Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
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gingerale
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Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
Hallo, ihr lieben Stillexpertinnen,
ich brauche mal eure Hilfe.
Mein kleiner Sohnemann (5 Monate) möchte seit zwei Wochen vor allem nachts ständig (alle 2-3 h) trinken, nachdem er wochenlang nur einmal oder sogar überhaupt nicht mehr nachts getrunken hat. Dazu kommt, dass er immer sehr schnell mit dem Stillen fertig ist, dann aber schreit. Und - aua, er hat schon unten zwei Zähnchen - er beißt mir am Ende des Stillens in die Brust.
Allgemein ist er im Moment sehr anhänglich und quengelig (nur im Tragetuch ruhig), obwohl er ein eher ausgeglichenes Baby ist und ich denke, dass sich auch wieder neue Zähnchen auf den Weg machen, denn er kaut auf allem herum.
Denkt ihr, ich könnte zu wenig Milch haben? Er ist ein ziemlich riesiges Kerlchen mit stolzen 9 kg (Geburtsgewicht 3,3 kg). Vielleicht braucht er jetzt einfach mehr als ich habe? Ich würde eigentlich gerne noch ein paar Wochen voll stillen, aber wenn er mit Brei ausgeglichener wäre, würde mir das echt weiterhelfen, zumal der große Bruder mit seinen 21 Monaten auch Aufmerksamkeit braucht.
Was mache ich jetzt am besten? Augen zu und durch? Oder gibt es Tipps?
1000 Dank für eure Antworten!
Eure übermüdete
gingerale
ich brauche mal eure Hilfe.
Mein kleiner Sohnemann (5 Monate) möchte seit zwei Wochen vor allem nachts ständig (alle 2-3 h) trinken, nachdem er wochenlang nur einmal oder sogar überhaupt nicht mehr nachts getrunken hat. Dazu kommt, dass er immer sehr schnell mit dem Stillen fertig ist, dann aber schreit. Und - aua, er hat schon unten zwei Zähnchen - er beißt mir am Ende des Stillens in die Brust.
Allgemein ist er im Moment sehr anhänglich und quengelig (nur im Tragetuch ruhig), obwohl er ein eher ausgeglichenes Baby ist und ich denke, dass sich auch wieder neue Zähnchen auf den Weg machen, denn er kaut auf allem herum.
Denkt ihr, ich könnte zu wenig Milch haben? Er ist ein ziemlich riesiges Kerlchen mit stolzen 9 kg (Geburtsgewicht 3,3 kg). Vielleicht braucht er jetzt einfach mehr als ich habe? Ich würde eigentlich gerne noch ein paar Wochen voll stillen, aber wenn er mit Brei ausgeglichener wäre, würde mir das echt weiterhelfen, zumal der große Bruder mit seinen 21 Monaten auch Aufmerksamkeit braucht.
Was mache ich jetzt am besten? Augen zu und durch? Oder gibt es Tipps?
1000 Dank für eure Antworten!
Eure übermüdete
gingerale
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Miracleine
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Re: Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
Benjamin hatte das mit ziemlich genau fünf Monaten auch.
Bis zum sechsten Monat habe ich es so durchgehalten und vor dem Schlafen gehen noch ein Fläschchen Mumi zusätzlich gegeben. Ich wollte auch unbedingt sechs Monate vollstillen. Bei ihm half es ab dem sechsten Monat ihm abends reinen Dinkelbrei (nur Dinkel + Wasser) anzubieten. Im Nachhinein würde ich sagen, dass er eigentlich noch nicht wirklich beikostreif war, aber den Dinkelbrei hat er absolut freiwillig und mit sperrangelweit offenem Schnabel gefuttert. Alle andere Beikost hat er noch für drei Monate komplett verweigert.
Außerdem ist Benjamin mit fünf Monaten ins Familienbett gezogen. Das hat die Nächte dann zusätzlich deutlich entspannt.
Benjamin hat anfangs auch gebissen, wenn er beim Stillen fast eingeschlafen ist oder nichts mehr kam. Ich habe daher sehr darauf geachtet, ob er fast schläft und ob er noch schluckt. Dann habe ich ggf. rechtzeitig abgedockt, bevor er reflexartig beißt. Damit konnte ich das Beißen verhindern. Wenn er absichtlich gebissen hat um zu testen, habe ich Aua gesagt. Beim zweiten (absichtlichen) Mal in Folge habe ich die Mahlzeit beendet und etwas später wieder gestillt. Benjamin hat es innerhalb von drei Tagen gelernt, dass ich das nicht mag.
Viel Erfolg! Mein Vielfraß hat das auch geschafft!
Bis zum sechsten Monat habe ich es so durchgehalten und vor dem Schlafen gehen noch ein Fläschchen Mumi zusätzlich gegeben. Ich wollte auch unbedingt sechs Monate vollstillen. Bei ihm half es ab dem sechsten Monat ihm abends reinen Dinkelbrei (nur Dinkel + Wasser) anzubieten. Im Nachhinein würde ich sagen, dass er eigentlich noch nicht wirklich beikostreif war, aber den Dinkelbrei hat er absolut freiwillig und mit sperrangelweit offenem Schnabel gefuttert. Alle andere Beikost hat er noch für drei Monate komplett verweigert.
Außerdem ist Benjamin mit fünf Monaten ins Familienbett gezogen. Das hat die Nächte dann zusätzlich deutlich entspannt.
Benjamin hat anfangs auch gebissen, wenn er beim Stillen fast eingeschlafen ist oder nichts mehr kam. Ich habe daher sehr darauf geachtet, ob er fast schläft und ob er noch schluckt. Dann habe ich ggf. rechtzeitig abgedockt, bevor er reflexartig beißt. Damit konnte ich das Beißen verhindern. Wenn er absichtlich gebissen hat um zu testen, habe ich Aua gesagt. Beim zweiten (absichtlichen) Mal in Folge habe ich die Mahlzeit beendet und etwas später wieder gestillt. Benjamin hat es innerhalb von drei Tagen gelernt, dass ich das nicht mag.
Viel Erfolg! Mein Vielfraß hat das auch geschafft!
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
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Lösche Benutzer 2872
Re: Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nach fünf Monaten auf einmal bleibend zu wenig Milch hast. Die Milchmenge verändert sich doch je nach Bedarf. Wenn dein Kind einen Wachstumsschub hat und mehr braucht möchte es häufiger stillen und durch das häufigere Anlegen wird mehr Milch gebildet. Zahnen und Entwicklungsschübe sorgen auch häufiger für eine häufigere Stillnachfrage. Das Stillen ist halt nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch Trost und Beruhigung. Beim Zahnen haben wir manch eine Nacht quasi durchgestillt. Es legt sich alles wieder. Wobei bei uns alle 2-3 Stunden normal war und es in den anstrengenderen Phasen bedeutend häufiger bis ununterbrochen wurde.
Während des Zahnens hat meine Maus auch immer gerne mal zu gebissen. Legte sich bei uns von alleine wieder.
Während des Zahnens hat meine Maus auch immer gerne mal zu gebissen. Legte sich bei uns von alleine wieder.
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Miracleine
- Prof. Dr. SuT
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Re: Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
Das ist sicher grundsätzlich richtig, aber es gibt leider auch Kinder wie Benjamin, die nur schlafen können, wenn Sie pappsatt sind. Derzeit trinkt er z.B. abends mindestens 200ml nach seinem reichlichen Abendbrot. Da ich tagsüber quasi nicht mehr stille, erreiche ich abends diese Menge nicht, egal wie viele Tage in Folge er abends lange und ausdauernd saugt. Und das Problem hatten wir leider auch beim Vollstillen schon. Ihm reichte einfach abends die Milchmenge nicht. Als es mit fünf Monaten nach einer Woche immer noch nicht besser wurde, habe ich halt abends Mumi zugefüttert, damit er "übervoll" ist und schlafen kann.Heggs hat geschrieben:Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nach fünf Monaten auf einmal bleibend zu wenig Milch hast. Die Milchmenge verändert sich doch je nach Bedarf. Wenn dein Kind einen Wachstumsschub hat und mehr braucht möchte es häufiger stillen und durch das häufigere Anlegen wird mehr Milch gebildet.
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
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gingerale
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- Registriert: 20.08.2009, 18:49
Re: Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
Danke schonmal für eure Antworten.
Na, dann werde ich wohl abwarten, weiterstillen und hoffen, dass es wie so oft eine Phase ist.. Ich schieb das ganze jetzt einfach mal auf die Zähne und hoffe, mit meiner Milchmenge ist alles in Ordnung.
Das Aua-Sagen beim Beißen kommt übrigens ganz von selber
. Und abgedockt hab ich ihn auch schon. Geholfen hat's nix.
Familienbett machen wir schon, zumindest ab dem ersten Stillen nachts - das ist also auch keine Lösung.
Noch eine Frage, falls das noch jemand liest: Ist es OK, wenn er nur so 3 Minuten pro Seite trinkt? Wie schon geschrieben, kommt es mir so vor, als hätte er nach dem Stillen immer noch Hunger, da er dann schreit. Er möchte die Brust aber nicht mehr haben.
Na, dann werde ich wohl abwarten, weiterstillen und hoffen, dass es wie so oft eine Phase ist.. Ich schieb das ganze jetzt einfach mal auf die Zähne und hoffe, mit meiner Milchmenge ist alles in Ordnung.
Das Aua-Sagen beim Beißen kommt übrigens ganz von selber
Familienbett machen wir schon, zumindest ab dem ersten Stillen nachts - das ist also auch keine Lösung.
Noch eine Frage, falls das noch jemand liest: Ist es OK, wenn er nur so 3 Minuten pro Seite trinkt? Wie schon geschrieben, kommt es mir so vor, als hätte er nach dem Stillen immer noch Hunger, da er dann schreit. Er möchte die Brust aber nicht mehr haben.
- nwsurgeon
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 772
- Registriert: 24.09.2008, 09:05
- Wohnort: NRW
Re: Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
Hallo,
Ein Stillabstand von 2-3h ist auch nicht besorgniserregend, vor allem bei Wachstumsschüben, Entwicklungssprüngen, Zahnen, nach stressigen Tagen oder anderen Unannehmlichkeiten oder als normaler Abstand.
Meine Große hat damals auch dazu geneigt, die Brust beim Einschlafen zu brauchen, und dann beim Übergang zum Schlafen zuzubeißen. das war sehr schwierig, da sie, wenn ich sie dann abgedockt habe, sofort wieder wach war und anfing zu schreien. Das war vor allem im 2. Lebensjahr bei ihr sehr extrem.
Und dann gibt es ja noch die Themen Cluster-Feeding (schau mal hier im Forum) und abendlicher Stressabbau, die hier im Forum oft und gerne diskutiert werden.
Alles Liebe
es gibt halt Schnelltrinker und Genießertypen. Wenn er die Brust nicht möchte ist er auch satt. Meine kleine hat mir den Start der Beikost eindeutig angezeigt, indem sie mir mein Brötchen aus der Hand gerissen und nicht mehr hergegeben hat.gingerale hat geschrieben:Noch eine Frage, falls das noch jemand liest: Ist es OK, wenn er nur so 3 Minuten pro Seite trinkt? Wie schon geschrieben, kommt es mir so vor, als hätte er nach dem Stillen immer noch Hunger, da er dann schreit. Er möchte die Brust aber nicht mehr haben.
Ein Stillabstand von 2-3h ist auch nicht besorgniserregend, vor allem bei Wachstumsschüben, Entwicklungssprüngen, Zahnen, nach stressigen Tagen oder anderen Unannehmlichkeiten oder als normaler Abstand.
Meine Große hat damals auch dazu geneigt, die Brust beim Einschlafen zu brauchen, und dann beim Übergang zum Schlafen zuzubeißen. das war sehr schwierig, da sie, wenn ich sie dann abgedockt habe, sofort wieder wach war und anfing zu schreien. Das war vor allem im 2. Lebensjahr bei ihr sehr extrem.
Und dann gibt es ja noch die Themen Cluster-Feeding (schau mal hier im Forum) und abendlicher Stressabbau, die hier im Forum oft und gerne diskutiert werden.
Alles Liebe
nwsurgeon mit zwei großen Mädels (10/2006 und 09/2009), Hündin *2019 und Stute *2017
Nur noch selten hier unterwegs.
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- BEcKa
- Profi-SuTler
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- Registriert: 04.10.2005, 10:21
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Re: Zähne oder zu wenig Milch oder Schub oder...?
Manchmal weinen sie auch weil ständig die doooooofe Milch kommt wo sie doch NUCKELN wollen!
Beim abdocken hilft ein kleiner Finger im Mundwinkel gegen das Beissen.
Unsere Tochter hat durchgeschlafen,....bis sie 5 Monate alt wurde.....kommt meiner Ansicht nach vom zahnen, ist nur eine Phase!
Beim abdocken hilft ein kleiner Finger im Mundwinkel gegen das Beissen.
Unsere Tochter hat durchgeschlafen,....bis sie 5 Monate alt wurde.....kommt meiner Ansicht nach vom zahnen, ist nur eine Phase!


- Dich trag ich bei mir, bis der Vorhang fällt...