Baby schreit beim stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Zuckerschnecke
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von Zuckerschnecke »

Ich habe auch etwa 3-4 Wochen genau wie du eine Brust angeboten und dann gewickelt zum Wecken und dann die andre Brust angeboten. So am 14-15 Tag hat meinen Tochter genau wie bei dir reagiert ich habe dann meine Hebamme angerufen die meinte das sie genug bekommt und ich mir keine Sorgen machen soll.Da sie gut zugenommen hatte habe ich mir auch nicht mehr so große Sorgen gemacht. Zudem sagte sie kann es sein das sie einen Wachstumsschub hat daher öffter kommt. Auch hat sie gemeint ich könnte es jetzt mit einem kjleinen Beruhigungsauger probieren denn wie Meli307 schon schrieb hatte sie noch einen hohen Saugreflex und da störte die Milch. Naja jedenfalls nach48 std. war es dann vorbei. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg.
Liebe Grüße von Alexandra mit Svea 06.05.2010
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Iris
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von Iris »

Jetzt - mit 17 Tagen bitte möglichst noch keinen Schnuller anbieten. Die Gefahr, dass das Saugen an der Brust dadurch gestört wird, ist in den ersten Wochen besonders hoch. Außerdem nimmt man damit dem Kind die Chance zu lernen, wie es selbst den Milchfluss steuern kann. Viele Kinder haben es schnell raus, wie sie ihr Saugbedürfnis befriedigen können, ohne dass zu viel Milch kommt.
Dass Dein Baby nur eine Brust trinken möchte, ist völlig ok. Die Empfehlung beide Brüste zu geben, ist tatsächlich v. a. für die ersten Tage gedacht, um den Milchfluss in Gang zu bringen. Viele Kinder und Mütter bleiben dann dabei, bei anderen ändert sich das.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
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klimaforscherin
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von klimaforscherin »

klimaforscherin hat geschrieben: Also ich gebe immer nur eine Seite pro Mahlzeit. Es hat mir auch nie jemand gesagt, dass ich es anders machen soll (im KH war eine Stillberaterin. Naja, hatte anfangs eher mit Stau zu kämpfen...) und es kommt mir auch entgegen, da ich von Natur aus etwas faul bin. :mrgreen: (Flasche wär ja richtig anstrengend, deswegen gabs auch kein extra Wasser in der heißen Zeit :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: )
"
Nicht, dass mich jemand missversteht: Nicht aus Faulheit gab es nichts extra zu trinken für mein Baby, sondern weil es unnötig ist, Muttermilch deckt auch den Durst in heiße Zeiten ab. Aber es kommt meiner "Faulheit" gut entgegen!
Und Wickeln ist wie Stillen: nach Bedarf... :mrgreen:
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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curlycarol
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von curlycarol »

Hallo Rapsblüte!

Macht denn deine Tochter regelmäßig ihr Bäuerchen? Meine Hebamme ist der Meinung die Kleinen müssen das erst lernen. Diese Erfahrung hab ich mit meiner kleinen Tochter (3 Monate) auch gemacht. Mein Sohn (inzwischen 3 Jahre) hat damals auch viel an der Brust geschriehen. Mir wurde damals auch von mehreren Seiten gesagt das Bäuerchen sei nicht so wichtig. Inzwischen weiß ich, es ist extrem wichtig, da meine Tochter nicht weitertrinken kann, wenn sie Luft geschluckt hat. Ich hab sie auch schon nach kurzer Zeit, wenn ich gemerkt habe, es gluckert leicht in ihr, sofort weggenommen. Oft 4-5 Mal pro Stillen. Dann musste ich versuchen ihr ein Bäuerchen zu entlocken, was nicht einfach war. Am Besten klappte es in der Sitzposition, wenn sie über meinem Arm hing und ich richtig fest auf ihren Rücken klopfte und drückte. Dann freute ich mich für sie immer halb tot, wenn sie eins machte. Langsam klappt es immer besser und sie bäuert jetzt schon beim Hochnehmen.

Isst du genug? Bei meinem ersten Kind hab ich das Essen vernachlässigt, da man ja erst mal rund um die Uhr mit dem Wurm beschäftigt ist. Aber nun weiß ich durch meine supertolle Hebamme, dass das richtige gehaltvolle Essen für eine gehaltvolle Milch extrem wichtig ist. Sie sagt man solle nach jedem Stillen zusätzlich zu den normalen Mahlzeiten mindestens eine Tasse Cremesuppe mit viel Sahne trinken. Lass sie dir von irgendjemanden vorkochen und friere sie portionsweise ein. Dann braucht man sie nur schnell in die Mikrowelle stecken und fertig. Als es so heiß war, hab ich Sahne-Jogurt-Obst-Shakes getrunken.
Ich merke jeden Tag, an dem ich zu wenig gegessen oder getrunken habe immer noch am Stillrhythmus. Sie kommt dann einfach häufiger.

Dass sie einschläft kann auch bedeuten, dass sie zu wenig Kraft zum Trinken hat. Meine Hebamme hat empfohlen, dass man mal schauen soll, wie viel sie eigentlich bekommt. Und zwar durch das inzwischen so verpönte Wiegen. Mir hat es nur Sicherheit gegeben. Man wiegt vor und nach der Mahlzeit 24 Std. lang, addiert dann alles was sie getrunken hat und teilt es durch fünf. Sie sollte ca. 60 gr pro Mahlzeit bei fünf Mahlzeiten pro 24 Std. bekommen. Also alles im Durchschnitt, egal wie oft sie trinkt.
Bekommt sie die 60 gr. nicht und du hast aber genug Milch, kannst du den Rest abpumpen und sie ihr mit der Flasche geben. Das ist leichter für sie und sie kann mehr ohne große Anstrengung trinken. Das hab ich ca. 2-3 Tage gemacht, dann war sie kräftig genug, dass sie selbst alles raussaugen konnte.

Und dann essen, essen, essen....

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Viel Erfolg,
Curlycarol
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Iris
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von Iris »

Liebe Rapsblüte, liebe curlycarol,
den letzten Beitrag kann ich leider nicht unkommentiert stehen lassen:
curlycarol hat geschrieben:Hallo Rapsblüte!

Macht denn deine Tochter regelmäßig ihr Bäuerchen? Meine Hebamme ist der Meinung die Kleinen müssen das erst lernen. Diese Erfahrung hab ich mit meiner kleinen Tochter (3 Monate) auch gemacht. Mein Sohn (inzwischen 3 Jahre) hat damals auch viel an der Brust geschriehen. Mir wurde damals auch von mehreren Seiten gesagt das Bäuerchen sei nicht so wichtig. Inzwischen weiß ich, es ist extrem wichtig, da meine Tochter nicht weitertrinken kann, wenn sie Luft geschluckt hat.
Das gilt für viele Babys, für viele andere aber eben nicht. Da hilft nur ausprobieren. Ich kenne auch die umgekehrte Variante, dass viele Frauen ihr Baby stundenlang rumgetragen haben, damit sie ENDLICH ihr Bäuerchen machen, obwohl da gar keins kommt. Trotzdem wäre es natürlich gerade bei einem an der Brust unruhigen Baby eine Spur.
Ergänzung: Manche Babys werden auch unruhig, wenn sie pullern müssen. Da die meisten Lebewesen eine gewisse Hemmung haben, das eigene Nest oder die Mama zu beschmutzen, müssen sie es oft auch erstmal lernen in die Windel zu machen. Hier kann es helfen, das Kind tatsächlich kurz von der Brust zu nehmen und in Abhalteposition zu bringen (so wie man auch ein Kleinkind unterwegs abhält).
Aber nun weiß ich durch meine supertolle Hebamme, dass das richtige gehaltvolle Essen für eine gehaltvolle Milch extrem wichtig ist. Sie sagt man solle nach jedem Stillen zusätzlich zu den normalen Mahlzeiten mindestens eine Tasse Cremesuppe mit viel Sahne trinken.
Der Gehalt der Muttermilch hat wenig bis nichts mit der Ernährung der Mutter zu tun. Nur bei extremer Unterernährung kann es sein, dass die Qualität der Milch leidet.
Den Tipp mit der Cremsuppe finde ich nicht besonders hilfreich. Der zusätzliche Energiebedarf einer vollstillenden Mutter beläuft sich auf ca. 600 kcal. Wer zu Untergewicht neigt, sollte tatsächlich auf energiedichte (aber gesunde!) Ernährung achten. Ansonsten kann man weiteressen wie bisher auch und stillt sich so die Schwangerschaftspfunde weg. Regeln wie die von Dir genannte können auch ganz schön unter Druck setzen - das finde ich persönlich nicht hilfreich.
Dass sie einschläft kann auch bedeuten, dass sie zu wenig Kraft zum Trinken hat. Meine Hebamme hat empfohlen, dass man mal schauen soll, wie viel sie eigentlich bekommt. Und zwar durch das inzwischen so verpönte Wiegen. Mir hat es nur Sicherheit gegeben. Man wiegt vor und nach der Mahlzeit 24 Std. lang, addiert dann alles was sie getrunken hat und teilt es durch fünf. Sie sollte ca. 60 gr pro Mahlzeit bei fünf Mahlzeiten pro 24 Std. bekommen. Also alles im Durchschnitt, egal wie oft sie trinkt.
Diese sog. Stillproben haben DIR Sicherheit gegeben, also waren sie für DICH gut. Objektiv betrachtet sind sie nicht empfehlenswert, da sie eine Genauigkeit vorgaukeln, die schlicht nicht besteht. Die geringen Mengen, die ein so junges Neugeborenes zu sich nimmt, sind schwer messbar. Außerdem kann es sein, dass ein Baby mal 60 g trinkt, beim nächsten Mal aber nur ein paar Schlucke gegen den Durst, um dann evt. später wieder 100 g zu trinken. Wenn die Stillprobe aber ausgerechnet nach so einem Durstnuckeln gemacht wurde, macht sich die Mutter unnötige Sorgen.
Bekommt sie die 60 gr. nicht und du hast aber genug Milch, kannst du den Rest abpumpen und sie ihr mit der Flasche geben. Das ist leichter für sie und sie kann mehr ohne große Anstrengung trinken. Das hab ich ca. 2-3 Tage gemacht, dann war sie kräftig genug, dass sie selbst alles raussaugen konnte
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Schläfrigkeit KANN ein Zeichen von Schwäche sein, muss aber nicht. Wenn das Kind tatsächlich schlecht zunimmt (also nicht 4-6 schwere Windeln pro Tag produziert, in den ersten Wochen mehrmals täglich Stuhlgang hat), dann ist Nachfüttern tatsächlich angesagt. Allerdings sollte dies nicht mit der Flasche geschehen, weil dies gerade bei saugschwachen Babys dazu führen kann, dass es erst recht nicht lernt, effizient an der Brust zu trinken. Hier ist nämlich eine ganz andere Saugtechnik gefragt. Zufüttern ist aber generell nur angesagt, wenn es Grund zu der Annahme gibt, dass ein Baby zu wenig zunimmt. Hiervon war aber bisher nicht die Rede!
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
curlycarol
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von curlycarol »

Liebe Iris!
Natürlich sind das alles Dinge, die MIR geholfen haben. Jeder muss für sich das Beste herausfinden. Doch diese Tipps kommen von meiner Hebamme, mit 40 Jahren Berufserfahrung und eigenem Geburtshaus. Sie hält sich nicht an Moden und Konventionen, sondern empfiehlt nur, was sich in ihrer Berufspraxis bewährt hat und mir hat es sehr geholfen.
Dass eine Stillprobe nicht ausreichend ist, hab ich ja geschrieben. Deshalb sollte man ja den Durchschnitt nehmen!
Viele liebe Grüße
Curlycarol
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Altraia
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von Altraia »

Es gibt leider auch - ansonsten sehr gute und erfahrene - Hebammen, die von Stillberatung kaum Ahnung haben.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
juliaundfelix
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von juliaundfelix »

Meine beiden Kinder haben in den ersten Wochen an der Brust geschrien und das hat mich beide Male total verunsichert. Heute denke ich, dass sie damals eben ein sehr starkes Saugbedürfnis hatten, es aber mit der Regelung des Milchflusses noch nicht hingekriegt haben. Da ich beim zweiten dann auch Tandem gestillt habe, war mein Milchfluss ziemlich stark und das hat den Kleinen wahrscheinlich total überfordert. War eine blöde Zeit, aber hat sich alles geregelt. Nach ein paar Wochen konnte er es wohl und dann war das Thema durch. Alles eine Frage der Zeit...
honigbienchen
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von honigbienchen »

curlycarol hat geschrieben: Natürlich sind das alles Dinge, die MIR geholfen haben. Jeder muss für sich das Beste herausfinden. Doch diese Tipps kommen von meiner Hebamme, mit 40 Jahren Berufserfahrung und eigenem Geburtshaus.
Hallo, die Tipps, die deine Hebamme dir gegeben hat, haben DIR geholfen und waren für DICH gut.
Grade wenn du sagst, dass deine Hebamme so viele Jahre Berufserfahrung hat, meinst du nicht, sie geht da auf jede Frau auch einzeln und persönlich ein und berät so, wie sie der Frau eben helfen kann?? D.h. doch sicher nicht, dass sie allen Frauen das Gleiche sagt und was für euch, in eurer Situation stimmig war, passt für eine andere Frau in IHRER Situation vielleicht nicht unbedingt.
Ich meine das jetzt gar nicht böse, sondern als Denkansatz. Wenn eine Hebamme/Stillberaterin berät, gibt sie ja nicht einfach einen ausgearbeiteten Plan weiter, sondern sieht die Frau, die vor ihr sitzt mit ihrem Säugling, sieht die Situation und gibt Hilfe, wie sie meint, dass es der Frau helfen könnte!
Annette

Die Tugend des Alltags ist die Hoffnung, in der man das Mögliche tut und das Unmögliche Gott zutraut.
Karl Rahner
s-b1
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Re: Baby schreit beim stillen

Beitrag von s-b1 »

Hallo zusammen,

bei uns ist eine ähnliche Situation:
unsere Tochter ist 3,5 Wochen alt. Anfangs hatte Sie Stillabstände von 2-4h (tagsüber und nachts). Leider haben sich die Abstände seit etwas mehr als 1 Woche deutlich verkürzt und aktuell wie unsere kleine im 1-1,5h Rhythmus gestillt werden.

Tagsüber kein Problem - aber mehrere Tage nachts in so kurzen Abständen zu stillen, schlaucht schon sehr. Wenn dies nur eine Wachstumsphase ist und sich wieder gibt, wäre es auch kein Problem, aber da dies nun schon > 1 Woche anhält, befürchte ich, daß sich das nicht wieder einfach so auf längere Zyklen reguliert.

Ich bin jetzt ganz hin und her gerissen, da ich einerseits lese, daß man die Kleinen immer bei Bedarf anlegen sollte - anderseits höre ich von meiner Hebi, daß ich den Rhythmus aus min. 2h strecken sollte. Strecken klappt bei uns eigentlich nur problemlos wenn sie im Tragetuch sitzt.
Habe nun beobachtet, daß wenn sie tagsüber in sehr kürzen Abständen kam, daß dann auch die Nachtabstände sehr kurz waren - wenn sie tagsüber eher so 2-2,5h Rhythmus hatte (=viel Tragen), dann waren auch die Nachtabstände länger.

Kennt Ihr dieses Phänomen?? Und was ratet Ihr mir?

Gruß,
s-b1
Liebe Grüße,
s-b1 mit Engelchen (08/2010) im Arm
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