Was kann ich da tun? Ich würde ihr das Stillen gerne ermöglichen. Nicht mehr unbedingt nach Bedarf, aber zumindestens abends und morgens. Ihr ist es sehr wichtig und sie hat allgemein schon sehr damit zu kämpfen Mama und Papa nun teilen zu müssen. Aber so macht das Stillen echt keinen Spaß.
Schmerzhafte Saugtechnik nach langer Stillpause - was tun?
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Schmerzhafte Saugtechnik nach langer Stillpause - was tun?
Nach der Geburt meines Sohnes hat meine Tochter nach monatelanger Stillpause nun wieder angefangen zu stillen. Sie ist gerade zwei Jahre alt geworden. Das abendliche Stillen fordert sie momentan richtig ein. Dummerweise hat sie das Stillen irgendwie verlernt. Die lange Auszeit plus dem Trinken aus Trinkbechern waren wohl kein guter Mix. Sie bekommt beim Saugen Milch heraus, scheint aber irgendwie gleichzeitig Druck mit den Zähnen auszuüben. Es tut mir weh. Außerdem ist sie kaum dazu zu bewegen mit dem Stillen wieder aufzuhören. Sie beisst beim Versuch sie abzudocken einfach zu. Selbst im Schlaf.
Was kann ich da tun? Ich würde ihr das Stillen gerne ermöglichen. Nicht mehr unbedingt nach Bedarf, aber zumindestens abends und morgens. Ihr ist es sehr wichtig und sie hat allgemein schon sehr damit zu kämpfen Mama und Papa nun teilen zu müssen. Aber so macht das Stillen echt keinen Spaß.
Was kann ich da tun? Ich würde ihr das Stillen gerne ermöglichen. Nicht mehr unbedingt nach Bedarf, aber zumindestens abends und morgens. Ihr ist es sehr wichtig und sie hat allgemein schon sehr damit zu kämpfen Mama und Papa nun teilen zu müssen. Aber so macht das Stillen echt keinen Spaß.
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jusl
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Re: Schmerzhafte Saugtechnik nach langer Stillpause - was tu
Oh, das ist blöd (allerdings wenig überraschend - viele Kleinkinder haben eine recht "miese Technik" drauf, auch ohne Stillpause, nur als Mutter eines Minibabys ist man dafür oft seeeeehr empfindlich!..).
Da hilft wohl nur: üben üben üben. Erklär ihr, was sie machen muss, Mund weit auf, nicht groß herumhampeln usw., und erklär ihr auch, dass sie eben leider nicht weiterstillen kann, wenn sie sich nicht dran hält. Das ist wichtig, denn Du läufst sonst möglicherweise Gefahr, dass Du regelrecht Widerwillen gegen das Stillen der Tochter (um nicht zu sagen: gegen Deine Tochter!..) entwickelst, dann sofort ein schlechtes Gewissen kriegst, weil Du sie ja liebst und ihr das Stillen eigentlich gern ermöglichen willst usw.... also in eine negative Gefühlsspirale kommst, die echt niemandem dient.
Also: ganz klare Regeln aufstellen (vielleicht auch, was Dauer ("bis die Eieruhr klingelt"), Häufigkeit ("morgens und abends") sowie Gelegenheit ("nur im Bett") anbetrifft), und mit ihr üben, diese Regeln konsequent einzuhalten. Das wird Euch allen Sicherheit geben. Und: DU bist die Erwachsene, d.h. DU darfst diese Regeln auch - bitte ganz ohne schlechtes Gewissen! - auch wieder ändern.
Ich drück Euch die Daumen, dass die Situation dadurch wieder besser wird!
LG;
Julia
Da hilft wohl nur: üben üben üben. Erklär ihr, was sie machen muss, Mund weit auf, nicht groß herumhampeln usw., und erklär ihr auch, dass sie eben leider nicht weiterstillen kann, wenn sie sich nicht dran hält. Das ist wichtig, denn Du läufst sonst möglicherweise Gefahr, dass Du regelrecht Widerwillen gegen das Stillen der Tochter (um nicht zu sagen: gegen Deine Tochter!..) entwickelst, dann sofort ein schlechtes Gewissen kriegst, weil Du sie ja liebst und ihr das Stillen eigentlich gern ermöglichen willst usw.... also in eine negative Gefühlsspirale kommst, die echt niemandem dient.
Also: ganz klare Regeln aufstellen (vielleicht auch, was Dauer ("bis die Eieruhr klingelt"), Häufigkeit ("morgens und abends") sowie Gelegenheit ("nur im Bett") anbetrifft), und mit ihr üben, diese Regeln konsequent einzuhalten. Das wird Euch allen Sicherheit geben. Und: DU bist die Erwachsene, d.h. DU darfst diese Regeln auch - bitte ganz ohne schlechtes Gewissen! - auch wieder ändern.
Ich drück Euch die Daumen, dass die Situation dadurch wieder besser wird!
LG;
Julia
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Lösche Benutzer 2872
Re: Schmerzhafte Saugtechnik nach langer Stillpause - was tu
Dankeschön Julia. Hast du einen Tipp wie ich ihr verständlich machen kann, dass sie mit den Zähnen keinen Druck ausüben soll? Sie spricht ja noch nicht wirklich gut. (Wobei sie nun innerhalb kürzester Zeit die Worte Busen und Brust gelernt hat
)Ich sage ihr nun immer, dass sie abends wieder trinken darf. Sie lässt sich tagsüber auch ganz gut ablenken. Vorhin habe ich sie gefragt ob wir im Kinderzimmer spielen wollen und sie ist begeistert los gedüst. Direkt morgens fragt sie gar nicht nach dem Stillen.
Ich habe für sie abends jetzt Kuhmilch am Bett stehen und frage sie ob sie die noch trinken möchte wenn mir das Stillen zu unangenehm wird. Dann dockt sie auch ab. Am zweiten Abend war ich so verzweifelt (wollte beim Abdocken nicht wieder gebissen werden), dass ich sie mit Traubenzucker bestochen habe. Aber das finde ich nun wirklich nicht gut.
Ich habe für sie abends jetzt Kuhmilch am Bett stehen und frage sie ob sie die noch trinken möchte wenn mir das Stillen zu unangenehm wird. Dann dockt sie auch ab. Am zweiten Abend war ich so verzweifelt (wollte beim Abdocken nicht wieder gebissen werden), dass ich sie mit Traubenzucker bestochen habe. Aber das finde ich nun wirklich nicht gut.
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jusl
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Re: Schmerzhafte Saugtechnik nach langer Stillpause - was tu
Hm... ist wohl Typsache. Es gibt ja sehr "verbale" Kinder, bei denen man - unabhängig vom Sprechvermögen des Kindes - mit Sprache viel erreichen kann. Also z.B. jedes Mal wenn's zu fest wird: "Bitte sanfter!" oder sowas sagen, und dann direkt Feedback geben "Ja, so ist es besser!" oder eben "Nein, das ist immernoch zu fest - bitte sanfter!". Andere Kinder können damit vielleicht nicht so wirklich etwas anfangen, da wäre es dann möglicherweise besser, eher über die körperliche Schiene zu gehen. Also kleinen Finger an den Mundwinkel legen, und wenn's zu fest wird, Vakuum lösen, oder eben sonstwie das Stillen unterbrechen. Oder beim Weiterbeißen auf dickwandige Stillhütchen bestehen - entweder mit oder gar nicht (Hütchen mögen viele ältere Stillkinder üüüüberhaupt nicht...)Hast du einen Tipp wie ich ihr verständlich machen kann, dass sie mit den Zähnen keinen Druck ausüben soll?
Ich denke, es ist einfach ganz wichtig, dass Deine Haltung da unmissverständlich klar ist: Wehtun beim Stillen ist ganz einfach nicht akzeptabel. Wird ab sofort nicht mehr gemacht. Wie Du diese Haltung dann am effektivsten rüberbringst, ist sozusagen Typsache... aber der erste Schritt ist klarzumachen - erst sich selbst(!) und dann dem Kind - dass Aua-Stillen einfach nicht geht. Macht schlechte Gefühle, nervt, strapaziert die Haut und belastet im schlimmsten Falle Eure Mama-Kind-Beziehung.
Manche Kinder haben ja sehr feine Antennen - da kann man mit einem neuen Auftreten à la "So, ab heute wird hier was geändert!" schon einiges bewirken.
LG;
Julia
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Lösche Benutzer 2872
Re: Schmerzhafte Saugtechnik nach langer Stillpause - was tu
Es klappt. Sie stillt jetzt wieder besser ohne das es mir weh tut. Vielleicht brauchte es auch einfch von ihrer Seite wieder ein bisschen Übung. Allerdings beisst sie automatisch zu, wenn sie eingeschlafen ist und ich sie abdocken will. Und von alleine lässt sie nicht los. Wäre ja nicht so dramatisch, wenn der Kleine nicht schon immer ungeduldig auf das Stillen warten würde. Nicht, das ich ihn nicht direkt vorher stillen würde. Der kommt da wohl nach seiner großen Schwester. 
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jusl
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