Hallo Kloesschen,
ich kann sehr gut verstehen, dass Du unsicher bist, und auch dass Dich Deine Unsicherheit wiederum nervt, so als erfahrene Mehrfachmama

Aber aus stillberaterischer Sicht, sind zunächst folgende Angaben doch wesentlich:
Am 3.Tag wurden wir dann entlassen da es uns eigentlich sehr gut ging, Runa ging auch gut an die Brust und die Milch floss.
Dazu muss ich sagen das wir mindestens 7-9 patschnasse Windeln haben, mit mind. 4-5 mal Stuhl.
Runas Zustand ist Top, sie schaut viel, pieselt viel, die Haut ist rosig - wie gesagt die Windeln voll. Gelb war sie an Tag 3+4 aber das hatte sich sehr schnell erledigt.
Das sind Fakten, die einfach ganz klar dagegen sprechen, dass Runa zu wenig Milch bekommt.
Du schriebst Du hattest einen KS mit diversen Anästhesieversuchen - ich nehme an, Du hast auch die ein oder andere Infusion bekommen? Dies kann auch den Wasserhaushalt der Kinder beeinflussen; wenn die Mütter vollgepumpt waren mit Kochsalz- und Glucoselösungen, dann "verlieren" die Kinder oft deutlich mehr Gewicht nach der Geburt (tatsächlich werden sie nur das überflüssige Wasser wieder los).
Das hier würde ich gerne noch mal aufgreifen:
Nachher kommt die Hebi und wir wiegen, ich bekomm hier schon fast die Motten, so nen schiss habe ich.
Angst und Stress (und Deine Angst ist ja nun seeehr gut nachvollziehbar - Du fürchtest um die Stillbeziehung, die Du Dir für Euch beide so sehr wünschst) können sich zu echten Ursachen für diverse Stillprobleme entwickeln, auf tatsächlich hormonell-physiologischem Wege. Gründliche Betreuung durch eine Nachsorgehebamme ist gut, aber sie muss eben auch DAS leisten: Dir die Angst nehmen und Dir dabei helfen, Zuversicht und Vertrauen in Dich und Dein Baby zu entwickeln. Vielleicht kannst Du das ja mal mit ihr besprechen...
Letztlich ist es ganz einfach: das Gewicht spielt EINE Rolle bei der Beurteilung des Entwicklungs des Babys, aber nicht die einzige. Ein hohe, schnelle Gewichtszunahme ist kein Wert an sich, sondern es ist eher anders herum: bei langsamer, niedriger Gewichtszunahme, bzw. bei lang anhaltendem oder hohen Gewichtsverlust nach der Geburt muss geschaut werden, ob dies eben Ursache oder Folge irgend eines Problems ist. Es muss v.a. nach der Stilltechnik des Babys, nach der Stilltechnik (Anlegen, Häufigkeit, Dauer) der Mutter geguckt werden, nach den Ergebnissen des Stoffwechseltests, nach Möglichkeiten der Entlastung im Alltag. Energieverlustminimierung! D.h. Schreien beim Baby so gut es eben geht vermeiden (verbraucht sehr viele Kalorien!), Mützchen auf, ganz viel Körperkontakt, Bedding-In, Wickeln kurz halten, kein Baden.
Einen Sinn fürs Pumpen kann ich jetzt so nicht erkennen - Dein Baby stillt doch gut?!?
Was ich nicht ganz verstanden habe, war Deine Schilderung, was Ihr schon alles versucht habt, Pumpen, Fingerfeeding usw - v.a. in welcher Reihenfolge und WIESO.
Vielleicht kannst Du das ja noch mal kurz erklären.
LG;
Julia