Hallo Doro,
mit dem Problem bist Du nicht allein - oft ist die Rückbildung, die teilweise nur ohne Baby besucht werden kann, und die damit verbundene Trennung zwischen Mutter und Kind der erste große Sorgen- und Störfaktor in der jungen Stillbeziehung.
Deshalb: ist es wirklich unumgänglich, dass Du Dein Baby daheim lassen musst? Vielleicht geht es ja anderen Müttern im Kurs genauso. Oder wenn Dein Baby beim Papa daheim bleibt: vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass der Papa in Deiner Nähe auf Dein Baby aufpasst, vielleicht in einem Nebenraum vom Kursraum oder so?
Falls hier tatsächlich keine Verbesserung möglich sein sollte, und Du dementsprechend aufs Pumpen angewiesen bist, hier einige Tipps dazu:
* Die Kunst des Abpumpens besteht darin, den Milchspendereflex ("MSR") auszulösen ( 10-30 ml sind ein Hinweis darauf, dass beim Pumpen bislang KEIN MSR ausgelöst wird.) Um ihn auszulösen, gibt es einige Tipps, u.a. starke Wärmeanwendung oder Abpumpen im heißen Bad vor dem Heizlüfter o.ä... Hier in der Boardsuche findest Du eine Vielzahl von Freds zu dem Thema.
* Morgens ist der Prolaktinspiegel am höchsten. Du könntest vielleicht direkt nach dem Aufstehen jeden Morgen etwas pumpen, und dies über die Woche sammeln. Dies würde auch das Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage am wenigsten durcheinanderbringen.
* Direkt vor dem Stillen pumpen wäre auch eine Möglichkeit. So 20-40 ml vielleicht, und dann stillst Du einfach ganz normal. Dies dann auch wieder über die Woche sammeln.
* Vielleicht ist die Pumpe einfach nicht die richtige für Dich. Vielleicht kannst Du einmal ein anderes Modell ausleihen o.ä.?
* Hast Du schon einmal probiert, Milch PER HAND zu gewinnen, ohne Pumpe? Hierzu gibt es eine spezielle Technik, die gelernt werden muss; aber wenn man sie kann, ist dies ganz klar eine gute Alternative zum Pumpen.
Wie alt ist denn Dein Baby genau? Wie klappt das Stillen sonst so?
LG,
Julia