stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
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Mel77
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Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
beim ersten Kind wars Unsicherheit und die fehlende Mutter-kind-verbindung, die wegen der verkorksten geburt verloren ging, nach 2 Wochen habe ich dann aufgegeben und abgestillt. Ein Grund war evtl. auch die Wochenbett-depression, die ich damals hatte.
Beim 2. Kind habe ich die Abstilltablette noch im Kreissaal genommen, ich hatte Angst wieder die selben Gefühle gegen mein Kind zu entwickeln, hatte angst, das es wieder nicht klappt und das Kind nächtelang brüllt wie die erste. Und ich wollte sofort nach der geburt wieder zum sport, weil ich wusste, das ich mit Sport die depression verhintern bzw. abschwächen konnte.
Beim 3. Kind Hatte ich 1. die passende hebamme, die mich unterstützt hat, 2. die Nötige innere Ruhe, vertrauen und ganz wichtig die Nötige Reife. das 3. kind ist schon 1 jahr und ich stille immer noch.
Wenn ich so zurückblicke, gebe ich im nachhinein ehrlich zu, bei den beiden großen war ich mit 24 und 26 Jahren noch nicht reif genug für die Kinder. Ich habe viel falsch gemacht, nicht nur beim Stillen.
Und noch ein unterschied. beim 3. Kind habe ich mich von anfang an auf mein bauchgefühl verlassen , bei den beiden großen habe ich mich von dem gerede anderer Laute verwirren lassen.
Beim 2. Kind habe ich die Abstilltablette noch im Kreissaal genommen, ich hatte Angst wieder die selben Gefühle gegen mein Kind zu entwickeln, hatte angst, das es wieder nicht klappt und das Kind nächtelang brüllt wie die erste. Und ich wollte sofort nach der geburt wieder zum sport, weil ich wusste, das ich mit Sport die depression verhintern bzw. abschwächen konnte.
Beim 3. Kind Hatte ich 1. die passende hebamme, die mich unterstützt hat, 2. die Nötige innere Ruhe, vertrauen und ganz wichtig die Nötige Reife. das 3. kind ist schon 1 jahr und ich stille immer noch.
Wenn ich so zurückblicke, gebe ich im nachhinein ehrlich zu, bei den beiden großen war ich mit 24 und 26 Jahren noch nicht reif genug für die Kinder. Ich habe viel falsch gemacht, nicht nur beim Stillen.
Und noch ein unterschied. beim 3. Kind habe ich mich von anfang an auf mein bauchgefühl verlassen , bei den beiden großen habe ich mich von dem gerede anderer Laute verwirren lassen.
- Prinzenmutti
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Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
ja das denke ich und auch sehr viel die einstellung
wäre mein großer nicht so ein einfaches stillkind hätten wir bestimmt nie so eine lange stillzeit
die kleine ist viel komplizierter aber meine einstellung ist ganz anders, bin halz ne sutlerin geworden
wäre mein großer nicht so ein einfaches stillkind hätten wir bestimmt nie so eine lange stillzeit
die kleine ist viel komplizierter aber meine einstellung ist ganz anders, bin halz ne sutlerin geworden
LG Prinzenmutti mit 06.07 ; 05.09 ; 11.12 ; 08.14 ; 04.18 ;12.19 und 07.22
- Minou
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Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
Ich denke schon das an deiner Theorie etwas dran sein kann. Ich kenne zwei Frauen die nicht gestillt haben weil sie es unnatürlich finden... Eklig, unpraktisch, was weiss ich, kann ich ja stehen lassen. Aber unnatürlich? Meine Kinder hatten keine Flasche in der Hand als sie schlüpften
, stattdessen war ich schon in der Schwangerschaft eine Milchbombe.
Bei meiner ersten Tochter ging das Stillen gründlich schief und wir landeten schnell an der Flasche. Das hat meinem mütterlichem Selbstwertgefühl nicht gerade gutgetan
. Die Zweite wollte ich unbedingt stillen und wir tun es noch
. SuT sei Dank! Ich habe das Stillforum hier praktisch auswendig gelernt...
Ich war aber monatelang immer unruhig, habe sogar Windeln gewogen weil ich dachte sie piesle zu wenig, dann hat sie nicht so viel zugenommen (was okay war, bei einem Geburtsgewicht von 4700g
), ich hatte ständig Angst etwas sei mit meiner Milch nicht okay. Nun isst sie schon seit 9 Monaten wie ein Scheunendrescher und stillt trotzdem mit Begeisterung weiter
. Aber noch immer habe ich Angst die Milch sei nicht gut genug, nicht viel genug, nicht was weiss ich genug
. Eigentlich ganz schön doof, aber die negative Erfahrung und das Gefühl versagt zu haben sitzen echt tief.
Was das stillen in der Öffentlichkeit geht bin ich einigermassen schmerzfrei. Am Anfang habe ich bedenkenlos überall gestillt, war ja froh es zu können
. Mittlerweile stille ich lieber nur Zuhause, aber wenn die Kleine draussen will, dann ist es auch okay. Dabei muss man bedenken das ich in einer extrem stillfeindlichen Umgebung lebe. Hier ist es eigentlich undenkbar öffentlich zu stillen, das ist geradezu pervers
...
Insofern bin ich schon fast stolz auf mich, das mir das egal ist
.
Mein Körpergefühl und Selbstbewusstsein haben von der Stillerei jedenfalls profitiert!
Bei meiner ersten Tochter ging das Stillen gründlich schief und wir landeten schnell an der Flasche. Das hat meinem mütterlichem Selbstwertgefühl nicht gerade gutgetan
Ich war aber monatelang immer unruhig, habe sogar Windeln gewogen weil ich dachte sie piesle zu wenig, dann hat sie nicht so viel zugenommen (was okay war, bei einem Geburtsgewicht von 4700g
Was das stillen in der Öffentlichkeit geht bin ich einigermassen schmerzfrei. Am Anfang habe ich bedenkenlos überall gestillt, war ja froh es zu können
Insofern bin ich schon fast stolz auf mich, das mir das egal ist
Mein Körpergefühl und Selbstbewusstsein haben von der Stillerei jedenfalls profitiert!
Mit großer (11.'99) und kleiner Maus (03.'09)
- Cassilda
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1678
- Registriert: 22.05.2010, 00:41
Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
hm, ich bin sehr geknickt aus der geburt gekommen da es dank geburtsstillstandes eine sek. sectio wurde. ich sah mein kind nach der geburt erst bewußt 6 stunden später. eine zeit die mir auhc heute noch heftigst fehlt.
meine einstellung zum stillen war vorher: wenns klappt, klappts wenn nicht dann nicht.
nach der geburt: wenn ich schon nicht die geburt für ihn habe schön ermöglichen kann soll er selbst entscheiden können wann er eben abstillt. und hielt die ersten schwierigen zeiten im krankenhaus durch ... .
zu hause stillte ich voll. und sohn saugte und saugte, stundenlang, lag er mal nicht an der brust hatte er hunger und wollte ran. dabei hatte ich viel milch, aber ich zweifelte. aber jedesmal wenn ich ihn wog war er schwerer. mittlerweile hat er mit exakt 6 monaten etwas mehr als 9 kg bei einem niedrigsten gewicht von 2,5 kg im krankenhaus und ist mehr als 20 cm seitdem gewachsen. ich bin sehr stolz und es gibt mir trotz - des entgegen der gerüchte- nicht- abnehmens- durch das stillen- sehr viel auch an selbstwertgefühl, körpergefühl, meines stolzes auf meine ausdauer
anfänglich kam ich nach der geburt mit weniger selbstbewußtsein, weniger selbstwertgefühl und mit einem fast- hass auf meinen körper- (der es wagte zu versagen) nach hause ; jetzt nach sechs monaten stille ich selbstbewusst in der öffentlichkeit und denke strahle auch das "gestärkte" ich aus
das ist mein erleben gewesen,
lg cassilda
meine einstellung zum stillen war vorher: wenns klappt, klappts wenn nicht dann nicht.
nach der geburt: wenn ich schon nicht die geburt für ihn habe schön ermöglichen kann soll er selbst entscheiden können wann er eben abstillt. und hielt die ersten schwierigen zeiten im krankenhaus durch ... .
zu hause stillte ich voll. und sohn saugte und saugte, stundenlang, lag er mal nicht an der brust hatte er hunger und wollte ran. dabei hatte ich viel milch, aber ich zweifelte. aber jedesmal wenn ich ihn wog war er schwerer. mittlerweile hat er mit exakt 6 monaten etwas mehr als 9 kg bei einem niedrigsten gewicht von 2,5 kg im krankenhaus und ist mehr als 20 cm seitdem gewachsen. ich bin sehr stolz und es gibt mir trotz - des entgegen der gerüchte- nicht- abnehmens- durch das stillen- sehr viel auch an selbstwertgefühl, körpergefühl, meines stolzes auf meine ausdauer
anfänglich kam ich nach der geburt mit weniger selbstbewußtsein, weniger selbstwertgefühl und mit einem fast- hass auf meinen körper- (der es wagte zu versagen) nach hause ; jetzt nach sechs monaten stille ich selbstbewusst in der öffentlichkeit und denke strahle auch das "gestärkte" ich aus
das ist mein erleben gewesen,
lg cassilda
2 kinder
- prinzesschenmama
- alter SuT-Hase
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Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
Da kann ich eigentlich auch unterschreiben, so ähnlich ist es bei mir beim 1. Kind auch gewesen, ich war auch erst 18 und hatte keine Unterstützung in dieser Hinsicht.Mel77 hat geschrieben:beim ersten Kind wars Unsicherheit und die fehlende Mutter-kind-verbindung, die wegen der verkorksten geburt verloren ging, nach 2 Wochen habe ich dann aufgegeben und abgestillt. Ein Grund war evtl. auch die Wochenbett-depression, die ich damals hatte.
........
Und noch ein unterschied. beim 3. Kind habe ich mich von anfang an auf mein bauchgefühl verlassen , bei den beiden großen habe ich mich von dem gerede anderer Laute verwirren lassen.
Beim 2. Kind war ich ja nunmal 9 Jahre älter und reifer und hatte die passende unterstützung- und es hat geklappt!
- zwieback
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4856
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Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
ich habe wenig selbstbewußtsein und mein körpergefühl ist gleich 0 oder drunter.
ich finde meinen körper fett, hässlich ekelhaft wiederlich einfach bäääähhhhhhh
meine Brüste ansatzweise zeigen ne bloß nicht
sie anfassen ja wenn es sein muss beim duschen anziehen okay
aber jemanden dran saugen lassen,kuscheln was auch immer
niemals da kann ich nicht
dann kam Lea zur Welt
Babys werden gestillt punkt also quälen wir uns dadurches wurden schöne 11monate die ich viel zu kurz fand
nr 2 sollte ein junge werden
nein ich will keinen jungen
babys werden gestillt
mädchen an meine Brust lassenja aber einen Jungen einen kleinen Mann nein nie das kann ich nicht ( ich wurde früher missbraucht)
das ist unmöglich der arzt muss sich täuschen
es muss ein mädchen werden
Thilo wurde über 2 Jahre gestillt und darf wenn er will immer noch an die Brust
Für mich ist die Brust eine Nahrungsquelle und nix anderes
ich finde meinen körper fett, hässlich ekelhaft wiederlich einfach bäääähhhhhhh
meine Brüste ansatzweise zeigen ne bloß nicht
sie anfassen ja wenn es sein muss beim duschen anziehen okay
aber jemanden dran saugen lassen,kuscheln was auch immer
niemals da kann ich nicht
dann kam Lea zur Welt
Babys werden gestillt punkt also quälen wir uns dadurches wurden schöne 11monate die ich viel zu kurz fand
nr 2 sollte ein junge werden
nein ich will keinen jungen
babys werden gestillt
mädchen an meine Brust lassenja aber einen Jungen einen kleinen Mann nein nie das kann ich nicht ( ich wurde früher missbraucht)
das ist unmöglich der arzt muss sich täuschen
es muss ein mädchen werden
Thilo wurde über 2 Jahre gestillt und darf wenn er will immer noch an die Brust
Für mich ist die Brust eine Nahrungsquelle und nix anderes
Trageberaterin Clauwi GK 80/09 und AK 05/10


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Sigurd
- hat viel zu erzählen
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- Registriert: 09.05.2010, 21:54
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Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
danke für eure interessanten und sehr unterschiedlichen antworten. sicherlich kann man das thema nicht verallgemeinern und schwarz/weiß sehen. das war auch nie meine absicht.
ich habe diesen thread erstellt, weil ich bestürzt war, dass eine bekannte aus reiner unsicherheit abgestillt hat. ich finde das unheimlich traurig.
ich selbst hatte nie bedenken, dass meine milch mein kind nicht satt machen würde. im gegenteil, ich habe großes vertrauen in meine fähigkeit zu stillen. das stillbuch von lohtrop hat mir schon in der schwangerschaft geholfen, dieses vetrauen zu entwickeln.
mein selbstbewusstsein bzw. mein körperbewusstsein hat sich sicherlich auch durch das stillen gebessert. ich bin stolz darauf, mein kind ernähren zu können.
ich habe diesen thread erstellt, weil ich bestürzt war, dass eine bekannte aus reiner unsicherheit abgestillt hat. ich finde das unheimlich traurig.
ich selbst hatte nie bedenken, dass meine milch mein kind nicht satt machen würde. im gegenteil, ich habe großes vertrauen in meine fähigkeit zu stillen. das stillbuch von lohtrop hat mir schon in der schwangerschaft geholfen, dieses vetrauen zu entwickeln.
mein selbstbewusstsein bzw. mein körperbewusstsein hat sich sicherlich auch durch das stillen gebessert. ich bin stolz darauf, mein kind ernähren zu können.
Clauwi-Trageberaterin (GK 09/10, AK 10/11) mit Sohn (10/09) - Zerti eingereicht 
- Ilka
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- Registriert: 23.03.2010, 09:44
- Wohnort: Niedersachsen
Re: stillen - selbstbewusstsein und körpergefühl
Ich hatte eigentlich vor der Schwangerschaft ein gutes Körpergefühl und an Selbstbewusstsein mangelt es auch nicht. In der Schwangerschaft hat mein positives Körpergefühl etwas gelitten, mir ging es aber auch körperlich sehr schlecht.
Ich konnte mir vor und während der Schwangerschaft auch nicht wirklich vorstellen mein Baby aus meiner Brust trinken zu lassen. Der Gedanke war für mich wirklich befremdlich. In meinem Umfeld kenne ich nur eine einzige Frau, die gestillt hat und meine Mutter hat uns auch nicht gestillt. (Heute bereut sie, dass sie den Hebammen einfach geglaubt hat, als die ihr gesagt haben mit ihren Brustwarzen könne sie nicht stillen). Stillen kam also in meiner Welt nicht wirklich vor.
Da ich aber viele Allergien habe und ich weiß, dass Muttermilch das Beste für ein Kind ist, habe ich mir vorgenommen es auf jeden Fall zu versuchen. Nach der Geburt von Espen kam die Möglichkeit ihn evtl. nicht zu stillen gar nicht mehr in Frage. Plötzlich war es einfach das selbstverständlichste der Welt. Keine Ahnung wie es zu diesem Sinneswandel kam.
Wie lange er gestillt wird, habe ich mir immer offen gelassen. Zuerst habe ich gesagt: Sechs Monate möchte ich auf jeden Fall stillen und wusste nicht so recht, ob es mir dann zuviel wird und ob ich vielleicht meinen Körper irgendwann wieder für mich haben möchte.
Mittlerweile steht fest, dass er auf jeden Fall länger als sechs Monate gestillt werden wird. Wo meine Grenze ist weiß ich nicht, aber ich lasse das entsapnnt auf mich zukommen.
Ich konnte mir vor und während der Schwangerschaft auch nicht wirklich vorstellen mein Baby aus meiner Brust trinken zu lassen. Der Gedanke war für mich wirklich befremdlich. In meinem Umfeld kenne ich nur eine einzige Frau, die gestillt hat und meine Mutter hat uns auch nicht gestillt. (Heute bereut sie, dass sie den Hebammen einfach geglaubt hat, als die ihr gesagt haben mit ihren Brustwarzen könne sie nicht stillen). Stillen kam also in meiner Welt nicht wirklich vor.
Da ich aber viele Allergien habe und ich weiß, dass Muttermilch das Beste für ein Kind ist, habe ich mir vorgenommen es auf jeden Fall zu versuchen. Nach der Geburt von Espen kam die Möglichkeit ihn evtl. nicht zu stillen gar nicht mehr in Frage. Plötzlich war es einfach das selbstverständlichste der Welt. Keine Ahnung wie es zu diesem Sinneswandel kam.
Wie lange er gestillt wird, habe ich mir immer offen gelassen. Zuerst habe ich gesagt: Sechs Monate möchte ich auf jeden Fall stillen und wusste nicht so recht, ob es mir dann zuviel wird und ob ich vielleicht meinen Körper irgendwann wieder für mich haben möchte.
Mittlerweile steht fest, dass er auf jeden Fall länger als sechs Monate gestillt werden wird. Wo meine Grenze ist weiß ich nicht, aber ich lasse das entsapnnt auf mich zukommen.
Liebe Grüße... Ilka, Schneckomat (02/2010) und Schnappschildkröte (11/16)





