Gegen 6 wird es schlagartig ruhiger auf dem Spielplatz und alle Kinder (die ins Bett gehen, wenn sie müde sind) können nochmal richtig rumtoben. Sie können sogar in Ruhe ihr Brot auf der Schaukel zuende essen, ohne dass sich hinter ihnen eine Schlange bildet.
Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Moderator: Giraeffchen
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Einen Vorteil hat es ja schon, dass Kinder zu einer bestimmten Uhrzeit ins Bett 'müssen'.
Gegen 6 wird es schlagartig ruhiger auf dem Spielplatz und alle Kinder (die ins Bett gehen, wenn sie müde sind) können nochmal richtig rumtoben. Sie können sogar in Ruhe ihr Brot auf der Schaukel zuende essen, ohne dass sich hinter ihnen eine Schlange bildet.

Gegen 6 wird es schlagartig ruhiger auf dem Spielplatz und alle Kinder (die ins Bett gehen, wenn sie müde sind) können nochmal richtig rumtoben. Sie können sogar in Ruhe ihr Brot auf der Schaukel zuende essen, ohne dass sich hinter ihnen eine Schlange bildet.
Beatrice (2/72) mit dem kleinen frechen Jaydon (12/06).
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Lösche Benutzer 2872
Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Das passiert hier eher selten. Im Normalfall schläft sie am besten beim Tragen draussen ein oder wenn wir beide mit ihm Bett liegen. Mittlerweile muss auch das Licht dazu aus sein.Sandküste hat geschrieben:aus diesem Grund schläft unser Kleiner oft auf dem Sofa ein - damit wir noch ein bißchen reden können (das stört ihn dann nicht).....Heggs hat geschrieben:Dankeschön. Der Link kommt gerade richtig. Ich habe ihn auch meinem Mann geschickt zum Überdenken. Wir versuchen gerade krampfhaft die kleine Motte etwas früher ins Bett zu bekommen damit wir noch ein - zwei Stunden Zeit für uns haben. Ich würde vor der Geburt des Babys so gerne noch ein bisschen abends in Ruhe basteln. Gestern wurde es dann mal wieder zwölf.
Unsere Tochter liebt es übrigens auch direkt vor dem Schlafen rumzutoben. Ich wundere mich, dass sie noch nicht aus dem Bett gepurzelt ist.
Ich bekomme oft neidvolle Blicke wenn ich sage, dass meine Tochter morgens bis acht oder neun Uhr schläft wenn wir sie nicht wecken weil wir früher weg müssen. Die verflüchtigen sich dann aber ganz schnell, wenn ich erwähne, dass sie selten vor neun oder zehn Uhr einschläft. Dabei verschweige ich dann, dass es oftmals auch eher elf oder zwölf wird. Man muss die Leute ja nicht zu sehr schocken
Wenn sie wirklich mal vor acht abends einschläft kann ich davon ausgehen, dass sie noch einmal für mehrere Stunden wach wird. Wenn sie nicht gerade krank ist oder wird ist da sehr zuverlässig Verlass drauf.
Wir sind lange Zeit damit gut gefahren sie einfach schlafen zu lassen wann sie möchte. Solange sie sich in den Schlaf gestillt hat klappte das sehr gut. Wenn sie nicht einschlief gut, dann kam sie halt eine halbe Stunde, Stunde später wieder an und schlief dann vielleicht. Als das Einschlafstillen für sie nicht mehr passte und der Papa raus zum Tragen musste wurde es dann anstrengender.
Mittlerweile schläft sie ohne Tragen ein wenn wir uns mit ihr hinlegen. Nun hab ich aber meine neugewonnene "Freiheit" halten wollen bevor das Baby kommt...
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Lösche Benutzer 1828
Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Einschlaftragen haben wir beim ersten Kind auch noch gemacht - dann nie wieder - wer nicht im Familienbett, auf dem Sofa oder sonstwie beim Stillen oder kuscheln einschlief, der blieb halt wach - ich fand das beim Großen gegen Ende derart zermürbend, das wollte ich nicht noch mal haben......die Mittlere habe ich eine Zeitlang mittags im Sling einschlafen lassen - das ging aber auch ratzfatz,sie ist halt nie beim Stillen eingeschlafen
am einfachsten ist echt der Kleine - der schläft überall.....nur Stillen muss halt sein
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Tja - der Schlafrhythmus meiner Kinder passt halt leider nicht in den normalen Alltag.....auch wenn ich sie früh aufwecke, wei eben Schule und Kiga dran sind gehen sie abends trotdem nur seeeehr schwer zur halbegs akzeptablen Zeit ins Bett....
In den Ferien sind sie dann bis um 23 Uhr oder so wach und schlafen morgens bis 10......damit wäre ich auch einverstanden, wenn eben nicht das andere Leben drumrum wäre
.
Bei den Großen kann man das eh nciht mehr steuern......die gehen ins Bett, wann sie wollen und müssen dann halt die Konsequenzen tragen, wenn sie früh kaum raus kommen und ihren Tag fast nicht über die Runden bringen....
Bei usneren 11-jähringe würde sihc das Thema vermutlich schnell entzerren, wenn er mal ne Weile bei uns schlafen dürfte - aber da ist mein mann volle Kanne dagegen .....
. Und so haben wir jeden Abend Zoff und Diskussionen 
In den Ferien sind sie dann bis um 23 Uhr oder so wach und schlafen morgens bis 10......damit wäre ich auch einverstanden, wenn eben nicht das andere Leben drumrum wäre
Bei den Großen kann man das eh nciht mehr steuern......die gehen ins Bett, wann sie wollen und müssen dann halt die Konsequenzen tragen, wenn sie früh kaum raus kommen und ihren Tag fast nicht über die Runden bringen....
Bei usneren 11-jähringe würde sihc das Thema vermutlich schnell entzerren, wenn er mal ne Weile bei uns schlafen dürfte - aber da ist mein mann volle Kanne dagegen .....
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
ich liebe naomie aldort auch und finde, sie hat sehr tolle ansätze. aber so ganz läßt sich das nicht immer mit dem eigenen kind umsetzen.
mein kind zb hat kein gutes gefühl für ihre eigenen bedürfnisse. das war schon von anfang an so. ich habe ihr schon mehrfach die wahl gelassen (zb was süßigkeiten angeht oder eben zubettgehen) - sie ist dann immer maßlos und am nächsten tag müde....
insofern ist es für sie gut zu wissen wann ruhe ins haus einkehrt. wobei ich da nicht ganz so dogmatisch bin, es ist natürlich auch saisonal bedingt. aber ab 19.30 h geht sie dann schon zu bett, darf allerdings noch eine cd hören oder ich lese etwas vor - als einstimmung zum schlafen sozusagen. das hilft ihr auch ungemein!
mein kind zb hat kein gutes gefühl für ihre eigenen bedürfnisse. das war schon von anfang an so. ich habe ihr schon mehrfach die wahl gelassen (zb was süßigkeiten angeht oder eben zubettgehen) - sie ist dann immer maßlos und am nächsten tag müde....
insofern ist es für sie gut zu wissen wann ruhe ins haus einkehrt. wobei ich da nicht ganz so dogmatisch bin, es ist natürlich auch saisonal bedingt. aber ab 19.30 h geht sie dann schon zu bett, darf allerdings noch eine cd hören oder ich lese etwas vor - als einstimmung zum schlafen sozusagen. das hilft ihr auch ungemein!
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Schokomonster
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Bin ebenfalls der Ansicht, dass sich sowas zwar schön liest, aber nicht immer praktikabel ist. Man muss im Umgang mit Kindern auf deren Bedürfnisse eingehen, und aus diesem Grunde ist dieser Ratgeber auch wieder kontraproduktiv. Wer weiß wieviele Eltern nun versuchen, ihr Kind in den Schlaf zu spielen, obwohl es vielleicht etwas ganz anderes braucht... Meine Tochter (3 Monate) wird nach dem Nachtwickeln einmal durch die Luft gewirbelt, kriegt von Papa und mir einen Kuss aufgedrückt, fliegt ins Bettchen, Schnuller rein, Spieluhr an - schläft! So klappt es auch beim Mittagsschlaf. Ich stille auch nicht im Zusammenhang mit dem Schlafenlegen. Sie bekommt dann etwas zu essen, wenn sie es will, d.h. sie kann tatsächlich auch mal um 17:15 futtern und dann um 19 Uhr hingelegt werden, ohne vorher nochmal etwas zu verlangen, bei einem ziemlich genauen 2-Stunden-Rythmus. Sie wacht dann auch nicht nach zwei Stunden o.ä. auf, weil sie wieder Hunger hat.
Am Anfang wollte ich auch immer einschlafstillen, weil das eine so schöne Vorstellung ist. Es klappte nur leider nach einigen Wochen nicht mehr, sie wollte das nicht. Inzwischen besteht keine Verbindung mehr zwischen stillen und schlafen und alles läuft prima.
Was ich sagen will, ist: Jeder Ratgeber kann ein schlechter Ratgeber sein, wenn man sich an ihn hält.
Am Anfang wollte ich auch immer einschlafstillen, weil das eine so schöne Vorstellung ist. Es klappte nur leider nach einigen Wochen nicht mehr, sie wollte das nicht. Inzwischen besteht keine Verbindung mehr zwischen stillen und schlafen und alles läuft prima.
Was ich sagen will, ist: Jeder Ratgeber kann ein schlechter Ratgeber sein, wenn man sich an ihn hält.
Zwei Mausekinder - sehnlichst erwartet und von Tag zu Tag mehr geliebt
- Drachenblut
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Sehr schön ausgedrückt!!!Schokomonster hat geschrieben:Was ich sagen will, ist: Jeder Ratgeber kann ein schlechter Ratgeber sein, wenn man sich an ihn hält.
Wir wollen ja die Bedürfnisse unserer Kinder erfüllen und die sind eben nicht immer gleich. Nicht jedes Kind will getragen werden, nicht jedes Kind schläft im FB besonders gut (meiner zum Glück schon
Es ist gut und toll, dass wir wissen, dass Kinder i.d.R. gerne bei ihren Eltern schlafen oder getragen werden. Aber es sollte kein Dogma sein.
LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut 
Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!
(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
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Mascha80
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Hallo Leute,
auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich nun auch hierzu mal meinen Senf dazugeben. Vorab: Mein kleiner Sohn ist sieben Monate, wird nach Bedarf gestillt, schläft im Familienbett, wird einschlafbegleitet und auch sonst erfülle ich jedes seiner Bedürfnisse nach Möglichkeit sofort.
Trotzdem beschleicht mich, wenn ich solche Berichte lese, in einigen Fällen irgendwie ein ungutes Gefühl. Natürlich sollen Kinder nur dann schlafen, wenn sie wirklich müde sind. Natürlich sollen wir als Eltern ihnen keine Entscheidungen, die einfach nur uns in den Kram passen, aufzwingen. Kinder brauchen Bedürfniserfüllung, brauchen es, ernst und wahrgenommen zu werden, in ihren Gefühlen gespiegelt zu werden...usw.
Aber - und jetzt kommt mein ungutes Gefühl zu Wort - ich bin der festen Überzeugung, dass Kinder AUCH Grenzen brauchen. Und mit GRenzen meine ich folgendes: Verantwortungsvolle Erwachsene, die wahrnehmen, was für das Kind jetzt "dran" ist (nämlich z.B. ins Bett zu gehen, weil es alle Anzeichen von Müdigkeit zeigt) und dies im Sinne des Kindes auch umsetzen - also in diesem Falle das Kind zu Bett bringen bzw. anderweitig alles dafür tun, um eine für den Schlaf förderliche Umgebung für das KInd zu schaffen. Und in einer solchen Situation werden ganz sicher dann einige Kinder eventuell zunächst protestieren, da sie nicht aufhören wollen, am wachen Leben der Familie teilzunehmen. Logisch. Aber genau dann, finde ich, greift das Verantwortungsbewusstsein der Eltern. Ich bin überzeugt davon, dass es Kinder sehr oft überfordert, wenn sie ganz alleine irgendwelche Entscheidungen treffen müssen. Sie sind einfach noch klein und bedürfen unserer Fürsorge - dazu gehört auch, FÜR das KInd Entscheidungen zu treffen. Das Kind kann die Konsequenzen seiner Entscheidung in vielen Fällen noch nicht absehen. Wir schon. Es tut einem Kind gut, das glaube ich ganz fest, wenn die Eltern ihm die Sicherheit und Geborgenheit von "Ich bestimme einige Dinge einfach für Dich, weil ich deine Mama bin und spüre, was du brauchst" geben. Es entlastet sie. Ein Kind, das alle Möglichkeiten offen hat, ist total überfordert und garantiert nicht wirklich glücklich.
Ich selber hatte eine Mutter, die mich überfordert hat. Wenn ich geweint habe oder wütend war, hat sie mich gefragt: "Was sollen wir jetzt machen?" Glaubt mir, ich hätte mir soooo gewünscht, sie hätte mich fest in den Arm genommen und gesagt: "Wir tun jetzt das und das. Punkt." Es hätte mir ein Gefühl von Sicherheit und Fallenlassen gegeben. Das habe ich oft vermisst.
Und noch ein Vorschlag im Bericht hat mir nicht so gut gefallen: Dass Eltern und Kind zur gleichen Zeit ins Bett gehen, finde ich nicht so passend. Begleiten, gern. Aber Kinder haben einfach noch ein größeres Schlafbedürfnis. Außerdem finde ich aber doch, dass die Abende der Paarbeziehung sehr gut tun können. Einem Kind seine bedürfnisse zu erfüllen, heißt ja nicht, die eigenen zu untergraben. Ich finde, ab einem gewissen Alter des Kindes gehören auch Kompromisse dazu - eben auch von seiten des Kindes. Ein Vierjähriger versteht durchaus, dass es auch Dinge gibt, die Mama oder Papa brauchen und weswegen er ab und an mal ein bisschen zurückstecken muss. Daran ist nichts Schlimmes, im Gegenteil.
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach: Die Gefühle der Kinder ernst nehmen. Wenn sie das spüren, dann fällt es ihnen auch nicht so schwer, wenn nicht immer und sofort ihrem Gefühl entsprechend reagiert wird. Versteht ihr, was ich meine?
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend.
Liebe Grüße,
Mascha.
auch auf die Gefahr hin, gesteinigt zu werden, möchte ich nun auch hierzu mal meinen Senf dazugeben. Vorab: Mein kleiner Sohn ist sieben Monate, wird nach Bedarf gestillt, schläft im Familienbett, wird einschlafbegleitet und auch sonst erfülle ich jedes seiner Bedürfnisse nach Möglichkeit sofort.
Trotzdem beschleicht mich, wenn ich solche Berichte lese, in einigen Fällen irgendwie ein ungutes Gefühl. Natürlich sollen Kinder nur dann schlafen, wenn sie wirklich müde sind. Natürlich sollen wir als Eltern ihnen keine Entscheidungen, die einfach nur uns in den Kram passen, aufzwingen. Kinder brauchen Bedürfniserfüllung, brauchen es, ernst und wahrgenommen zu werden, in ihren Gefühlen gespiegelt zu werden...usw.
Aber - und jetzt kommt mein ungutes Gefühl zu Wort - ich bin der festen Überzeugung, dass Kinder AUCH Grenzen brauchen. Und mit GRenzen meine ich folgendes: Verantwortungsvolle Erwachsene, die wahrnehmen, was für das Kind jetzt "dran" ist (nämlich z.B. ins Bett zu gehen, weil es alle Anzeichen von Müdigkeit zeigt) und dies im Sinne des Kindes auch umsetzen - also in diesem Falle das Kind zu Bett bringen bzw. anderweitig alles dafür tun, um eine für den Schlaf förderliche Umgebung für das KInd zu schaffen. Und in einer solchen Situation werden ganz sicher dann einige Kinder eventuell zunächst protestieren, da sie nicht aufhören wollen, am wachen Leben der Familie teilzunehmen. Logisch. Aber genau dann, finde ich, greift das Verantwortungsbewusstsein der Eltern. Ich bin überzeugt davon, dass es Kinder sehr oft überfordert, wenn sie ganz alleine irgendwelche Entscheidungen treffen müssen. Sie sind einfach noch klein und bedürfen unserer Fürsorge - dazu gehört auch, FÜR das KInd Entscheidungen zu treffen. Das Kind kann die Konsequenzen seiner Entscheidung in vielen Fällen noch nicht absehen. Wir schon. Es tut einem Kind gut, das glaube ich ganz fest, wenn die Eltern ihm die Sicherheit und Geborgenheit von "Ich bestimme einige Dinge einfach für Dich, weil ich deine Mama bin und spüre, was du brauchst" geben. Es entlastet sie. Ein Kind, das alle Möglichkeiten offen hat, ist total überfordert und garantiert nicht wirklich glücklich.
Ich selber hatte eine Mutter, die mich überfordert hat. Wenn ich geweint habe oder wütend war, hat sie mich gefragt: "Was sollen wir jetzt machen?" Glaubt mir, ich hätte mir soooo gewünscht, sie hätte mich fest in den Arm genommen und gesagt: "Wir tun jetzt das und das. Punkt." Es hätte mir ein Gefühl von Sicherheit und Fallenlassen gegeben. Das habe ich oft vermisst.
Und noch ein Vorschlag im Bericht hat mir nicht so gut gefallen: Dass Eltern und Kind zur gleichen Zeit ins Bett gehen, finde ich nicht so passend. Begleiten, gern. Aber Kinder haben einfach noch ein größeres Schlafbedürfnis. Außerdem finde ich aber doch, dass die Abende der Paarbeziehung sehr gut tun können. Einem Kind seine bedürfnisse zu erfüllen, heißt ja nicht, die eigenen zu untergraben. Ich finde, ab einem gewissen Alter des Kindes gehören auch Kompromisse dazu - eben auch von seiten des Kindes. Ein Vierjähriger versteht durchaus, dass es auch Dinge gibt, die Mama oder Papa brauchen und weswegen er ab und an mal ein bisschen zurückstecken muss. Daran ist nichts Schlimmes, im Gegenteil.
Das Wichtigste ist meiner Meinung nach: Die Gefühle der Kinder ernst nehmen. Wenn sie das spüren, dann fällt es ihnen auch nicht so schwer, wenn nicht immer und sofort ihrem Gefühl entsprechend reagiert wird. Versteht ihr, was ich meine?
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu verwirrend.
Liebe Grüße,
Mascha.
Mascha mit Novembersöhnchen 2009
-
Lösche Benutzer 2872
Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Aber vielleicht gibt es auch Kinder die eben genau das brauchen? Ich bin die letzten Tage gelassener an die Sache rangegangen, habe sie den Zeitpunkt bestimmen lassen, Toben vor dem Schlafen zugelassen und siehe da: Mein Kind schläft früher ein, ich bin weniger gestresst und mein Mann und ich haben sogar noch ein bisschen was vom Abend.
Ich kann meinem Kind nur anbieten jetzt zur Ruhe zu kommen und zu schlafen. Manchmal klappt das gut, andere Male überhaupt nicht und ich merke je zwanghafter ich dann versuche das Kind zum schlafen zu bewegen umso später wird es. Das führt dann zu einem völlig genervten Mann, der drei Mal erfolglos mit der Maus eine Runde draussen dreht und mit hellwachem Kind und noch genervter zurück kehrt während wir so langsam völlig übermüdet sind. Auch kann ich sie mittags oder abends nicht im Bett festbinden, wenn sie nicht schlafen möchte oder kann.
Ich kann meinem Kind nur anbieten jetzt zur Ruhe zu kommen und zu schlafen. Manchmal klappt das gut, andere Male überhaupt nicht und ich merke je zwanghafter ich dann versuche das Kind zum schlafen zu bewegen umso später wird es. Das führt dann zu einem völlig genervten Mann, der drei Mal erfolglos mit der Maus eine Runde draussen dreht und mit hellwachem Kind und noch genervter zurück kehrt während wir so langsam völlig übermüdet sind. Auch kann ich sie mittags oder abends nicht im Bett festbinden, wenn sie nicht schlafen möchte oder kann.
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Mascha80
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Re: Andere Sichtweise zum: Zu Bett gehen
Da gebe ich Dir Recht. Klar - manchmal ist es einfach so, dass wir glauben, das Kind sei müde, aber ausirgendwelchen Gründen kann es dann doch nicht schlafen. Dann plädiere ich natürlich auch dafür, es nicht gezwungenermaßen im Bett zu lassen, sondern sich noch mit ihm zu beschäftigen bzw. es spielen zu lassen und es zu einem späteren zeitpunkt nochmal zu versuchen. Dann ist es halt so.
Aber wenn ich mir in dieser Situation z.B. eben wieder einen Vierjährigen vorstelle, finde ich es durchaus legitim, mit diesem dann quasi zu "verhandeln", dass er im Bett bleibt und dort in Ruhe Bücher anschaut, ein Hörspiel hört oder ähnliches. Ich finde nicht, dass er dann unbedingt toben muss... Aber am Ende kennt natürlich jeder sein eigenes Kind am besten. Und wenn man merkt, dass es eben genau das ist, was es abends noch braucht, um dann gut einschlafen zu können - klar, wieso nicht! Das lehrt einen ja die Erfahrung.
Ich glaube, was ich vorhin eher meinte, war das ungute Gefühl, das ich bekomme, wenn ich z.B. den eben Vierjährigen einer Freundin sehe, der sich jederzeit beliebig viel zum Essen aus dem Kühlschrank holt, unabhängig davon, ob es nicht vielleicht eh gleich Abendbrot gibt, dann aber alles nur kurz anknabbert und nach Neuem verlangt. Dieser kleine Junge bestimmt tatsächlich zu 100 Prozent, was in der Familie so passiert. Da wird jedem übermütigen Impuls nachgegeben, um das Kind nur ja nicht einzuengen.
DAS finde ich bedenklich und glaube nicht, dass es ihm gut tut...
Aber das ist vielleicht etwas off topic...
Aber wenn ich mir in dieser Situation z.B. eben wieder einen Vierjährigen vorstelle, finde ich es durchaus legitim, mit diesem dann quasi zu "verhandeln", dass er im Bett bleibt und dort in Ruhe Bücher anschaut, ein Hörspiel hört oder ähnliches. Ich finde nicht, dass er dann unbedingt toben muss... Aber am Ende kennt natürlich jeder sein eigenes Kind am besten. Und wenn man merkt, dass es eben genau das ist, was es abends noch braucht, um dann gut einschlafen zu können - klar, wieso nicht! Das lehrt einen ja die Erfahrung.
Ich glaube, was ich vorhin eher meinte, war das ungute Gefühl, das ich bekomme, wenn ich z.B. den eben Vierjährigen einer Freundin sehe, der sich jederzeit beliebig viel zum Essen aus dem Kühlschrank holt, unabhängig davon, ob es nicht vielleicht eh gleich Abendbrot gibt, dann aber alles nur kurz anknabbert und nach Neuem verlangt. Dieser kleine Junge bestimmt tatsächlich zu 100 Prozent, was in der Familie so passiert. Da wird jedem übermütigen Impuls nachgegeben, um das Kind nur ja nicht einzuengen.
DAS finde ich bedenklich und glaube nicht, dass es ihm gut tut...
Aber das ist vielleicht etwas off topic...
Mascha mit Novembersöhnchen 2009

