Stillkrise

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Jessi R.
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Stillkrise

Beitrag von Jessi R. »

Lena ist nun 17 Monate alt.

Sie wird einschlafgestillt, was für mich auch eigentlich kein Problem ist, ABER wenn sie nachts aufwacht und still, ich sie dann nach einiger Zeit (schaue nicht auf die Uhr) abdocke und sie in dieser Zeit noch nicht wieder eingeschlafen ist, macht sie einen richtigen Aufstand! Sie schreit und zerrt an meinem Oberteil rum, fängt jetzt sogar an, mir die Decke wegzunehmen. Das finde ich ehrlich gesagt nicht mehr so lustig! Ich weiß, dass sie auch ohne Brust einschlafen kann. Sie liegt neben mir im Bett, kann also kuscheln, ich spreche mit ihr, würde sie auch streicheln, aber das will sie nicht.

Wie kann ich weiterhin damit umgehen? Ich merke, wie mich das nachts echt immer mehr nervt und ich in solchen Situationen echt am liebsten spontan abstillen würde, obwohl ich es sonst sehr genieße! Sie kann ruhig nachts weiterstillen, es wäre aber schön, wenn sie schnell wieder einschläft und falls sie das halt nicht kann, auch akzeptiert, dass ich nach einer gewissen Zeit nicht mehr mag. Es wird mir dann unangenehm dieses Dauergenuckel.

Ich habe auch versucht es ihr zu erklären, aber das funktioniert noch (?) nicht.

Über Tipps und Anregungen wäre ich echt dankbar!
Liebe Grüße von Jessi mit kleiner Tanzmaus 11/08
ChristineMa
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Re: Stillkrise

Beitrag von ChristineMa »

Hallo!
Das ist ganz schön anstrengend, wenn die (Nacht)geister uns den Schlaf "rauben". ...und so einfach einen Tipp, der in jedem Fall greift, gibts leider nicht.
Allerdings möchte ich dir ein paar Denkanstöße geben warum sich euer Schlaf in letzter Zeit verändert hat.

Wie du in den letzten 17 Monaten wahrscheinlich schon häufiger festgestellt hast, sind in besonderen Entwicklungsphasen (körperlich wie geistig) die Nächte auch "durchwachter". Kleinkinder verarbeiten - wie wir auch - in Lernphasen ganz viele Dinge in der Nacht. Manchmal reagieren die Kleinen auch auf veränderte Tagesablaufe, viele Unternehmungen, neue Dinge am Tag. Ganz nach dem Motto: Themen der Nacht sind immer auch Themen des Tages. Sie suchen sich einfach die Nähe der Bezugsperson um Sicherheit zu gewinnen. Und das nächtliche Stillen ist dabei meist für Mutter und Kind das Einfachste. (Wahrscheinlich würde auch herumtragen beruhigen, aber das ist, vor allem nachts für viele Eltern sehr mühsam).

Meiner Erfahrung nach ist es das Wichtigste, dass sich die Familie wohlfühlt in ihrem Vorgehen. Das heißt natürlich auch die Mama! Nur wenn es uns gut geht, können wir das auch unseren Kindern weitergeben... vielleicht gibt es jemanden, der dich nachts oder auch am Tag etwas entlasten kann.

Kinder sind sehr feinfühlig was das Befinden der Eltern betrifft und meist werden klare Entscheidungen gut akzeptiert. Du kannst dir also überlegen was für dich in Ordnung ist und dann Lena deine Entscheidung liebevoll kommunizieren. Im Moment hat sie den Bedarf (warum auch immer :wink: )nachts lange und ausgiebig zu stillen und darum kämpft sie auch. Deswegen braucht sie vielleicht einen "Ersatz". Wie der für euch aussehen kann, weißt du sicher besser...
Vielleicht konnte ich euer Thema ein bisschen von einer anderen Seite beleuchten.
Ich wünsche euch alles Gute!
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Jessi R.
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Re: Stillkrise

Beitrag von Jessi R. »

Vielen dank für deine Antwort!

Es ist tatsächlich so, dass an den Tagen immer etwas besonders war, wenn die Nächte so schlecht waren - da hätte ich auch selbst mal drauf kommen können!

In "normalen" Nächten akzeptiert sie es auch, wenn ich ihr nach einiger Zeit sage, dass ich nun nicht mehr mag oder stillt halt selbst erst gar nicht so lange, aber in unseren schlimmen Nächten kämpft sie wirklich, wie du schon gesagt hast.

Mir ist auch aufgefallen, dass sie in den schlimmen Nächten vorher sehr lange Mittagsschlaf gemacht hat -> 2,5 Stunden. Normalerweilse schläft sie si 1,5 - 2 Stunden. Vielleicht ist sie auch einfach nicht müde genug, um schnell wieder einschlafen zu können, dann auch noch in der Kombi mit einem aufregenden Tag?! Mmh,......

Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt!
Aber vielen Dank für deine Antwort! Manchmal geht es einem schon besser, wenn man es einfach mal runterschreiben kann! :D
Liebe Grüße von Jessi mit kleiner Tanzmaus 11/08
ChristineMa
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Re: Stillkrise

Beitrag von ChristineMa »

Ja, tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Tag- und Nachtschläfchen. Am leichtesten findest du heraus wieviel Schlaf Lena benötigst, wenn du ca. für 4-7 Tage die Schlafzeiten dokumentierst (Tag und Nachtschlaf) wenn du das dann zusammenzählst und das Mittel ausrechnest kommst du auf den ungefähren Schlafbedarf. Dann kannst du vielleicht auch den etwas länger ausfallenden Tagschläfchen entgegenwirken, damit ihr in der Nacht schnell wieder zur Ruhe kommt.
Liebe Grüße und alles Gute
Keep on :7: :wink:
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Jessi R.
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Re: Stillkrise

Beitrag von Jessi R. »

So werde ich es machen! Genaus so!
Gestern abend ist sie um 21:30 Uhr mit uns ins Bett gegangen, war aber bis dahin wirklich total lieb und die Nacht ging auch! Sie war glaub ich nur ein Mal wach (ich bekomme das wegen des Familienbetts manchmal echt nicht mit).
Allerdings war sie heute Früh um 6:30 fit und wir leider nicht, weil unser einer Hund meinte, heute Nacht raus zu müssen :evil:
Liebe Grüße von Jessi mit kleiner Tanzmaus 11/08
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Jessi R.
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Re: Stillkrise

Beitrag von Jessi R. »

So, mal ein Update:

Lena geht zur Zeit abends etwas später im Bett, so zwischen 20 und 21 Uhr, je nachdem, wie lang und spät ihr Mittagsschlaf ist.

Aber dafür schläft sie suuuuper!

Ich könnte schwören, dass sie teilweise durchschläft (durch unser FB kann ich es nicht 100%ig sagen, weil ich es manchmal einfach nicht mitbekomme und einfach im Schlaf stille).

Auf jeden Fall ist das nächtliche Rumgezerre an mir weg und es geht uns alles richtig gut! :D
Liebe Grüße von Jessi mit kleiner Tanzmaus 11/08
ChristineMa
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Re: Stillkrise

Beitrag von ChristineMa »

Hey, das freut mich aber total für euch :D . Schön, wenn man so Krisen dann wieder überwunden hat und es wieder leichter läuft...
Schön, dass du uns an deiner Erfahrung teilhaben lässt!
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