"Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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lunchen78
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von lunchen78 »

Ich glaube, meine Mama hatte es da als Baby ziemlich gut. Meine Oma hat mir immer wieder erzählt, dass sie nachts alle Stunde gestillt hat. Und dass sie noch einigermaßen genug Schlaf kriegt, hat sie sie zu sich ins Bett geholt und nach jede Stillen ganz nach oben ans Kopfende geschoben. Sie hat sich aber in der Mütterberatung damals erst nicht getraut, zu sagen, dass sie so oft stillt (andere Babys schliefen alle durch) und die Hebamme danach mal angesprochen. Die meinte nur, "du glaubst ja selbst nicht, dass die anderen alle druchschlafen". Schade nur, dass sie da so verunsichert wurde. Wie das dann bei den anderen 5 Kindern nach meiner Mama war, weiß ich nicht.
O. 18.Mai 2006
M. 26.Februar 2008

Was tu ich hier eigentlich noch?🫣
Leila
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von Leila »

Schnullerpuppe hat geschrieben:Ich hab auch was gruseliges aus einem Säuglingskalender meiner Mutsch: Da steht ja auch groß und breit, nach welchen Zeiten man füttern darf und das waren so alle 4 Stunden. Und jetzt kommt's: "Wenn das Kind sein Fläschchen (wohlgemerkt!) bekommen hat, wird es 4 Stunden schlafen. In dieser Zeit kann man z.B. seine Einkäufe etc. erledigen." Das ist echt so gemeint, daß man das Kind daheim läßt. :piep Ich war, milde ausgedrückt, sprachlos. :shock:
Das habe ich auch gelesen, nicht zufällig ein Ratgeber aus der ehemaligen DDR? :wink: :lol: Komisch, mein Kind hat nie so funktioniert... :shock: :twisted: Wenn sie nach dem Fläschchen (ja, sie ist ein Flaschenkind aber nach Bedarf) mal ne halbe Stunde geschlafen hat, war das viel. Und das auch nur an / auf mir. Ein mal glaube ich habe ich mich damals getraut, runter zu gehen und kurz im Drogeriemarkt (direkt vor der Tür) was zu besorgen, aber so schnell war ich da noch nie wieder raus. Die Maus schlief natürlich brav in ihrer Wiege.. Länger als 5min war ich aber nicht weg... :mrgreen: Meine Ma hat das aber wirklich gemacht (ohne Vorwurf), weil wir offensichtlich so funktioniert haben. Ich verstehe bis heute nicht, wie ein Kind so viel schlafen kann... 8) :lol:

Lieben Gruß

Anja
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"Alles im Leben hat seine Zeit,
jedes Ding hat seine Stunde unter dem Himmel.
Für das Geboren werden gibt es eine Zeit
und eine Zeit für das Sterben." Kohelet

"God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
courage to change the things I can,
and wisdom to know the difference." Reinhold Niebuhr
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Schnullerpuppe
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von Schnullerpuppe »

@Anja: Ja, genau, ich sehe, du kennst den. :wink: Ich habe auch schonmal den KiWa nach unten geschafft, während Finn geschlafen hat- das muß man alles abpassen denke ich.
Mit kleinem Padawan (*11/2009) an der Hand und Überraschungkrümelchen (*12/2013)

»Ich glaube sowieso, wenn die jungen Menschen auf alles hören würden, was die älteren ihnen sagen, würde jede Entwicklung aufhören und die Welt still stehen.«
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elfindatio
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von elfindatio »

als meine große 19.90 geboren wurde wars auch noch so.
nur aller vier stunden stillen und nachts bitte tee oder noch besser nix.

ich hab abgepumpt wie ne wilde weil ich einfach zu viel milch hatte.
in der klinik wars so,das wir die babys aller vier stunden gebracht bekommen haben.(die lagen auf einem wagen und wurden dann auf die zimmer verteilt)
nachts gar nicht....ich weis noch,ich habe da keine nacht geschlafen weil ich das geweine aus der babystation gehört hab.
daheim hab ich dann trotzdem irgendwie nach bedarf gestillt,aber eben nachts dann doch mal tee gegeben(püppi schlief recht gut,wahrscheinlich aber auch nur,weil sie auf meinem bauch liegen durfte)
tja,das mit den abständen wurde einem von der familie und kinderarzt eingeredet.
so dauerte es eben auch nicht lange bis die milch weniger wurde.
wenigstens vier monate hab ich voll stillen können(obwohls ja dank der teegabe nachts nicht als vollstillen bezeichet werden kann)

aber ich hab draus gelernt,bei meinem zweiten kind nur zwei jahre später hab ich das "spielchen" nicht mehr mitgemacht.
hab mein baby tags zu mir genommen und bin nachts einige male ins säuglingszimmer um zu sehen ob der herr schläft und habe auch nachts so nach bedarf gestillt.
war von anfang an in einer stillgruppe.

mensch,ich hatte das auch grad in nem anderen forum und ich bin heut noch sauer auf mich und alle anderen die mir diesen dummfug eingeredet haben!
und ich trauere immer noch dem nicht-so-lange-stillen-können meiner tochter nach :cry:
Ines mit "aller guten Dinge sind sechs":die Größte,9.90,der Größte,12.92,der Große,2.00,der Kleinen,10.03,dem Kleinen,9.04 und dem ganz Kleinen,9.08

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Zierbanane
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von Zierbanane »

Schnullerpuppe hat geschrieben:...Und jetzt kommt's: "Wenn das Kind sein Fläschchen (wohlgemerkt!) bekommen hat, wird es 4 Stunden schlafen. In dieser Zeit kann man z.B. seine Einkäufe etc. erledigen." Das ist echt so gemeint, daß man das Kind daheim läßt. :piep Ich war, milde ausgedrückt, sprachlos. :shock:
Na was denkst denn Du was meine Eltern noch gemacht haben. Und das wurde genauso propagiert. Man kann es kaum glauben. Heute greift sich meine Mutter an den Kopf!!!! Aber das war normal! :shock:
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rosarot
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von rosarot »

Hab auch noch ein trauriges Beispiel.
Die Schwiegermutter meiner Cousine , erzählte mir damals ganz stolz als Justus noch klein war, das ihr Sohn damals als sie mit ihm aus dem KH kam , das war irgendwann in den 50er jahren, da hätte er ja nachts gewein und sie hätte ihn weinen lassen schließlich muss er lernen das es nachts nichts zu essen gäbe, ihr mann hätte sie damals als rabenmutter beschimpft aber das wäre ihr egal gewesen schließlich hätte sie ja aufstehen müssen und nicht er, nach einer woche hätte ihr sohn dann verstanden das es nachts nichts zu esse gibt :(
Sie war auch heute noch total überzeugt davon und fand das gar nicht schlimm.
LG Rosarot mit 4 Mäusen: Sommerjunge 08/2007 , Frühlingsmädchen 3/2010 , Wintermädchen 2/2013 und dem Sommermädchen 6/2014
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von _Franzi_ »

Kommt mir alles sehr bekannt vor. Meine Oma erzählt mir auch immer wieder solche Dinge... :|
Nur alle vier Stunden stillen, nachts gibt es nichts zu essen. Das Kind muss auch mal schreien gelassen werden, schließlich soll es ja lernen durchzuschlafen und sowieso müssen sich am Anfang ja erstmal die Lungen entfalten. :?:
Das Schlimme daran ist ja, dass sie selber immer noch dazu sagt, dass sie es auch absolut nicht haben konnte, wenn das eigene Kind so schreit... aber man musste es ja so machen. :?

Sie ist auch immer wieder ganz erstaunt, dass ich noch Milch habe. Sie konnte nicht so lange stillen. (ist ja auch kein Wunder, wenn man zwanghaft diesen 4-Stunden-Rhythmus einhält :| )

Letztens im Wartezimmer habe ich mich auch mit einer älteren Frau unterhalten. Sie hat mir dann erzählt, dass sie auch zu wenig Milch hatte und deswegen nicht mehr stillen konnte. Ihr Sohn hat vor Hunger geschrien, aber sie durfte ja noch nicht wieder anlegen. Irgendwann meinte die Hebamme dann zu ihr, das läge nur daran, dass ihre Milch zu dünn sei. Sie solle lieber verdünnte Kuhmilch mit Haferflocken geben. Zu der Zeit kam dann auch "Milupa" raus und dann ist sie darauf umgestiegen.
Ihr Sohn lag auch eigentlich den ganzen Tag nur im Laufstall. Er wurde zwar versorgt, aber beschäftigt hat sich so keiner mit ihm. Es mussten ja alle arbeiten. Ihre Schwiegermutter hat dann auch ganz zu Anfang gesagt: "Einen Kinderwagen brauchst du nicht. Du hast eh keine Zeit durch die Gegend zu schieben."

Eigentlich traurig... :( Vor allem weil diese ganzen Dinge auch heute noch in so vielen Köpfen verankert sind.
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elfindatio
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von elfindatio »

_Franzi_ hat geschrieben:
Eigentlich traurig... :( Vor allem weil diese ganzen Dinge auch heute noch in so vielen Köpfen verankert sind.
das ist es ja,man hört sowas sogar von ganz vielen jungen mamas und die sind echt davon überzeugt :cry:
Ines mit "aller guten Dinge sind sechs":die Größte,9.90,der Größte,12.92,der Große,2.00,der Kleinen,10.03,dem Kleinen,9.04 und dem ganz Kleinen,9.08

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Vera
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von Vera »

meine oma ist 99. sie hat ihren sohn 9 monate, ihre tochter, meine mami, 7 monate gestillt. bereits im krankenhaus hat sie abgepumpt für ein anderes kind.

zuhause wurden die kinder nachts ins badezimmer gestellt. anordnung des hausarztes, damit sie nicht stören. sie weiss noch heute, wie sie im schlafzimmer weinte und der sohn nächtelang im bad. aber es war ja verboten, ihn zu holen.

man hört leider immer wieder die gleichen schlimmen regeln.

ich frage mich immer wieder, was passiert wäre, wenn nicht MÄNNER sich so begeistert eingemischt hätten in die funktionierende beziehung zwischen müttern und kindern. ich unterstelle da neid, besserwisserei und argwohn der natur gegenüber. anders sind derart widerwärte und unnatürliche anweisungen einfach nicht erklärbar.

immerhin konnte sie so lange stillen. zu zeiten meiner mutter waren die anweisungen noch rigoroser und die zufütterflasche direkt bei der hand.


p.s. vor 6 wochen bei einer freundin, 6 tage nach entbindung: " ich gebe ihr nachts auch mal den finger, vielleicht hat sie ja gar keinen hunger. und lege sie nachts wach hin, sie muss lernen, dass es nachts nicht nur programm oder was zu essen gibt". ahja. :|
Es ist nicht wichtig, ob es unartig ist, Liebling.
Es ist wichtig, dass es zu einem langen glücklichen Leben führt.
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Re: "Es ist die heilige Pflicht einer Mutter...

Beitrag von inmediasres »

Vera hat geschrieben: ich frage mich immer wieder, was passiert wäre, wenn nicht MÄNNER sich so begeistert eingemischt hätten in die funktionierende beziehung zwischen müttern und kindern. ich unterstelle da neid, besserwisserei und argwohn der natur gegenüber. anders sind derart widerwärte und unnatürliche anweisungen einfach nicht erklärbar.
Mit unserem heutigen Wissen kann einen sowas wirklich wütend machen. Ich denke jedoch nicht, dass jemand den Kindern böses wollte. Schon gar nicht so viele Leute (Männer?), dass es reicht, um ein ganzes Land von diesem Mist zu überzeugen.

Der Punkt ist doch aber, dass das nicht von heute auf morgen entstanden ist. Das war ein Prozess, der durchaus von der Forschung und den damals neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen geleitet wurde. Dazu kommt ein ganz anderes Verständnis von "Natur" und dem Wesen der Kinder. Wunderbar deutlich wird das in dem Titel einer Schrift von L. Besser "Die Benutzung der ersten Lebenstage des Säuglings zu dessen Eingewöhnung in eine naturgemäße Lebensordnung".

Viele Grüße
Karin
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