Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

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Lösche Benutzer 1828

Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

redpanthress hat geschrieben: Wenn er in irgendeinen Konflikt mit einem anderen Kind kommt, warte ich ab und schaue, ob die beiden es alleine hinkriegen. Und das klappt auch meistens.
Na ja, und dann gibt es aber auch die Tage, wo L mit mir spielen möchte, grade z.B. im Sand. Und da sehe ich tatsächlich ganz selten Eltern, die mit ihren Kindern spielen. Also hier ist es mehr so ein "hier haste die Förmchen, spiel mal alleine".
Ja, genau, es ist dann eben fast nie ein Miteinanderspielen - das machen wir auch manchmal, eine Burg bauen oder so.
Es ist nur ständig am Kind sein - aber nichts gemeinsam tun. Ganz selten sehe ich mal Eltern, die MIT ihrem Kind klettern, matschen, toben. Aber trotdzem ständig "dranhängen". Und klar, ein Kleinstkind, dass hoch hinausklettert, da muss man auch mal drauf achten.

Und diese "PASSAUFDUFÄLLST"-Brüller finde ich auch schlimm :oops:
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Drachenblut
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Drachenblut »

Rutscht Euch das nie raus? Ich find es auch total dämlich, zu sagen: Pass auf, dass Du nicht fällst. Wie sinnfrei ist das denn? Natürlich passt er auf, dass er nicht fällt, sein Interesse, auf die Nase zu fallen, ist ja auch nicht sonderlich groß. Trotzdem rutscht es mir immer mal wieder raus :roll: .

Ansonsten will Felix doch häufig, dass wir mit ihm spielen, dann tun wir das, da ich das aber nicht sooooo gerne mache, sitze ich auch manchmal nur daneben und reagiere.

Ich bin aber auf Spielplätzen eher in seiner Nähe, dazu muss ich aber sagen, dass die Spielplätze hier nicht "abgeschlossen" sind, da können Kinder leicht mal verloren gehen, bzw. der tollste Spielplatz ist direkt am See, da bin ich einfach in seiner Nähe.

An ihm rumzuppeln tu ich nicht, glaube ich. Außer er kommt zu mir, dann fällt es mir schwer, meine Finger von ihm zu lassen :D .

Bei uns ist es aber auch eher umgekehrt. Die Muttis sitzen auf der Bank und ignorieren im besten Fall ihre Kinder, im schlechtesten Fall motzen sie sie an, wenn sie beim Gespräch stören. Felix bringt mir dann Sandkuchen, etc., ich spiele mit und das Ende vom Lied ist, dass fast jedes Kind auf dem Spielplatz mir Sandkuchen bringt und _mir_ zeigt, was es Tolles kann. _Das_ find ich sehr nervig, weil ich nämlich mit _meinem_ Sohn da bin und eigentlich nicht zwangsläufig Lust habe, allen Kindern meine Aufmerksamkeit zu schenken und meinen Sohn dafür vertrösten zu müssen. Andererseits tun mir die Kinder dann leid, ich meine: wie sag ich nem 4jährigen, dass er doch bitte seiner Mama zeigen soll, wie er klettern kann?!

Ich denke, hier kommt es wie immer drauf an, was ist das Bedürfnis des Kindes? Wenn mein Kind mit mir spielen will, und mich stört das nicht, ja, dann tu ich das. Aber darum geht es auch gar nicht in erster Linie, oder?!

Was die großen Kinder angeht: im Kleinkinderbecken im Schwimmbad bitte ich die großen Kinder schon, Rücksicht auf die ganz Kleinen zu nehmen. Für die Großen gibt es andere Bereiche. Das gleiche würde ich halt auch auf nem Spielplatz tun. Kommt hier aber nicht vor, Felix ist groß genug mittlerweile, auch aufzupassen. Und dass er nicht in ne Schaukel rennt, dafür bin ich ja auch noch da.
Es kommt wahrscheinlich schon drauf an, wie alt das Kind ist. Als Felix ganz klein war, hab ich jeden fast erschlagen, der mit krankem Kind in meine Nähe kam. Heute ist Felix der mit der Rotznase und ich halte mich nicht von jedem Baby fern, dann könnte ich mich über den Herbst/Winter/Frühling einschließen.
Sprich: wenn ich Erstmama mit kleinem Kind bin, dann erwarte ich von den "großen" Kindern vielleicht ein bisschen viel, aber wenn deren Kind(er) erst mal groß ist/sind, dann sehen die es halt auch anders.

Wenn Felix mit Sand schmeißt, greif ich schon ein. Ich weiß, was für ein Drama es ist, Felix die Haare zu waschen und will es deshalb nicht bei anderen. Außerdem tut Sand in den Augen weh. Ich sag ihm dann halt, dass er den Sand ins Wasser schmeißen darf, etc. Doch, da misch ich mich schon ein.
Ich misch mich auch ein, wenn Felix einem Kind Spielzeug wegnehmen will und beide heulen und ziehen an dem Ding. Denn irgendwie herrscht bei Felix das Recht des Stärkeren und ich möchte ihm einfach zeigen, dass er die Sachen anderer zu respektieren hat, wie er auch erwartet, dass seine Sachen respektiert werden. Und wenn er immer der Stärkere ist, dann lehrt ihn diese Erkenntnis nicht sooo viel, finde ich.

Und wenn er Angst hat, jemanden um etwas zu bitten, dann geh ich schon mal mit ihm und helfe ihm.

Wow, ist das lang geworden :shock: .
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut :-)

Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!


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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von mama2008 »

hallo,

in die krabbel- und spielegruppe in die ich mit hr. hummel geh sind die kinder von säugling an bis ins grundschulalter und ich finde das gemeinsame der unterschiedlich alten kinder ganz toll. und meist sind dann noch ein paar jungs mit 10, 11 jahren da, die dann noch fußball spielen.
glücklicherweise sind die mütter, die mit ihren kindern kommen, auch relaxt und müssen weder ihr kind bewachen noch dauerbespaßen noch sind sie nur anwesend und ratschen. es ist eine gesunde mischung.

und ich muss sagen, ich spiele und tobe ab und an sehr gerne mit meinem sohn.

generell erlebe ich dies meistens. hier also eher weniger das empfinden, größere kinder sind "unerwünscht" noch diese überbehüten der kinder. auch wenn es das erst- und/oder einzelkind ist :wink:
gestresster sind eher die oma´s wenn die mit ihren enkeln losziehen, die "glucken" :lol:
Lösche Benutzer 1828

Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Maren hat geschrieben:Rutscht Euch das nie raus? Ich find es auch total dämlich, zu sagen: Pass auf, dass Du nicht fällst. Wie sinnfrei ist das denn? Natürlich passt er auf, dass er nicht fällt, sein Interesse, auf die Nase zu fallen, ist ja auch nicht sonderlich groß. Trotzdem rutscht es mir immer mal wieder raus :roll: .

Doch klar. Aber nicht als Dauermonolog ;-) "Pass auf, Du fällst. Achtung, heb Dein Bein. Halt Dich fest. Vorsicht, Stock.Fall nicht runter. Halt Dich fest. Achtung, Du fällst." Ich versuche es eher positiver zu formulieren. "Pass auf, wass Du tust, schau genau hin" - einmal gesagt.



An ihm rumzuppeln tu ich nicht, glaube ich. Außer er kommt zu mir, dann fällt es mir schwer, meine Finger von ihm zu lassen :D .

Junior holt sich ab und an mal einen Knuddler ab ;-)

Bei uns ist es aber auch eher umgekehrt. Die Muttis sitzen auf der Bank und ignorieren im besten Fall ihre Kinder, im schlechtesten Fall motzen sie sie an, wenn sie beim Gespräch stören. Felix bringt mir dann Sandkuchen, etc., ich spiele mit und das Ende vom Lied ist, dass fast jedes Kind auf dem Spielplatz mir Sandkuchen bringt und _mir_ zeigt, was es Tolles kann. _Das_ find ich sehr nervig, weil ich nämlich mit _meinem_ Sohn da bin und eigentlich nicht zwangsläufig Lust habe, allen Kindern meine Aufmerksamkeit zu schenken und meinen Sohn dafür vertrösten zu müssen. Andererseits tun mir die Kinder dann leid, ich meine: wie sag ich nem 4jährigen, dass er doch bitte seiner Mama zeigen soll, wie er klettern kann?!

Das gibt es natürlich auch - auf den Spielplatz gehen udn nichts mehr vom Kind wissen wollen. Auch blöd.....Fremde Kinder schicke ich meist weg, ich hasse Sandkuchen-Teepartys 8) Letztens standen wir an der Seilbahn, da kam ein Junge und wollte, dass ich ihm da raufhelfen. Ich wollte das aer nicht und habe ihm gesagt, er möge doch bitte seine Mama/Papa fragen "Der sitzt da hinten und hat keine Lust" . Tja.......

Ich denke, hier kommt es wie immer drauf an, was ist das Bedürfnis des Kindes? Wenn mein Kind mit mir spielen will, und mich stört das nicht, ja, dann tu ich das. Aber darum geht es auch gar nicht in erster Linie, oder?!

Nein, darum geht es nicht. Wie schon gesagt. MITEINANDER ist ja schön.



Und wenn er Angst hat, jemanden um etwas zu bitten, dann geh ich schon mal mit ihm und helfe ihm.

Das mache ich auch.

Wow, ist das lang geworden :shock: .
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Gwen
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Gwen »

Ich hab das andere extrem. Ein klebendes KIND. Sobald andere Kinder auf dem Spielplatz sind, klebt er am mir. Und das heißt, er sitzt im Zweifel auch mal ne Stunde neben mir auf der Bank (ich hab nämlich keinen Bock auf Dauerbespaßung). Sobald er andere Kinder sieht, die vielleicht auch noch größer sind, ists aus. Wollen die zum spielen kommen, rennt er zu mir. Nimmt ihm jemand sein Spielzeug weg ( im Sinne von "Ah, das liegt nur rum, dann kann ich das ja mal nehmen" - also nichts aus der Hand gerissen oder so) ist Alarm angesagt. :roll:

Wenn er die Kinder kennt, dann geht es einigermaßen. Dann wird auch mal geteilt und er hält es sogar kurzzeitig aus, dass sich das Kind dicht neben ihn setzt.

Ist das noch normal?! ich will auch ein Kind, dass sich was traut. Und keins was vor jedem Pups Angst hat und ständig "Mama komm mit, hilf mir" ruft.

Aber auf Außenstehende wirke ich wohl auch so, dass ich am Kind klebe. Naja.
Grüße von Gwen
mama2008
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von mama2008 »

Gwen hat geschrieben:IIst das noch normal?! ich will auch ein Kind, dass sich was traut. Und keins was vor jedem Pups Angst hat und ständig "Mama komm mit, hilf mir" ruft.
das würd ich mir manchmal wünschen, ich hab hier einen draufgänger der sich manchmal schnell überschätzt
und es gab phasen, da war ich einfach nur gestresst weil ich neben meinem kind sitzen mußte sonst hätte der dem nebenkind die schaufel im sandkasten übergezogen oder gebissen und was weiß ich oder in selbstüberschätzung die größte und höchste kletterei begangen :roll:
Lösche Benutzer 1828

Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

Gwen hat geschrieben:Ich hab das andere extrem. Ein klebendes KIND. Sobald andere Kinder auf dem Spielplatz sind, klebt er am mir. Und das heißt, er sitzt im Zweifel auch mal ne Stunde neben mir auf der Bank (ich hab nämlich keinen Bock auf Dauerbespaßung). Sobald er andere Kinder sieht, die vielleicht auch noch größer sind, ists aus. Wollen die zum spielen kommen, rennt er zu mir. Nimmt ihm jemand sein Spielzeug weg ( im Sinne von "Ah, das liegt nur rum, dann kann ich das ja mal nehmen" - also nichts aus der Hand gerissen oder so) ist Alarm angesagt. :roll:

Wenn er die Kinder kennt, dann geht es einigermaßen. Dann wird auch mal geteilt und er hält es sogar kurzzeitig aus, dass sich das Kind dicht neben ihn setzt.

Ist das noch normal?! ich will auch ein Kind, dass sich was traut. Und keins was vor jedem Pups Angst hat und ständig "Mama komm mit, hilf mir" ruft.

Aber auf Außenstehende wirke ich wohl auch so, dass ich am Kind klebe. Naja.
ich finde, da gibt es schon einen Unterschied - Dein Kind möchte es so, Du "drängst" es ihm ja so nicht auf

Ist Spielplatz dann überhaupt schön für ihn? Man muss da ja schließlich niht hingehen -meine lieben es, sonst würde ich mir das sicher auch öfter mal sparen udn lieber andere Dinge tun.
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Milchmaedchen »

Mir ist momentan nur das "nicht dreckig machen dürfen" aufgefallen.

Mein Sohn wird das dürfen und wenn ich 2 Maschinen Wäsche am Tag und tonnenweise Klamotten für ihn brauche. Ich selbst habe da in meiner Kindheit so sehr darunter gelitten und mir soviel Spaß und kindliche Lebensfreude geraubt, weil ich immer, immer, immer im Hinterkopf hatte, dass meine Kleidung sauber bleiben sollte. :(
Liebe Grüße vom Milchmädchen
Lösche Benutzer 1828

Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

dafür werde ich immer komisch beäugt....
MEine sind richtige Dreckschweinchen - besonders der KLeine hat keinerlei Berührungsängste. Matsch ist sein liebstes.
Und oftmals waren andere Eltern schon richtig böse, weil ich meinen matschen lasse, er nass werden darf - udn sie nicht wissen, wie sie ihre Kinder dann von der Matschpfütze/der Wasserpumpe abhalten sollen. Aber deswegen werde ich ihm das nicht verbieten.
Mein Avatarbild ist auch bei so einer Aktion entstanden. Auf dem Platz bildet sich nach Regen oftmals eine riesige Matschpfütze. Er war so begeistert und da habe ich ihn kurzerhand halb ausgezogen und er durfte rein. TOchter mit Freundin war auch drin. War ein sehr lustiger Nachmittag - aber alle anderen waren eher empört 8)
Kleidung ist ein Gebrauchsgegenstand - und wenn sie schmutzig ist, wasche ich sie. Ersatzkleidung habe ich fast immer dabei.

Ich durfte mich als Kind auch nie schmutzig machen, weiß ich heute noch :-(
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Capesider »

Gwen hat geschrieben:Ist das noch normal?! ich will auch ein Kind, dass sich was traut. Und keins was vor jedem Pups Angst hat und ständig "Mama komm mit, hilf mir" ruft.
Als Becci in dem Alter von Deinem Sohn war, war es bei uns ganz genauso, das entwickelt sich alles, nur etwas langsamer!! Glaub mir, das kommt noch! Ich hab auch immer gesagt "Hilfe, das wird niiiiiieeee anders", aber es wurde dann ganz schnell ganz anders! :wink:
Liebe Grüße
Danny BildBild mit 16-jähriger Pferdeflüsterin Bild und dem Dinoexperten :

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