Relaktation & Stillen

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joyas
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Relaktation & Stillen

Beitrag von joyas »

Hallo

Ich bin derzeitig seit über 3 Monaten am relaktieren, derzeitig kann man es wohl eher eine Konstanthaltung der MuMi-Menge nennen, den von der Milchpumperei habe ich ehrlich gesagt die Nase voll *wennichmichbereitsjetztauskotzendarf* :roll: .

Vielleicht zu unserer Vorgeschichte :
- Schreibaby
- einseitige Stillschwierigkeiten ab 6 Wochen
- mit ca. 8 Wochen abgestillt
- 3 Wochen später Relaktationsbeginn
- 4 Behandlungen beim Osteopathen
- 2 Mittelohrentzündungen innert 4 Wochen (AB-Behandlung und als Nebenwirkung Darmbeschwerden)
- bisher 1 Behandlung beim KISS-Spezialist, NU folgt in ca. 3,5 Wochen (Diagnose: "leichter" Schiefhals, aber enorme Verspannungen im Halsbereich)
- Nun sind wir am Zahnen und haben gelegentlich bei Wachstumsschüben immer noch Verdauungsprobleme, was sogar das Zufüttern mittels Flasche manchmal erschwert.

Wir hatten eine "gute" und viel versprechende Zeit mit dem BES, womit ich MuMi zufüttern konnte. Um seinen Bedarf abzudecken reicht seit längerer Zeit aber meine Milch nicht mehr ! Gängige Pre-Milch verträgt mein Kleiner nicht, Confort 1 von Aptamil (das einzige, das er verträgt) ist zu sämig für das BES ! Ohne eine konstante "Milchzufuhr" verweigert er allerdings die Brust, sprich ohne BES ! Die Becherfütterung ist somit nach meinem Gespür auch nicht hilfreich...

Sein Saugbedürfnis mit knapp 6 Monaten ist aktuell auch nicht mehr das Grösste, Schnuller nur zum Einschlafen. Wir haben uns bisher über jegliche Hürde durchgezwängt, habe allerdings die Hoffnung auf ein "normales" Stillen beinahe aufgegeben. Habt ihr irgendwie noch eine Idee, wie ich die Situation noch retten könnte....

Habe Stillerfahrungen mit 5 Kindern, das 6. sollte wohl die gescheiterte Krönung sein :roll: ...

Vielen Dank schon mal vorab
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Re: Relaktation & Stillen

Beitrag von jusl »

Hallo joyas,

hui, da habt Ihr schon eine ganz schön anstrengende Zeit hinter Euch. Ich kann gut verstehen, dass Du keine Lust mehr aufs Pumpen hast. Wann fingen die Probleme nach der guten Zeit mit dem BES denn an?

Ich sehe da grundsätzlich folgende Ansätze:

* Pumprhythmus und Pumpe noch mal überprüfen. Pumpst Du mit einem Doppelpumpset? Wie oft, und wann?
* Andere Spezialnahrung suchen, evtl ein Vollhydrolysat? Hast Du eine med. Diagnose, WARUM er herkömmliche PRE nicht verträgt? Die Aptamil Comfort ist ja nicht sooo anders, eigentlich nur etwas weniger Eiweiß, Fett und Laktose... Klumpt die auch im dicksten Schlauch? Hast Du mal probiert, sie heißer anzurühren (hier vertretbar, da er ja auch noch Muttermilch bekommt) und mit einem Stabmixer anzurühren?
* Wie viel künstliche Nahrung fütterst Du durchschnittlich am Tag zu? Wenn es nur darum geht, ein Baby am BES "bei der Stange" zu halten, reichen manchmal auch Wassertröpfchen - kommt natürlich auf die Menge an.
* Konntest Du Dein Baby schon mal einer auf Saugstörungen spezialisierten Stillberaterin vorstellen?

Liebe Grüße,
Julia
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joyas
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Re: Relaktation & Stillen

Beitrag von joyas »

Hallo
Vielen Dank für deine Antwort

Die Milchzufuhr durch das BES habe ich bereits auf Herz und Nieren geprüft, sei es mit dickem, mittleren oder dünnem Schlauch, mit heisserem Wasser für längere Zeit stehen lassen und und und... Resultat: eindeutig "zu sämig". Ich habe da ja noch den Vergleich mit gängiger Pre, sowie MuMi, welche ich zur genannten "guten Zeit" mittels BES zufüttern konnte, als die MuMi noch ausreichend gewesen ist. Sein Bedarf ist natürlich aktuell viel höher und zwar muss ich 2-3 x 150ml täglich zufüttern.

Pumpen tue ich derzeitig eindeutig zu wenig, hatte eben auch ein riesen Tief, da scheinbar jeder Stein auf unserem Weg liegen bleibt, welchen es jeweils erst "wegzuräumen" gilt. Das sind die angegebenen Punkte die ich ja aufgelistet hatte.

Weshalb er nun die Pre nicht verträgt, mag wohl daran liegen, dass er eine enorm sensible Verdauung hat. Komischerweise konnte ich während der gesammten SS überhaupt nichts Gekochtes essen und war ebenfalls enorm heikel in dieser Thematik :shock: ! Derzeitig hat der kleine Mann einen Schub und das überträgt sich jedesmal auf seine Verdauung und somit auch auf sein Trinkverhalten. Wenn er im Wachzustand bereits Mühe mit der Flasche hat, so weiss ich bereits im Voraus, dass es mit dem Stillen überhaupt keinen Sinn macht, dafür kenne ich ihn bereits zu gut :mrgreen: ! Nachts im Halbschlaf Stillen geht meistens einigermassen, darüber bin ich weiss Gott wie froh. Zwar stillt er nicht die Menge die er sollte, aber m.M.n. besser als gar nicht. Das habe ich bewusst beibehalten, seinen letzten Bezugspunkt zu Brust = Milch. Das mag auch der Grund dafür sein, das ich bisher noch nicht aufgegeben habe.....
Hinzu kommen noch der leichte Schiefhals und die daraus entstandenen Verspannungen. Ich hege immer noch die Hoffnung, da wir ja noch in der Reaktionszeit sind, dass es sich bessert :roll:

Was ich nun wirklich für unser Stillproblem effektiv verantwortlich machen kann, ist mir mittlerweilen auch nicht mehr ganz sooo klar (Schiefhals/Verdauung) :roll: , das hängt ja meistens zusammen. Die Situation ist derartig verfahren und jedesmal kommt irgend was hinzu. Mir ist bewusst, dass ich mein Kind nicht dazu zwingen kann/will/darf. Ich versuchte jeweils instinktiv den besten Zeitpunkt dafür zu erwischen, landeten aber immer wieder auf den Boden der Tatsachen. Wie damals beim Höhepunkt meiner Relaktation: Sprung ins kalte Wasser und mit Stillen angefangen. 3 Tage ging es super, immer schön nach Bedarf, wenn auch alle 1 - 1,5 h, danach ging es schlagartig den Bach hinab. Krampfartiges Überstrecken, gefolgt von Quängeln etc. pp.....soweit bis meine Milch schlagartig abnahm, dass ich nach 6-7 Tagen damit aufhören musste.

Eine ausgeprägte Allergie hat er jedenfalls nicht, was die Verdauung angeht, so hat der KIA nichts beunruhigendes festgestellt und sein Saugverhalten empfinde ich persönlich als normal (kein verkürztes Zungebändchen oder dergleichen), andocken würde er eigentlich auch korrekt :roll:

Ich habe mir nochmals Gedanken darüber gemacht, und habe mich dazu entschlossen, die Relaktation erneut (ernsthaft :roll: ) in Angriff zu nehmen (ca. 3-4 Wochen), danach geht die Doppel-Pumpe (Symphony) definitiv zurück in die Apo. Damit möchte ich einen erneuten Anstieg der MuMi-Menge erreichen (insofern noch möglich), mit dem Ziel, wieder mit dem BES weiterfahren zu können. Sollte es allerdings erneut scheitern, so werde ich mich Wohl oder Übel mit der Situation abfinden müssen, auch wenn es mir für den Kleinen, zumindest in gesundheitlicher Hinsicht sehr Leid tut :cry: . Der Alltag hier zu Hause muss nach 6 Monaten auch wieder seinen "geregelten" Lauf nehmen und Mami möchte sich auch gerne mit anderen Dingen beschäftigen, ausser wie eine gemolkene Kuh auf dem Sofa vor sich hin zu vegitieren :mrgreen:

Sorry. ist doch noch lang geworden :oops:
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darkdragonsoule
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Re: Relaktation & Stillen

Beitrag von darkdragonsoule »

ich möchte dir mal mut zusprechen und sagen dass du das wirklich toll machst!du tust ganz viel für dein mäusel,willst ihm nur das beste geben.vergiss aber dich dabei nicht.am allerwichtigsten ist die beziehung zwischen dir und deinem kind,und wenn du mit den nerven wochenlang am boden bist,hilft euch bzw dem kleinen das auch nicht sehr.
ich kann verstehen wie du dich fühlst.habe beim ersten kind versucht zu relaktieren und beim zweiten hatt eich auch massive probleme,pumpte monatelang und konnte nicht mal die hälfte ihrer trinkmenge pumpen.bei meinem dritten durfte ich leider auch nicht einfach so ohne probleme stillen und wir stillen nun auch mit dem bes.
es ist gemein weil man doch einfach nur das machen will das unsere aufgabe ist und was so viele frauen auf dieser welt selbstverständlich tun.aber leider müssen manche menschen im leben viele proben bestehen-aber ich weiss ganz genau-der dank und die belohnung kommt!

alles liebe und erfolg wünsche ich euch
Liebe Grüße von Jessi mit Y. 06,D. 08 und M. 010
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joyas
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Re: Relaktation & Stillen

Beitrag von joyas »

Herzlichen Dank für die Zusprache !

Ich versuche schon darauf zu achten, dass die Umstände keine grössere Beeinträchtigung in den Familienalltag mit sich bringt, was auch der Grund für, ich nenne es einfach mal, die "Relaktationsreduzierung", gewesen ist. Bei einer so grossen Familie allerdings etwas schwierig zu bewerkstelligen :mrgreen: !

Ich habe mir mal die "Baby-Astronautennahrung" :roll: etwas angeschaut... Für mich fühlt sie sich irgendwie falsch an, da ich eher von einer genetischbedingten Allergie ausgehe (1. Sohn leichte Neurodermitis, mit ähnlichen Symtomen). An und für sich, sind mir diese Produkte eigentlich schon bekannt, da ich mich damals schon auf Grund meiner Tochter (Nr. 5 :mrgreen:) damit etwas auseinandergesetzt hatte. Zur Erklärung vielleicht: Summasummarung waren 3 von 6 Kinder Schreibabys, mein 1. Sohn knapp an der Grenze davon *könnte eigentlich schon bald ein Buch darüber schreiben...* :roll: .
Mein Jüngster hat bis heute noch Kopfgneisschübe, restliche Hauterscheinungen sind bislang, ausser einem hartnäckigem Hautwolf unter den Achseln und hinter den Ohren während der ersten 10 Wochen, GsD ausgeblieben. Das Confort I ist für uns kein Wundermittel, aber lindert zumindest etwas seine Beschwerden ! Vielleicht sollte ich doch wieder zur Pre greifen *hirn* :?:

Auch wenn ich es mit dem Confort I irgendwie noch hingekriegt hätte, es einigermassen durch das BES durchlaufen zu lassen, ohne dass es zu einem Saugmarathon mutiert, wird sich spätestens beim Abgewöhnen dessen, das Problem der eingeschränkten Handhabung stellen. Meinen Erfahrungen zu Folge, eignet sich hierzu nur Pre-Milch, andere Sondermilch wie HA etc. kann ich bezgl. dem BES allerdings nicht beurteilen ! Die Milch muss jedenfalls bei Verwendung des dünnsten Schlauches bereits bei leichtem Druck fliessen und nicht nur tropfen ! Nach dieser Feststellung wurde mir das von anderen Frauen, welche Schwierigkeiten mit dem BES hatten, rückgemeldet, dass sie durch den Wechsel effektiv positive Erfahrungen damit gemacht hatten, besonders bei hibbeligen Babys. Nur mal so als Feedback, vielleicht ist es ja für die Einte oder Andere ebenfalls hilfreich :wink: !
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