Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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LaLeMi
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von LaLeMi »

Ich schätze auch, das KLeine profitiert eher davon, daß ja schon Milch da ist.
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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Sabsi
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von Sabsi »

Ja, ich habe ja auch wieder seit etwa der 27. Woche Milch, wobei ich nicht glaube, dass es richtig viel ist, und das was ich sehe ist auch eher wässrig. Also es ist definitiv was da, aber ich weiß halt nicht, was sich da durch die Hormone bei der Geburt und danach noch umstellt. Das Stillbuch ist ja mega aussagekräftig in Bezug aufs Tandemstillen :?

LG,
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Anima
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von Anima »

Ich hatte das Gefuehl, mein Kleiner kriegt Unmengen von Kolostrum - offenbar hatte die Grosse es ihm "vorbestellt". Ich war drei Tage im KH, da durfte der Kleine exklusiv stillen, danach durfte sie immer nach dem Baby 9aber als klar war, dass er immer nur eine Brust will, durfte sie dann auch gleichzeitig). Und die ersten drei Monate hat sie gestillt wie ein Neugeborenes - danach habe ICH sie wieder reduziert auf die "dreimal taeglich", die wir eigentlich vor der Geburt hatten.

Inzwischen stille ich ja bereits fast 3 Jahre im Tandem. Ich wuerde es jederzeit wieder so machen, es lohnt sich.
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cocotte
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von cocotte »

Also bei uns war es so, dass ich auch von Anfang an Milch hatte und so quasi nicht auf den Milcheinschuss warten musste. Die Schwestern im KH dachten immer, dass sei jetzt wohl kein Kolostrum, aber das war es, das kann man ja sehr deutlich unterscheiden. Jeder war überrascht, dass sich die Milch tatsächlich an das Neugeborene anpasst.
Charlotte (die große Maus) wollte sobald sie mich im KH besuchen kam, immer sofort an die Brust. Ich hab sie auch immer gleich gelassen, hab halt Tandemgestillt, wenn die Kleine auch grade trank. Aber ich hab es nie verweigert, weil sie dann sofort in Tränen ausgebrochen wäre (ich hab es einmal versucht, sie warten zu lassen...). Außerdem musste sie schließlich auch damit klarkommen, dass die Mama im KH ist. Da wollte ich ihr nicht noch die Brust nehmen, in der kurzen Zeit, die wir uns pro Tag nur sahen. Ich hatte nie den Eindruck, dass sie durchs Trinken dem Baby was wegnimmt bzw. dadurch die Menge des Kolostrums abgenommen hätte.
Nach meiner Erfahrung würde ich sagen, es wird halt bis zum Milcheinschuss Kolostrum produziert, aber nicht in begrenzter Menge, sondern generell ist das die zur Verfügung stehende Nahrung in den ersten Tagen und wird immer wieder nachproduziert, bis die "richtige" Milch kommt. Aber ich kann logischerweise ja nur für mich sprechen. Ich hab halt generell ziemlich viel Milch, das war schon beim 1. Kind so.

Auf eines muss man sich glaub ich einstellen die erste Zeit: Die Große hatte durchs Trinken vom Kolostrum nen ziemlich ekligen, durchfallartigen Mumistuhl... Naja, ich musste sie ja nicht wickeln, war ja 5 Tage im Kh... :mrgreen: Die im Kiga dachten schon, sie hätte nen Noro-Virus. Und waren etwas entgeistert, als sie vom Papa hörten, dass ich tandemstille und dass das dann normal sei... :wink:

Zuhause angekommen, haben sich die Stillmahlzeiten der Großen bei uns ganz schnell wieder auf das vorgeburtliche Maß reduziert (also nur noch zum Einschlafen, mittags und abends, und morgens zum Kuscheln, d.h. 2-3x pro Tag). Ich habs ihr auch tagsüber recht konsequent verweigert, tagsüber, wenn ich selber grade gar nicht wollte, weil ich mich anfangs wirklich auf das Baby konzentrieren musste. Außerdem hatte ich ne zeitlang sehr wunde BW (in der 2./3. Woche nach der Geburt) und da hab ich es schon kaum ausgehalten, das Mini zu stillen. Nur nachts hab ich die Große wieder häufiger gestillt, aber auch nur dann, wenn der Papa sie nicht beruhigen konnte.

Der Milcheinschuss fiel aber trotz stillendem Großkind ziemlich heftig aus, am 3. Tag fing es an, ganz schlimm war es am 4. Tag nach der Geburt. Die im KH wollten mich fast nicht nach Hause lassen deshalb, weil die Bruste wirklich riesig und hart wurden, teilweise rote Stellen hatten und sie einen Milchstau befürchteten. Aber da hat die Große mir wirklich geholfen, ich war total erleichtert, als sie nachmittags endlich kam und trinken konnte. Das hätte ich an dem Abend auch noch mal gebraucht, aber ich bin erst am nächsten Tag entlassen wurden. Ist sicher gut, wenn man nach der Geburt schnell wieder daheim ist.
Wobei ich sagen muss, trotz "Trennungsschmerz" hab ich die Zeit allein mit dem Baby im KH auch sehr genossen. ich wusste die Große in guten Händen und musste mich noch nicht so "teilen" zwischen den Beiden - ein Gefühl, dass mich seit ich 2 Kinder habe, eigentlich immer begleitet, mal mehr, mal weniger.

Mein Fazit:
Lass alles auf dich zukommen. Ich würde nicht generell sagen, immer das Baby zuerst trinken lassen - außer du hast wirklich wenig Milch, dann ist es natürlich anders. Meine Große war beim Anblick des Babys an Mamas Brust schon recht eifersüchtig am Anfang (wobei ich den Ausruck Eifersucht in dem Zusammenhang eigentlich gar nicht mag, dass sie das schmerzt und sie dann eben auch will, ist ja nur logisch!) und wäre total fertig gewesen, wenn sie dann noch hätte warten oder gar verzichten müssen. Oft war es die ersten Tage einfacher, nach kurzem Anlegen des Babys (bis der erste Hunger gestillt ist) gleich noch die Große trinken zu lassen und dann erst das Baby wieder.
Das ist immer noch so, da der Milcheinschuss bei mir so heftig ausfällt, dass da manchmal die reinsten Fontänen sprühen. Die Minimaus verschluckt sich dann ständig, und wenn die Große vorher schon dran war, geht es viel besser, da der erste "Schwall" weg ist.

Ich wünsch dir alles Gute!!! Tandemstillen ist was schönes! :)
LG
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen

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Sabsi
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von Sabsi »

Danke für Eure Erfahrungsberichte! Das macht mir Mut ;) Ich hätte nie gedacht, dass ich mich mir Tandemstillen mal auseinandersetzen "muss", aber jetzt bin ich doch echt neugierig auf die Zeit und freu mich drauf :)

Liebe Grüße,
Sabsi
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LaLeMi
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von LaLeMi »

Toller Bericht, cocotte, auch von mir vielen Dank.
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FamilieChaos
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von FamilieChaos »

von mir auch danke für eure Berichte.Hab mir auch schon nen Kopf gemacht,wie das die ersten tage nach der Geburt laufen soll.
mit bald 7 Zwergen *2/99,4/00,9/02,6/08, 7/10,10/14 und 7/2020 und 6 Sternchen im Herzen
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von Bara »

wunderpflanze hat geschrieben:Ich habs auch so gemacht - immer Baby zuerst.
Auch wenn das die Große nicht immer ganz so einsehen wollte.

Verlasst Euch aber nicht drauf - von wegen "viel stillen wir ja nicht mehr"
Das war bei uns auch so.
Als Babylein dann da war, wollte C. wieder sehr viel öfter - vor allem auch wieder nachts.
Das war bei uns auch so. Vor allem braucht das große Kind länger als das Babylein und DAS hat mich genervt/nervt mich. Aktuell entscheide ich deshalb, wann genug ist und zwar nicht immer einvernehmlich.
Liebe Grüße, Barbara mit großer Tochter (02/07) und kleiner Tochter (01/10)

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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von Bara »

Zum Start: von der Menge her war das in der Hinsicht unproblematisch, dass genug Milch für beide eigentlich sofort da war. Die kleine Rübe hatte ihr Geburtsgewicht an Tag 4 überschritten.
Liebe Grüße, Barbara mit großer Tochter (02/07) und kleiner Tochter (01/10)

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Semiralinda
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Re: Tandem-Still-Start: Wie läuft's?

Beitrag von Semiralinda »

Sabsi hat geschrieben:Ja, ich habe ja auch wieder seit etwa der 27. Woche Milch, wobei ich nicht glaube, dass es richtig viel ist, und das was ich sehe ist auch eher wässrig. Also es ist definitiv was da, aber ich weiß halt nicht, was sich da durch die Hormone bei der Geburt und danach noch umstellt. Das Stillbuch ist ja mega aussagekräftig in Bezug aufs Tandemstillen :?

LG,
Sabsi
Übrigens, hier auch nochmal der Hinweis: ich fand das Buch von Hilary Flower "Adventures in Tandem Nursing. Breastfeeding during pregnancy and beyond" (erschienen auf Englisch bei LaLecheLeague, gibts z.B. bei amazon) sehr interessant, da es sich ausschließlich eben mit dem Stillen während der Schwangerschaft und dem Tandemstillen in sämtlichen Varianten (auch z.B: von adoptierten Kindern etc. oder sogar von 3 Geschwistern verschiedenen Alters etc.) beschäftigt. Ein Thema, das ja in der sonstigen Stillliteratur leider nicht wirklich viel Beachtung findet.
Liebe Grüße,
Arabella und die fantastischen Fünf (03/98, 03/00, 06/03, 12/07, 05/10)
und Sternenkind Angelito * 12.02.13 / 15. SSW

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