Neugeborenem Wasser zufüttern wegen Hitze und Gelbsucht

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Lisl
Herzlich Willkommen
Beiträge: 9
Registriert: 08.05.2010, 11:09
Wohnort: DD

Re: Neugeborenem Wasser zufüttern wegen Hitze und Gelbsucht

Beitrag von Lisl »

Ich/Wir hatten so ein ähnliches Problem, ein Tag nachdem wir wieder zu Hause waren, wurde unser Sohn plötzlich total gelb, also sind wir wieder in die Notaufnahme in die Kinderklinik gefahren, und da wurde dann Bluttest und alles gemacht, mussten Gott sei Dank nicht dort bleiben, und den ganzen Bestrahlungs-mist mitmachen.
Waren die darauffolgenden Wochen sehr oft beim Kinderarzt immer zum Wiegen, und Bluttest, und mir wurde auch erzählt dass Tee/Wasser evtl. helfen könnte, in dem es die Leber durchspült.
Bis ich dann irgendwann mal zur Stillgruppe war,(nachdem die Gelbsucht vorbei war) und gesagt wurde, dass es nichts bringt. Ich hab mir in der Zeit versucht so viel wie möglich über dieses Thema anzulesen. Zu mal bei ihm die Blutwerte der roten Blutkörperchen auch noch ziemlich schlecht waren, er durfte kein Fieber bekommen (und es war gerade Schweinegrippe-Welle), ich kam mir teilweise echt etwas alleingelassen vor, von den sog. Fachkräften.

Bilirubin ist ein Abbauprodukt von Hämoglobin, also dem roten Blutfarbstoff, der hat einen Lebenszyklus von ca. 120 Tagen. Das heißt, dass nach der Geburt die Babys ihr "eigenes" Blut produzieren müssen, und die kleine Leber halt nicht alles "auf einmal" (produzieren und abbauen) kann.
Er hatte die Neugeborenen Gelbsucht 3,5 Monate, und ich hab ihm zum Ende hin Globuli gegeben, (ganz wenige & niedrig potente) und instinktiv gestillt, gestillt und gestillt :) (auch wenn mir erzählt wurde, ich sollte stillpausen von mind. 2 Std. einhalten...ohje)

Ich wünschte ich hätte bei vielen Sachen einfach schon früher das Wissen von jetzt gehabt, aber so ist es nun mal :)
liebe Grüße

Bild

Bild
Benutzeravatar
Totoro
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1322
Registriert: 03.04.2010, 12:49

Re: Neugeborenem Wasser zufüttern wegen Hitze und Gelbsucht

Beitrag von Totoro »

Naja wie gesagt, in meinem Fall war das Wasser gedacht um Dehydration vorzubeugen wegen fehlendem Milcheinschuß und Temperaturen über 30°C und einem sehr schlappen Kind ...

Wir sind noch immer nicht ganz über den Berg. Durch die Gelbsucht wurde er schlapp und müde, hat dadurch schlecht gestillt und unter die 10% abgenommen, letztlich mußten wir zufüttern und päppeln ihn nun mit Pre-Milch per Löffel. Seit er wieder fit genug dafür ist stillen wir vorher wieder und die Muttermilch wird allmählich mehr. Er muß aber immer noch zu jeder Mahlzeit geweckt werden und kommt nicht auf seinen Soll was die Menge pro Mahlzeit angeht. Es reicht aber grad, daß er ca 30g am Tag zunimmt, so daß er hoffentlich bald sein Geburtsgewicht wieder hat.
Leider stillt er falsch, nimmt die Brustwarze nicht voll in den Mund und nuckelt mehr als daß er schluckt und schläft oft dabei ein, mag bestimmte Stillpositionen gar nicht, etc. Morgen sind wir beim Osteopathen weil er sich immer total überstreckt, und ich hoffe wenn das "wegbehandelt" ist, wird das mit dem Stillen und der Müdigkeit auch wieder besser. Und dann auch mit dem Gewicht etc. Zufüttern und abpumpen nervt nämlich. Kann nämlich wohl alles darin seine Ursache haben. Ansonsten werde ich die empfohlene Stillberatung kontaktieren. Noch gebe ich nicht auf, auch wenn es manchmal echt frustrierend ist.
Unsere krasse Herde
Bild
Bild
freddina
gut eingelebt
Beiträge: 25
Registriert: 16.07.2010, 09:16
Wohnort: Berlin

Re: Neugeborenem Wasser zufüttern wegen Hitze und Gelbsucht

Beitrag von freddina »

Hallo

Ich drücke Euch sehr die Daumen, dass Ihr bald über den Berg seid.

Bei meiner Maus war das am Anfang ganz ähnlich, sie war sowieso schon sehr klein, hat stark abgenommen, hatte sehr hohe Bili-Werte und war dadurch total platt und zu schwach zum Trinken. Wir mussten dann auch insgesamt noch 3x 24h Bestrahlungstherapie machen und dementsprechend genau nach der Uhr stillen, was das ganze nicht gerade leichter gemacht hat - sowohl für sie als auch für die nervlich völlig fertige Mami.

Jedenfalls haben wir es letztendlich geschafft mit zusätzlichem Abpumpen nach jedem Stillen und Milch über den Finger füttern und Stillhütchen, damit sie es ein bisschen leichter hat, geschafft. Meine Brust hat sich zwar völlig hinüber angefühlt und es hat auch noch eine ganze Weile gedauert, bis wir zu einem halbwegs entspannten Stillrhythmus gekommen sind und ich nicht vor jedem Ansaugen Angst hatte, aber nun stillen wir ohne jegliche Hilfsmittel, ohne Uhr und sind zufrieden. Maus hat sich von unter der 10. auf die 75. Perzentile hochgefuttert. Physiotherapie gegen das Überstrecken hatte wir auch - ich weiß nicht, ob es auch zum stillen beigetragen hat, aber es hat ihr insgesamt sehr gut getan, sie war danach immer viel ausgeglichener.

Darum Kopf hoch - ich bin mir sicher, dass ihr das schafft und zufüttern, abpumpen, wecken usw. bald nicht mehr nötig sind!
unser Schatz ist unser Aprilbaby 2010
Antworten

Zurück zu „Stillforum“