Kann eventuell ein bedeutender Grund für Eure Ernährungsprobleme darin liegen, dass Du die Mengen, die Kinder essen (sollen), völlig überschätzt? Du sagst immer, die Kinder essen gesunde Sachen nicht, aber vielleicht haben sie einfach nicht soviel Hunger bzw. hatten das zumindest als Kleinkinder nicht. Dann hast Du zu süßen/aromatisierten/vorproduzierten Alternativen gegriffen, die dann eher noch gegessen wurden, weil sie eben das natürliche Hungerempfinden überlisten.
Ich kenne diesen Kreislauf ansatzweise von meinem ersten Kind, als ich auch noch nicht so informiert darüber war, wie wenig festes Essen noch normal sein kann. Was hab ich alles ausprobiert, auch an "Kinderprodukten" bis hin zur hier diskutierten "Kindermilch", dazu noch in fertig angerührter Form

. Mein Sohn war aber so hartnäckig und hat das alles trotzdem nur in Minimengen zu sich genommen und weiterhin fast voll gestillt, bis er über ein Jahr alt war und sich bald selbst abgestillt hat. Dann hat er aber auch nicht viel mehr gegessen als vorher. Er war aber immer bei guter Gesundheit, eben nur kein großer Esser und schlank vom Typ her. Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass man sich bei solchen Kindern bekloppt macht und alles Mögliche auffährt, besonders, wenn die Umwelt auch noch entsprechend Druck macht.
Hier hat es auch eine Weile gedauert, bis wieder ein normales Ernährungsverhalten etabliert wurde. Irgendwann hab ich mir gedacht, er isst eh nicht viel und es gibt nur Terz beim Essen, also werden fast nur noch gesunde Lebensmittel angeboten und er kann davon nehmen, was und soviel (und so wenig) wie er mag. Siehe da, er hat nicht abgenommen, war weiterhin gesund, und irgendwann wurde es auch besser. Entspannt laufen hier immer noch nur wenige Mahlzeiten ab, da haben wir einiges versaut im Baby- und Kleinstkindalter...
Desweiteren habe ich aber auch das Gefühl, dass Du selbst noch einige Infos über gesunde Ernährung brauchen könntest. Vielleicht mögt Ihr wirklich mal eine Ernährungsberatung für die gesamte Familie aufsuchen.