Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

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Lösche Benutzer 1828

Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

das meine ich doch auch gar nicht.....aber scheinbar ist diese RUndumBespaßung mittlerweile normal geworden.....
Und einmal Sand werfen geht sehr wohl *find* - da sage ich weder was, wenn es mein Kind erwischt, noch er mal eine Handvoll hochwirft. Das führt aber oft regelrecht zu hysterischen Anfällen mancher Eltern "Ui, das ist aber BÖSE". Zum Glück wird das bei uns im KiGa auch so gehandhabt - die dürfen sich auch mal streiten, mal bewerfen, mal laut werden.
Mein Großer mußte beim Klettern auch mal beobachtet werden - weil er eben auch nicht wieder runterkam - die beiden anderen gar nicht. Wo sie nicht allein raufkamen, hebe ich auch keinen hoch. Nur auf die Schaukel, das ist die Ausnahme.
Und wenn man da über zwei Stunden rumsitzt, sieht man, wo eben bei Bedarf geholfen wird und wo ständig rumgepusselt wird.....

Und wo, wenn nicht hier, kann ich das mal teilen? Ich mag mich nicht ständig rechtfertigen müssen...:-(
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wunderpflanze
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von wunderpflanze »

Ich erleb das irgendwie immer andersrum.
Ich seh meistens Mamas auf den Bänken sitzen und quatschen, während der Nachwuchs irgendwo "alleine" zufrieden spielt.

Bei meinter Großen ging und geht das seltens.
Meistens braucht sie mich für irgendwas - Balancieren, Schaukeln, Klettern ...
Sie ist nicht so die Mutige und braucht gerne Unterstützung.
Die Kleine kann sich immerhin ab und an auch mal ganz gut selbst im Sandkasten beschäftigen
Hab ich noch das Tageskind dabei, dann sollte ich irgendwo zentral stehen (sitzen kann ich mir da sparen), weil jede in eine andere Richtung läuft, beschäftigt ist oder Unterstützung braucht.

Ich beneide die Mama die sich da so hinsetzen "dürfen" ... :wink:

Einzig eine befreundete Omi (die ihren Enkel mehrmals in der Woche betreut und mit denen wir gut befreundet sind) macht die ganze Zeit Dauerbespaßung und dieses beschriebene Gezupfe und Ermahnen.
Die Kinder haben sich natürlich schon total an diese Bespaßerei gewohnt.
C. hat das ja wenigstens nicht so oft - aber der Enkel eben schon und der tut mir manchmal bissl leid (immerhin ist er seit einem Jahr im KiGa und kennt es da hoffentlich anders).
Ich hab auch schon mehrmals etwas gesagt, dass sich Kinder auch einfach mal langweilen müssen um sich selbst beschäftigen zu können. Das kann sie aber gar nicht sehen, wenn er sich langweilt.
Oder wenn die Mütze schief ist, die Hose schmutzig ist, der Pulli nur halb hängt oder was weiß ich.
Da wird auch ständig das Gesicht gewischt und viel zu warm angezogen ist er meistens auch.
Liebe Grüße
A. + C. (Juli '06) + M. (Juni '09)
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Nimue1212
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Nimue1212 »

Wir gehen ja nun nicht auf öffentliche Spielplätze (die gibts hier auch gar nicht), aber ich bespaße meine Kinder auch nicht ständig, wenn sie draußen spielen. Finde ich auch total schlimm und kann euch da echt gut verstehen! Auch greife ich nicht sofort ein bei Konflikten, außer ein Kind weint. Ansonsten lasse ich meine Beiden auch lieber machen und sich auch mal streiten.
Liebe Grüße
Anika mit Lisa (03/95), Livie (07/06), Nottie (03/08 ) und

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rosarot
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von rosarot »

Ich kann dich gut verstehen sandküste, und mir fällt das auch auf aber ich muss sagen ich mahc das auch,weil mein kind eben ein draufgänger ist und gerne mal was wegnimmt, haut etc und ich die bösen kommentaren anderer vermeiden will steh ich auch daneben und nötige ihn alles mögliche wieder zurück zu geben.
Ganz besonders war es als er so ca 1 war und alle kinder sich immer was gegenseitig was wegnahmen es den kindern aber gar nichts ausmachte das ihnen was weggenommen wurde aber sofort sprang eine mutter " nee xy das musst du dem justus zurückgeben" dann fängt man auch auf einmal damit an weil es von einem erwartet wird.
Wenn es nach mir gehen würde würde ich mein kind so einiges selber ausfechten lassen aber mit vielen anderen müttern ist das schwerig vorallem wenn man diese nicht kennt.
LG Rosarot mit 4 Mäusen: Sommerjunge 08/2007 , Frühlingsmädchen 3/2010 , Wintermädchen 2/2013 und dem Sommermädchen 6/2014
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cleo
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von cleo »

Prinzipiel kann ich hier alle Beiträge und Meinungen nachvollziehen, erlebe es aber ähnlich wie wunderpflanze eher andersrum.

Manchmal wirds mir schon anders wenn ich das ein oder andere Kleinkind in 2 Meter Höhe völlig allein und vielleicht auch bissl ungeschickt klettern sehe.
Ich denke das kommt auch auf`s Alter an! Bevormundung oder übervorsichtiges Einengen ist natürlich nicht gut, aber man weis halt auch nicht, wie Jemand zu der Einstellung gekommen ist oder was ihn als Mensch ausmacht. Ich treffe beruflich auch immer wieder Eltern, denen daß Verhalten Ihrer Kinder unangenehm ist oder die befürchten es könnte negativ auffallen.
Oder die schlichtweg sehr ängstlich sind. Und genau das ist die Entwicklung die ich eher schade finde...das immer mehr Eltern, geprägt durch all die Dinge die heute Kindern passieren, prinzipiel in Angst um ihr Kind leben :cry:

UND: Für manche Eltern, so im Normalfall auch für mich, ist diese Spielplatzzeit eine sehr wertvolle und wichtige Zeit mit ihrem Kind. Neben einem Vollzeitjob bleibt effektiv nicht sooo viel Zeit miteinander und da geniesse ich jeden Moment mit der Kleinen sehr bewußt. Ich bin bei ihr und spiele sehr aktiv mit ihr, ziehe mich aber auch zurück sobald sie "Kinderkontakt" aufnimmt.
In jedem Falle finde ich es nicht verurteilenswert mit dem eigenen Kind auf dem Spielplatz zu spielen, genausowenig wie zu sitzen und das Kind allein "machen zu lassen". Wenn sich die Gelegenheit bietet geniesse ich meine "Auszeiten" auf der Bank auch :wink:
cleo mit Herbststürmchen 10/07 und Frühlingsblümchen 03/12 :-)
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Lueni
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Lueni »

Ich seh das ein bisschen zweigespalten.

Beim Thema Rundrumbespaßung muss ich dir allerdings 100% Recht geben. Das gilt nicht nur für Spielplätze, sondern für alle Möglichen Bereiche. Wir gehen z.b in eine Krabbelgruppe. Die Kinder sind alle zwischen 1 und 1,5 Jahren und sich selbst total genug. Die beschäftigen sich mal allein, mal miteinander, lernen ihre Grenzen im Umgang miteinander kennen ohne das Muttern eingreift und sind am Ende platt. Aber nun meint eine Mutter dass das nicht geht und wir doch ein "Programm" machen müssen. Ja mei, warum denn? Leztes Mal wurde dann gebastelt :lol: . Hat die Kinder (noch) so gar nicht interessiert. Aber hauptsache man kann sagen, man hat was "pädagogisch wertvolles" gemacht.

Zum Spielplatzthema finde ich auch dass es eben ganz arg auf die Kinder ankommt. Es ist bestimmt irgendwo so, dass gerade Erstlingsmütter ein bisschen zum "überbefürsorgen" neigen. Ich hab meinen Sohn momentan auf dem Spielplatz auch immer 100% im Auge. Er klettert zb immer so ein Gerüst mit Hängebrücke hoch, welches 3 Meter hoch und seitlich offen ist. Und ihn da komplett aleine hochklettern zu lassen, ist mir bei meinem 17 Monate alten Kind defintiv einfach (noch) zu gefährlich. Dafür darf er sich aber dreckig machen und selbigen auch gerne probieren. :lol:


Ich bemerke aber auch dass der Grundtenor immer mehr dahin geht, die Kinder nicht einfach mal machen zu lassen. Es muss ständig geholfen werden, ständig muss was geplant werden weil das Kind sich ja langweilen oder nicht genug gefördert werden könnte. Nichtsdestotrotz ist es eben auch schwer da einen guten Mittelweg zu finden. So empfinde ich das zumindest. Und ich finde es nicht richtig Eltern/Kinderpaare auf dem Spielplatz pauschal abzuurteilen. Es gibt halt Kinder die in manchen Bereichen noch mehr Untersützung brauchen als andere, z.b wenn es um Sandförmchenwiederbeschaffung oder auf die Rutsche klettern geht. Dafür sind die Eltern dann halt bestimmt in anderen Bereichen lockerer.
Mit Nr. 1,2,3,4 und 5 :D
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wunderpflanze
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von wunderpflanze »

rosarot hat geschrieben:Ich kann dich gut verstehen sandküste, und mir fällt das auch auf aber ich muss sagen ich mahc das auch,weil mein kind eben ein draufgänger ist und gerne mal was wegnimmt, haut etc und ich die bösen kommentaren anderer vermeiden will steh ich auch daneben und nötige ihn alles mögliche wieder zurück zu geben.
Ganz besonders war es als er so ca 1 war und alle kinder sich immer was gegenseitig was wegnahmen es den kindern aber gar nichts ausmachte das ihnen was weggenommen wurde aber sofort sprang eine mutter " nee xy das musst du dem justus zurückgeben" dann fängt man auch auf einmal damit an weil es von einem erwartet wird.
Wenn es nach mir gehen würde würde ich mein kind so einiges selber ausfechten lassen aber mit vielen anderen müttern ist das schwerig vorallem wenn man diese nicht kennt.
Ja, das kenn ich auch.
Ich hab auch öfter schon das Gefühl gehabt, dass ich nun was sagen MUSS, weil die anderen Mamas das erwarten oder teilweise auch schon gekuckt haben.
Tendenziell lasse ich auch lieber die Kinder selber machen - hab gar keine Lust da jedesmal reinzuspringen. :oops: :wink:

Wir hatten gestern eine Situation auf dem Spielplatz.
Tageskind wollte sooo gerne den Puppenbuggy eines fremden Kindes rumschieben.
Dieses Mädchen kam immer kreischend angelaufen und hat ihn ihr aus der Hand gerissen.
Letzlich konnte ich mein Tageskind nur trösten.
Als dieses Mädchen dann mit unseren Sandsachen gespielt hat kam es wieder zu der Situation und ich wollte eben auf diese Art vermitteln.
Hat nur leider nicht geklappt ...
Liebe Grüße
A. + C. (Juli '06) + M. (Juni '09)
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Capesider
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Capesider »

Ich war ja früher auch so eine Mutter, die auf dem Spielplatz an ihrem Kind geklebt hat, weil mein Kind sonst nirgendwo hingegangen wäre. Sie brauchte mich immer überall dabei, und so hab ich dann halt immer mit im Sand gehockt oder auf der Rutsche, oder sie angeschaukelt oder im Häuschen gesessen oder mit ihr geklettert oder oder oder.
Das war mir dann oft peinlich, weil ich manchmal die einzige Mutter auf dem ganzen Spielplatz war, die so einen "Quatsch" mitgemacht hat. :wink:

Inzwischen kann meine Tochter wunderbar mit anderen Kindern spielen und ich bekomme mal die andere Seite der Spielplatz-Situation mit, wenn ich mit meinem Strickzeug auf der Bank sitze. Ich finde es gerade jetzt in ihrem Alter so faszinierend, ihr beim Spiel mit anderen Kindern zuzuschauen.

Hier auf unserem Spielplatz wird den Kindern meist sehr viel Freispiel gelassen, das ist sehr schön anzusehen. Bei den kleineren ist aber auch oft jemand dabei, und hier kommt auch sehr oft eine Mutter oder ein Vater angesprungen, wenn ein Kind mit Sand wirft oder was wegnimmt oder was nicht abgeben will. Da würde ich mir schon wünschen, dass man den Kindern ein wenig mehr eigenes zutraut. Aber andererseits würde ich mich auch irgendwie "falsch" fühlen, wenn mein Kind einem anderen Sand auf den Kopf wirft und ich dazu nichts sage, weil ich oft merke, dass die anderen Eltern das eben erwarten, dass mein sein Kind dafür maßregelt.
Liebe Grüße
Danny BildBild mit 16-jähriger Pferdeflüsterin Bild und dem Dinoexperten :

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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von redpanthress »

Bei uns ist es auf einem bestimmten, großen Spielplatz so, dass hier wirklich ganz oft Eltern sind, die ihre Kinder zwar "körperlich" in Ruhe lassen, also eigentlich die ganze Zeit auf der Bank sitzen, aber halt den ganzen Nachmittag bestimmte Bemerkungen "rüberschreien", manche Eltern manchmal sogar dauerhaft. Also z.B. "sei vorsichtig", "pass auf, dass Du da nicht runterfällst", "du fällst da gleich runter", "das gehört uns nicht", "entschuldige dich", "rutsch mal", "spiel mal im Sand". Ich musste auch schon ein paar Mal vorzeitig gehen, weil ich so genervt von den Eltern war :roll:
Bei uns ist es mal so, mal so. Generell lasse ich L gerne alleine spielen und auch klettern oder rutschen. Grade wg. beiden letzteren wurde ich schon OFT schief angeschaut, weil L ja doch recht klein ist und oft optisch als 1- 1/2 jähriger gehalten wird. Da wird dann von einem erwartet, dass man immer am Gerüst daneben steht und aufpasst... ich kenne meinen Sohn aber besser, und weiß, wie gut er klettern und rutschen kann und wie vorsichtig er ist (ohne, dass ich ihm das ständig sagen muss). Aus den Augen lasse ich ihm beim Klettern (oder spielen) nicht.
Wenn er in irgendeinen Konflikt mit einem anderen Kind kommt, warte ich ab und schaue, ob die beiden es alleine hinkriegen. Und das klappt auch meistens.
Na ja, und dann gibt es aber auch die Tage, wo L mit mir spielen möchte, grade z.B. im Sand. Und da sehe ich tatsächlich ganz selten Eltern, die mit ihren Kindern spielen. Also hier ist es mehr so ein "hier haste die Förmchen, spiel mal alleine".
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L (*10/2008)
M (*03/2011)

Hi - I'm vegan. No, I don't eat meat. Yes, fish are animals. No, my shoes aren't leather. Yes, I get all the vitamins I need. No, I don't need meat to survive. Yes, I receive plenty of calcium. No, my teeth weren't made to rip flesh. Yes, I still have a life.
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Capesider
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Re: Beobachtungen auf dem Spielplatz - freies Spiel u.a.

Beitrag von Capesider »

redpanthress hat geschrieben:Bei uns ist es auf einem bestimmten, großen Spielplatz so, dass hier wirklich ganz oft Eltern sind, die ihre Kinder zwar "körperlich" in Ruhe lassen, also eigentlich die ganze Zeit auf der Bank sitzen, aber halt den ganzen Nachmittag bestimmte Bemerkungen "rüberschreien", manche Eltern manchmal sogar dauerhaft. Also z.B. "sei vorsichtig", "pass auf, dass Du da nicht runterfällst", "du fällst da gleich runter", "das gehört uns nicht", "entschuldige dich", "rutsch mal", "spiel mal im Sand".
Oooooh ja, das kann ich auch leiden! :roll: :roll:
Liebe Grüße
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