ich habe mal wieder zu wenig Milch für meinen kleinen Vielfraß. Leider schläft er nur einigermaßen gut, wenn er bis oben abgefüllt ist. Den "Milchmangel" hatten wir ja immer schon mal, konnten das aber bisher immer mit etwas mehr Abendessen kompensieren. Das wäre jetzt aber zu viel hier alles zu erklären.
Daher nun zur aktuellen Situation:
Benjamin hatte eine Impfung, eine KISS-Behandlung und einen Infekt. In der Folge dieser Dinge war er zwei Wochen sehr nähebedürftig und hatte mal mehr mal weniger Fieber. Er war durch all diese Faktoren sehr nähebedürftig und wollte vermehrt Stillen. Insbesondere nachts. Teilweise hat er sich alle anderthalb Stunden wieder gemeldet (statt alle vier bis fünf). Ich bin davon ausgegangen, dass dadurch die Milch wieder deutlich mehr wird und er eigentlich satt werden müsste. Allerdings hat mich das tagelange Gequengel und die halb durchwachten Nächte ziemlich geschlaucht, was natürlich wieder kontraproduktiv für die Milchbildung war. Ich bin leider milchbildungstechnisch extrem anfällig bei Streß.
Nach drei ständig stillenden Nächten und schwersten Nackenverspannungen (ich habe immer ein bis zwei Stunden stillend auf einer Seite gelegen, weil ich auch eingeschlafen bin, bevor ich die Seite gewechselt habe) mußte etwas geschehen. Die Milch war noch nicht mehr geworden.
Nach dem nächtlichen Stillen war er dann nur am Schreien. Wir wollten dann mal ausprobieren, ob Zwergnase vielleicht nachts einfach Hunger hat und sich deswegen meldet. Das hatten wir in der Vergangenheit auch immer mal wieder und haben irgendwie immer zwei Tage zu spät dran gedacht.
Gestern dann wieder das gleiche Drama nach dem nächtlichen Stillen. Mit zusätzlichen 70ml Kuhmilch war alles gut. Alerdings hat er bis dahin deutlich länger geschlafen als sonst. Ich vermute, dass es an der Nahrungsaufnahme am Nachmittag lag (er hat wohl ein ganzes Stück Käsekuchen bei der Omi gegessen.
Ich muß noch dazu sagen, dass ich seit vier Wochen wieder zwei Tage die Woche arbeite und an diesen Tagen tagsüber nicht stille. Inwieweit sich das auf die Milchmenge auswirkt, konnte ich bisher leider nicht feststellen, weil Benjamin ein sehr effektiver Trinker ist. Allerdings habe ich es im Büro am Donnerstag in 25 Minuten auf nicht mehr als 60ml mit einer Handpumpe gebracht, die Brust war aber nicht leer. Vor einem halben Jahr habe ich zuhause mit der elektrischen Pumpe immer 80-130ml pro Brust gepumpt. Ich hatte aber auch den Eindruck, dass ich mich im Büro nicht so recht entspannen konnte und keinen deutlichen MSR hatte. Es war auch das erste Mal pumpen im Büro.
Kann ich eigentlich ohne Bedenken mehrfach täglich/nächtlich Kuhmilch zusätzlich geben? Ich käme dann regelmäßig so etwa auf 350ml. Weitere Milchprodukte bekommt er am Tage eigentlich so gut wie nie. Bisher hat er Kuhmilch immer gut vertragen.
Was kann ich ihm ggf. am Nachmittag/Abend zu essen anbieten, was viele Kalorien hat und vor allem lange vorhält? Es muß ohne Zucker (auch Fruchtzucker) sein und sollte aufgrund der möglichen Milchfläschchen auch möglichst ohne Milchprodukte sein.
Kann die Milchmenge mit der Handpumpe so deutlich weniger sein als mit der elektrischen (bisher habe ich mich gescheut die elektrische ins Büro zu stellen, falls ich sie doch mal wieder zuhause brauche). Oder liegt das doch eher an der Entspannung / Anspannung? Oder kann meine Milchmenge durch zwei Arbeitstage in der Woche tatsächlich schon so weit zurück gegangen sein?
Vielleicht habt Ihr ja ein paar andere Gedanken als ich. Irgendwie drehe ich mich, auch durch die ersten sechs schwierigen Stillmonate bedingt, immer gedanklich im Kreis.