Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Totoro
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Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von Totoro »

Hallo zusammen,

ich brauch mal ein paar Motivationsgeschichten.
Wer von euch hat einige Wochen gebraucht, bis das mit dem Vollstillen geklappt hat? Wie habt ihr es geschafft? Was waren die Hintergründe?
Angeblich gibt es ja Fälle, wo nach 2 Monaten doch noch ein kleines Wunder passiert ist und nicht mehr zugefüttert werden mußte ...

Hier kurz meine Geschichte (noch ohne Happy End):
Mein Söhnchen ist jetzt 5 Wochen alt. Er hatte einen schwierigen Start (Hitze, Gelbsucht), nahm rapide ab, so daß wir zufüttern mußten. Leider füttere ich noch immer mit Brusternährungsset zu, aktuell zwischen 300 und 360 ml am Tag (also wird er sich wohl die andere Hälfte seines Tagesbedarfs bei mir holen). Den Dreh mit dem BES hatte ich recht fix raus, aber für unterwegs ist das natürlich nichts.
Ohne BES trinkt er nur die Vormilch ab (manchmal nicht mal das) und meckert dann. Er ist zu faul zu arbeiten ... :wink:
Tagsüber halten wir nun mehr oder weniger streng einen 3 Stunden Rhytmus ein - wenn wir nach seinem Hungergefühl gehen ißt er sonst zu wenig und nimmt ab. Oft ist es schwer ihn zu wecken wenn die nächste Runde ansteht, das dauert hin und wieder schon mal eine halbe Stunde bis wir ihn wach haben. Wenn er dann noch so wie jetzt grad erst eine halbe Stunde vor der nächsten Fütterung einschläft wird es noch mal schwieriger. Aber auch wenn er gut wach wird döst er oft an der Brust ein und muß kontinuierlich geärgert werden damit er nicht einschläft. Witzigerweise wird er momentan nur nachts von selbst hellwach, und hat dann großen Hunger, und bleibt bis zum Mahlzeitende wach (ich um die Uhrzeit muß aufpassen nicht einzupennen). Es ist zum Mäusemelken.
Hebamme und Stillberaterin sind einigermaßen ratlos, meinen ich mach alles richtig und solang er noch so viel von mir trinkt soll ich nicht aufgeben.
Ich würde mir so sehr wünschen, bald voll zu stillen - aber wenn sich bald nichts tut werde ich wohl kapitulieren und die Flasche geben statt des BES. Im Grunde hab ich mich schon damit abgefunden, daß es darauf hinaus läuft, aber ein Funken Hoffnung ist noch da. Ich kann das in ein paar Wochen aus organisatorischen Gründen nicht mehr weiter durchziehen. Das BES ist nichts für die Öffentlichkeit, ich fühl mich damit nicht wohl vor fremden Blicken. Außerdem geht das am besten in Footballhaltung mit dem Schlauch, und das geht schlecht wenn man irgendwo unterwegs ist.
Bisher traue ich mich nicht an die Flasche ran wegen Saugverwirrung ...

Also, los, macht mir mal Mut, ich kanns gebrauchen, ich resignier hier gerade! :|

Viele Grüße,

Totoro
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diedai
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von diedai »

Mut, Mut, Mut!!! :D

Erstmal find ich´s ganz toll, dass du dich mit dem BES rumschlägst, kann mir vorstellen, dass das ein ziemliches Gefummel ist. Und wie soll es weitergehen? Spontan fällt mir ein, dass, wenn dein Kleiner genug Kalorien bekommt durch Stillen und BES, das mit der Schläfrigkeit sich bald ändern wird :P Also ich mein, wenn er nicht deshalb so müde ist, weil er zu schwach ist, dann wird er in zwei, drei Wochen vielleicht nicht immer gleich wieder weiterschlafen, sondern sich auch mal richtig ins Zeug legen!
Ich wünsch euch alles Gute! Durchhalten! Es lohnt sich bestimmt!
diedai mit 3 Söhnen 06/01, 06/07 und 09/09
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Kathi
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von Kathi »

Ach Mensch, das wirklich blöd!

Ich kann Deine Zweifel so gut verstehen. Mein Großer hatte einen schlechten Start ins Leben und dachte dann, dass er, nachdem er wieder gesund war, alles wird gut und wir stillen einfach. Tja, leider war dem nicht so und er hatte mit 6 Wochen sein Geburtsgewicht erreicht. Das war zunächst gar niemandem aufgefallen, nicht mir, nicht Hebi und so bemerkte es erst die Kiä, die uns dann SOFORT zum zufüttern verdonnerte. Wie wichtig das zufüttern war, begriff ich erst viel später. Ich fütterte zu und bei der Gewichtskontrolle 1 Woche später hatte mein Sohn 800g zugenommen. :shock: Der arme Kerl, er hatte einfach nur hunger gehabt, deshalb so viel geweint und ich machte mir große Vorwürfe.

Zu dem Zeitpunkt war auch klar, dass ich nicht einfach nur stillen kann sondern die Gewichtszunahme von größter Wichtigkeit war. Ich war traurig, fütterte die Flasche und legte ihn immer wieder an, doch er nuckelte ein bisschen und schlief dann ein.

Mit ganz, ganz viel Wille habe ich ihn nach Monaten von der Flasche entwöhnt. Ich habe ganz langsam die Stillzeiten gesteigert und gleichzeitig die Milchmenge aus der Flasche reduziert. Bei uns hat das Wunder rund 5 Monate gedauert und ich stillte voll. Offen gesagt war es total anstrengend, aber irgendetwas hat mich angetrieben es immer weiter zu versuchen.

Ich wünsche Euch ganz viel Durchhaltevermögen!
Liebe Grüsse,
Kathi mit C. J. 03.03 + N. M. 09.08 + L. F. (07/11) + M. F. (6/15)


“Die Jugend von heute liebt den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor Älteren und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Sie widerspricht ihren Eltern, verschlingt das Essen, legt die Beine übereinander und tyrannisiert ihre Lehrer.“ Socrates (Griechischer Philosoph, 470 – 399 v. Chr.)
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Gwen
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von Gwen »

Ich hab so ein "Happy End" erlebt :wink:

nur die Kurzfassung, hab grad nicht viel Zeit:
Er kam per KS, Milcheinschuss sehr spät, schon im KH haben wir (auf meinen wunsch!) mit frühchenmilch im becher zugefüttert, ich hab gepumpt um die milch anzuregen. nach 4 tagen lief es dann endlich, wir sind heim. Ich hatte extrem blutige Brustwarzen und als mein Kleiner 10 Tage alt war, hat er nach einer Mahlzeit erbrochen und zwar Blut. Also sofort Notarzt gerufen und ab ins KH.

Da hieß es dann, ich dürfe nicht mehr stillen, ich solle abpumpen und mit der Flasche geben. Zuerst haben sie mir Fencheltee in die Hand gedrückt, den hat mein Sohn natürlich verschmäht, es war ein KAMPF ihn an die Flasche zu kriegen, Becher hatte dort keiner, ich voll verzweifelt und voll im Hormonumschwung, also solange probiert bis er es nahm, die meiste Zeit wurde er aber sondiert. Dann wurde meine Milch untersucht, da war Blut drin, also hieß es, verwerfen, andere Seite dürfe ich wieder stillen. Das war ein Tag nach dem "Nicht mehr Stillen"-kommando. Tja, dann hatte ich das umgedrehte problem, absolute Saugverwirrung, er ging garnicht mehr an die Brust :(

ich hab dann dort im KH eine Pumpe bekommen und hab brav im 4 Stunden Rhythmus gepumpt, was natürlich alles andere als ausreichend war. ich hab immer wieder versucht ihn anzulegen, keine Chance.

Dann wurden wir entlassen, ich bin los und hab PRE-Milch gekauft und dann gings los. Versuchen anzulegen, wenigstens nur kurz, dann PRE-Milch aus der Flasche und danach abpumpen. Jede Mahlzeit, Tag und Nacht. Irgendwann war ich dann soweit, dass ich das pumpen immer mal wieder gelassen habe. Aber ich wollte letztendlich schon stillen. Obwohl ich beim Anlegen nach wie vor gebrüllt habe vor schmerzen, weils einfach SO wehtat.

Meine Hebamme hat mir extrem geholfen (ist auch Stillberaterin, wie ich im Nachhinein erfahren habe). sie hat mir gesagt, dass das zungenbändchen wohl zu kurz sei (das haben wir durchtrennen lassen), sie hat mir immer wieder beim anlegen geholfen, ich hab immer mehr angelegt und immer vehementer versucht, dass er dranbleibt (er hat die BW nur kurz geschnappt, kurz genuckelt und das wars, oft ist er dann eingeschlafen), die pre-nahrung reduziert, öfter gepumpt und dann, wirklich von einem tag auf den anderen, hab ich voll gestillt. und dann hab ich gestillt bis er 2 Jahre und 2 Monate alt war.

im nachhinein weiß ich nicht mehr so genau, was wirklich den ausschlag gegeben hat. ich meine, dass das "ganze" also der umschwung auf voll stillen gut 2-3 Monate gedauert hat, also nicht von jetzt auf gleich, sondern das war ein weiter weg. ich erinnere mich noch gut, dass er ostern 2008 auf einmal fett wurde von der ganzen mumi :lol:
Grüße von Gwen
tralala
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von tralala »

Hallo,

erst einmal finde ich es große Klasse, dass du fürs Stillen kämpfst. Glaub mir es lohnt sich!
Ich mag dir mal unsere Geschichte erzählen um dir Mut zu machen. Vorsicht lang!

Meine Maus war ca. zwei Wochen alt als ich abstillen musste, da meine Brustwarzen dermaßen wehtaten, dass gar nichts mehr ging (lange Geschichte). Ich habe von da an also ausschließlich PRE Nahrung gefüttert und gar nicht mehr gestillt.

Nach fünf Tagen hatte ich mich soweit erholt, dass ich wieder klar denken konnte und mein erster Entschluss war, dass ich wieder stillen möchte. Ich versuchte also zuerst sie anzulegen was gar nicht so schlecht klappte. Dann besorgte ich mir eine Pumpe und pumte regelmäßig ab um die Milchproduktion wieder zu steigern. Ganz langsam wurde es auch etwas mehr. Also legte ich sie immer mal wieder an und pumpte zwischendurch. Nach einiger Zeit verlor ich meine Angst, legte sie zu jeder Mahlzeit an und gab ihr anschließend eine Flasche. Von anfangs 120 ml Pre pro Mahlzeit verringerte sich die Menge nach und nach auf ca. 40 ml pro Mahlzeit. Mittlerweile legte ich sie fast alle 2-3 Stunden an (außer nachts, da wollte ich sie nicht wecken).
Bei 40 ml fasste ich den Entschluss nur noch zuzufüttern wenn es unbedingt sein muss. Also legte ich sie an und ließ sie ausgiebig trinken, dabei stimulierte ich sie wenn sie müde wurde (besonders gut half es vorsichtig über ihre Fontanelle zu streicheln oder ihre Füße zu massieren). Nachdem sie getrunken hatte versuchte ich sie abzulenken, herumzutragen usw. Häufig klappte das auch, nur wenn sie sich nicht anders beruhigen lassen wollte habe ich ihr dann etwas PRE zugefüttert. Nach einigen Tagen kamen wir meist bis zum Abend ohne zusätzliche Nahrung aus. Das war dann die Zeit in der ich abends eine "Pumpmahlzeit" einschob um ihr am nächsten Tag bei Bedarf MuMi zufüttern zu können.
Ziemlich schnell brauchten wir die abgepumpte Milch aber gar nicht mehr und sie wurde wieder ausschließlich gestillt. Die Pumpmahlzeit habe ich aus Angst sie könnte doch nicht satt werden noch lange beibehalten. Heute habe ich mind. vier Liter MuMi im Gefrierfach. :-)

Neben dem häufigen Anlegen habe ich mir ganz viel Ruhe geönnt, relativ viel getrunken, mir regelmäßig Stilltee gekocht, Malzkaffee gesüffelt und abends ein Malzbier getrunken. Außerdem hab ich mir diese Stillkugeln gemacht. Das hat zwar eher psychische als physische Wirkung, aber mir hat es geholfen nicht aufzugeben.

Noch heute bin ich stolz darauf was wir geschafft haben und meine Kleine liebt das Stillen, daher freue ich mich immer wenn auch andere kämpfen! Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg und noch viel mehr Mut!

LG tralala
LG von tralala mit zwei Mädels aus `06 und `09

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BEcKa
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von BEcKa »

Ihr habt schon noch Zeit für Euer Wunder!

Bis Babys nach Gelbsucht wieder richtig wach werden dauert einige Zeit! Das wird noch!

Wie geht es denn Deiner Milchmenge? Pumpst Du?
Liebe Grüße
Becka
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und ein Bild- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...



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nwsurgeon
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von nwsurgeon »

Hallo Totoro,
menno, da machst Du ja was mit.
Hier ein paar Ideen:
Totoro hat geschrieben:Tagsüber halten wir nun mehr oder weniger streng einen 3 Stunden Rhytmus ein - wenn wir nach seinem Hungergefühl gehen ißt er sonst zu wenig und nimmt ab.
ich hab schon verstanden, dass Du ihn nicht hinhälst, aber vielleicht passen Eure Rhythmen nicht zusammen? Legst Du immer an wenn er schmatzt, ein Löwenmäulchen macht und mit dem Gesicht hin und her wischt?
Babys in dem Alter schlafen ja eigentlich dauernd wenn sie nicht gerade Milch trinken. Versuch in mal nicht nach Plan zu wecken, sondern immer wenn Du merkst, dass er unruhig wird, dann kriegst Du ihn vielleicht leichter wach.
Totoro hat geschrieben:Ohne BES trinkt er nur die Vormilch ab (manchmal nicht mal das) und meckert dann. Er ist zu faul zu arbeiten ...
Um das Problem zu Umgehen könntest Du vo dem Stillen ein wenig pumpen, damit beim Anlegen gleich die Hintermilch lommt.
Und um die Kalorien zu erhöhen, kannst Du auch Deine abgepumpte Milch stehen lassen, bis sich der Rahm absetzt, den Rahm mit dem Löffel abschöpfen und dann (direkt mit dem Löffel) zufüttern.
Alles Liebe
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von evengulin »

Meine Kleine war war mit einem Geburtsgewicht von 2,7 kg auf 50 cm recht zierlich und ziemlich schwach auf der Brust.
Sie schlief beim Stillen ständig ein und es war ein Kampf...
Dazu kamen noch meine empfindlichen BW und schon im Krankenhaus waren wir bei Stillhütchen (mit denen konnte sie wenigsten ein wenig trinken)
Zuhaus war es dann ein Mix aus Stillen (1h mit ständigem Ärgern damit sie wach bleibt), dann abpumpen und feedern... zusätzlich Pre-Nahrung damit sie "satt" wird.
Allein von dem "Ärgern" war sie aber so kaputt, dass sie praktisch sämtliche Kalorien vom Trinken wieder verbrannte...
wir waren Beide fertig...

Mit einer guten Stillberaterin, die Nerven behielt angesichts der geringen Zunahme und dem geringen Geburtsgewicht haben wir das in den Griff bekommen.
Das Kind kräpelt immer noch an der unteren Kante der Perzentile :roll:
... aber hat sich inner 4 Monaten verdoppelt und ist jetzt bei 5 1/2 Monaten bei 6.2 Kilo.

btw... mit (im Nachhinein nicht mehr nachzuvollziehendem) Ehrgeiz haben wir auch die Stillhütchen wegbekommen und meine BW könnten heut vermutlich auch schmerzfrei gepierct werden 8)

was ich sagen will:
Der Knackpunkt bei uns war (worau auch meine Stillberaterin spekulierte): Kein einstündiges Quälen mehr an der Brust, was sie nur mehr auslaugte, sondern 10 Minuten je Seite "effektives Saugen" (außerdem kein Abpumpen mehr, was mich nur kirre gemacht hat)
Und... 3000gr schaffen, denn ab diesem Gewicht hatte die Kleine merklich mehr Pfeffer und konnte viel besser saugen
Wir haben noch vor dieser Marke die PreNahrung eingestellt und unter ständiger Kontrolle gestillt.

Heut haben wir eine (wie ich finde) optimale Stillberziehung, keine Stillhütchen, kein Zufüttern und die Kleine hat einem Wums, das ich Angst hab, sie saugt mir das Knochenmark mit raus...

Ich hätte damals nie gedacht, dass Stillen mal etwas Normales sein könnte...
-Jedem Anfang...
2.März 2010... 2735gr, 50cm, Stupsnase und unendliche Geduld mit mir-


...klinge ich so als ob ich für rationale Argumente empfänglich wäre??
nein, du hast schon den grummelmantel umgeworfen...
jackie-brown
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von jackie-brown »

Das sommerkind hat im krankenhaus nicht zugenommen, bzw. abgenommen. Es ging aber an die brust, schlief dort aber recht schnell immer ein. Der milcheinschuß ließ auf sich warten. Sie haben mich an eine pumpe gesetzt und die wenigen tropfen kolostrum, die kamen, mit glucose gestreckt. Das habe ich dann mit der flasche gefüttert. Ich bekam selten hilfe beim anlegen. Eine der nachtschwestern schmiss mir stillhütchen hin, als ich sie bat, mir beim anlegen zu helfen, mit dem kommentar, mit diesen brustwarzen (flachwarzen), kann man auch nicht stillen. Die stillhütchen lies ich sein, das war mir ein zu großes gefummle. Die selbige nachtschwester machte mit mir nachts um 2 uhr stillproben (wiegen vor und nach dem stillen). Da kam bei mir 0 gramm raus. Was mich nicht gerade motivierte. Ich wurde mit blutigen brutwarzen entlassen, weil ich sehr oft und viel zu stark gepumpt hatte. Die offenen brustwarze war so schlimm, dass ich an der linken seite nicht mehr stillen konnte. Das kind trank blutige milch daraus. Ich fütterte dann 1/3 pre. Pumpte so gut es ging aus der linken brust, bis diese verheilt war und stillte mit der anderen brust weiter. Das ging eine zeit lang so. ich habe nach und nach die pre fläschen reduziert. Nach 7 wochen war ich beim vollstillen angelangt. Die brustwarze links war endlich verheilt, nur 2 narben blieben. jetzt konnte ich mein kind genießen. Vorher war mir das nicht möglich. Alles drehte sich nur ums stillen. Ich legte nach bedarf an. Schaute nicht mehr auf die uhr. Ich hatte mir eine waage angeschafft. Diese zeigte mir, dass ich genug milch hatte und mein kind stetig zunahm. Ich stille noch immer. Obwohl ich, als das sommerkind, 7 monate alt war, wieder angefangen hatte zu arbeiten. Ich pumpte über ein jahr bei der arbeit. Stillte die zweite schwangerschaft hindurch und jetzt seit 7 monaten tandem.
glg jackie
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nwsurgeon
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Re: Erzählt mal ... euer langer Weg zum Vollstillen

Beitrag von nwsurgeon »

Hi
jackie-brown hat geschrieben:mit dem kommentar, mit diesen brustwarzen (flachwarzen), kann man auch nicht stillen
:evil: :evil: :evil:
Hä?, meine Flach-/ Hohlwarzen hat mein erstes Kind ganz schnell in Form gebracht. Die Form ist doch eh egal, da ja der ganze Vorhof vom Kind gefasst wird. Solche "Kompetenz" läßt mich immer wieder fassungslos zurück.
jackie-brown hat geschrieben:Die selbige nachtschwester machte mit mir nachts um 2 uhr stillproben (wiegen vor und nach dem stillen).
:shock:
jackie-brown hat geschrieben:Ich pumpte über ein jahr bei der arbeit. Stillte die zweite schwangerschaft hindurch und jetzt seit 7 monaten tandem.
:konfetti toll, dass Du das alles (alleine und alleingelassen :cry: ) geschafft hast.
Alles Liebe
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
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