Schlafberatung - frustrierend!

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Minchen
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Re: Schlafberatung - frustrierend!

Beitrag von Minchen »

Wenn Du da Hilfe brauchst, dann schick mir mal ne PN. Ich hab ja beide Kinder gestillt (zusammen), also auch durch die gesamte Schwangerschaft. Inzwischen würde ich einides anders machen (und mache es auch), wenn Du also was dazu wissen magst, dann schreib mir mal! :wink:
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
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jusl
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Re: Schlafberatung - frustrierend!

Beitrag von jusl »

etwas oT - aber was mich als selbst beratend Tätige bei solchen Berichten wie im Eingangsposting immer ärgert, ist die bei manchen Fachleuten offenbar merkwürdige Auffassung des Begriffs "Beratungsauftrag". Wenn jemand hinterher frustriert, verunsichert, traurig aus einer solchen "Beratung" herauskommt, sprich: hinterher geht's ihm schlechter als vorher, ja - dann hat der Beratende ganz klar was falsch gemacht. Auftrag verfehlt! - so streng muss man da wohl sein.

Es geht ja nicht darum, dem Klienten/Kunden/Patienten nur "nach dem Munde" zu reden. Oder jemand kommt mit dem Wunsch "ich möchte/muss etwas ändern", und die dann aufgezeigten Änderungsmöglichkeiten gefallen dem Klienten nicht, OK, das kann's geben. Beratungen dürfen ggf. auch nachdenklich machen oder zur Selbstkritik anregen.
Aber das Verhalten dieser Schlafberatungsleute da finde ich - von den inhaltlichen Merkwürdigkeiten mal ganz abgesehen!! - schlicht unprofessionell.
Einfach die eigene Meinung durchdrücken ist nämlich ECHT LEICHT. Sich hingegen auf jede Familie und deren Bedürfnisse und Wünsche neu einzustellen, ihnen mit Respekt und Achtung zu begegnen, egal welche Schiene sie fahren, und sie darin zu unterstützten, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen, ist mitunter ganz schön SCHWIERIG. Scheint, auf "schwierig" haben die da keine Lust.
:dagegen:

LG;
Julia

PS @ Sommerliebe: es zeugt von ganz großer Klasse, dass Ihr Euch davon nicht habt unterkriegen lassen!
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happymeli
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Re: Schlafberatung - frustrierend!

Beitrag von happymeli »

jusl, ich unterschreib bei dir voll und ganz.

aus eigener erfahrung:
ich hab auch unlängst mit einer psychologin gesprochen. in der klinik, in der unser sohn in behandlung ist, kommt immer wieder einmal eine vorbei. sie fragt dann wies so geht und ob man über etwas reden mag. ich hab halt einmal gesagt, dass ich ziemlich müde bin und ihr von unserer einschlaf- und durchschlafbegleitung erzählt. sie meinte dann "kein wunder, das ist ja nicht normal". wir sollen auch langsam mal was dran ändern (klar, mein sohn ist krank, genau jetzt werd ich ihn in ein eigenes zimmer stecken und die kleine abstillen). damit hat sie ihren auftrag bei mir auch ganz klar verfehlt und wird nie mehr von mir was hören. sie ist eben auch nur ein mensch sag ich mir. nicht jeder psychologe kann mir helfen, genausowenig wie mich jeder arzt gesund machen kann.
ICH KOMM DA HER WO DU URLAUB MACHST! :wink:

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Sommerliebe
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Re: Schlafberatung - frustrierend!

Beitrag von Sommerliebe »

Danke noch mal - auch dir Julia.
Ja, ich war einfach enttäuscht über die Situation dort. Ich bin hin wegen der Hoffnung, dass sie mir Tipps geben kann bzgl. des Einschlaf- und Durchschlafverhaltens unserer Kleinen. Das dann aber nur auf das angeblich abnormale Verhalten unserer Tochter diskutiert wurde, finde ich etwas fragwürdig...Aber das ist es eben oft: nicht jeder der mit Menschen zu tun hat, hat auch wirklich ein "Händchen' dafür. Ich komme ja selbst aus dem sozialen Bereich und bin schon schockiert was für Menschen manchmal beratend tätig sind. Es geht eben nicht immer nach Schema F. Jeder Mensch ist anders, hat andere Ausgangsvoraussetzungen und andere Vorstellungen. Klar soll mir ein Psychologe nicht nach dem Mund reden. Ich bin auch offen für Kritik. Aber das gestern hat für mich nichts mit Kritik zu tun. Ganz einfach!
Ich denke einfach, dass die Psychologin mit vielen Denkweisen "veraltet" ist. Zudem sie überhaupt keine Ahnung hat vom Stillen - schon das hat mich irgendwie gestört.
Ich stille noch, ja. Und wo ist das Problem? Es ist eine schöne Art für mich und meine Tochter zur Ruhe zu kommen. Klar, nachts stört es mich schon und da würde ich gerne langsam etwas verändern. Weil es mir nun mit der Schwangerschaft doch an die Substanz geht. Aber das wird sich finden! Auch wenn es heute wieder eine "schlechtere" Nacht war. Das werden wir auch noch schaffen!
Und ganz ehrlich: mit Liebe kann man ein Kind doch wirklich nicht zuschuetten. Ist zumindest meine Meinung. Denn sie meinte gestern ganz trocken zu mir: zuviel Liebe ist genauso schlecht wie zu wenig Liebe...
Danke für das Gespräch!

Liebe Grüße :-)
jusl
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Re: Schlafberatung - frustrierend!

Beitrag von jusl »

Genau - eben unprofessionell. Wie kann man sich "nicht mit dem Stillen auskennen", wenn man doch Familien mit kleinen Kindern berät?!? Und "veraltete Denkweisen" kann man sich da eigentlich auch nicht erlauben; Offenheit und Fortbildungsbereitschaft sind doch wichtig... *zeter* *quengel*

Deine Enttäuschung jedenfalls kann ich sehr gut verstehen - es ist immer ätzend, wenn man feststellt, dass man sich selbst "leider" deutlich besser mit der Materie auskennt, als die Person, die man eigentlich als Experte um Hilfe bitten wollte - das ist wirklich enttäuschend.
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