und diese zeitung hab ich mal geliebt
Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
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Aditi
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
ich glaub ich darf sowas garnicht lesen, sonst gehen meine hormone mit mir durch
und diese zeitung hab ich mal geliebt
und diese zeitung hab ich mal geliebt
Liebe Grüße von Aditi mit zwei Mäusen (2006 und 2010)
- paula108
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Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
Ganz ehrlich?
Ich fand den Artikel gar nicht so hetzerisch.
Sie hat ihn aus ihrer Sicht geschrieben, was schon mal gut ist.
Damit kein Missverständnis entsteht:
Ich bin aus vielen Gründen absolut PRO Stillen.
Aber ich fühle mich nicht von den Worten dieser Autorin angegriffen.
Ich kann sogar mit ihr mitfühlen.
Wie sie schnell abpumpen muss vor einem Meeting, weil sie schnell wieder zurück in den Job musste oder wollte.
Und man kann ja zu jeder Sichtweise heutzutage, nicht nur rund ums Stillen, die passende Studie finden.
Daher schenke ich diesen wissenschaftlichen oder pseudo-wissenschaftlichen Studien keine Beachtung.
Auch den dort erwähnten, die alle Stillen als nicht unbedingt vorteilhaft herausstellen wollen.
Aber noch mal darauf zurückkommend: Ich bin auch fast durchgehend berufstätig gewesen mit Still-Kind. Ich habe Stillen nicht als Belastung empfunden, sondern als eine wirkliche Erleichterung. Ich bin aber auch nie ausgelaufen.
Vielleicht ist das der Grund.
Oder mein Beruf hat eben besser zum Stillen gepasst.
Trotzdem,- der Artikel ist unterhaltsam und zeigt mir als moderne LZS-Mama auf, wie man sich auf der anderen Seite des "Mütterlagers" fühlen kann.
Und das viel politisch korrekter als in diesem Stillen-ist-Religion-Artikel in der SZ.
Also bitte lest den Artikel erst durch...
Das mit der wahnsinnigen Monarchin z.B. habe ich nicht so verstanden und es ist auch ein bisschen anders formuliert.
Ich fand den Artikel gar nicht so hetzerisch.
Sie hat ihn aus ihrer Sicht geschrieben, was schon mal gut ist.
Damit kein Missverständnis entsteht:
Ich bin aus vielen Gründen absolut PRO Stillen.
Aber ich fühle mich nicht von den Worten dieser Autorin angegriffen.
Ich kann sogar mit ihr mitfühlen.
Wie sie schnell abpumpen muss vor einem Meeting, weil sie schnell wieder zurück in den Job musste oder wollte.
Und man kann ja zu jeder Sichtweise heutzutage, nicht nur rund ums Stillen, die passende Studie finden.
Daher schenke ich diesen wissenschaftlichen oder pseudo-wissenschaftlichen Studien keine Beachtung.
Auch den dort erwähnten, die alle Stillen als nicht unbedingt vorteilhaft herausstellen wollen.
Aber noch mal darauf zurückkommend: Ich bin auch fast durchgehend berufstätig gewesen mit Still-Kind. Ich habe Stillen nicht als Belastung empfunden, sondern als eine wirkliche Erleichterung. Ich bin aber auch nie ausgelaufen.
Oder mein Beruf hat eben besser zum Stillen gepasst.
Trotzdem,- der Artikel ist unterhaltsam und zeigt mir als moderne LZS-Mama auf, wie man sich auf der anderen Seite des "Mütterlagers" fühlen kann.
Und das viel politisch korrekter als in diesem Stillen-ist-Religion-Artikel in der SZ.
Also bitte lest den Artikel erst durch...
Das mit der wahnsinnigen Monarchin z.B. habe ich nicht so verstanden und es ist auch ein bisschen anders formuliert.
Herzliche Grüße von Paula.
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Aditi
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
das find ich auf ne art beruhigend was du da schreibst, aber allein schon der titel 
Liebe Grüße von Aditi mit zwei Mäusen (2006 und 2010)
- Mohnblume
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
Ich hab mich vorhin, als der Purzel im Bett war, gemütlich mit dem ZEIT-Magazin hingesetzt ... und dann das.
Ich muss ehrlich sagen, ich hab mich so geärgert, dass ich kurz überlegt habe, mein Abo zu kündigen...
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was das soll. Ok, ich kann verstehen dass man sich mittlerweile heutzutage unter Druck gesetzt fühlt, wenn man ungerne stillt oder gar nicht stillen will. Aber dann so eine böse Anti-Still-Polemik zu schreiben? Eine Zeitschrift wie die ELTERN zeigt, wie man es auch machen kann, nämlich abgewogen beide Seiten darzustellen und zu betonen: (Fast) Jede Frau kann stillen, aber keine muß!
Der Artikel im ZEIT-Magazin ist total daneben und einfach nur unnötig. Das werde ich der ZEIT auch noch schreiben.
Ich muss ehrlich sagen, ich hab mich so geärgert, dass ich kurz überlegt habe, mein Abo zu kündigen...
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was das soll. Ok, ich kann verstehen dass man sich mittlerweile heutzutage unter Druck gesetzt fühlt, wenn man ungerne stillt oder gar nicht stillen will. Aber dann so eine böse Anti-Still-Polemik zu schreiben? Eine Zeitschrift wie die ELTERN zeigt, wie man es auch machen kann, nämlich abgewogen beide Seiten darzustellen und zu betonen: (Fast) Jede Frau kann stillen, aber keine muß!
Der Artikel im ZEIT-Magazin ist total daneben und einfach nur unnötig. Das werde ich der ZEIT auch noch schreiben.
✿ mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
ClauWi-Trageberaterin GK 03/11
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tigerlily
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Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
oh, ich glaub den möchte ich auch mal lesen....
lg,
tigerlily
mit 3 Jungs (*2000, *2003, *2006)
Trageberaterin, Trageschule NRW, Grundkurs
Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?
(aus "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier)
tigerlily
mit 3 Jungs (*2000, *2003, *2006)
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Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?
(aus "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier)
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annanna
- ist mit Leidenschaft dabei
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- Registriert: 23.07.2010, 15:56
Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
Ach, das mit den Studien finde ich jetzt auch nicht schlimm ("ich brauche kein Mumi ist das gesündeste"-Argument um mein Kind zu stillen). Und dass es aus ihrer Sicht schwierig war Job und Stillen zu vereinbaren kann ich auch nachvollziehen - auch wenn man von sich nicht immer gleich auf die Allgemeinheit schließen sollte. Aber die letzten zwei Absätze finde ich einfach nur krass daneben.
"Ihr werdet erst euer gemeinsames Bett teilen..." als drohende Aussage und dann:
Männer - habt Angst vor stillenden Frauen!
"Ihr werdet erst euer gemeinsames Bett teilen..." als drohende Aussage und dann:
Männer - habt Angst vor stillenden Frauen!
mit Küken 02/2010
- paula108
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- Registriert: 02.04.2006, 22:36
Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
Dieser Artikel ist bewusst überspitzt geschrieben.
Eine satirische Ansammlung von Fakten und persönlichen Gedanken und allgemeinem Denken hier in Mitteleuropa.
Jeder, der sich davon angegriffen fühlt, macht sich doch verletzlich.
Nicht jeder ist mit so einer guten Intuition beschenkt worden, wie viele hier. Ich sehe, dass einige hier sich immer wieder über die Nicht-Stillmütter erheben. Und das ärgert mich.
Fast jede denkt, sie macht es besser. Auch die "anderen".
Und ja, es gibt Frauen in unserer Gesellschaft, die gewisse Dinge anders sehen.
Die Angst davor haben, dass die Brüste nach dem Stillen nicht mehr die alten sind, die das alte Leben vermissen und die nicht zurecht kommen mit der Aufgabe Mutter und Berufstätige zu sein.
Wir sollten lieber über unsere mutierte Gesellschaft diskutieren, die alles ablehnt, was natürlich ist, ob vieles, von dem, was "wir hier" leben, überhaupt noch für alle Menschen/Frauen möglich ist und warum es so gekommen ist.
Das ist nämlich wirklich interessant.
Und genau mit diesen Themen beschäftige ich mich auch schon länger, so für mich persönlich.
Es ist so müßig, sich zum wiederholten Male darüber aufzuregen, wenn jemand so einen Artikel schreibt.
Sorry, aber das ist mir zu einfach und führt zu nichts.
Vielleicht bin ich auch einfach schon zu lange hier und habe zu viele solcher Aufreg-Threads gelesen, wo jeder seinen Senf abgibt, aber nichts rumkommt. Ich habe das Gefühl, dass eben genau solche Threads, die übrigens über G**gle und Co. ohne Beschränkung lesbar sind, den Graben nur vergrößern und den Schreibern dieser Artikel damit recht geben, dass es eine "Still-Religion" gibt.
Ich hoffe, ich werde hier so verstanden, wie ich es will...
Eine satirische Ansammlung von Fakten und persönlichen Gedanken und allgemeinem Denken hier in Mitteleuropa.
Jeder, der sich davon angegriffen fühlt, macht sich doch verletzlich.
Nicht jeder ist mit so einer guten Intuition beschenkt worden, wie viele hier. Ich sehe, dass einige hier sich immer wieder über die Nicht-Stillmütter erheben. Und das ärgert mich.
Fast jede denkt, sie macht es besser. Auch die "anderen".
Und ja, es gibt Frauen in unserer Gesellschaft, die gewisse Dinge anders sehen.
Die Angst davor haben, dass die Brüste nach dem Stillen nicht mehr die alten sind, die das alte Leben vermissen und die nicht zurecht kommen mit der Aufgabe Mutter und Berufstätige zu sein.
Wir sollten lieber über unsere mutierte Gesellschaft diskutieren, die alles ablehnt, was natürlich ist, ob vieles, von dem, was "wir hier" leben, überhaupt noch für alle Menschen/Frauen möglich ist und warum es so gekommen ist.
Das ist nämlich wirklich interessant.
Und genau mit diesen Themen beschäftige ich mich auch schon länger, so für mich persönlich.
Es ist so müßig, sich zum wiederholten Male darüber aufzuregen, wenn jemand so einen Artikel schreibt.
Sorry, aber das ist mir zu einfach und führt zu nichts.
Vielleicht bin ich auch einfach schon zu lange hier und habe zu viele solcher Aufreg-Threads gelesen, wo jeder seinen Senf abgibt, aber nichts rumkommt. Ich habe das Gefühl, dass eben genau solche Threads, die übrigens über G**gle und Co. ohne Beschränkung lesbar sind, den Graben nur vergrößern und den Schreibern dieser Artikel damit recht geben, dass es eine "Still-Religion" gibt.
Ich hoffe, ich werde hier so verstanden, wie ich es will...
Herzliche Grüße von Paula.
- Altraia
- Prof. Dr. SuT
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- Registriert: 25.01.2006, 12:22
- Wohnort: Limburg
Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
Das sind sehr interessante Gedankengänge! Magst Du vielleicht einen neuen Thread dazu eröffnen und Deine Gedanken dazu aufschreiben? Ich hänge mich dann gerne dranWir sollten lieber über unsere mutierte Gesellschaft diskutieren, die alles ablehnt, was natürlich ist, ob vieles, von dem, was "wir hier" leben, überhaupt noch für alle Menschen/Frauen möglich ist und warum es so gekommen ist.
Das ist nämlich wirklich interessant.
Und genau mit diesen Themen beschäftige ich mich auch schon länger, so für mich persönlich.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
- Mohnblume
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1865
- Registriert: 27.03.2010, 23:39
- Wohnort: Berlin
Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
Liebe Paula, ich bewundere dich dafür, dass du beim Lesen eines solchen Artikels so abgeklärt und ruhig bleiben kannst. Als frischgebackene Erstmutter, die anfangs Stillschwierigkeiten hatte und die vielleicht sogar gegen den sozialen Druck durch Familie etc. um das Stillen kämpfen musste (letzteres war bei mir nicht der Fall, kommt ja aber auch oft vor!) fällt es einem dagegen nicht so leicht, cool zu bleiben.
Ich habe mich jedenfalls irgendwie verletzt gefühlt. Ich kann durchaus auch die Ambivalenz des Themas nachvollziehen, lasse auch Gegenargumente und Kritik am einer "Still-Religion" gelten - was mir aber wirklich wehtut, ist der bösartige Grundtenor des Artikels und die Kolportierung der übelsten Klischees, wie fra ja schon schrieb: Hängebrüste, die kein Mann mehr anfassen mag etc., die Stillmutti als thronende Matriarchin und dieses Angstschüren bei den Männern... brrrrr!
Interessant ist aber wirklich, wie krass die Gefühle bei dem Thema immer noch hochkochen - merke das auch an mir selbst! Anscheinend ist Stillen ein Thema, wo es wirklich schwer fällt, nicht zu emotionalisieren, zumindest wenn man selbst betroffen ist.
Ich habe mich jedenfalls irgendwie verletzt gefühlt. Ich kann durchaus auch die Ambivalenz des Themas nachvollziehen, lasse auch Gegenargumente und Kritik am einer "Still-Religion" gelten - was mir aber wirklich wehtut, ist der bösartige Grundtenor des Artikels und die Kolportierung der übelsten Klischees, wie fra ja schon schrieb: Hängebrüste, die kein Mann mehr anfassen mag etc., die Stillmutti als thronende Matriarchin und dieses Angstschüren bei den Männern... brrrrr!
Interessant ist aber wirklich, wie krass die Gefühle bei dem Thema immer noch hochkochen - merke das auch an mir selbst! Anscheinend ist Stillen ein Thema, wo es wirklich schwer fällt, nicht zu emotionalisieren, zumindest wenn man selbst betroffen ist.
✿ mit dem Großen (01/10) und dem Kleinen (07/13)
ClauWi-Trageberaterin GK 03/11
ClauWi-Trageberaterin GK 03/11
- Teazer
- Mod a.D.
- Beiträge: 18114
- Registriert: 14.09.2009, 10:15
Re: Stille Macht - ZEIT Magazin Artikel
Hallo Erika,
danke fürs Mailen. Tja, die Anti-Still-Front kommt irgendwie eher in die großen Magazine als die Pro-Stillen-Autoren. Und es sind fast immer Autorinnen, die selbst schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Ich saß auch heulend auf dem Sofa, habe meine Mutter gefragt, wann es denn endlich nicht mehr weh tut (ich hatte wunde und eingerissene Brustwarzen). Nichtsdestotrotz habe ich das Krankenhaus gewechselt als der Oberarzt vor meiner Abszess-OP meinte, ich müsse abstillen. Und ich werde jetzt Stillberaterin. Weil ich anderen Frauen Mut machen will, dass es zwar manchmal harte Phasen in der Stillbeziehung gibt, dass diese aber auch vorüber gehen.
Schade, dass für einige Frauen Destruktion näher liegt als eine positive Auseinandersetzung.
danke fürs Mailen. Tja, die Anti-Still-Front kommt irgendwie eher in die großen Magazine als die Pro-Stillen-Autoren. Und es sind fast immer Autorinnen, die selbst schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Ich saß auch heulend auf dem Sofa, habe meine Mutter gefragt, wann es denn endlich nicht mehr weh tut (ich hatte wunde und eingerissene Brustwarzen). Nichtsdestotrotz habe ich das Krankenhaus gewechselt als der Oberarzt vor meiner Abszess-OP meinte, ich müsse abstillen. Und ich werde jetzt Stillberaterin. Weil ich anderen Frauen Mut machen will, dass es zwar manchmal harte Phasen in der Stillbeziehung gibt, dass diese aber auch vorüber gehen.
Schade, dass für einige Frauen Destruktion näher liegt als eine positive Auseinandersetzung.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
AP estab. 2009, 2011 & 2014
"Mit einer Kindheit voller Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt haushalten." (Jean Paul)
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