Abends + nachts abstillen wg. plötzlichem Einschlafproblem?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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winterkind
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Abends + nachts abstillen wg. plötzlichem Einschlafproblem?

Beitrag von winterkind »

Unser Kleiner hat gerade seinen 1. Geburtstag gefeiert. Er war ca. 10 Monate ein Kind, das ich einfach zum Schlafen bringen konnte (ganz im Gegensatz zu seinem großen Bruder) und nun scheint er es ihm nachmachen zu wollen... Ich habe ihn lange in den Schlaf gestillt und versuche das auch noch, aber das klappt schon eine ganze Weile nicht mehr. Irgendwann war alles andere zu interessant und er ist nicht schnell genug zu Ruhe gekommen. Er stillt selten länger als er trinkt, sprich er ist ziemlich fix fertig und nuckelt dann höchstens noch ziemlich genervt und das hasse ich. Ich nehme ihn dann von der Brust ab und die erste Zeit (also nachdem er nicht mehr beim Stillen eingeschlafen ist, aber bevor er angefangen hat, so ein Theater wie jetzt zu machen) habe ich danach ein wenig gesungen und er ist eingeschlafen. Aus irgendeinem Grund klappt das nun nicht mehr. Er wartet noch nicht mal mehr ab, sondern geht schon halb krabbelnd von der Brust ab und steht auf, will aus dem Bett und dreht durch, wenn ich ihm das versage und ihn immer wieder hinlege. Wenn ich ihn festhalte (lieb, in den Arm nehme) ist es noch schlimmer. Es endet nun schon fast ritualartig so, dass ich ihn mit sehr lauten Sch-Lauten und extremem Hopsen (ich tanze schnellen Walzer bis mir ganz schwindelig wird und ich ganz atemlos bin wegen dem blöden Schhhh) zum Schlafen kriege. Das hilft immer. Man könnte es jetzt so sehen, dass wir ja des Rätsels Lösung gefunden haben. Finde ich aber nicht. Ich war eigentlich so froh, viele der Ratschläge aus The No-cry sleep-solution von Pantley befolgt zu haben und ihn zum Beispiel nicht daran zu gewöhnen, ewig zu nuckeln (ich habe ihm von Anfang an immer wieder die Brust sanft entzogen, nachdem er fertig getrunken hat und immer sofort wieder gegeben, wenn er sie wieder haben wollte, dann nach einigen Minuten wieder und wieder und so hat er es sanft und ohne Leiden gelernt, zu stillen und dann ruhig einzuschlafen. Nur klappt das eben nicht mehr und das finde ich so schade. Ich denke auch (sowieso) darüber nach, ihn fast ganz abzustillen/ das Stillen sehr zu reduzieren. Er stillt tagsüber noch recht viel und nachts auch. Ich weiß nur nicht so recht wie. Bei meinem "Großen" (er ist 2 Jahre älter) habe ich es abrupt gemacht: ich war im 4. Monat schwanger und es hat nur noch wehgetan und außerdem hatte es mich begonnen anzuekeln (oder so), irgendwie war er mir plötzlich zu groß dafür, dass er an meiner Brust rumnuckelte, ich wollte das einfach so gar nicht mehr, warum auch immer. Ich hab ihm dann einfach gesagt, dass es mir wehtut und dass es darum nicht mehr geht und habe ihm als Ersatz einen Trinkbecher gegeben. Es war erstaunlich einfach und nur in der 2. und 3 (in der 1. komischerweise nicht) Nacht mit Tränen verbunden - und das war auch nicht sonderlich dramatisch. Nur: soll ich dem Kleinen jetzt auch sowas erzählen/ vorlügen? Stimmt ja nicht. Bzw. schon, er zahnt nämlich grad und knabbert/ beisst/ drückt zu heftig zu. Das könnte ich vielleicht als Grund nutzen. Ich weiß auch nicht. Also: hier meine Hauptfrage:

WIE STILLE ICH IHN AM BESTEN ABENDS UND NACHTS AB????

und:

MEINT IHR, DAS ÄNDERT DAS EINSCHLAFPROBLEM? Einfach was ganz neues zu machen, also einfach nur eine Geschichte zu erzählen oder so???

Danke für eure Hilfe...
Winterkind
P.S.: Achso, wir schlafen im Familienbett, denken darüber nach, ihn in ca. einem halben Jahr auszuquartieren, in ein Etagenbett unter den Bruder, sind uns da aber noch nicht so sicher, auch, weil der oft noch ein ziemliches Theater beim Einschlafen macht.
winterkind
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Re: Abends + nachts abstillen wg. plötzlichem Einschlafprobl

Beitrag von winterkind »

Achso - was haltet ihr von der Methode vieler "Indianer"/ Menschen früher / in anderen Kulturen, sich eine bitter schmeckende Paste auf die Brustwarzen zu schmieren, so dass sich das Kind "von alleine" abstillt, aber sich trotzdem nicht von der Mutter abgelehnt fühlt? Ich bin mir da ganz unsicher.
winterkind
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Re: Abends + nachts abstillen wg. plötzlichem Einschlafprobl

Beitrag von winterkind »

Wieso antwortet mir keiner??? :(
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Minchen
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Re: Abends + nachts abstillen wg. plötzlichem Einschlafprobl

Beitrag von Minchen »

Huhu!

Vieleicht schreibst Du an der falschen Stelle - es geht ja auch oder sehr viel ums Stillen... Ich wollte Dich aber nicht wegdrücken, daher versuche ich Dir etwas zu raten.

Also, erstmal finde ich die "Indianer"-Methode GANZ SCHLIMM und würde das niemals niemals niemals machen. Wie soll denn das Kind das begreifen? Und vor allem in DEM Alter?

Zum Abstillen allgemein kann ich Dir aber nicht viele Ratschläge geben, denn ich stille beide meine Kinder noch und würde das Alter Deines Kleinen einfach viel zu früh dafür finden. Nachts abstillen ist etwas anderes, wobei ich das auch erst viele später begonnen habe. Der Große war damals 21 Monate alt und hat verstanden, worum es ging.
Andererseits geht es Dir ja auch nicht nur um den Nachtschlaf, sondern um das Einschlafen. Das wird jetzt bestimmt nicht schlagartig besser, wenn Du ihn ganz abstillst. Bei meinem Großen hatten wir auch eine lange Phase, in der es einfach nur anstrengend war, ihn ins Bett zu bringen. Teilweise haben wir bis zu 2 Stunden mit ihm im Bett verbracht. Heute - beim zweiten Kind - sehe ich das entspannter. Wenn er nicht müde ist, ist er eben nicht müde. Dann muss er auch nicht schlafen, vielleicht war das unser Fehler. Einschlafstillen jedenfalls war nur noch Glückssache und funktioniert bis heute nicht mehr (nur mittags).
Mir ist daher nicht ganz klar, was Du mit dem Abstillen erreichen möchtest... :?:

Ich kann Dir für den Abend nicht richtig viel raten, außer darauf zu achten, dass er wirklich müde ist und Dir halt Zeit zu nehmen. Ich weiß, dass das nerven kann, aber Du kannst ihn nicht zum Schlafen zwingen, weder mit noch ohne Brust.

Mh, mehr fällt mir grad nicht dazu ein.. :?
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
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Re: Abends + nachts abstillen wg. plötzlichem Einschlafprobl

Beitrag von winterkind »

Ich will ihn ja gar nicht ganz abstillen! Es geht mir nur ums Einschlafen. Und nachts wäre halt auch netter ohne, auch wenn ich nicht sonderlich drunter leide.
Heute habe ich es so gemacht, dass ich mich im Dunkeln mit ihm aufs Bett gesetzt habe (gemütlich nach hinten gelehnt an einen Kissenhaufen) und ihn dann in der Wiegeposition im Arm gehalten und gestillt habe. Dabei habe ich ihm mit möglichst langsamer, monotoner und leiser Stimme eine ganz einfache Geschichte erzählt über einen kleinen Jungen, seine Mama und seinen Papa, was sie so machen und so sehen (Haus, Baum, Blume - viele Wörter, die er kennt). Dabei ist er schon fast eingeschlafen. Dann haben wir uns hingelegt und er hat weitergetrunken und ist auch ganz sanft eingeschlafen. Tataaaaa... vielleicht war das schon des Rätsels Lösung? Na, mal sehen, wie es morgen läuft.
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