Allerdings komme ich auch immer seltener in Situationen, in denen ich das Stillen eines Kleinkindes rechtfertigen muss. Wir stillen ohnehin fast nur noch zu Hause, einfach deshalb, weil das Stillen mit zunehmendem Alter ja an Bedeutung verliert. Wir haben ein paar Rituale (z. B. nach dem Aufwachen, beim Zubettbringen, falls das nicht vom Papa übernommen wird, häufig nach dem Kindergarten...), aber Trost- oder Müdigkeitsstillen findet so gut wie gar nicht mehr statt, ganz zu schweigen von dem Stillen zu Ernährungszwecken.
Wenn Du Dich innerlich ein wenig stärken möchtest, dann lege ich Dir den von Teazer verlinkten Artikel ans Herz und das Buch "Wir stillen noch" (LaLecheLiga). Ich finde es gar nicht so wichtig, dass man immer und überall in der Lage ist, das Stillen eines Kleinkindes argumentativ möglichst brilliant zu rechtfertigen. Je überzeugter wir selbst davon sind, umso besser können wir ganz automatisch durch unser bloßes Vorbild dafür werben.

