auf ein Problem hindeuten, MUSS aber nicht. Hier hätte daher bereits (wieder mal) genauer geschaut werden sollen, z.B. durch weitere wöchentliche Kontrollen durch die betreuende Hebamme und durch Ausschluss der bekanntesten Ursachen für geringe Gewichtszunahme.

29.09: 3800g
10.12: 4500g
Das sind 700 g in ca 10 Wochen - also ca 70 g wöchentlich im 2. und 3. Lebensmonat. Ein deutlich unterdurchschnittlicher Wert (etwa 30-60 % dessen, was das Durchschnittsbaby zunimmt). Allerspätestens hier hätte eingegriffen werden müssen und fachlich qualifiziert nach Ursachen und Lösungsmöglichkeiten geforscht werden müssen.
10.12: 4500g und 61cm
und dann das Drama 24.01.11: 4750g
"Und dann das Drama" passt entsprechend nicht wirklich: Die Gewichtsentwicklung betrug mit 250 g in gut 6 Wochen rund 40 g wöchentlich, im Altersabschnitt 3,5 bis 5 Monate. Das sind etwa 30-50 % dessen, was das Durchschnittsbaby zunimmt (vorher 30-60 %)- sprich: es ist praktisch "gleich dramatisch" wie vorher.

Soweit die Daten.
Was also tun? Zunächst schauen, ob wenigstens der Wiegewert von gestern STIMMT. Also: Babywaage aus der Apo besorgen und heute, morgen und übermorgen unter gleichen Bedingungen wiegen (z.B. gleich morgens mit frischer Windel).

Sollte sich dieser Wert bestätigen, dann sollte sofort sinnvolle Diagnostik betrieben werden um die Ursache herauszufinden. Einen wertvollen Hinweis hast Du ja selbst schon gegeben:
Seitdem basierte ich mich auf die Windeln, minimum 5 patschnasse hat er davon in 24 St.
Unten kann nur rauskommen, was oben mal reinkam. Wenn Du also keinerlei andere Flüssigkeiten zugefüttert hast (auch Tee oder Wasser), dann sind 5 patschnasse Windeln täglich ein klares Indiz dafür, dass mit Deiner Milchmenge alles OK ist. Wie ist denn sein Stuhlverhalten?
Sie war sehr nett und hat mir 3 Sachen vorgeschlagen,
1. zufüttern, so wie der Arzt geraten hat 90ml 4 x pro Tag
2. nur abpumpen während 2 Tagen und Pre dazugeben
3. Wechselpumpen (wovon sie aber eigentlich findet das sei zu stressig)
Dies mögen gute Tipps sein, allerdings NUR unter der ANNAHME, dass mit Deinem Baby alles bestens in Ordnung ist und ihm "nur etwas mehr Milch fehlt". Dies empfinde ich allerdings als zu voreilig - es gibt zahlreiche Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Malabsorptionserkrankungen z.B., die mit schlechter Gewichtsentwicklung bei GENUG MILCH einher gehen. Zufüttern löst dieses Problem nicht (im Gegenteil: sollte das Baby davon zufällig etwas besser zunehmen, dann würde wahrscheinlich weitere Diagnostik verzögert(!), nicht gut!). Weiterhin gibt es Krankheiten, die den Grundumsatz des Babys so sehr erhöhen, dass es über (scheinbar) normales Stillen nach Bedarf diese Menge gar nicht erreichen kann. Folge wäre dann ebenfalls mangelnde Gewichtszunahme bei an sich "guter" Ernährung.
Eine weitere Möglichkeit sind Erkrankungen bei Dir, die sich auf die Milchzusammensetzung auswirken. Dies ist zwar sehr selten, aber nicht ausgeschlossen. (Praktisch ausgeschlossen wäre dies z.B., wenn ein Baby in den ersten Wochen super zunimmt, danach aber nicht mehr - dies wäre ein sehr sicherer Hinweis dafür, dass mit der Muttermilch alles in Ordnung ist und der Knick andere Ursachen hat.)

Ich weiß, das hört sich alles vermutlich erstmal beunruhigend an - aber irgendeine Ursache für mangelnde Gewichtszunahme MUSS es ja geben, wenn mit der Stillhäufigkeit (mind. 8-12 mal in 24 Std.) und dem Stillverhalten des Babys alles in Ordnung ist. Die sollte schon herausgefunden werden, und vom Ergebnis hängt dann ab, was für Anschlussmaßnahmen sinnvoll sind. "Einfach nur zufüttern" kann die Lösung nicht sein (wobei es sehr gut sein kann, dass Zufüttern in der Tat notwendig ist).

LG und alles Gute!
Julia
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Alexandra
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von Alexandra »

Liebe Caroline,

ich möchte Dir eine Umarmung schicken und Dich bitten, Dich ganz eng an Julias Vorschläge zu halten.

@all: ich bitte hier um Beachtung unserer Nutzungsregeln Punkt 6.4:
Stillforum
Die Stillberatungen werden in diesem Forum von ausgebildeten und teilweise von in Ausbildung befindlichen AFS- und LLL-Stillberaterinnen durchgeführt. Als solche orientieren wir uns an den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e.V. sowie der La Leche Liga e.V.

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Ich weiß, alle hier haben es wirklich gut gemeint und möchten Caroline gern aufbauen. Dennoch schätze auch ich nach Julias Erläuterungen die Situation als nicht unkritisch ein und denke, wir sind hier an den Grenzen der Internetberatung angelangt.

Julia, danke für Dein Post!

Liebe Caroline, Dir und Deinem Kleinen wünsche ich eine schnelle und möglichst positive Klärung Eurer Situation.

Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen


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mayra
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Re: Ratlos, besorgt und traurig

Beitrag von mayra »

@Alex: sie bekommt morgen ja Besuch einer IBCLC, sie verlässt sich nicht nur aufs Forum.
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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