trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

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Annealt
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von Annealt »

tigerlily hat geschrieben:nein, das mach ich schon nicht; also sagen, dass ich eine trage oder tragevariante ok finde, nur damit die eltern weiter glücklich tragen und bloß um keine evtl. verunsichernde kritik anzubringen.
Ich habe glücklicherweise nichts anderes behauptet. 8)
ich meinte es eher so, dass auch manchmal auch umschlagen kann mit dem vielen informieren: dass manchmal einige mütter manchmal so verunsichert sind in anbebracht der angestrebten "perfektion" und dann auf das eigene gefühl - ob es sich nun gut gebunden anfühlt bzw. gut gebunden aussieht oder nicht - nicht mehr vertrauen, so dass eben auch ein stück der eigenen intuition verloren gehen kann, in dem wunsch es alles (mehr als) richtig machen zu wollen.
Ich seh's so: die von dir abgelehnte Perfektion, das genau Informieren und Streben nach dem Idealzustand, das ist etwas, was Eltern sowieso wollen. Ich erlebe ganz andere Effekte als die, die du schilderst: Informationen bestätigen und untermauern das, was die Intuition sowieso schon gesagt hat und stärken diese dadurch, anstatt sie zu untergraben. Ich verstehe nicht, wo du den Gegensatz siehst. Vielleicht kannst du mir ja helfen und mal schildern, wie du zu deinem Eindruck kommst? Wie gesagt, ich empfinde es genau andersrum.
der teil meines beitrages passte vielleicht nicht 100% zum thema, aber es ist eben eine sache, die mir manchmal auffällt. 8)
Kein Problem - jetzt will ich's aber auch wissen. 8)
kicka

Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von kicka »

eine freundin von mir wurde in münchen angesprochen, weil sie mit einem bb trug.
sie ist bis heute unglaublich dankbar, dass man sie angesprochen hat und sie ab da auf das tragetuch umgestiegen ist.
ich selbst wäre froh gewesen, wenn man mich mit meinem ersten, fürchterlichen „nicht“tuch angesprochen hätte… ich wäre froh gewesen, wenn man mir gesagt hätte, dass es trageberaterinnen gibt und wie sinnvoll richtiges tragen ist…
wir sind in der glücklichen situation zu wissen, wie es richtig geht… warum sollte man anderen das nicht mitteilen… klar haben wir dann keinen beratungsauftrag… aber ich berate ja nicht vollumfänglich sondern gebe einen“tipp“.

ich denke, es kommt darauf an, wie die situation ist… ich spreche niemanden an, von dem ich denke, dass es nicht passt. z-b- wenn der/diejenige mit freunden unterwegs ist, spreche ich prinzipiell nicht an, weil das der person bestimmt eher unangenehm ist…

es muss irgendwie passen... ;)

gggggggggglg kicka
tigerlily
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von tigerlily »

AnneP hat geschrieben: Ich seh's so: die von dir abgelehnte Perfektion, das genau Informieren und Streben nach dem Idealzustand, das ist etwas, was Eltern sowieso wollen. Ich erlebe ganz andere Effekte als die, die du schilderst: Informationen bestätigen und untermauern das, was die Intuition sowieso schon gesagt hat und stärken diese dadurch, anstatt sie zu untergraben. Ich verstehe nicht, wo du den Gegensatz siehst. Vielleicht kannst du mir ja helfen und mal schildern, wie du zu deinem Eindruck kommst? Wie gesagt, ich empfinde es genau andersrum.
ich hoffe das das jetzt hier nicht ausartet bzw. wir nicht aneinander vorbeireden. also erstmal: ich lehne keine perfektion ab. und natürlich erlebe ich das in den beratungen auch so, dass die mütter gestärkt werden und an sicherheit gewinnen durch die beratungen, wenn sie z. b. sehen, dass sie vllt. einiges schon ganz richtig gemacht haben bisher, aber noch ideen mitbekommen haben, wie sie noch was verbessern können.

ich meinte mit den unsicherheiten einige beiträge hier im forum manchmal, wenn mütter bilder einstellen wie sie gebunden haben, wo ich manchmal (wenn auch nicht immer ;-)) finde, dass es schon gut aussieht, und dennoch unsicherheiten bleiben. oder vorallem eben wie manche - eigentlich guten - tragehilfen noch weiter auseinandergenommen werden... ich finde da gibt es nicht immer schwarz und weiß sondern es ist oft individuell (wobei natürlich klar ist, dass es eine ganze reihe indiskutable TH auf dem markt gibt :)). jedoch: DIE perfekte tragehilfen für jedermann gibt es nicht. jeder hat andere ansprüche, einen anderen geschmack, einen anderen körperbau usw. da meinte ich eben, dass dem ein oder anderen vielleicht die freude an seinem neuen xxx-carrier ("xxx" mal beliebig ersetzbar durch beco, ergo, manduca, SW, mysol usw) genommen wird, weil - wenn man will - es an jeder TH etwas auszusetzen gibt... und eben die freude getrübt werden kann, weil man dachte man eigentlich dachte, man hatte die passende TH gefunden - und so man/frau sich doch noch weiter gedanken macht ob das jetzt auch wirklich gut so ist oder nicht.

ach, weiß auch nicht was ich sagen will :-) vielleicht in kurz: ab und zu kann man sich halt auch zu viele gedanken machen :wink:
lg,
tigerlily
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linomama
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von linomama »

liebe kicka. ja, du sprichst mir aus der seele. und es stimmt, die gelegenjheit zum ansorechen muss wirklich auch passen. gestern habe ich auch auf dem spielplatz eine tragemutti gesehen, die ihr kleines kind in die dxt setzte...von der anhockung mal ganz zu schweigen: es sah nicht soo bequem auf ihren schultern aus. aber ich habe sie nicht angesprochen. ich hatte sie noch nie gesehen mit tt und kleinem kind und sie war mit anderen leuten da und auch ab und an ins gespräch vertieft und sie wollte wieder los...es war überhaupt nicht ideal sie anzusprechen. außerdem finde ich es auch immer noch einwenig besser für die kommunikation, wenn ich meinen schatz auch wirklich trage, oder halt eben gerade vom rücken geholt habe...dann hat derjenige, den ich anspreche auch einen eindruck von mir, und dass ich damit auch wirklich was zu tun habe und nicht einfach so daherquatsche.

liebe tigerlily. ich kann deinen standtpunkt auch bestens nachvollziehen. als ich zu sut kam war ich auch sehr verunsichert. manduca ist schlecht für mein kind weil noch viel zu klein!! dann legte ich mir einen meitai zu, einenbabyhawk. dann las ich: auch schlecht, weil schlechte stützung am oberrücken. so hab ich mich durch die ths geangelt...aber irgendwann kommt ja auch der kanckpunkt: da versteht man alles und kann es auch umsetzen: wie das tt straff wird, wie der sling am besten sitzt...all diese tricks sind auch erfahrung, das kann man so in einem tip nicht so recht nachvollziehen und wird verunsichert, da hast du schon recht.

das ist sicher auch der erfolg einer guten beratung: ganz dosiert die infos weitergeben. es kann eben nicht alles gleich aufgenommen werden, das barcuht eigenerfahrung, auch wenn ich noch so viele tips hätte. lieber schritt für schritt.
liebe grüße von linomama mit kleinem sausemann (06/09) und der milchraupe (05/13)
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honigbienchen
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von honigbienchen »

tigerlily hat geschrieben: ich meinte mit den unsicherheiten einige beiträge hier im forum manchmal, wenn mütter bilder einstellen wie sie gebunden haben, wo ich manchmal (wenn auch nicht immer ;-)) finde, dass es schon gut aussieht, und dennoch unsicherheiten bleiben. oder vorallem eben wie manche - eigentlich guten - tragehilfen noch weiter auseinandergenommen werden... ich finde da gibt es nicht immer schwarz und weiß sondern es ist oft individuell (wobei natürlich klar ist, dass es eine ganze reihe indiskutable TH auf dem markt gibt :)). jedoch: DIE perfekte tragehilfen für jedermann gibt es nicht. jeder hat andere ansprüche, einen anderen geschmack, einen anderen körperbau usw. da meinte ich eben, dass dem ein oder anderen vielleicht die freude an seinem neuen xxx-carrier ("xxx" mal beliebig ersetzbar durch beco, ergo, manduca, SW, mysol usw) genommen wird, weil - wenn man will - es an jeder TH etwas auszusetzen gibt... und eben die freude getrübt werden kann, weil man dachte man eigentlich dachte, man hatte die passende TH gefunden - und so man/frau sich doch noch weiter gedanken macht ob das jetzt auch wirklich gut so ist oder nicht.
Hallo,

ich mag zu dem was sagen :wink:
Wenn hier Mütter z.B. Bilder einstellen und nachfragen, wo noch etwas zu verbessern ist, dann wollen sie auch hören, WO etwas zu verbessern ist, WENN da etwas zu verbessern ist!!! Und dann ist auch "Perfektionismus" ok, denn die threadstartenden Mutter möchte ja wissen, was SIE verbessern kann.
Genauso, wie jeder unterschiedlich ist und unterschiedliche Vorlieben hat, so vielfältig sind die Antworten. Was man dem einen raten würde, rät man dem anderen vielleicht nicht, weil es ihn verunsichern würde, statt zu helfen usw. ... das ist ja mit eine Schwierigkeit der Beratung in Foren, ich denke, wir würden im RL solch eine Diskussion nicht führen. :wink: Da würde so mancher "Perfektionismus" wie du ihn nennst, nicht so "hart/steif/fest" rüber kommen.
Man muss aber auch nicht jedes Wort, was jemand anderem geschrieben wird auf sich münzen :wink: Sprich, in dem Moment, wenn eine Mutter hier schreibt "was kann ich noch besser machen?" will SIE dies auch hören (wenns da was gibt!). Wenn nun dadurch evtl eine andere verunsichert wird, mal ehrlich, wie will man das verhindern?? Man kann nur behutsam schreiben, man darf sich selber aber auch nicht durch jedes geschriebene Wort verunsichern lassen. Wenns mir ein Schuh nicht passt, passt er mir nicht, egal wie schön er ist, aber dann muss ich auch nicht meinen, diesen Schuh unbedingt anziehen zu müssen, bloß weil er einer anderen passt! Versteht hier jemand, was ich meine? :roll: :wink:


Naja, und dann, um den Bogen nun wieder zum eigentlichen Thema zu schlagen: wenn hier jemand fragt, was er verbessern kann, will ers wissen, auf der Straße, wenn man da einfach jemanden anspricht, will dieser jemand es evtl gar nicht wissen!
Annette

Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
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Leah_Lion
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von Leah_Lion »

Wenn ich hier was reinstelle, und dazu Fragen habe, dann ist es eben eine Beratung mit Auftrag. Wenn der Auftrag lautet: Falls alles toll ist, bitte sagt mir das. - dann ist es eben so.

Ich finde auch nichts verkehrt daran, Leuten anzubieten, dass man helfen kann, wenn sie Fragen oder Probleme haben. Das mache ich total oft. Wenn z.B. jemand im Bekanntenkreis schwanger ist, dann sage ich eben, dass ich gerne helfe wenn sie sich eine Tragehilfe oder ähnliches zulegen möchten. Aber mehr nicht.
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von Nusserl »

ich erzähle im freundeskreis gerne wie toll ich das tragen finde. die meisten fragen dann ein bissi nach und ich erzähle was ich dazu weiss (bin ja keine trageberaterin). seit ich selber nicht mehr trage, verborge ich oft tt und th. momentan sind 3 tücher, 1 sling und ein mei tai unterwegs.
einer guten freundinnen habe ich zur geburt eine trageberatung geschenkt. aber da habe ich vorher nachgefragt, ob das was für sie ist. sie fands sehr toll, obwohl sie das erste kind gar nicht getragen wurde, hat sie das zweite aus rein praktischen gründen sehr viel und lange getragen.

einmal habe ich in der strassenbahn eine fremde frau drauf hingewiesen, dass man das tuch eingentlich etwas straffer binden soll. aber: ich habe die frau schon mal vorher gesehen und wir haben zuerst ein paar minuten darüber geplaudert wie praktisch so ein tt eigentlich ist. und meinen hinweis habe ich irgendwie so formuliert: "ich habe am anfang auch immer sehr locker gebunden, weil ich dachte, dass es sonst zu fest fürs baby ist. erst eine trageberaterin hat mir gezeigt, dass das tt viel, viel straffer sein muss, damit das baby besser gestützt ist". ich hatte das gefühl, dass sie froh war über den hinweis und sich nicht "belehrt" vorkam.
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amimama
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von amimama »

tigerlily hat geschrieben: ich meinte mit den unsicherheiten einige beiträge hier im forum manchmal, wenn mütter bilder einstellen wie sie gebunden haben, wo ich manchmal (wenn auch nicht immer ;-)) finde, dass es schon gut aussieht, und dennoch unsicherheiten bleiben. oder vorallem eben wie manche - eigentlich guten - tragehilfen noch weiter auseinandergenommen werden... ich finde da gibt es nicht immer schwarz und weiß sondern es ist oft individuell (wobei natürlich klar ist, dass es eine ganze reihe indiskutable TH auf dem markt gibt :)). jedoch: DIE perfekte tragehilfen für jedermann gibt es nicht. jeder hat andere ansprüche, einen anderen geschmack, einen anderen körperbau usw. da meinte ich eben, dass dem ein oder anderen vielleicht die freude an seinem neuen xxx-carrier ("xxx" mal beliebig ersetzbar durch beco, ergo, manduca, SW, mysol usw) genommen wird, weil - wenn man will - es an jeder TH etwas auszusetzen gibt... und eben die freude getrübt werden kann, weil man dachte man eigentlich dachte, man hatte die passende TH gefunden - und so man/frau sich doch noch weiter gedanken macht ob das jetzt auch wirklich gut so ist oder nicht.
unterschreib*

Ich habe mich noch nicht getraut in Deutschland Wildfremde auf der Straße anzusprechen. Aber ich hab's schon mehrmals in den USA getan und die Mütter waren eigentlich immer freundlich und dankbar für weitere Information. Ein Beispiel: eine Frau mit zwei Kleinkinder im Hupfburg trägt ein etwa 8 Mo. altes Baby nach Vorne gerichtet im BB-ähnliche Trage. Sie sieht fertig aus. Ich schreibe mal schnell ein paar Infos auf ein Blatt Papier aus- Namen von Tragehilfen, Mei Tai Skizze und mein Name im Trageforum und gehe mit Sohnemann auf der Hüfte im Tuch zu ihr rüber. Als ich ihr sage, dass ich sie ansprechen musste, weil die Tragehilfe mir so furchtbar unbequem vorkommt, erzählt sie mir wie schlimm ihr den Rücken schmerzt und wie sie immer Verspannungen habe. Sie war wirklich dankbar für die Information, dass es auch andere bequemere Tragen gibt. Ähnliche Gespräche habe ich mehrmals während mein letzter Besuch zu Hause geführt und ich fühlte mich jedes Mal wie ein Botschafterin.

Einige Dinge machen es schwer diese Erfahrung in Deutschland zu wiederholen:
Im Gegensatz zu Deutschland, wissen ganz wenige in den USA dass es überhaupt Babytragen außer BB gibt. Wenn man nichts weiß, fühlt man sich nicht gleich angegriffen, wenn eine Wildfremde sagt, "Sie müssen nicht immer den klobigen Autositz mit rümschleppen- mit einer TH hätten Sie beide Hände frei." Deutsche grüßen keine Fremden auf die Straße, Amerikaner wohl. Ich kenne keine super übersichtliche deutschsprachige Webseite mit allen wichtigen Infos über Tragen und Tragehilfen, auf die ich verweisen kann. Und es gibt so gut wie keine offene Gruppen, auf die ich verweisen kann.

Irgendwie stört mich der Satz "Keine Beratung ohne Auftrag." Das klingt für mich als ob man nur gegen Geld sein Fachwissen über's Tragen weitergeben soll. Ich gebe zu, ich bin in der Bekehrer-phase, wenn das eine Phase sein soll. Obwohl man hier nicht von so viel Unwissen ausgehen kann, wie in den USA, gibt es genug Grunde offen und überall über die Vorzügen des Tragens zu Missionieren, wo so viele falsche Information rumgeistert.
Amerikanerin zu Hause im Ruhrgebiet. Zwei Jungs: Kleiner Bär 5/07, Baby Bär 12/08
Trageberaterin - Trageschule NRW - GK
Offene Tragegruppe Mach mit!
kja1985

Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von kja1985 »

Ich habe zwar lang getragen, aber sicher oft nicht gut gebunden und mich hätte es ziemlich genervt ungefragt angesprochen zu werden. Wenn ich Hilfe brauch frag ich schon.

Also wenn ich du wäre würde ich ohne Auftrag nicht beraten.
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minalusch
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Re: trageberaterin sein: trotzdem tips auf der straße geben

Beitrag von minalusch »

amimama hat geschrieben:
Irgendwie stört mich der Satz "Keine Beratung ohne Auftrag." Das klingt für mich als ob man nur gegen Geld sein Fachwissen über's Tragen weitergeben soll. Ich gebe zu, ich bin in der Bekehrer-phase, wenn das eine Phase sein soll. Obwohl man hier nicht von so viel Unwissen ausgehen kann, wie in den USA, gibt es genug Grunde offen und überall über die Vorzügen des Tragens zu Missionieren, wo so viele falsche Information rumgeistert.
Bei dem Satz "Keine Beratung ohne Auftrag" geht es ja um den respektvollen Umgang mit Privatssphäre im direkten Gespräch.
Es ist ja leider so, dass Mutter sein bedeutet, dass jeder auf der Strasse meint kund tun zu dürfen, was man in dessen Augen mit seinen Kindern anders machen sollte. Fachlich qualifiziertes Wissen kann deswegen so ungefragt schnell einen negativen Beigeschmack bekommen.

Wir brauchen einfach andere Wege um in den Dialog zu kommen. Dein Tatendrang in deiner Bekehrerphase könntest du ja nutzen um theoretisches Grundwissen an VerkäuferInnen, Ärzte, Ergotherapeuten etc. zu vermitteln. Frag ob du dein Informationsmaterial gerade an diesen Plätzen hinterlegen kannst. Wissen, dass dort Preis gegeben wird hat gleich einen anderen Stellenwert.

Dein Wunsch nach übersichtlichen Seiten auf die verwiesen werden könnte, da würde mich persönlich interessieren was du damit genau meinst.
Grüße Minalusch ~ Trageberaterin ClauWi (GK/AK) ~ Tragenetzwerk e.V.
mit Pü dem bücherliebenden Wirbelwind(12/07) und dem Botschafter Mo vom Volke der Klitzekleinen (12/09)

Neulich da besucht mich ein - ziemlich halbes Doppelschwein ~ und sagt miau - ich bin vom Affenstorch die Frau ~ und bin verwandt - mit dem weisst schon Krokofant ~ pruste gerne mit Spinat - (jeden Tag ne gute Tat) ~ halte meinen kleinen Rüssel - gern in deine Puddingschüssel ~ neulich da besucht mich ein - ziemlich halbes Doppelschwein ~ (Jürgen Spohn)
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