blueberry hat geschrieben:
Zur Windel - naja, nur "nass" vom ein, zwei Pipi wechsele ich die nachts auch nicht - dazu verwende ich ja nachts keine Stoffies sondern Wegwerfwindeln, damit er trocken liegt

Was ich aber meinte: falls Du auch Wegwerfwindeln verwendest: könnte es sein, dass die dann manchmal schon ganz/ziemilch vollgesogen sind? Die werden dann ja erstaunlich dick und schwer - und meinem Söhnchen scheint es dann nicht mehr möglich zu sein, da reinzupullern (wahrscheinlich drückt es ihm sein kleines Kerlchen ganz platt

).
Sein großes Geschäft macht meiner generell nicht gern in die Windel. Wenn er in den sehr frühen Morgenstunden anfängt, sich hin und herzuwälzen, ist meist das das Problem (brauchte allerdings auch viele Wochen um das zu verstehen

). Dann packen wir ihn aus, er kann kackern (dauert manchmal ein paar Minuten, bis er soweit ist), und dann schläft er wieder weiter...
Zum immer wieder loslassen: liegt Dein Kleiner denn so, dass er die Brustwarze aktiv in Position halten muss? oder kann kann er ganz bequem so liegen, dass sie ihm auch beim Loslassen immernoch in Mundhöhe vor der Nase liegt? Ich konnte von Anfang an im Liegen stillen, habe aber nach wie vor so ähnliche Probleme wie Du, wenn ich im Sitzen stille - da bekomme ich meinen Kleinen einfach nicht so gehalten, dass es für ihn dauerhaft bequem ist und muss ihn immer wieder andocken lassen und ihm die BW "reichen"

Vielleicht lässt sich also noch irgendwas an der Stillposition verbessern, so dass Dein Baby wirklich bequem auf der ganzen Länge abgestützt liegt und sich nicht zu sehr selbst anstrengen muss?
Das mit dem Loslassen und Schreien nach einigen Minuten an der Brust: kann es sein, dass Du einen starken Milchspendereflex hast? Es ist ja so, dass die Kinder immer erstmal eine Weile an der Brust nuckeln, um den Milchspendereflex auszulösen - in der Zeit fließt dann schonmal etwas gespeicherte Milch, danach dann immer mehr die, die während der Mahlzeit gebildet wird.
Der Milchspendereflex (bei dem kleine Muskelzellen in der Brust die Milch aktiv nach vorn befördern) kann auch mehrmals während einer Mahlzeit ausgelöst werden. Und wenn der kräftig ist, spritzt dem Baby die Milch wirklich mit Druck in den Mund!

Nicht jedes Kind kommt damit klar, ohne sich zu verschlucken oder vor Schreck loszulassen (meiner verschluckt sich da oft - da ich den Milchspendereflex als kribbeln und ziepen spüren kann, weiß ich, dass es daran liegt).
Man kann versuchen, vor der Mahlzeit schonmal manuell den Milchspendereflex auszulösen, indem man die Brust massiert und etwas Milch per Hand entleert. Dann "spritzt" es nicht mehr so, wenn das Baby dann trinkt. Manchmal ist es auch nur der Winkel, in dem es dem Baby in den Gaumen/Rachen spritzt, der unanengenehm ist - da kann ein kleiner Positionswechsel evtl. helfen.
Mein Baby kommt unabhängig davon besser zurecht, wenn er tendenziell mit dem Gesicht schräg nach unten liegt - jedenfalls nicht schräg nach oben (ist verständlcih, wie ich das meine? Ein Baby kann in Seitlage ja tendenziell Richtung Bauchlage rutschen oder tendenziell Richtung Rückenlage - ersteres bekommt meinem Baby besser), damit er überflüssige Milch schnell mal aus dem Mundwinkel laufen lassen kann.
Wow, danke, dass Du Dir so viele Gedanken um unser Problem machst!
Ich will mal versuchen, einzeln darauf einzugehen: Deine Volle-Windel-Idee finde ich bewundernswert - auf sowas würde ich nie kommen, da fehlt mir irgendwie das EInfühlungsvermögen. Ich werde das mal beobachten.
Zum "Immer-wieder-Loslassen": Wir sind ja Anfänger, was das Stillen im Liegen angeht, weil er zuvor tatsächlich immer irgendwie abgerutscht ist. Ich mache eigentlich nichts anders als damals bei meiner Tochter, aber da hat es von Anfang an prima geklappt

Jetzt hatte ich aber den Eindruck, dass das nicht mehr das Problem ist, die BW also auch, wenn er mal loslässt, immer noch vor seinem Mund ist. "Reichen" muss ich sie ihm allerdings trotzdem immer, auch im Sitzen. Ist das mit 5 Monaten nicht noch normal? Vielleicht hängt es auch damit zsuammen, dass ich relativ falche BW habe und die immer ein bisschen "vorformen" muss.
Das Schreien an der Brust ist ja bei mir und meinen Kindern (!) ein Dauerbrenner, über den ich schon viel geschrieben und gelesen habe. Bei meiner Tochter fand sich damals keine Ursache, mit 6 Monaten war es dann vorbei. Und ich habe ein wenig Probleme mit dieser Ursachenforschung, weil ich mich damit nur zermürbe und doch nicht mehr wirklich damit rechne, dass es eine Lösung gibt. Das nur mal so als Vor-Information. Trotzdem denke ich natürlich unwillkürlich immer wieder darüber nach - ich bin da wirklich zwiegespalten...
Zu starker MSR? Der ist zwar nicht von schlechten Eltern, aber damit kommt Söhnchen trotzdem klar, habe ich den Eindruck. Er schreit auch nicht am Anfang des Stillens, sondern wird gegen Ende immer unruhiger und hört meistens schreiend auf (d.h. ich höre dann irgendwann auf, ein klares Ende
von ihm aus gibt es leider nicht), und da ist der Reflex ja nicht mehr so stark. Luft im Bauch wäre ein einleuchtende Erklärung, aber er schreit wie wild, wenn ich von der Brust weg auf die Schulter nehme, das ist echt hart

. Wenn er dann trotzdem noch ein Bäuer"chen" macht (ein Landsknecht ist nix dagegen!), ist er aber danach trotzdem nicht zufrieden und schreit weiter. Nehme ich ihn dann wieder an die Brust, geht das Spiel weiter: kurz saugen, schreien, wegdrehen, wieder ran, saugen, schreien etc. etc. Also, ich werde nicht schlau daraus.
Bei meiner Tochter war das damals ähnlich, aber eben nur tagsüber. Nachts im Halbschlaf trank sie friedlich. Deswegen bin ich wohl so enttäuscht, dass bei Söhnchen nicht mal das funktioniert...
Ich werde trotzdem im Liegen mal ausprobieren, ob Söhnchen mit dem Gesicht etwas weiter nach unten gedreht liegen möchte. Allerdings weiß ich nicht, ob
ich das anatomisch hinkriege mit 'ner 75E...
Naja, wir basteln weiter, es bleibt uns ja nichts anderes übrig.
Danke nochmal fürs Mitdenken!
LG
lysa