Kind geferbert und nun....

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Minchen
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Kind geferbert und nun....

Beitrag von Minchen »

Meine Freundin hat ihre Kindern beide geferbert. Sie war der Meinung, mit 7 Monaten müssten sie mal lernen, dass sie auch im eigenen Bett schlafen können und vor allem auch alleine einschlafen. Ich hab damals ansatzweise eine Diskussion versucht, aber bei ihr bringt das gar nichts. Sie besteht da sehr auf ihre Meinung und da wir da in allem sehr sehr unterschiedlich sind, diskutiere ich nicht mehr mit ihr. (Die Kinder wurden auch mit 7 Monaten abgestillt, "weil es ja langsam mal sein muss" :roll: )

Jedenfalls haben wir gestern telefoniert, als unsere Kinder grad alle Abendbrot aßen. Ich wollte sie später wieder anrufen, da es mit den Kindern in wachem Zustand nicht so viel Spaß gemacht hat. Sie meinte, ihre Kinder lägen um halb acht im Bett, aber dann könne sie noch laaaaaange nicht telefonieren. :?: Naja, sie müsste bei dem Kleinen dann mindestens noch eine Stunde am Bett sitzen und singen, sonst schliefe er nicht. :shock: (er ist 2).
Ein kleines inneres Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen: das hat sie nun von ihrer Ferberei - das bringt nichts und wieder nichts - jedenfalls nicht dauerhaft. Men Großer stillt abends nochmal, dann bekomm ich einen Kuss, eine große Umarmung und dann lass ich die Tür offen, so dass er mich sehen kann. UNd so schläft er meist nach 5 Minuten ein.

Mein Mann war dann der allerbeste: er meinte nur, da sähe man mal, wie gut es sei, dass wir unsere Kinder so lange einschlafbegeleitet haben (den Großen bis vor kurzem noch), denn jetzt ht er keine Angst mehr vorm Einschlafen, kenne das Bett, fühle sich da wohl und braucht uns eben nicht mehr.

Fazit: was wir jetzt an Zeit in die Kleinen investeieren, zahlt sich irgendwann aus. Umgekehrt wird es die Mütter einholen, die es sich leichter machen wollten.


P.S. Jetzt liest sie das Tyrannenbuch und meint, sie wisse nun, was sie all die Jahre falsch gemacht und versäumt habe... :roll: Ich hab ihr Kloeters empfohlen... :mrgreen:
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
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mellipop
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von mellipop »

dein frühlingsfrosch 08 schläft alleine ein :shock:

meiner noch lange ncih :|
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LaLeMi
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von LaLeMi »

Tja, was will man da sagen :lol:

Wir säen, was wir ernten... früher oder später auf jeden Fall ;-)
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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Minchen
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von Minchen »

Erst seit ganz kurzem! Er hat uns sogar schon rausgeschickt. :shock: Wir hatten auch zunehmend das Gefühl, ihn beim Einschlafen zu stören, wenn wir dabei waren, hat er oft eeeeeeewig rumgemacht. Gingen wir raus, hat er zwar manchmal kurz (!) gemeckert, schlief dann aber ganz ganz schnell ein. Die offene Tür ist nun der Kompromiss, der ihm gefällt.
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Gluehsternchen
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von Gluehsternchen »

Helene schläft auch alleine ein... ich singe, liege bei ihr und mach die Spieluhr an, klappt zu 90% immer :)
Hannah haben wir 3 Jahre in den Schlaf begleitet :)
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Ehut

Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von Ehut »

tja, ich würde mal ganz klar sagen "SELBST SCHULD" und recht geschiehts ihr ;)
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Pueppi
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von Pueppi »

Nur sehe ich in diesem Fall leider keinen Zusammenhang.

Meine Tochter (von 08) schläft NIEMALS ohne mich ein. Sie schläft nicht ohne Stillen bzw. Tragen ein und sie würde NIEMALS alleine wach im Bett liegen.
Sie wurde immer liebevoll einschlafbegleitet und das werde ich wohl auch noch sehrr lange tun müssen.
Alle geferberten Kinder um mich herum schlafen alleine ein. Warum auch nicht? Falls sie doch mal wieder brüllen müssen sie halt solange brüllen bis sie erschöpft einschlafen.

Das einschlafbegleitete Kinder schneller lernen alleine einzuschlafen halte ich für ein Gerücht.
Schnüff (06/08) & Klein-My (07/11) & Püppi (03/14)
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coccolone
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von coccolone »

Pueppi hat geschrieben:Das einschlafbegleitete Kinder schneller lernen alleine einzuschlafen halte ich für ein Gerücht.
Ich glaub' ich auch. Unserer wird uebrigens auch noch in den Schlaf begleitet.
"You can't start a new chapter in your life, if you keep re-reading the last one."
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Minchen
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von Minchen »

Ich sage auch nicht, dass sie es SCHNELLER lernen, aber sie haben eher keine Angst mehr vor dem Schlafen und kein Problem mehr mit dem Ins-Bett-gehen. Jedes Kind braucht unterschiedlich lange dafür, aber wir tun ihnen damit etwas Gutes. Ich glaube nicht, dass es geferberten Kindern gut geht, wenn sie ins Bett gehen. Sie empfinden das nicht als etwas Schönes. Mein Großer sagt sogar, dass er müde ist und ins Bett gehen möchte. :shock: Und wir haben auch alles durch, bis hin zu zwei Stunden daneben sitzen, immer wieder stillen und vor ihm einschlafen... :roll: :mrgreen:

Klar, wenn ich das Ferbern bis zum Ende durchziehe, dann lass ich mein Kind IMMER schreien - aber scheinbar scheint es bei ihr nichts mehr zu bringen - sie ist da hart genug und würde es machen. Aber offenbar klappt irgendwas nicht (vermutlich steht er dann auch wieder auf...).

Ich bleibe dabei, die nicht geferberten Kinder schaffen es viel eher, entspannt alleine einzuschlafen (und vor allem ohne Weinen) - bei jedem dauert es eben unterschiedlich lang. Kann sein, dass mein Großer das auch deswegen so gut macht, weil eben der Kleine noch da ist und ich zwangsläufig nicht mehr so viel Zeit hatte, mich mit ihm hinzulegen (ich bin abends immer allein). Aber er hat das ohne Tränen gut hinbekommen und das hätte ich bei ihm wirklich nie gedacht (er ist sehr bedürfnisstark).
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Minchen
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Re: Kind geferbert und nun....

Beitrag von Minchen »

Und was ich damit auch sagen wollte ist, dass es bei uns eine gradlinige Entwicklung ist: erst brauchte er uns ganz ganz viel, dann ging es (klar, mit Auf und Abs) mit weniger und weniger und auch wenn er jetzt vielleicht mal nen schlechten Abend haben kann, wo es nicht geht, so wird er nicht mehr dahin zurückfallen, dass wir zwei Stunden an seinem Bett sitzen müssen. Versteht Ihr, was ich meine? Wir begleiten unsere Kinder kontinuierlich in die Selbständigkeit und so erlernen sie es Schritt für Schritt, jeder in seinem Tempo. Wenn wir ihnen das verweigern (ferbern, zu frühes Abstillen o.ä.) wirken sie vielleicht zu dem Zeitpunkt schon selbständiger, sind es aber gar nicht, was sich dann in Rückschritten zeigen wird, die zu einer Zeit kommen, wo man mit ihnen nicht mehr rechnet - es ist dann eben keine gradlinige Entwicklung, sondern ein Hin und Her.
Versteht Ihr, was ich meine?
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