mehrmals Trinken in der Nacht :-(

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Miracleine
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 8104
Registriert: 27.02.2010, 21:31
Wohnort: Wedel bei Hamburg

Re: mehrmals Trinken in der Nacht :-(

Beitrag von Miracleine »

Hallo Butterblume,

wie hat es sich denn in den letzten vier Wochen entwickelt?
Butterblume012 hat geschrieben:hallo!

Ich hab ja schon öfter gehört, dass sich das Schlafverhalten eines Babys mehrmals ändert, und wenn es einmal durchschläft, dass es nicht immer so sein muss. Aber das es gleich so extrem sein muss?
Meine Tochter (knapp 7 Monate) hatte schon 5-6 Stunden, manchmal sogar 8 Stunden durchgeschlafen. Seit einigen Wochen aber möchte sie wieder alle 2 bis 3 Stunden in der Nacht trinken.
Vorher hab ich sie immer im Sitzen im Bett gestillt. Nachdem das häufige Stillen aber immer anstrengender für mich wurde, habe ich begonnen, sie im Liegen zu stillen. Offensichtlich gefällt es ihr aber so gut, neben Mama einzuschlafen, dass sie keinen Schnuller mehr nimmt, immer häufiger munter wird und sich nur mehr so beruhigen lässt. (Naja, wenn ich das jetzt so lese, kann ich es ihr natürlich nicht verdenken, ich würds wohl ähnlich machen :roll: ).

Jetzt habe ich folgende Frage: wann wird es jemals wieder besser??? Eine Freundin von mir hat deswegen schon abgestillt - ich möchte das natürlich (noch) nicht, aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte. Hunger und Durst wird es sicher nicht immer sein, also oft möchte sie sicher einfach bei mir im Arm sein... gibt es irgendein "Rezept", damit sie zumindest wieder 5 Stunden durchschläft?

Vielen Dank schon mal!
Unser Kleiner hat die ersten fünf Monate immer 6-8 Stunden durchgeschlafen. Dann wollte er plötzlich immer alle zwei Stunden stillen. Mit etwa zehn Monaten wurde es dann langsam nachts etwas weniger. Derzeit stille ich so ca. um 19:00 Uhr, um 23:00 Uhr, um 04:00 Uhr und um 08:00 Uhr. Zusätzlich dann noch zweimal tagsüber. Wir sind also nachts jetzt bei einem Intervall von vier bis fünf Stunden angekommen. Ich finde mit Familienbett und Beistellbett ist das absolut in Ordnung. Und wenn ich ganz müde bin, schlafe ich einfach weiter und lasse die Brust zur Selbstbedienung draußen.

Damit mich das Stillen nachts nicht so schlaucht, habe ich angefangen unseren Rhythmus etwas anzupassen. Z.B. gehe ich abends erst ins Bett, wenn er nach Stillen verlangt und still ihn dann im Bett. Dann habe ich danach wenigstens ein paar Stunden Schlaf am Stück und bin nicht gerade erst eingeschlafen.

Butterblume012 hat geschrieben:Vielen Dank für eure Antworten!

Letzte Nacht war es besonders "schlimm", da wollte sie ungefähr jede Stunde trinken :roll:
Bisher hat sie immer im Beistellbett geschlafen, aber heute wollte sie nur mehr bei mir im Bett liegen. Da hab ich sie dann auch gleich neben mir liegen lassen, so dass sie sich quasi "selbst bedienen" konnte...
Solche Phasen gibt es bei uns auch immer wieder, aber die sind nur kurz. Ansonsten siehe oben.

Butterblume012 hat geschrieben:Bisher hatte ich immer im Hinterkopf "letztendlich sollte sie doch im eigenen Bett schlafen, und so viel Stillen in der Nacht kann ja nicht gut sein", außerdem bekommt man von allen Seiten zu hören, dass man eh selber schuld an der Situation ist ("eh klar, wenn sie bei dir im Bett schläft, dass sie dann immer trinken will").

Ich werde jetzt aber auch versuchen, mir nicht mehr zu viele Gedanken darüber zu machen, ob ich dadurch mein Kind verwöhnen kann oder nicht (auch das wird einem immer eingeredet), und sie einfach mal stillen lassen, so oft sie will - und ich schau nicht mehr auf die Uhr :)
Ich muss mir momentan auch immer anhören, dass Benjamin ja nur "so schlecht" (sprich: nicht alleine) schläft, weil ich das mit ihm nicht übe und ihn tagsüber auch nicht alleine in sein Bett lege. Leider muss man sich als mehr als sechs Monate stillende Mutter mit Familienbett und Tragetuch ein dickes Fell zulegen. Mir fällt es immer noch schwer, aber ich lerne es so gaaaanz langsam.

Viel Erfolg!
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
Benutzeravatar
JaneRizzoli
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1387
Registriert: 11.04.2010, 18:33

Re: mehrmals Trinken in der Nacht :-(

Beitrag von JaneRizzoli »

wenn das kind "nur" alle 2-3 stunden an die brust will, geht das ja noch, finde ich. bei uns wollte meine kleine in spitzenzeiten alle halbe stunde nachts an die brust. ich hab ´das nicht mehr lange ausgehalten, kam gar nicht mehr zu meinem schlaf. ich hab dann einfach probiert, sie in ihrem eigenen zimmer schlafen zu lassen (mit 6 monaten), anfangs nur am anfang der nacht. sobald sie dann weinte, hab ich sie wieder zu mir geholt. das schaffte sie dann jede nacht ein wenig länger und jetzt schläft sie inzwischen bis ca. um 6 bzw 7. wenn sie vorher aufwacht hole ich sie wieder in mein bett.
ich denke, wir haben uns gegenseitig nachts geweckt, denn es geht mir grundsätzlich so, das ich, wenn sie neben mir liegt, hüsteln muss oder meine nase zu ist, weil ich gerade dann wahrscheinlich leise sein will, um sie nicht zu wecken. und so schlafen wir beise ruhiger.
wenn sie nicht so oft an die brust gewollt hätte, wär ich auch nicht auf die idee gekommen, sie in ihrem eigenen bett schlafen zu lassen, weil ich es an sich sehr schön finde, mit meinem kind in einem bett zu schlafen. und wie oft man sein kind stillt, ist auch jedem selbst überlassen, da sollte man sich auf keinen fall reinreden lassen oder ein schlechtes gewissen machen lassen!
S. mit Pubertier 09/09 und Frechdachs 06/15 und
Kleine Nachzüglerin 08/20
Butterblume012
möchten wir nicht mehr missen
Beiträge: 390
Registriert: 10.02.2010, 14:32

Re: mehrmals Trinken in der Nacht :-(

Beitrag von Butterblume012 »

hallo!

@ Miracleine
Wirklich geändert hat sich nichts, aber in manchen Nächten hab ich schon das Gefühl, dass die Abstände etwas größer sind :)
Aber wie schon geschrieben, indem ich sie jetzt "ruhigen Gewissens" bei mir im Bett liegen lasse und während dem Stillen einfach weiterschlafe, geht es mir schon viel besser! Inzwischen dürfte sich mein Körper an die neue Schlafsituation auch schon angepasst haben, denn ich fühle mich auch untertags wieder viel fitter.
Trotzdem bin ich gerade in einer Stillkrise. Denn das Stillen untertags wird einfach nicht weniger. Beikost ist bei uns wirklich nur "Bei-"Kost, mehr als maximal 10 Löffel sind es nie, auch wenn sie Hunger hat (denn dann will sie immer nach ein paar Löffel an die Brust :roll: ). Und es ist ihr immer noch völlig egal, ob ich etwas esse oder nicht, sie greift nicht mal danach... also denke ich, dass sich an unserer Stillsituation länger nichts ändern wird und sie einfach noch nicht wirklich essen mag - manchmal wünschte ich mir aber, dass sie untertags mehr essen und weniger stillen würde. Ich weiß aber nicht, ob es jetzt sinnvoll wäre, ihr untertags Wasser zum Trinken anzubieten, damit sie weniger stillt...

@ JaneRizzoli
Das Kinderzimmer ist von unserem Schlafzimmer recht weit entfernt (anderer Stock / Etage), daher möchte ich sie noch nicht in ihr Zimmer legen, obwohl ich auch schon von einer Mutter gehört habe, dass ihr Kind im eigenen Zimmer besser geschlafen hat. Andererseits hat eine Freundin von mir ihr Kind ins eigene Zimmer gelegt und es dann in der Nacht lange schreien lassen, obwohl es einfach nur wieder bei Mama liegen wollte - das wäre für mich auch keine Lösung. Aber das Kind nach dem ersten Schreien ins eigene Bett holen, das könnt ich mir durchaus vorstellen!
Großmaus 09 und Kleinmaus 11
Antworten

Zurück zu „Stillforum“