Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Daria
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von Daria »

ja, da hast Du sicher recht.
irgendwie scheint es einerseits selbstverstädnlich zu sein, dass man stillt - aber in all den schlauen büchern steht auch nur drin, was man als reaktion auf probleme machen könnte. aber dass es ein mitunter holpriger lernweg ist, den beide erst beschreiten müssen, das muss man immer wieder erst selbst erfahren.

und ja, ich geb dir auch recht, i ch glaube dass viele frauen u.a. deswegenfrüh abstillen, weil sie es sich nicht so schwierig vorgestellt haben oder weil sie einfach probleme haben, die nirgendwo wirklich beschrieben sind. ich hab noch kein stillbuch gelesen, in dem steht, dass das kind ewig sucht, andockt, abdockt wieder dran wieder weg wieder suchen, auf einmal schreien, plötzlich aufhören (zum beispiel weil es endlich gepinkelt hat - ein ganz häufiger grund für abdocken oder unruhiges trinken).
und da sieht man auch, wie verknüpft verschiedene themenbereiche sind: stillen und nahrungsaufnahme, mit ausscheidung und evtl. noch schmerzen durch kiss - alles gepaart mit der generellen situation, dass so ein neugeborenes erstmal ankommen muss auf der welt und noch nicht auf knopfdruck funktioniert...

ja, Du hast recht!
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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Daria
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von Daria »

daifuku hat geschrieben:Wenn einem nicht bewusst ist, wie wichtig und schön Stillen sein kann, und wenn man keine Scheu vor Pulvermilch hat, ist Abstillen schon verdammt verlockend.
echt, verlockend?
also, ich war in erster linie immer zu faul für extra arbeit. und dann kommt dazu, dass ich würgen muss, wenn ich pulvermilch rieche (in meinem beruf als kinderkrankenschwester nicht grad förderlich :oops: ).

aber ja es stimmt - wenn man die erste, eventuell schwierige zeit (muss ja gar nicht, mit theo war es problemlos, mit lotti hab ich mich sehr anstrengen müssen) überstanden hat und tatsächlich auch ein kleinkind stillt, dann sieht man erst wie schön und gegenseitig das ist und wie man auch selbst dabei gewinnt!
Viele Grüße von Daria mit Theo (02/08), Lotti (12/09) und Flora (07/12)
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daifuku
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von daifuku »

Ich sag ja, wenn einem vor Pulvermilch nicht graust. :wink: Dass Stillen weniger Aufwand ist, weiß man ja am Anfang noch nicht wirklich. Da ist es ja auch mühsam und umständlich. Da erscheint die Flasche vielleicht sogar praktischer, weil ja auch andere füttern können etc. ...
LG von Alex



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Lia
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von Lia »

also ich kenne einige, die sagen, stillen wär ihnen zu aufwendig, weil man dann immer nach hause müsse etc... da wäre die flasche ja viel praktischer und man könne abends eher mal weg und der papa übernimmt, man hat seinen körper eher wieder für sich... :roll: na ja, soll jeder machen, wie er das für richtig hält...

also ich freu mich voll aufs stillen, ich wäre so enttäuscht, wenns aus irgendnem grund nicht gelingt... aber dann würd ich vorher hier lieber hundert mal fragen, an was es liegen könnte, bzw, was man machen kann... ich stell mich auch lieber drauf ein, dass die erste zeit vielleicht nicht so einfach und auch schmerzhaft sein kann, aber der wille ist denk ich mal für den anfang sehr ausschlaggebend und der ist 100prozentig da... :D
♥ ...meine Wunschkinder werden unendlich geliebt! ♥ ...Ihr seid das Beste was uns je passiert ist! ♥ wir stillen noch! ♥ JULI2010SOHN ♥ AUGUST2016TOCHTER ♥ Tuchmessie ♥

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Leila
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von Leila »

klimaforscherin hat geschrieben:Gelesen vorher hatte ich eigentlich genug (Stillpositionen, Kenntnis der größten Vorurteile wie "zuwenig Milch", etc., Kenntnis der Vorteile)
Hätte ich es gewusst, dass Stillen nicht so einfach funktionniert (Zwerg dockt an, trinkt, schläft vielleicht mal ein, dockt ab, alle sind glücklich), hätte es mir einen halben Tag Heulerei im KH erspart.
Vielleicht ist es das generelle Hauptproblem am Anfang (Zwerg sucht, windet sich, dockt an, dockt ab, schreit, sucht, findet, trinkt zwei Schuck, drückt sich weg, wehrt sich, etc...., warum will mein Kind nicht???)
Ich vermute mal, dass dies der Hauptgrund ist, warum so viele Kinder frühzeitig "abgestillt" werden. (Wurden ja kaum gestillt... :( )
Die Stillberaterin im KH meinte dazu "Milch bilden kann jede Frau, stillen müssen beide erst lernen". Ja, Mutter UND Kind müssen es erst lernen, das Kind weiss nicht Bescheid. Das Wissen darüber hätte mich etwas gelassener ans Stillen rangehen lassen.

Inzwischen klappt es besser, nur etwa jedes 4. Mal beginnt mit diesem "Suchtheater", endet aber irgendwann satt.

Grüße
klimaforscherin
Hey! Hier ist es genau so... Ich habe das Gefühl, das die kleine Maus noch nicht so genau weiß, wohin mit ihrer Zunge. Wenn die nicht richtig liegt, fängt das "Theater" an. Meine BWs sind gut aua, aber es wird besser... Sie muß erst mal lernen, wie das Stillen finktioniert, und meine BWs müssen sich daran gewöhnen, dass sie beansprucht werden... Aber ich bin mir sicher das sich das einspielen wird, bei uns und auch bei euch!

Lioeben Gruß

Anja
Teenie-Töchter 01/2008 und 06/2010

"Alles im Leben hat seine Zeit,
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Für das Geboren werden gibt es eine Zeit
und eine Zeit für das Sterben." Kohelet

"God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
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Bess
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von Bess »

Ja, ich finde auch, daß einem die relevanten Dinge nicht klar genug gesagt werden. Vielleicht auch um nicht gleich eine ablehnende Haltung gegen das Stillen zu erzeugen, keine Ahnung. Aber im Allgemeinen (nicht nur hinsichtlich Stillen) war der GVK in der ersten SchwaScha völlig für die Füße.

Wenn ich gewußt hätte, WIE extrem gruselig der Milcheinschuss sein kann und wie übel sich die Brüste anfühlen und aussehen können wäre ich am dem Tag nicht so geschockt gewesen. Da war bei mir nämlich der Anfang vom Ende. Dazu kam, daß Söhnchen sich auch ganz extrem gewunden hat beim Andocken etc. (wie sich später rausstellte KISS Symptomatik)

Aber es geht auch anders. Töchterchen hat direkt nach der Geburt angedockt und selbst nach 9 Tagen Flaschenfütterung (mit MuMi) im Krankenhaus sofort wieder von der Brust getrunken als hätte sie nie was anderes gemacht.

Aber man wird wirklich auf Schwierigkeiten viel zu wenig vorbereitet und auch nach der Geburt haben viele Nachsorgehebammen wohl doch nicht sooo viel Ahnung. Meine sagte damals immer nur "Anlegen, anlegen, anlegen" als Lösung für alles. Ja, aber wie, wenn das Kind nicht andockt ?
Man ist halt unwissend und irgendwann war ich dann so durch mit der Welt, daß ich nachts nur noch geheult hab, weil es einfach nicht geklappt hat und dann kam eben die erste Flasche und das Kind war zufrieden.
Deswegen bin ich immer wieder soooo froh, daß es jetzt so toll funktioniert !

lg
Birgit
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kruemelkekschen
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von kruemelkekschen »

Leila hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, das die kleine Maus noch nicht so genau weiß, wohin mit ihrer Zunge.
Das war bei uns auch so. Nur, dass mein Kleiner auch nicht aus der Flasche trinken wollte (die er angeboten bekomme hat, weil er nach der Geburt viel abgenommen hat). Bei uns hat er auch lange (fast 10 Wochen) gedauert, bis sich das Stillen eingependelt hatte. Und die ersten Wochen waren wirklich nicht ohne (anlegen, abpumpen, Mumi mit Flasche füttern und dann direkt wieder von vorne). Seitdem läuft aber alles super.

Vielleicht sagen auch deswegen so viele nicht, dass Stillen schwierig sein kann, weil man es "vergisst"? Jetzt kommen mir die ersten Wochen gar nicht mehr so hart vor. Jetzt kann ich das Stillen genießen und würde wohl auch erzählen, dass das Stillen bis auf ein paar "Anfangsschwierigkeiten" gut klappt. Da würde dann bestimmt ein still-unerfahrene Mutter auch denken, dass es nicht schwierig war.
mit Schul-, Vorschul-, Kindergartenkind und Baby
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mayra
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von mayra »

Ich glaube ja, dass NOCH mehr Frauen gar nicht erst stillen würden, wenn man ihnen vorher die nackte Wahrheit sagen würde ;-) Oder wer lässt sich schon freiwillig auf Schmerzen und sowas ein?? ;-)

Ich habe meine Freundin einfach mein Stillbuch geliehen (nach der Geburt, weil sie vorher nicht sagte, dass sie stillen möchte, sie hats sich also selbst "verbockt) und zwei Stillberaterinnen-Kontakte rausgesucht, falls sie Probleme bekommt.

Ich denke, es sollte eher so sein, dass wenn Probleme auftauchen, DANN das Fachpersonal gut geschult und ehrlich ist, und sagt, dass das "normal" ist und bald vorbei geht, mit der und der Hilfe eben... ;-)

Denn auch wenn viele Frauen Probleme haben, KANN es auch ganz einfach gehen, so wie bei uns. Hätte mir vorher jemand lauter Schauermärchen erzählt, dann wäre es sicher nicht so entspannt gelaufen, dann hätte ich ja vorher schon Panik gehabt...
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Altraia
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von Altraia »

Ja, das sehe ich genauso wie Mayra.

Es gibt bestimmt einige Frauen, die es dann gar nicht erst versuchen würden, und außerdem sehe ich das Problem der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Dennoch sollte, wenn es wirklich Probleme gibt, erklärt werden, dass das oft vorkommt und dass man etwas dagegen tun kann, und dass es in fast allen Fällen wieder besser wird.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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klimaforscherin
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Re: Warum sagt niemand, wie schwierig Stillen sein kann?

Beitrag von klimaforscherin »

Nun, es müssen ja keine "Horrorgeschichten" erzählt werden.
Ich sage ja auch nicht, dass ich wirklich "Probleme" hatte. (Im Vergleich zu blutigen BW ist das ja nix). Sondern es fällt ja eher in die Kategorie NORMAL.
Aber dann spricht ja auch nichts dagegen, dies nicht zu verheimlichen. Es
Immerhin kann man sich innerlich dann darauf vorbereiten und ein bisschen mehr GEDULD und GELASSENHEIT mitbringen.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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