Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
- Daria
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Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
Ich verzweifel hier grad irgendwie...
Ich *weiss*, dass windelfreie Kinder Phasen haben, in denen fast nichts klappt - windelfrei-technisch.
Ich *weiss*, dass windelfreie Kinder Rückschirtte machen können, wenn sich Grundlegendes in ihrem Leben verändert.
Ich *weiss* das. Aber ich bin so unendlich traurig, dass das hier nun auch tatsächlich der Fall ist.
Theo sagt gar nicht mehr bescheid. Nicht vorher, nicht hinterher - nie. Er pinkelt und kackt in die Windel ohne die Miene zu verziehen.
Er war trocken vorher - zuverlässig.
Nun merkt er natürlich schon, dass ich traurig darüber bin, dass er dauernd nass ist und sich weigert, auf Toilette zu gehen. Klar versuche ich, ihm keine Schuld in dem Sinn aufzuladen. Ich sage ihm, dass es nichts macht. Ich sage ihm, dass er ruhig zu mir kommen kann, wenn er mal muss. Ich sage ihm höchstens, dass ich traurig bin, wenn seine Windel voll ist.
Aber bisher hilft nichts...nur Wäsche waschen.
Wie war es denn bei Euch anderen, als ein Geschwisterkind kam. Habt Ihr Strategien gehabt oder hat irgendwas bei Euch geholfen? Wird es sich einfach mit der Zeit wieder ändern?
Ich *weiss*, dass windelfreie Kinder Phasen haben, in denen fast nichts klappt - windelfrei-technisch.
Ich *weiss*, dass windelfreie Kinder Rückschirtte machen können, wenn sich Grundlegendes in ihrem Leben verändert.
Ich *weiss* das. Aber ich bin so unendlich traurig, dass das hier nun auch tatsächlich der Fall ist.
Theo sagt gar nicht mehr bescheid. Nicht vorher, nicht hinterher - nie. Er pinkelt und kackt in die Windel ohne die Miene zu verziehen.
Er war trocken vorher - zuverlässig.
Nun merkt er natürlich schon, dass ich traurig darüber bin, dass er dauernd nass ist und sich weigert, auf Toilette zu gehen. Klar versuche ich, ihm keine Schuld in dem Sinn aufzuladen. Ich sage ihm, dass es nichts macht. Ich sage ihm, dass er ruhig zu mir kommen kann, wenn er mal muss. Ich sage ihm höchstens, dass ich traurig bin, wenn seine Windel voll ist.
Aber bisher hilft nichts...nur Wäsche waschen.
Wie war es denn bei Euch anderen, als ein Geschwisterkind kam. Habt Ihr Strategien gehabt oder hat irgendwas bei Euch geholfen? Wird es sich einfach mit der Zeit wieder ändern?
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kaeydy
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
Ich hab das auch gerade durch
Kann deinen Ärger verstehen, ist ja immer frustrierend, wenn man weiß, daß es eigentlich geht...Bei uns gab es diese kurze Phase auch am Anfang. Ganz am Anfang nicht, aber dann nach einigen Tagen, als die erste Euphorie über das Baby abgeklungen war, ging bei meiner Großen auch fast alles Pipi in die Hose (und sie war ja schon 3 und ist schon laange selbst aufs Klo gegangen, zuverlässig) Ich habs einfach hingenommen, es ist so ein krasser Einschnitt für sie gewesen (wohl für jedes Geschwister, vor allem wenn es vorher allein war). Es war dann auch schnell wieder vorbei.
Beste Grüße 
Ina mit Mädchen (09/06) und Mini-Mädchen (10/09)
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treesign
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
Daria, Du schreibst mir aus dem Herzen! Auch ich *weiss* was man so *weiss* und trotzdem... es ist schwer! Und bestimmt nicht nur für uns Mamas, sondern eben auch für die Kleinen, plötzlich Großen. Auch hier klappt gar nichts mehr, seit drei Monaten nun schon, eben seitdem Leo da ist. Auch Clara war vorher trocken. Und groß in die Hose machen kannten wir nicht mehr seitdem sie so 4 Monate alt war. Nun ist nichts mehr wie vorher, kein bescheidsagen mehr, kein eigenständiges aufs-Töpfchen-setzten, kein pieps. Nur großes Geschrei wenn ich sie nur frage ob sie vielleicht auf die Toilette möchte.
Nun, was kann man tun? Wahrscheinlich nicht viel, einfühlsam bleiben und nicht aufgeben. Vielleicht ist es auch so, dass unseren Kindern diese Windel-erfahrung ein wenig "fehlt"? Sie einfach nicht ausgelebt wurde? Ich weiß es nicht... jedenfalls traurig solltest Du nicht sein, warum?
Clara hat im Augenblick eine sehr intensive "DEIN!"- Phase. Sie meint damit "meins" und markiert ihre Besitztümer. Vielleicht ist es mit ihren Ausscheidungen gerade genauso, denn selbst die nasse Windel wechseln möchte sie nicht gewechselt bekommen. Keine Ahnung wie es weitergehen wird. Im Augenblick ist es so als hätten wir nie abgehalten, als wäre sie nie trocken gewesen und ich glaube, dass sie das gerade "braucht" - so seltsam das klingt...
Nun, was kann man tun? Wahrscheinlich nicht viel, einfühlsam bleiben und nicht aufgeben. Vielleicht ist es auch so, dass unseren Kindern diese Windel-erfahrung ein wenig "fehlt"? Sie einfach nicht ausgelebt wurde? Ich weiß es nicht... jedenfalls traurig solltest Du nicht sein, warum?
Clara hat im Augenblick eine sehr intensive "DEIN!"- Phase. Sie meint damit "meins" und markiert ihre Besitztümer. Vielleicht ist es mit ihren Ausscheidungen gerade genauso, denn selbst die nasse Windel wechseln möchte sie nicht gewechselt bekommen. Keine Ahnung wie es weitergehen wird. Im Augenblick ist es so als hätten wir nie abgehalten, als wäre sie nie trocken gewesen und ich glaube, dass sie das gerade "braucht" - so seltsam das klingt...
Julia mit C. (01/08) L. (10/09) R. (08/12)
Wer sich zu wichtig ist für kleine Arbeiten, ist meist zu klein für wichtige Arbeiten. (Jaques Tati)
"Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören." - Kurt Tucholsky
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kaeydy
- hat viel zu erzählen
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
treesign hat geschrieben:Vielleicht ist es auch so, dass unseren Kindern diese Windel-erfahrung ein wenig "fehlt"? Sie einfach nicht ausgelebt wurde?
Beste Grüße 
Ina mit Mädchen (09/06) und Mini-Mädchen (10/09)
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Lalumama
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
Ich kann dir nicht wirklich weiterhelfen, Luis war nie windelfrei, ist aber plötzlich trocken geworden, als er gesehen hat, wie ich Ben abhalte.
Mir ist nur ein Satz von dir aufgefallen:
Auch wenn ich gut verstehen kann, dass du traurig darüber bist!
Lass ihn eine Zeit lang, das wird bestimmt wieder!
Mir ist nur ein Satz von dir aufgefallen:
Das würde ich ihm auf gar keinen Fall sagen, damit machst du ihm ein schlechtes Gewissen. Er macht es ja bestimmt nicht absichtlich.Daria hat geschrieben:Ich sage ihm höchstens, dass ich traurig bin, wenn seine Windel voll ist.
Auch wenn ich gut verstehen kann, dass du traurig darüber bist!
Lass ihn eine Zeit lang, das wird bestimmt wieder!
- Levins_Mama
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
L. war ja nicht windelfrei, aber so gut wie trocken. Die erste Weile nach der Geburt war noch ganz gut und dann ging nichts mehr - gar nichts (also das große Geschäft ging Gott sein Dank weiterhin ins Klo)!
Mich hat das auch sehr gefrustet, aber je mehr ich auf ihn "eingeredet" habe usw., desto "sturer" wurde er. Wir haben ihn dann irgendwann gelassen. Ein halbes Jahr später war der Spuk endgültig wieder vorbei (dafür kommen dann andere Sachen
)
Mich hat das auch sehr gefrustet, aber je mehr ich auf ihn "eingeredet" habe usw., desto "sturer" wurde er. Wir haben ihn dann irgendwann gelassen. Ein halbes Jahr später war der Spuk endgültig wieder vorbei (dafür kommen dann andere Sachen
Viele Grüße,
Anja ( 02/78 ) mit Sohn ( 03/07 ) und Tochter ( 03/09 )
Anja ( 02/78 ) mit Sohn ( 03/07 ) und Tochter ( 03/09 )
- Daria
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
Mhm, ja - ist hier auch so. Und dabei versteht er genau, was los ist...Levins_Mama hat geschrieben: Mich hat das auch sehr gefrustet, aber je mehr ich auf ihn "eingeredet" habe usw., desto "sturer" wurde er.
Wie habt Ihr das denn praktisch gemacht - habt Ihr einfach wieder normal gewickelt, in normalen Zeitabständen wie bei Wickelkindern? Oder hast Du jedes Mal gewechselt als die Windel nass war? Theo verbraucht hier locker 20 Windeln am Tag wenn ich sie immer gleich wechsele - sind zwar Stoffwindeln, aber auch das macht Arbeit
Im übrigen finde ich schon, dass ich ihm sagen darf, dass es mich traurig macht. Denn ich bin sicher, dass er weiss was er tut und dass er das auch merkt. Er kommentiert es ja auch und grinst mich dann an und solche Sachen. Natürlich mache ich ihm keine Vorwürfe. Aber das windelfrei Thema ist hier für uns ein Thema wie jedes andere auch. Ich sag ihm auch, dass ich traurig bin, wenn er sich mal wieder an null Absprachen hält. Wenn einfach etwas länger nicht klappt, was er eigentlich weiss und beherzigt, Kleinigkeiten. Wegen mir kann ihn das ruhig zum Nachdenken anregen - ich verlange ja nicht etwas von ihm, was er nicht kann.
Levins_Mama, was kam denn später noch so...?
Ach so, wie machst Du das denn mit der Kleinen? Ich will Theo ungern so ein blödes Vorbild an seiner kleinen Schwester statuieren, die perfekt ins Waschbecken Pipi und Groß macht. Ich versuch das ganz beiläufig zu machen, aber er bekommt natürlich mit, dass es mit ihr ganz gut klappt. War L. da eifersüchtig oder traurig, wenn er dabei war`?
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treesign
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
ja, eine blöde formulierung, zugegebenkaeydy hat geschrieben:treesign hat geschrieben:Vielleicht ist es auch so, dass unseren Kindern diese Windel-erfahrung ein wenig "fehlt"? Sie einfach nicht ausgelebt wurde?kannst du mal erklären was du damit meinst?
Julia mit C. (01/08) L. (10/09) R. (08/12)
Wer sich zu wichtig ist für kleine Arbeiten, ist meist zu klein für wichtige Arbeiten. (Jaques Tati)
"Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören." - Kurt Tucholsky
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treesign
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
Daria hat geschrieben:Im übrigen finde ich schon, dass ich ihm sagen darf, dass es mich traurig macht.
Der Meinung bin ich auch. Was sollte verkehrt daran sein, deinem Sohn offen und ehrlich zu vermitteln wie Du Dich fühlst? Nur, dass Du überhaupt traurig bist verstehe ich nicht. Vielleicht hilft es Dir euer Windelarrangement wirklich einfach nur als einen neuen positiven Entwicklungsschritt deines Sohnes zu sehen? Da er immer sturer wird, je mehr du auf ihn einredest (war bei uns auch so) bezieht er darüber vielleicht auch ein wenig Aufmerksamkeit? "Wenn ich in die Hose mache bin ich wichtig" - Seitdem ich Clara nun seit vorgestern mit ihrer vollen Pipi-Windel allein gelassen habe (was mir wirklich nicht leicht gefallen ist, da ich ebenfalls die Windeln immer sofort wechsel - aber ganz deutlich hat sie mir vermittelt, das sie das jetzt so will), seitdem sagt sie wieder ein bißchen bescheid - zumindest so, dass ich auf sie reagieren kann ("Oh? Du hast Pipi in der Windel? Möchtest Du lieber auf die Toilette?" - "Ja!"). Für sie ein neuer positiver Zugang und keine ständige negative Abwehr meiner Worte. Für mich geht es weniger um das trocken-sein sondern darum, dass sie das (positive!) Bewußtsein über ihre Ausscheidungen behält, egal ob die Hose nun nass geworden ist oder nicht. Natürlich, eine Weile habe ich das "Risiko" des Unbewußten zugelassen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie das eben braucht. Jedoch den Eindruck, dass es ihr wirklich unbewußt ist hatte ich nie (komischer Gang, in der Schritt fassen), eher dass sie versucht es zu ignorieren, das zur Toilette gehen eben lästig ist und so viel kostbare Zeit in Anspruch nimmt.
Julia mit C. (01/08) L. (10/09) R. (08/12)
Wer sich zu wichtig ist für kleine Arbeiten, ist meist zu klein für wichtige Arbeiten. (Jaques Tati)
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Wer sich zu wichtig ist für kleine Arbeiten, ist meist zu klein für wichtige Arbeiten. (Jaques Tati)
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Re: Windelfrei und Geschwisterkind - wie war's bei Euch?
Ach Julia, eigentlich sehe ich es ja wie Du.
Warum bin ich traurig? Erstens, weil ich Kackewindeln waschen muss - das ist eklig und ich kenn das GAR nicht. Theo hat nur die ersten drei Monate groß in die Windel gemacht, danach quasi nie wieder. Ich muss nun wieder Wickeltaschen mitnehmen unterwegs und sowas...
Zweitens weil ich doch auch stolz bin - auf IHN, nicht auf mich weil ich es nicht als meinen Verdienst sehe sondern als seinen. Ich weiss, dass es ihn eigentlich stört. Und wenn er in die Windel gemacht hat, geht er hier rum wie auf Eiern, man sieht es ihm förmlich an, wie blöd er es findet. Ich bin traurig für ihn, dass er es sich nun wieder so schwer macht und sich selbst im Weg steht.
Drittens weil ich dachte, dass ich alles so gut wie möglich unter einen Hut bringen kann - das neue Baby, ihm trotzdem genauso sehr zeigen, wie lieb ich ihn habe und ihn nicht weniger wichtig nehme. Scheinbar sieht er das aber anders. Ich finde es schlimm, dass er sich über diese Schiene Aufmerksamkeit holen will/muss? Dabei versuch ich so viel, ihn spüren zu lassen, dass er genauso wichtig ist. Warum reicht das also nicht, warum reiche ICH nicht?
Mir ist auch unwichtig, ob und wann er trocken ist. Mir geht es auch darum, dass ich sein Bewusstsein über Ausscheidungen erhalten will - ja. Aber eben auch das oben gesagte.
Und es ist so unberechenbar. Manchmal sagt er nun bescheid. Oft nicht. Wenn er sagt er muss, dann halt ich ihn ab und er macht nicht. 3 Minuten später hat er Groß in der Hose...
Ach, ich weiss doch auch nciht. Er ist sowieso natürlich auch anders als vorher. Er ist der totale Trotzer und Anti- Bitte ich ihn um etwas, eh-eh und Kopfschütteln. Dann macht er es aber gleich. Dann macht er ganz oft Dinge, die hier verboten sind, z.B. Blumen abrupfen. Sag ich ihm, dass er das bitte lassen soll weil er weiss, dass das verboten ist, grinst er mich an und macht weiter. Und lauter solche Sachen halt. Klar, woher das kommt. Aber traurig macht es mich trotzdem weil es sich alles darauf reduzieren lässt, dass er sich so die Aufmerksamkeit holen will, die ich ihm offenbar nicht (genug) geben kann.
Warum bin ich traurig? Erstens, weil ich Kackewindeln waschen muss - das ist eklig und ich kenn das GAR nicht. Theo hat nur die ersten drei Monate groß in die Windel gemacht, danach quasi nie wieder. Ich muss nun wieder Wickeltaschen mitnehmen unterwegs und sowas...
Zweitens weil ich doch auch stolz bin - auf IHN, nicht auf mich weil ich es nicht als meinen Verdienst sehe sondern als seinen. Ich weiss, dass es ihn eigentlich stört. Und wenn er in die Windel gemacht hat, geht er hier rum wie auf Eiern, man sieht es ihm förmlich an, wie blöd er es findet. Ich bin traurig für ihn, dass er es sich nun wieder so schwer macht und sich selbst im Weg steht.
Drittens weil ich dachte, dass ich alles so gut wie möglich unter einen Hut bringen kann - das neue Baby, ihm trotzdem genauso sehr zeigen, wie lieb ich ihn habe und ihn nicht weniger wichtig nehme. Scheinbar sieht er das aber anders. Ich finde es schlimm, dass er sich über diese Schiene Aufmerksamkeit holen will/muss? Dabei versuch ich so viel, ihn spüren zu lassen, dass er genauso wichtig ist. Warum reicht das also nicht, warum reiche ICH nicht?
Mir ist auch unwichtig, ob und wann er trocken ist. Mir geht es auch darum, dass ich sein Bewusstsein über Ausscheidungen erhalten will - ja. Aber eben auch das oben gesagte.
Und es ist so unberechenbar. Manchmal sagt er nun bescheid. Oft nicht. Wenn er sagt er muss, dann halt ich ihn ab und er macht nicht. 3 Minuten später hat er Groß in der Hose...
Ach, ich weiss doch auch nciht. Er ist sowieso natürlich auch anders als vorher. Er ist der totale Trotzer und Anti- Bitte ich ihn um etwas, eh-eh und Kopfschütteln. Dann macht er es aber gleich. Dann macht er ganz oft Dinge, die hier verboten sind, z.B. Blumen abrupfen. Sag ich ihm, dass er das bitte lassen soll weil er weiss, dass das verboten ist, grinst er mich an und macht weiter. Und lauter solche Sachen halt. Klar, woher das kommt. Aber traurig macht es mich trotzdem weil es sich alles darauf reduzieren lässt, dass er sich so die Aufmerksamkeit holen will, die ich ihm offenbar nicht (genug) geben kann.
