Gedanken am Morgen
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Spatz
- möchten wir nicht mehr missen
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- Registriert: 03.03.2010, 12:53
Gedanken am Morgen
Hallo,
ich habe heute morgen so einige Gedanken gemacht über meine Situation und vielleicht geht es ja anderen Frauen auch so, deswegen habe ich das mal hier niedergeschrieben.
Ich bin im Moment Müde. Nein, nicht nur im Moment. Eigentlich schon seit Wochen oder sind es schon Monate?
Johanna (7 ½ Monate) wird in der Nacht so oft wach und weint. Von Papa geschuckelt, von Mama geschlafgestillt beruhigt sie sich meist sehr schnell wieder. Eigentlich sofort. Leider das 3-8 mal die Nacht.
Darüber reden tu ich nicht mehr gerne. Wenn ich bei einem Telefonat mit meiner Mutter mal die Sprache darauf bringe, kommt dann ein: Also ich würde mir mal überlegen ob du Nachts noch stillst. Nach 6 Monaten braucht das nicht mehr. Wie ihr geht jedes Mal hin. Ihr müsst sie auch schreien lassen. Das trainiert die Lungen. Ihr holt sie in euer Bett? Ihr verwöhnt sie zu sehr. Tja und anstatt aufgebaut zu werden, das die Zeit anstrengend sein kann, dass ich das aber auch schaffe, muss man sich auch noch rechtfertigen. Nach solchen Telefonaten fühle ich mich total ausgelaugt und Niedergeschlagen.
Ich bin ja so froh, dass mein Mann und ich uns einig sind. Wir lassen Johanna nicht schreien. Er sagt mir immer wieder, dass wir uns auf Johanna verlassen können. Sie hat immer einen Grund warum sie schreit. Das wäre bisher immer so gewesen. Und wenn wir den Grund nicht erkennen, sind wir selber Schuld. Dann könnten wir uns mit einer Zeitung auf den Kopf schlagen und dabei sagen, wir sind schlechte Eltern, wir sind schlechte Eltern. Das entlockt mir meistens ein schmunzeln.
Aber warum ist das so. Warum gibt alle Welt Ratschläge, die man nicht gebrauchen kann und einen somit noch tiefer in den Sumpf zieht. Hab gestern einen ausschnitt von einem Telefonat mit bekommen, was mein Mann mit Schwiegermutter führte. Mein Mann hatte Johanna auf dem Schoss. Er war gerade nach Hause gekommen und wollte noch etwas kuscheln, bevor sie ins Bett ging. Während des Telefonats fing Johanna an zu quengeln und ihre Augen zu reiben. Dies wurde am anderen Ende gehört mit der Feststellung, Johanna ist verwöhnt. Mein Mann musste sich rechtfertigen, das Johanna müde sei, das sie sich Tagsüber auch gerne mal alleine beschäftigt und ….. Warum?
Vor sechs Wochen sind wir mit Beikost angefangen. Johanna reagierte mit massiven Blähungen und aß nicht viel, anstatt wie andere Kinder innerhalb kürzester Zeit sich ein Gläschen reinzuhauen.
Von außen verrückt gemacht mit den Kommentaren, Eisenmangen, Nährstoffmangel, Muttermilch reicht nicht mehr, wie sie isst noch immer nicht? Kinderarzt drängte zur Eile und eine Bekannte macht mir Angst, dass ich doch eh schon ein so dünnes Kind hätte und ich mit dem Gewicht aufpassen müsse. Von anderen höre ich, sie haben schon zwei Stillmahlzeiten komplett mit Brei ersetzt und ich erzähle dann von Johannes kläglichen 3 TL Brei und komme mir komisch vor.
Haben viel ausprobiert. Beikost vor dem Schlafen, nach dem schlafen, vor dem Stillen, nach dem Stillen, anderes Gemüse, Selbstgekocht, Sab Simplex gegen Blähungen und und und…. Nichts half.
Der schlaue Kommentar von meiner Mutter: Löffel rein, Sauger hinterher und sie kann es nicht mehr ausspucken.
HALLO? Ich werde Johanna doch nicht zum essen zwingen. Meine Milch ist doch nicht von einem auf den anderen Tag schlecht. Wenn Johanna länger braucht als andere dann braucht sie länger. Eine Stillberaterin aus dem Stillcafe beruhigte mich, das auch im 2. Lebenshalbjahr Milch das Hauptnahrungsmittel ist und das es vollkommen in Ordnung ist, das Johanna nicht so viel isst.
Mein wunderbarer Mann holt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Johanna, wir können froh sein, das du einen so tollen Papa hast. Alleine habe ich nicht die Kraft, gegen alle Besserwisser und ungewollte Ratgeber anzukämpfen. Ich glaube ich hätte mich irgendwann einlullen lassen und denen glauben geschenkt, weil die ungewollten Ratschläge und Kommentare genau da greifen, wo man selber unsicher ist.
Spatz
ich habe heute morgen so einige Gedanken gemacht über meine Situation und vielleicht geht es ja anderen Frauen auch so, deswegen habe ich das mal hier niedergeschrieben.
Ich bin im Moment Müde. Nein, nicht nur im Moment. Eigentlich schon seit Wochen oder sind es schon Monate?
Johanna (7 ½ Monate) wird in der Nacht so oft wach und weint. Von Papa geschuckelt, von Mama geschlafgestillt beruhigt sie sich meist sehr schnell wieder. Eigentlich sofort. Leider das 3-8 mal die Nacht.
Darüber reden tu ich nicht mehr gerne. Wenn ich bei einem Telefonat mit meiner Mutter mal die Sprache darauf bringe, kommt dann ein: Also ich würde mir mal überlegen ob du Nachts noch stillst. Nach 6 Monaten braucht das nicht mehr. Wie ihr geht jedes Mal hin. Ihr müsst sie auch schreien lassen. Das trainiert die Lungen. Ihr holt sie in euer Bett? Ihr verwöhnt sie zu sehr. Tja und anstatt aufgebaut zu werden, das die Zeit anstrengend sein kann, dass ich das aber auch schaffe, muss man sich auch noch rechtfertigen. Nach solchen Telefonaten fühle ich mich total ausgelaugt und Niedergeschlagen.
Ich bin ja so froh, dass mein Mann und ich uns einig sind. Wir lassen Johanna nicht schreien. Er sagt mir immer wieder, dass wir uns auf Johanna verlassen können. Sie hat immer einen Grund warum sie schreit. Das wäre bisher immer so gewesen. Und wenn wir den Grund nicht erkennen, sind wir selber Schuld. Dann könnten wir uns mit einer Zeitung auf den Kopf schlagen und dabei sagen, wir sind schlechte Eltern, wir sind schlechte Eltern. Das entlockt mir meistens ein schmunzeln.
Aber warum ist das so. Warum gibt alle Welt Ratschläge, die man nicht gebrauchen kann und einen somit noch tiefer in den Sumpf zieht. Hab gestern einen ausschnitt von einem Telefonat mit bekommen, was mein Mann mit Schwiegermutter führte. Mein Mann hatte Johanna auf dem Schoss. Er war gerade nach Hause gekommen und wollte noch etwas kuscheln, bevor sie ins Bett ging. Während des Telefonats fing Johanna an zu quengeln und ihre Augen zu reiben. Dies wurde am anderen Ende gehört mit der Feststellung, Johanna ist verwöhnt. Mein Mann musste sich rechtfertigen, das Johanna müde sei, das sie sich Tagsüber auch gerne mal alleine beschäftigt und ….. Warum?
Vor sechs Wochen sind wir mit Beikost angefangen. Johanna reagierte mit massiven Blähungen und aß nicht viel, anstatt wie andere Kinder innerhalb kürzester Zeit sich ein Gläschen reinzuhauen.
Von außen verrückt gemacht mit den Kommentaren, Eisenmangen, Nährstoffmangel, Muttermilch reicht nicht mehr, wie sie isst noch immer nicht? Kinderarzt drängte zur Eile und eine Bekannte macht mir Angst, dass ich doch eh schon ein so dünnes Kind hätte und ich mit dem Gewicht aufpassen müsse. Von anderen höre ich, sie haben schon zwei Stillmahlzeiten komplett mit Brei ersetzt und ich erzähle dann von Johannes kläglichen 3 TL Brei und komme mir komisch vor.
Haben viel ausprobiert. Beikost vor dem Schlafen, nach dem schlafen, vor dem Stillen, nach dem Stillen, anderes Gemüse, Selbstgekocht, Sab Simplex gegen Blähungen und und und…. Nichts half.
Der schlaue Kommentar von meiner Mutter: Löffel rein, Sauger hinterher und sie kann es nicht mehr ausspucken.
HALLO? Ich werde Johanna doch nicht zum essen zwingen. Meine Milch ist doch nicht von einem auf den anderen Tag schlecht. Wenn Johanna länger braucht als andere dann braucht sie länger. Eine Stillberaterin aus dem Stillcafe beruhigte mich, das auch im 2. Lebenshalbjahr Milch das Hauptnahrungsmittel ist und das es vollkommen in Ordnung ist, das Johanna nicht so viel isst.
Mein wunderbarer Mann holt mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Johanna, wir können froh sein, das du einen so tollen Papa hast. Alleine habe ich nicht die Kraft, gegen alle Besserwisser und ungewollte Ratgeber anzukämpfen. Ich glaube ich hätte mich irgendwann einlullen lassen und denen glauben geschenkt, weil die ungewollten Ratschläge und Kommentare genau da greifen, wo man selber unsicher ist.
Spatz
Spatz ( Tochter 2009 und Sohn 2012)
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Doro31
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Re: Gedanken am Morgen
Oh je Du Arme, lass Dich mal drücken!
Ja, es geht nicht nur Dir so - wahrscheinlich werden wir alle mehr oder weniger mit ungebetenen Ratschlägen bombardiert. Ähnlich wie bei Dir führt das bei mir auch oft dazu, dass ich wenig von unserer aktuellen Situation erzähle, oder es manchmal so hindrehe, dass der Fragesteller zufrieden ist. Meinen Eltern ist das ständige Tragen unseres Sohnes ein Dorn im Auge ("wie soll denn der jemals selbständig werden"), und dass er seit seinem letzten Schub nachts wieder drei Mal kommt, habe ich erst gar nicht erzählt. Mal sehen, welche Kommentare bei der Beikosteinführung kommen, durch Dich bin ich ja schon etwas gewarnt
Ja, es geht nicht nur Dir so - wahrscheinlich werden wir alle mehr oder weniger mit ungebetenen Ratschlägen bombardiert. Ähnlich wie bei Dir führt das bei mir auch oft dazu, dass ich wenig von unserer aktuellen Situation erzähle, oder es manchmal so hindrehe, dass der Fragesteller zufrieden ist. Meinen Eltern ist das ständige Tragen unseres Sohnes ein Dorn im Auge ("wie soll denn der jemals selbständig werden"), und dass er seit seinem letzten Schub nachts wieder drei Mal kommt, habe ich erst gar nicht erzählt. Mal sehen, welche Kommentare bei der Beikosteinführung kommen, durch Dich bin ich ja schon etwas gewarnt
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
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Sternenfaengerin
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Re: Gedanken am Morgen
((((Spatz))))) - mag dich ma umarmen, wenn ich darf 
hach, du sprichst mir so aus der seele.... aber: es bleibt und wird noch schlimmer..
aaaber: man wird stärker. ihr habt da einen tollen papa, ich finde das ganz wichtig, das man sich miteinander einig ist und gegenseitig wieder auf den boden holt!
ich finde es auch faszinierend, was andere nicht alles wissen, da ist meine intuition als mutter ja nix gegen
noch faszinierender finde ich allerdings die ganzen 7 monate alten babys, die durchschlafen und essen, wie die weltmeister.. so viele sind das auf einen schlag
aber wenn man sich mit deren müttern regelmässig zum frühstück trifft, scheint es "ab und an" auchmal ausnahmen zu geben
was ich für mich gelernt habe... ich rede sehr viel über stillen und tragen, aber vor allem bei schwangeren frauen.. die MICH drauf ansprechen. von mir bekommt keiner ungewollte ratschläge! wenn ich gefragt werde, sehr gerne, aber nicht mehr ungefragt. auch nicht bei müttern, die mit 6 monaten 2-er milch geben, volle beikost ab dem 5. monat und nur kinderwagen und eigenes schlafzimmer bevorzugen. es steht mir nicht zu und ich finde die ganze "klugscheisserei" schrecklich
btw: muttermilch (in der brust) KANN nicht schlecht werden!
oder schonma von ner kuh gehört, die schlechte milch im euter hatte?
glg und ein dickes fell wünsche ich dir - ich habe um den zeitpunkt herum, noch etwas früher mit stoffwindeln angefangen... das war meine "wappnung" u.a., den da kennt sich keiner mit aus
war toll zum üben für mich!
hach, du sprichst mir so aus der seele.... aber: es bleibt und wird noch schlimmer..
ich finde es auch faszinierend, was andere nicht alles wissen, da ist meine intuition als mutter ja nix gegen
noch faszinierender finde ich allerdings die ganzen 7 monate alten babys, die durchschlafen und essen, wie die weltmeister.. so viele sind das auf einen schlag
was ich für mich gelernt habe... ich rede sehr viel über stillen und tragen, aber vor allem bei schwangeren frauen.. die MICH drauf ansprechen. von mir bekommt keiner ungewollte ratschläge! wenn ich gefragt werde, sehr gerne, aber nicht mehr ungefragt. auch nicht bei müttern, die mit 6 monaten 2-er milch geben, volle beikost ab dem 5. monat und nur kinderwagen und eigenes schlafzimmer bevorzugen. es steht mir nicht zu und ich finde die ganze "klugscheisserei" schrecklich
btw: muttermilch (in der brust) KANN nicht schlecht werden!
oder schonma von ner kuh gehört, die schlechte milch im euter hatte?
glg und ein dickes fell wünsche ich dir - ich habe um den zeitpunkt herum, noch etwas früher mit stoffwindeln angefangen... das war meine "wappnung" u.a., den da kennt sich keiner mit aus
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Aschenputtel
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 29.02.2008, 13:18
Re: Gedanken am Morgen
Ich kann DIr nur sagen, dass Du hier genau richtig bist.
Du brauchst "Vorbild"-Mamas, die einen ähnlichen Weg gehen wie Du, brauchst mehr Argumente gegen den Rest der Welt oder einfach auch nur einfach eine Portion Mut, Deinen Weg zu gehen. (Vielleicht auch einen anderen Kinderarzt, aber das wär dann mehr so eine Folgeerscheinung).
Ich würd Dir empfehlen, hier ganz viel zu lesen und zu fragen, dann kommt das schon!!!!
Ach ja, und wegen dem Schlafen: Das geht den meißten stillenden Müttern ganz ähnlich wie Dir und es wird besser, ganz bestimmt!!! Es kann allerdings noch so ca. 1 Jahr dauern
(Vielleicht hast DU ja Glück, und es ist weniger)
Und mit dem Essen: auch völlig normal, meine Tochterr hat mit dem Alter z.B. höchstens mal Sauce von Papas Tellerrand geschleckt.
Hier im Forum gabs mal einen Bericht einer Mutter, die einfach so lange gestillt hat, bis ihr Sohn selber essen wollte. Wo war das noch gleich??? Ah, ja, hier
Und oft schützen sich Kinder mit hohen Allergierisiken so auf natürliche Weise. Du siehst ja, dass Deinen Tochter mit Blähungen kämpft, also macht Euch keinen Stress, sie wird sich mit 10 nicht mehr nur noch ausschließlich von Muttermilch ernähren. (Aber vielleicht mit 2 schon noch
)
Stress ist total kontraproduktiv, wenn DU nicht den Boden für irgendwelche Essstörungen bereiten willst.
Ein gutes Buch hierzu: Gonzales: Mein Kind will nicht Essen.
Und für den Streit mit Deiner Mama kann ich Dir nur gute Nerven wünschen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, bei der eigenen Mutter ist das immer eine besondere Kiste.
Aber im Endeffekt ist es einfach so, dass Du am längeren Hebel sitzt, weil Du bist die Mama und gemacht wird was Du sagst.
Und wenn DU mit Selbstvertrauen und guten Argumenten (d.h. auch mit Kenntnissen und Wissen) in die Diskussion reingehst, ändert sich bestimmt auch ihr Verhalten!
Du brauchst "Vorbild"-Mamas, die einen ähnlichen Weg gehen wie Du, brauchst mehr Argumente gegen den Rest der Welt oder einfach auch nur einfach eine Portion Mut, Deinen Weg zu gehen. (Vielleicht auch einen anderen Kinderarzt, aber das wär dann mehr so eine Folgeerscheinung).
Ich würd Dir empfehlen, hier ganz viel zu lesen und zu fragen, dann kommt das schon!!!!
Ach ja, und wegen dem Schlafen: Das geht den meißten stillenden Müttern ganz ähnlich wie Dir und es wird besser, ganz bestimmt!!! Es kann allerdings noch so ca. 1 Jahr dauern
Und mit dem Essen: auch völlig normal, meine Tochterr hat mit dem Alter z.B. höchstens mal Sauce von Papas Tellerrand geschleckt.
Hier im Forum gabs mal einen Bericht einer Mutter, die einfach so lange gestillt hat, bis ihr Sohn selber essen wollte. Wo war das noch gleich??? Ah, ja, hier
Und oft schützen sich Kinder mit hohen Allergierisiken so auf natürliche Weise. Du siehst ja, dass Deinen Tochter mit Blähungen kämpft, also macht Euch keinen Stress, sie wird sich mit 10 nicht mehr nur noch ausschließlich von Muttermilch ernähren. (Aber vielleicht mit 2 schon noch
Stress ist total kontraproduktiv, wenn DU nicht den Boden für irgendwelche Essstörungen bereiten willst.
Ein gutes Buch hierzu: Gonzales: Mein Kind will nicht Essen.
Und für den Streit mit Deiner Mama kann ich Dir nur gute Nerven wünschen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, bei der eigenen Mutter ist das immer eine besondere Kiste.
Und wenn DU mit Selbstvertrauen und guten Argumenten (d.h. auch mit Kenntnissen und Wissen) in die Diskussion reingehst, ändert sich bestimmt auch ihr Verhalten!
Liebe Grüße, Aschenputtel, Schnupse (08/07) kleine Schnucke (06/13), zwei Sternchen (08/14 und 01/15) und Strahlemann (05/16)
Meine Babys sind ohne Hilfsmittel geboren, (langzeit)gestillt, (langzeit)familiengebettet, (langzeit)getragen, nicht geimpft, nicht bebreit, unbeschnullert und teilzeitwindelfrei bzw. stoffgewickelt.
Meine Babys sind ohne Hilfsmittel geboren, (langzeit)gestillt, (langzeit)familiengebettet, (langzeit)getragen, nicht geimpft, nicht bebreit, unbeschnullert und teilzeitwindelfrei bzw. stoffgewickelt.
- Ronia
- hat viel zu erzählen
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- Registriert: 24.02.2008, 19:36
Re: Gedanken am Morgen
Mein erster Sohn hat auch so richtig gegessen als er 1 Jahr alt war, aber da er durch meine Milch weiter gut zunahm und ich einmal sein Blut untersuchen ließ, war es mir egal, was andere sagen.
Meine Schwiegermutter hat mal versucht, ihm was zu essen zu geben und auch da machte er den Mund zu.
So vom sechsten bis neunten Monat kam er auch so vier bis sechs mal nachts, ich weiß, dass ich ohne Familienbett und Stillen diese Zeit nicht so gut überstanden hätte. Das sind echt so Phasen, die aber vorbei gehen.
In diesen Zeiten gab es häufig Fertigessen (Frosta usw.) und ich habe nur das allernötigste im Haushalt gemacht. Ich war viel draußen, denn frische Luft vertreibt etwas die Müdigkeit und man reißt sich in der Öffentlichkeit auch mehr zusammen.
Man muss die Ohren echt auf Durchzug stellen, und es ist sehr schön, dass Dein Mann auf Deiner Seite steht.
Bei Kindern denken alle, das sie mitreden können. Bei einem Ehepaar fragt doch auch niemand, wie eine Ehe zu führen ist.
Meine Schwiegermutter hat mal versucht, ihm was zu essen zu geben und auch da machte er den Mund zu.
So vom sechsten bis neunten Monat kam er auch so vier bis sechs mal nachts, ich weiß, dass ich ohne Familienbett und Stillen diese Zeit nicht so gut überstanden hätte. Das sind echt so Phasen, die aber vorbei gehen.
In diesen Zeiten gab es häufig Fertigessen (Frosta usw.) und ich habe nur das allernötigste im Haushalt gemacht. Ich war viel draußen, denn frische Luft vertreibt etwas die Müdigkeit und man reißt sich in der Öffentlichkeit auch mehr zusammen.
Man muss die Ohren echt auf Durchzug stellen, und es ist sehr schön, dass Dein Mann auf Deiner Seite steht.
Bei Kindern denken alle, das sie mitreden können. Bei einem Ehepaar fragt doch auch niemand, wie eine Ehe zu führen ist.
+ Sohn (*06) & Sohn (*10)
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Spatz
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 294
- Registriert: 03.03.2010, 12:53
Re: Gedanken am Morgen
es tut gut eure Kommentare zu lesen.
Und ja, ich brauche ganz viele Argumente, damit ich begründen kann, warum ich so handel. Leider gibt es in meinem Bekanntenkreis leider niemanden, der so handelt wie ich. Irgendwie scheine ich weit und breit die Ausnahme schlecht hin zu sein, wo sich gleich alle draufstürzen.
Alle glauben, das ein Baby nachts kein Hunger zu haben hat und 12 STunden schlafen muss, natürlich im eigenen Bett und eigenem Zimmer. Tagsüber darf man auch nur alle 4 Stunden stillen und ein Baby macht einen zweistündigen Mittagsschlaf. Ansonsten hat es sich alleine zu beschäftigen, weil die Frau den Haushalt zu machen hat.
Bin ich froh, das mein Mann nicht so denkt. Der kam gestern von der Arbeit hat sich die Kleine geschnappt, meinte zu mir er würde gleich wohl die Küche aufräumen, ich sollte mich ausruhen und mir selber etwas Zeit gönnen.
Ich bin mal gespannt, wann die STimmen lauter werden, das ich so allmählich mit Stillen aufhören muss. Ich erwähne lieber nicht, das es durchaus möglich ist, das wir in einem Jahr noch Stillen.
Gruß Spatz
Und ja, ich brauche ganz viele Argumente, damit ich begründen kann, warum ich so handel. Leider gibt es in meinem Bekanntenkreis leider niemanden, der so handelt wie ich. Irgendwie scheine ich weit und breit die Ausnahme schlecht hin zu sein, wo sich gleich alle draufstürzen.
Alle glauben, das ein Baby nachts kein Hunger zu haben hat und 12 STunden schlafen muss, natürlich im eigenen Bett und eigenem Zimmer. Tagsüber darf man auch nur alle 4 Stunden stillen und ein Baby macht einen zweistündigen Mittagsschlaf. Ansonsten hat es sich alleine zu beschäftigen, weil die Frau den Haushalt zu machen hat.
Bin ich froh, das mein Mann nicht so denkt. Der kam gestern von der Arbeit hat sich die Kleine geschnappt, meinte zu mir er würde gleich wohl die Küche aufräumen, ich sollte mich ausruhen und mir selber etwas Zeit gönnen.
Ich bin mal gespannt, wann die STimmen lauter werden, das ich so allmählich mit Stillen aufhören muss. Ich erwähne lieber nicht, das es durchaus möglich ist, das wir in einem Jahr noch Stillen.
Gruß Spatz
Spatz ( Tochter 2009 und Sohn 2012)
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bigfoot
- Herzlich Willkommen
- Beiträge: 5
- Registriert: 27.04.2009, 16:38
- Wohnort: Berlin
Re: Gedanken am Morgen
Hallo Spatz
Du bist definitiv auf der richtigen Seite angekommen. Ich habe zwar noch nicht viel geschrieben aber eigentlich sitze ich bestimmt 3-4 mal in der Woche abends vor dem Computer und lese all die wertvollen Kommentare hier. Mir geht es ähnlich wie dir. Meine Kleine wird nächste Woche 6 Monate alt, wir schlafen im selben Bett und ich trage sie so viel ich kann, stille sie wann immer sie will und mache auch sonst fast alles anders als Oma und Opa es tun würden. Da sich ja nun die 6 Monatsgrenze mit dem Stillen nähert, mag ich momentan am liebsten mit niemandem reden, weil ich ständig daraufhin gewiesen werde. Dabei fühle ich mich momentan noch nicht nach Zufüttern und möchte dies auch nicht von einem bestimmten Datum abhängig machen. Es wird schon einen Moment geben, der für uns beide passt. Und immer, wenn mir der Druck zu groß wird, dann gibt es ja Stillen und Tragen. Und es ist schön zu sehen, dass es doch gaaaanz viele Mamas gibt, die so denken wie wir.
Für meinen Freund und mich ist unsere Tochter "das" ALLERWICHTIGSTE auf dieser Welt ist. Und wir verwöhnen sie darum mit all der Liebe, die wir geben können und sind glücklich mit ihr.
Du bist definitiv auf der richtigen Seite angekommen. Ich habe zwar noch nicht viel geschrieben aber eigentlich sitze ich bestimmt 3-4 mal in der Woche abends vor dem Computer und lese all die wertvollen Kommentare hier. Mir geht es ähnlich wie dir. Meine Kleine wird nächste Woche 6 Monate alt, wir schlafen im selben Bett und ich trage sie so viel ich kann, stille sie wann immer sie will und mache auch sonst fast alles anders als Oma und Opa es tun würden. Da sich ja nun die 6 Monatsgrenze mit dem Stillen nähert, mag ich momentan am liebsten mit niemandem reden, weil ich ständig daraufhin gewiesen werde. Dabei fühle ich mich momentan noch nicht nach Zufüttern und möchte dies auch nicht von einem bestimmten Datum abhängig machen. Es wird schon einen Moment geben, der für uns beide passt. Und immer, wenn mir der Druck zu groß wird, dann gibt es ja Stillen und Tragen. Und es ist schön zu sehen, dass es doch gaaaanz viele Mamas gibt, die so denken wie wir.
Für meinen Freund und mich ist unsere Tochter "das" ALLERWICHTIGSTE auf dieser Welt ist. Und wir verwöhnen sie darum mit all der Liebe, die wir geben können und sind glücklich mit ihr.
- Amber
- Power-SuTler
- Beiträge: 6442
- Registriert: 30.01.2010, 16:44
Re: Gedanken am Morgen
Noch vor ein paar Wochen war ich am Morgen kaum in der Lage, mir noch Gedanken zu machen
Aber es wird besser, auch bei Euch!
Mein Kleiner Mann schläft auch erst seit er neun Monate alt ist die Nacht durch, davor kam er nachts zwei drei Mal, manche Nacht alle zwei Stunden und ließ sich nur von mir beruhigen... Und ich war müüüüüüüüüüüüde. Urplötzlich hat er dann durchgeschlafen (ohne das irgendwas geändert wurde, gleicher Abendbrei etc.). Mittlerweile ist er in sein eigenes Zimmer umgezogen, was ihm beim Weiterschlafen hilft. Wenn er Geräusche seiner Eltern hört, will er automatisch in den Arm genommen werden, alleine im Zimmer beruhigt er sich schnell wieder, ohne richtig aufzuwachen. Weinen lassen wir ihn nie, aber wir gehen nicht beim ersten leisen Gackern zu ihm.
Mit der Beikost solltet Ihr Euch soviel Zeit lassen wie Johanna braucht. Alle Kinder sind unterschiedlich, sie soll soviel essen wie sie will, mehr nicht (sonst sind Essstörungen vorprogrammiert). Es heißt ja " Bei"-Kost und nicht "Anstatt-Milch-Kost". Wir haben wochenlang den Inhalt einer halben Espressotasse (natürlich mit Brei, nicht mit Espresso
) zugefüttert, mehr nicht. Mit 7 1/2 Monaten ist sie ja noch ziemlich klein, im kompletten ersten Lebensjahr reicht MuMi komplett aus, ergänzt mit soviel Beikost wie das Kind möchte. Die Blähungen zeigen doch, dass ihr Verdauungssystem noch Probleme mit der neuen Nahrung hat, da sollte man die Beikostmenge keinesfalls erhöhen. Von Chemie (Sab Simplex etc.) halte ich gar nix, der Körper muss sich erst langsam an die Nahrung gewöhnen. Wir haben mit den Carum Carvi Zäpfchen von Wala (v.a. Kümmel) gute Erfahrungen gemacht, wenns mal schlimm wurde und den Kleinen Mann gezwickt hat. Frag mal in Deiner Apotheke nach.
Ich würde auf alle Fälle selbstgekochten Brei den Gläschen vorziehen, da industriell oft Zusatzstoffe wie Verdickungsmittel drin sind, die auch Blähungen verursachen können. Nur eine Gemüsesorte weich kochen und pürieren, etwas gedämpftes Bio-Rapsöl dazu (damit die Nährstoffe auch aufgenommen werden können), portionsweise einfrieren. So kann man die Verträglichkeit einzelner Lebensmittel gut rausfinden. Ein neues Lebensmittel pro Woche, mehr nicht, also auch keinen gemischten Brei. Ein gutes Buch, welches auch den Druck der frühen Beikosteinführung von einem nimmt ist hier schon diskutiert: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... empfehlung
Mit meinen Eltern und Schwiegereltern habe ich lange Zeit über das Thema Stillen/Beikost/Durchschlafen etc. einfach nicht mehr geredet, dann muss man sich auch nicht rechtfertigen. Als wir Mamis Säuglinge waren, hat man vieles anders gemacht (z.B. Karottensaft mit sechs Wochen eingeflöst), heute weiß man's besser.
Toll dass Dein Mann Euch so unterstützt! Rede vielleicht einfach nochmal privat mit der Stillberaterin, um seelischen Beistand zu bekommen, zieht Euch von der Verwandtschaft ein wenig zurück, und freut Euch an Eurer kleinen Familie!
Aber es wird besser, auch bei Euch!
Mein Kleiner Mann schläft auch erst seit er neun Monate alt ist die Nacht durch, davor kam er nachts zwei drei Mal, manche Nacht alle zwei Stunden und ließ sich nur von mir beruhigen... Und ich war müüüüüüüüüüüüde. Urplötzlich hat er dann durchgeschlafen (ohne das irgendwas geändert wurde, gleicher Abendbrei etc.). Mittlerweile ist er in sein eigenes Zimmer umgezogen, was ihm beim Weiterschlafen hilft. Wenn er Geräusche seiner Eltern hört, will er automatisch in den Arm genommen werden, alleine im Zimmer beruhigt er sich schnell wieder, ohne richtig aufzuwachen. Weinen lassen wir ihn nie, aber wir gehen nicht beim ersten leisen Gackern zu ihm.
Mit der Beikost solltet Ihr Euch soviel Zeit lassen wie Johanna braucht. Alle Kinder sind unterschiedlich, sie soll soviel essen wie sie will, mehr nicht (sonst sind Essstörungen vorprogrammiert). Es heißt ja " Bei"-Kost und nicht "Anstatt-Milch-Kost". Wir haben wochenlang den Inhalt einer halben Espressotasse (natürlich mit Brei, nicht mit Espresso
Ich würde auf alle Fälle selbstgekochten Brei den Gläschen vorziehen, da industriell oft Zusatzstoffe wie Verdickungsmittel drin sind, die auch Blähungen verursachen können. Nur eine Gemüsesorte weich kochen und pürieren, etwas gedämpftes Bio-Rapsöl dazu (damit die Nährstoffe auch aufgenommen werden können), portionsweise einfrieren. So kann man die Verträglichkeit einzelner Lebensmittel gut rausfinden. Ein neues Lebensmittel pro Woche, mehr nicht, also auch keinen gemischten Brei. Ein gutes Buch, welches auch den Druck der frühen Beikosteinführung von einem nimmt ist hier schon diskutiert: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... empfehlung
Mit meinen Eltern und Schwiegereltern habe ich lange Zeit über das Thema Stillen/Beikost/Durchschlafen etc. einfach nicht mehr geredet, dann muss man sich auch nicht rechtfertigen. Als wir Mamis Säuglinge waren, hat man vieles anders gemacht (z.B. Karottensaft mit sechs Wochen eingeflöst), heute weiß man's besser.
Toll dass Dein Mann Euch so unterstützt! Rede vielleicht einfach nochmal privat mit der Stillberaterin, um seelischen Beistand zu bekommen, zieht Euch von der Verwandtschaft ein wenig zurück, und freut Euch an Eurer kleinen Familie!
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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Aschenputtel
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Re: Gedanken am Morgen
Du Glückliche!!! Das ist früh!!!! Meine Tochter ist 2,5 und schläft heute noch nicht durch!!!Mein Kleiner Mann schläft auch erst seit er neun Monate alt ist die Nacht durch, davor kam er nachts zwei drei Mal, manche Nacht alle zwei Stunden und ließ sich nur von mir beruhigen...
Ich wollte zu Deinem Beitrag nur Anmerken, dass "Bebreiung" gar nicht unbedingt sein muss.
- Knoedelchen
- schreibt ganz schön oft
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Re: Gedanken am Morgen
Manchmal (wie ich feststellen dufte) reicht es aus die "Besserwisser" mal ein bisschen genauer zu befragen!
Bei uns war das so.....
Habe mir auch immer diese Sprüche anhören dürfen. Schlafen, Stillen, tragen...verwöhnen..blaaaaaaa.
Das ging einige Wochen so...bis ich mal nachgefragt habe.
Der Vater meines Mannes wurde auf der Flucht geboren und gestillt bis er zwei Jahre alt war! Es gab ja nix anderes!
Meine Mama kommt aus nem Hause mit 4 Kindern und einem Kinderzimmer, Fazit: meine Mama hat bei ihren Eltern im Bett gepennt bis sie 12 war.
Manchmal hilft es wirklich Argumente zu sparen, wenn man mal genauer nachfragt
LG
Bei uns war das so.....
Habe mir auch immer diese Sprüche anhören dürfen. Schlafen, Stillen, tragen...verwöhnen..blaaaaaaa.
Das ging einige Wochen so...bis ich mal nachgefragt habe.
Der Vater meines Mannes wurde auf der Flucht geboren und gestillt bis er zwei Jahre alt war! Es gab ja nix anderes!
Meine Mama kommt aus nem Hause mit 4 Kindern und einem Kinderzimmer, Fazit: meine Mama hat bei ihren Eltern im Bett gepennt bis sie 12 war.
Manchmal hilft es wirklich Argumente zu sparen, wenn man mal genauer nachfragt
LG