So, da ich hier selten lese, dies aber zufällig gefunden habe...
Ich hatte "so ein Kind" auch, zu meinem Glück als erstes, zu meinem Pech gestaltete sich diese anstrengende Zeit zwischen 4 Monaten und 2,5 Jahren.

Natürlich ist man im Nachhinein geneigt, erhaben über den Dingen zu stehen, zu lächeln, weil man weiß, es geht vorbei. Aber wenn man drin steckt und tagtäglich immer wieder mit dem Blick auf die Uhr bemerkt: "Jetzt waren es nur 15 Minuten, vorher eine Stunde...", dann ist diese Phase so qualvoll, das ist unglaublich. Wir haben in der Zeit tatsächlich auch "trainiert" - wie gesagt, über zwei Jahre ist eine sehr lange Zeit - dass der Papa immer zwischen den 4 Stunden das Kind beruhigt (ja, auch mit Wasser!) und es eben nur alle vier Stunden zu trinken gibt. Frau muss wirklich auch an sich denken!
Ist all das nur eine Phase von einigen Wochen, dann kann man das irgendwie durchhalten, mit Mantras oder Ähnlichem. Ist man aber durch seine eigene gesundheitliche Einschränkung nicht in der Lage, so lange fit zu bleiben, muss man sich Hilfe holen. Im Moment kann es wie gesagt "nur eine Phase" sein. Sollte dies aber wie bei meiner Lisa ein Dauerzustand werden, schau Dich einfach mal nach Hilfestellungen an. Die kann es z.B. durch Heilpraktiker geben, die kurzzeitig mit Hilfe von Glubolis Unruhezustände minimieren können oder aber, bei einem langen Zeitraum der nächtlichen Unruhe, kann auch ein Schlaflabor hilfreich sein.
Aus meiner heutigen Perspektive würde ich mir das, was mir mit Lisa passiert ist, nicht wieder antun. Vor allen Dingen, weil ich weiß, dass auch Kinder ihren Schlaf brauchen und es immer eine Ursache gibt, wenn sich solch merkwürdiges Verhalten festigt.
Für einen kurzen Zeitraum hilft tatsächlich ein ganz simples Mittel. Verbanne alle Uhren aus dem Schlafzimmer, die Dir nachts "sagen können", wie oft das Mäuschen nach der Brust verlangt. Schau, ob es eine für Euch beide gemütliche Stellung gibt, die der Maus bedarfsmäßiges Andocken ermöglicht und Dir trotzdem den Schlaf gewährt, den Du brauchst, um fit zu sein. Das funktioniert eine Weile, ich hatte mir ein Stillkissen zur Hilfestellung genommen. Allerdings gebe ich zu, meinen Ärger über Lisas nächtliche Unruhe, den konnte ich leider nie wirklich abstellen, aber das war eigentlich nur meine eigene Dummheit. Bei Mara hatte ich nie eine wirklich Ahnung, wann sie wie oft in der Nacht kam und es ging mir sehr gut dabei.