Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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christina
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Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von christina »

Meine Tochter ist jetzt 7 1/2 Monate. (Geboren am 26.5.09)

Wir wohnen im Ausland und waren heute zum Impfen beim Arzt. Hier wird jedesmal gewogen, so auch heute. Schon immer hat Mäuschen eher weniger zugenommen, ist in den unteren PErzentillkurven, aber ging stetig hoch, alles immer im Normbereich. Ich biete ihr seit sie 6 Monate ist Beikost an, alles moegliche schon versucht (Karotte, Zucchini, Kartoffel, heute Karotte-Kartoffel-Rind, schon Semmel zum Schlutzen, Reiswaffeln, Reisbrei, Obst...). Sie nimmt NICHTS. Das heisst entweder spuckt sie es aus oder wuergt oder faengt direkt an zu weinen! Ich hab sie nie gezwungen, aber so gut wie taeglich angeboten. Manchmal isst sie 3 Loeffel, das wars dann.

HEute beim Wiegen kam nun aber raus, dass sie seit dem letzten Mal vor 4 Wochen nichts zugenommen hat. Natuerlich mach ich mir da schon selber Gedanken, aber die Aerztin hat eine halbe Panikattacke bekommen.
Warum ich ihr (bis heute, danach hab ichs probiert) keinen Reis und kein Fleisch angeboten hab, ob ich ihr ueberhaupt was gebe, ob ich genug Milch hab (ja hab ich, ich laufe ab und an sogar noch aus beim MSR), ob die Windeln voll sind (ob sie stinken?!). Natuerlich biete ich ihr an, natuerlich langt die Milch (sollte die einfach weg sein?! Hatte ich beim magendarminfekt, danach kam sie sofort wieder, siehe anderer Beitrag hier) und ja die Windeln sind alle 2 Tage vollgemacht, selten mal seltener. Und mal mehr, mal weniger. Sprich teils laufen sie auch aus (also Stuhlgang, darum gings). Und pieseln tut sie auch ganz regelmaessig.

Sie ist rosig, froehlich, aufgeweckt! Ein Zahn kam grad durch, und da hat sie auch weniger getrunken, und schlechter geschlafen. Und dementsprechend dann Beikost GANZ verweigert (geweint, wenn der Loeffel kam).

Ich hab mir schon Gedanken gemacht, warum sie nicht essen mag. Aber ich sah immer, wie sie drauf ist und ihr Gesamteindruck sagt mir nunmal, dass es ihr gut geht. Also hab ich einfach keinen Stress uns gemacht.

Heute die Aerztin hat mich nun total aus der Bahn geworfen. Sie meinte (ich weiss, dass das nicht stimmt!), dass ein Kind nach 6 Monaten was bekommen und essen MUSS, denn Milch langt dann nicht mehr. Sie muesste morgens und abends Reisbrei essen und Mittags ein Menue (Kartoffel-Karotte-Fleisch zB). Wenn sie nicht an Gewicht zunimmt (es waren heute genau 10 gr weniger als vor 4 Wochen), dann muesste ich jetzt in einer Woche wiederkommen zum WIEGEN. In der Zeit ihr Reisbrei fuettern (Hatte ich noch nciht, wieso auch?! Ich wollte langsam anfangen!!! Nicht so viel auf einmal oder dicht hintereinander!), von dem sie uebrigens auch nur 3 Loeffelchen aß. Ich fragte, was denn sei, wenn sie weiter verweigert: Ja dann muessten wir uns was ausdenken bzw handeln oder so aehnlich. SCHOCK! Ja wie jetzt?! Will sie das Kind zwingen?! Am Besten noch per Sonde oder wie?

Auf meine Argumentation, dass es Frauen gibt, die LAENGER VOLLSTILLEN, reagierte sie eher patzig und das waeren Ausnahmen und ginge nicht so einfach. Ich muesste ihr schon was geben! JA HALLO?! TU ICH DOCH! Und zu Ende hoerte sie mir eh nicht zu...

Das Beste kam dann allerdings noch am Schluss: "Achso, ja sie sind ja auch so duenn (47 kg auf 171cm), ihr Mann auch? *Ja, und meine Schwestern, Neffen, Bruder, Mama... alle!* Achso ja gut, dann kann sie ja auch nicht dicker werden, woher auch?" OH MAN! UND DAZU DIE PANIK VORHER?!

So, jetzt soll ich also in einer Woche wieder wiegen kommen. Da stellt sich mir die Frage: Soll ich hingehen? Wie krieg ich Brei in sie rein, damit sie auch echt was zunimmt, denn vor den Konsequenzen, falls nicht, hab ich PANIK! :cry: :cry: :cry:

ICh verstehs einfach nicht... und warum nahm sie nicht zu? Das Kind meiner besten Freundin (allerdings Flasche), hatte nach dem 7. Monat einen Gewichtsstopp, nahm ab da bis heute ( 1 Jahr und 8 Monate) nur noch 2 kg gesamt zu, das zeigt mir auch, dass es wohl ok ist, wenn mal einen Monat nix dazukommt oder nicht?!

Ich koennte nur heulen. Kann mich jemand beruhigen oder mir Tipps geben? Abstillen moechte ich nicht (also auf Flasche umsteigen), zumal sie auch die Flasche total verweigert, sogar mit MuMi drin (oder Tee oder Wasser, egal!)...

Noch die Gewichtszunahme:

Geburt 3200
Niedrigstes 2970

Dann am 2.7. 4050 (5 1/2 Wochen)
4450 gr mit 8 Wochen
dann am 8.9. 5280 ( 15 Wochen)
dann 5930 ( 23 Wochen)
dann 6420 gr am 15.12. (29 Wochen)
heute 6410 gr mit 33 Wochen

Ich weiss auch, dass manches Mla was stockt und dann im naechsten Monat dafuer evtl wieder mehr dazukommt... aber beunruhigt bin ich natuerlich, aendern kann ich aber egtl auch nix (denn sie nimmt ja nix ausser mir... :5: )... zwingen wollte ich sie nicht... aber mach mir jetzt nen Kopf (Erstlingsmama). :cry:

(PS: Wir ziehen dieses Jahr nach D und ich hoffe, dass ich da mehr meinen Standpunkt vertreten kann wie hier, denn sie hoeren nicht mal zu. :cry: Kam heute schon so rueber "Ja, du aus D wieder..."... Ich mag schon hier garnicht mehr zum Arzt, ueberlege mich in D freiwillig zu versichern, aber hab keine Ahnung wie das geht. Dann wuerde ich da die Us wieder machen lassen, bin eh oft da!)
Mit Maikäferinchen 2009, Regentonnenmopsi Juni 2012 und Miniraupe April 2015

"Ein Kind oder zwei Kinder zu beaufsichtigen ist viel anstrengender, als vier oder fünf. Ich glaube, dass viele Eltern ein schweres Leben haben, weil die anderen Kinder fehlen." - Remo Largo
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Patty
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von Patty »

Hui, mensch, die Ärzte machen einen aber manchmal auch verückt. es gibt immer mal Phasen, zumal in dem Alter, in denen Kinder nicht zunehemn udn ich finde das alles nciht wirklich beunrihigend wie Du das beschreibst. Unsere Kleine war bei der Untersuchung mit einem Jahr auch plötzlich im unteren Perzentille bzw. rausgerutscht, vorhr alles normal und plötzlich solltn wir zum Wiegen wieder kommen. habe wir nicht gemacht, fand ich qutasch, bei uns sind alle Kinder in der Familie eher schmal udn inzwischen hat sie auch wieder gut zugelegt und isst super. Will nur sagen: mach Dich nciht verrückt, jedes Kind hat sein Tempo!
Viele Grüße,
Patty mit Zauberfee 08/08 & Minimaus 04/13
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Emjoni
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von Emjoni »

Meine Kleine hat zwischen dem 7. und dem 9. Monat unglaubliche 60g zugenommen, ich kann da also fast mitreden :) Die Ärztin meinte auch 'die müsse essen' und ich hab ja und Amen gesagt. Sie hat ja gegessen. Aber nie im Leben bei einer Mahlzeit so viel, dass sie dadurch eventuell manchmal mehr Kalorien intus hatte als nach einer Stillmahlzeit. An dem Punkt sind wir jetzt mit 11 Monaten. Wie auch immer - du kannst dein Kind nicht zum Essen zwingen, geht einfach nicht.
Ich glaube ich würde nicht zu dem Termin gehen, sondern mir eher selbst eine Waage besorgen und mal wöchentlich wiegen. Ich habe keine Ahnung ob sich hinter Gewichtsstagnation irgendwelche Krankheitsbilder verstecken, deswegen würde ich es nicht komplett ignorieren. Bei uns kam dann nach den zwei Monaten mit fast gleichbleibendem Gewicht ein ganz plötzlicher Schub. Gewogen wurde sie seitdem zwar nicht, aber man kann es ihr richtig ansehen :)
Es grüßt Emjoni mit Tochter (2009)

When you become a mother you stop being the picture and start being the frame. ~Unknown
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Stefania
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von Stefania »

mmmhh, also so berauschend finde ich die Gewichtszunahme nun nicht...im Gesamtbild...

Mit dem Stuhlgang ( ob er stinken würde) wollte die Ärztin ggf Mucoviszidose ausschliessen, da stinken die Stühle nämlich ganz furchtbar..

Ist sie denn aus der Perzentilenkurve raus, oder "folgt" sie ihrer Linie?

Ich denke, wenn es mit der Gewichtszunahme nicht "besser" wird , würde ich es auch mal von Blutbild her abklären lassen ( der Stoffwechselbluttest und Schilddrüse wurde nach der Geburt überprüft ? in D macht man das Routinemäßig).

Es geht nicht darum, was sie ist ( ob nur Muttermilch oder schon Beikost) es geht darum ,DASS sie zunimmt und nicht aus der Kurve fällt...zunehmen kann sie auch vollgestillt, aber das muß man auf der Gewichtskurve schon sehen können..

LG Stefania
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christina
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von christina »

Sie ist in D geboren, da wurden alle Bluttests anfangs gemacht...

Ach man, ich mach mir solche Gedanken und frag mich auch, warum sie nicht isst, wenn ihr doch die Milch nicht LANGT in dem Sinn, dass sie nicht mehr zunimmt. Bis jetzt war ihre Kurve stetig und voellig ok, erst heute dann der Absacker, auch wenn die Aerztin vorher meinte, dass sie so duenn sei, aber voellig in den Kurven drin!



:cry:
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Stefania
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von Stefania »

christina hat geschrieben:Sie ist in D geboren, da wurden alle Bluttests anfangs gemacht...

Ach man, ich mach mir solche Gedanken und frag mich auch, warum sie nicht isst, wenn ihr doch die Milch nicht LANGT in dem Sinn, dass sie nicht mehr zunimmt. Bis jetzt war ihre Kurve stetig und voellig ok, erst heute dann der Absacker, auch wenn die Aerztin vorher meinte, dass sie so duenn sei, aber voellig in den Kurven drin!



:cry:
Also, wen sie immer in der Kurve drin war und vor allem ihrer Kurve gefolgt ist, dann würde ich mir über den heutigen Absacker keine Gedanken machen...jedes Kind ist anders .

Wichtig ist, daß sie nicht plötzlich aus IHRER Kurev fällt!

Natürlich reicht deine Milch, sonst würde sie ja nicht zunehmen!

Mach dir nicht allzuviele Gedanken ( ja,ja leichter gesagt, als getan :wink: ), ich würde trotz allem zum nächsten Termin gehen und mit der Ärztin besprechen, was ihrer Meinung nach nun getan werden sollte ( ich denke erstmal beobachten :wink: ) und wenn sie noch nicht bereit für Beikost ist, dann eben nicht! Jeder nach seinem Tempo!

LG Stefania
jusl
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von jusl »

Hallo Christina,

oh je, ich kann aus Deinen Zeilen lesen, wie ätzend dieser Arztbesuch war :?

Vielleicht helfen Dir folgende Infos weiter:

* Zur Gewichtszunahme Deines Babys: Zu Beginn 216g/wöchentlich, dann 160 und 120, zuletzt jeweils knapp über 80 g/wöchentlich - dies gehört noch zum Durchschnitt (hängt ein bissl davon ab, welche Zeiträume man wählt ;-)) Die durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme beträgt in den Monaten 0-3 ca 110-225g, in den Monaten 4-6 ca 85-145 g, in den Monaten 6-12 ca 45-85 g. Die elterlichen Anlagen spielen eine erhebliche Rolle (zarte Pflanzen bekommen zarte Pflänzchen!) - insb. unter diesem Aspekt erscheint die Gewichtsentwicklung Deines Baby soweit unauffällig.

* Zur Bedeutung der Gewichtsentwicklung: - hier scheint es oft Verwirrung zu geben. Die Gewichtsentwicklung hat letztlich keinen Selbstzweck(!), sondern: FALLS es Auffälligkeiten im Gewicht gibt, dann sollte geschaut werden, ob dies ein HINWEIS auf ein Ernährungsproblem oder eine zugrundeliegende Erkrankung ist, oder eben nur eine LAUNE der Natur! Denn eine geringe Gewichtszunahme KANN Hinweis sein auf z.B. Eisenmangel, Darmerkrankungen, Stoffwechselstörungen usw... MUSS aber eben nicht. Auch dem berühmten "Herausfallen aus der Perzentile" kommt AN SICH erstmal überhaupt keine Bedeutung zu! (Fällt dieses "Herausfallen" aber z.B. zeitlich mit einer Wiederaufnahme des Tabakkonsums der Mutter zusammen, DANN kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die Mutter wegen des Rauchens deutlich weniger Milch bildet. Nur so als Beispiel.) Meine Tochter (kerngesund und superfit) nahm zwischen 6 und 12 Monaten keine 800g zu. Damit kreuzte sie etwa FÜNFZIG Perzentilen :lol: . Vollkommen egal - sie war eh dick und kräftig, und mit 12 Monaten war sie es immer noch ;-). Auch nur als Beispiel.

* Zur Beikost: von 3 Löffelchen Obst oder Gemüse nimmt kein Mensch zu. (Sollte Dein Baby einen kleinen Magen haben, der dann mit Gemüse voll ist, nimmt es sogar eher ab, weil evtl. etwas weniger gestillt wird - denn Gemüse hat deutlich weniger Kalorien als Muttermilch!) Nicht alle Babys sind mit 6 oder 7 Monaten schon beikostreif - es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Kind erst mit 8, 9 oder 10 Monaten Lust auf Festes hat. (Zugegeben: es verlangt recht starke Nerven, auch einem dünnen, zierlichen Kind das Essen in seinem(!) Tempo zu erlauben... aber letztlich hat es doch das gleiche Recht darauf wie dicke Babys. KEINE med. Probleme vorausgesetzt, natürlich, siehe oben.) Vielleicht mag Dein Baby auch lieber handfestes? Ein gekochtes Kartoffelstückchen z.B.? Reiswaffeln? Avocado und Banane sind ebenfalls kalorienreich, außerdem empfehlenswert ist eisenreiches wie Fleisch, Hirse, Hafer.

Ich hoffe, diese Hinweise waren hilfreich,
LG;
Julia
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christina
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von christina »

Danke schonmal!

Was mir grad einfiel (dank einer Bekannten), dass ich in den letzten 3 Wochen nicht zusaetzlich so Vitaminpraeparate etc genommen hab, die ich davor immer nahm... vllt fehlte das? Werd ich direkt wieder anfangen! (War im Urlaub, hatte es vergessen)

Ich hab auch schon Fingerfoodform versucht... beisst sie ab und spuckt wieder aus! :roll:

Das schlimmste ist, dass ich mit der Aerztin nicht reden kann! Sie hoert, dass Mausi nix isst und schaltet auf SIE MUSS ESSEN. WIe ich das anstelle, also dass ich das Essen in sie reinbekomme, das sagte sie mir natuerlich nicht. Nur, dass es MUSS: Und zwar nicht nur Gemuese, sondern Fleisch und Reis. REIS vor allem... aha...

Kaum geschrieben, hat Mausi auch 5 Loeffelchen davon gegessen, halbe Loeffel, aber immerhin. Mit selber Mund aufmachen. Danach war schluss...

Ich hab einfach ANgst, was falsch zu machen. Ich verwehre ihr ja nix, daher versteh ichs nicht. Ich wurde heute so angemacht, als wuerde ich ihr absichtlich nix geben. Und als ich erklaerte meinte die Aerztin nur, das kann nicht sein, dass sie ausspuckt. Bzw das liege ja auch nicht nur am Zahnen (WEISS ICH, denn das war nur 1 Woche von 4!).

Bin verwirrt und besorgt... ich werde zum Termin gehen, will mir nix nachsagen lassen, echt nicht!!! Und dann soll die Aerztin ihre weiteren Schritte einleiten. Hab aber total Angst, dass sie uns dann am Ende noch einweist und "zwangsernaehren" laesst. Fragt mich nicht, wieso. Aber die sind hier eh so rabiat, es wuerde mich nicht wundern. Aber kein Kind verhungert ja freiwillig!
Sie sackte jetzt zwar ab, aber vllt holt sie das auch wieder auf jetzt?! Ich hoffe es!!! Und dass sie zart bleibt steht ausser FRage (da ist sich die Aerztin mit mir einig, auch dass sie kein guter Esser wird?! Aber das kann ich nicht so sagen, denn ob sie spaeter gern essen wird, wird sich dann sehen, jetzt nicht. Aber dass sie eben nicht dick sein kann bei uns!).

Die Kleine liegt uebrigens hier neben mir, spielt mit ihrem Spielebogen und brabbelt genuesslich vor sich hin... ich sehe kein unterernaehrtes Kind!

Mir gehts einfach schlecht jetzt... kann sicher nicht schlafen... :cry:
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anni1110
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von anni1110 »

Hallo!
Vielleicht kann ich dich ein ganz bisschen beruhigen.
Mir sagt immer jeder: Die Kinder holen sich, was sie brauchen.
Fällt mir auch nicht immer leicht, das zu glauben.
Meine Tochter ist jetzt schon ein halbes Jahr älter als deine und isst auch nix. So langsam mal zwei/drei Löffel irgendwas. Sobald was neues kommt oder etwas stückig ist, spuckt sie es wieder aus.
Sie gehört auch eher zu den zarten und mich graust es auch etwas vorm nächsten Wiegen, dass Ende Januar sicherlich sein wird. Sie hatte 3900g zur Geburt und jetzt ca. 8600g.
Naja, sie sackt noch nicht ab in der Perzentile (hoffe ich).
Ich weiß das es schwer ist, es so anzunehmen und auf sein Mamagefühl zu hören. Ich kämpfe grad täglich damit. Aber es ist richtig was du machst.
Hoffentlich konnte ich dir jetzt bisschen helfen. :oops:
Liebe Grüße
anni mit Wintersohn (2006), Herbsttochter (2008) und Frühlingskämpfer (2013)
Erika
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Re: Nicht zugenommen in 4 Wochen, Panikausbruch... Wiegetermin?!

Beitrag von Erika »

Hallo Christina,

oh je, ich kann Dir so nachfühlen. Mir selbst ist neulich fast ebenso schlecht geworden, als mich die Vertretungsärztin runtergeputzt hat, weil ich noch fast vollstille mit 11 Monaten: ich würde dem Kind absichtlich wichtige Nährstoffe vorenthalten usw. Und ich hab mich schon so aufgeregt, dabei ist mein Kind eher mopplig und leidet garantiert nicht an Unterernährung. Wenn mein Kind sehr zierlich gewesen wäre hätte ich mir das viel mehr zu Herzen genommen und wäre vermutlich ähnlich verunsichert wie Du.

Mir fällt Folgendes ein:

Du könnest mal versuchen ihr öfter Milch anzubieten also zum Beispiel alle 2h. Erstens kurbelst Du selbst damit noch mal so richtig Deine Milchproduktion an und kannst sicher sein, dass Deine Tochter wirklich so trinken kann, wie sie braucht. Zweitens würdest Du Deiner Tochter die Möglichkeit geben, falls sie wirklich einen eher kleinen Magen hat, diesen dann öfter zu füllen, auch wenn sie noch keinen Hunger verspürt. Sie wird Dir schon zeigen, wenn sie nicht will; anbieten kannst Du es ja, reinzwingen würde ich es nicht.

Zweitens könntest Du probeweise versuchen, 2-3 Wochen lang Dir und Deiner Tochter so wenig Stress und Termine zu machen wie möglich. Dann kannst Du auch wirklich ganz sicher sein, dass es an Dir nicht liegt.

Drittens: die Beikosteinführung würde ich genauso machen, wie DU sie machst und nicht wie die Ärztin sie machen wollte. Es gibt wirklich Kinder, die wollen in dem Alter noch nichts essen oder wenn ja, dann nur homöopatische Dosen. Die erste Brotrinde hat mein Sohn mit ca. 9 Monaten geknabbert, vorher waren alle Versuche mit Brei, Obst, Fingerfood usw. erfolglos. Ich bin überzeugt, dass man Essstörungen vorprogrammiert, wenn man die Kinder zum Essen zwingt und ihnen den Brei reinschiebt, obwohl sie es nicht wollen (leider machen das viele Eltern so...) Damit könntest Du vielleicht die Ärztin konfrontieren? Aber vermutlich ist bei ihr Hopfen und Malz verloren.

Für das nächste Gespräch mit der Ärztin würde ich mich insofern wappnen, dass ich quasi bilderbuchmäßig aufzählen würde, welche "Maßnahmen" Du ergriffen hast, so dass keine Angriffsfläche bleibt:
- Du hast den Stillrhythmus erhöht, Muttermilch enthält nachweislich die meisten Kalorien im Vergleich zu Gemüse und Reis....
- Du bietest Ihr zu jeder Familienmahlzeit Essen an, sie sieht Euch essen, sie selbst bekommt jedesmal babygerechtes Essen angeboten, seit der Beikosteinführung hast Du das und das und das und das und das und das und das gemischt mit dem und das gemischt mit dem und dieses püriert und jenes als Fingerfood, das selbstgekocht, das von Hipp und und und angeboten
- Du kannst bereits erkennen, dass sie seit dem Beikostbeginn die Beikostmenge zwar langsam aber stetig steigert (zuerst war es nur ein Viertellöffelchen, dann 3 Viertel-Löffelchen, inzwischen seid Ihr bei 3 Löffelchen täglich)
- Schlussfolgerung: Du bist Dir ganz sicher, dass das schon wird, wie soll auch binnen einer Woche da auf einmal eine sichtbare Gewichtszunahme sein, Du würdest vorschlagen, Du machst weiter so, Du bist ja jetzt sensibilisiert und ihr lasst dem Mädchen Zeit und Du kommst in 4 Wochen wieder.

Das Ganze würde ich langsam und ruhig aber schon zack, zack zack hintereinanderweg vortragen, so dass sie Dich nur noch loswerden will bzw. ja sagt. Ist ja auch nicht erlogen, nur eben sachlich dargestellt, dass Du Dich kümmerst und dass DIr keineswegs egal ist, was mit Deinem Kind ist :lol:

Falls hinter der Gewichtsentwicklung doch ein Problem stecken sollte, würde ich persönlich mir dafür einen anderen Arzt suchen, vielleicht auch in Deutschland - wohin zieht Ihr denn dann hin (und wo wohnst Du eigentlich jetzt, wo es Ärzte gibt, die denken, dass man von Reis dick wird - in China?)

Ich würde mir keine Maßnahmen von der Ärztin verordnen lassen, die so wenig von Stillen und Beikost versteht.

Ganz ganz liebe Grüße (verzage nicht, Du hast ja dieses Forum hier)
Erika
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