Er war nach den ersten Wochen der Umstellung ein echt guter Schläfer. Er schlief abends im Jojo ein, wir haben ihn dann mit ins Schlafzimmer genommen und er kam nachts 2-3 Mal, schlief morgens bis um halb acht. Dann wurde es schleichend schlechter. Er stand immer früher auf, kam nachts häufiger und ließ sich dann vor allem nicht mehr beruhigen.
Meistens waren die Nächte so: Kinder gehen gegen 19 Uhr ins Bett, schlafen inzwischen beide im Familienbett bzw Babybay. Das klappt abends ganz gut. Der Kleine kommt das erste Mal allerdings schon gegen 21 Uhr wieder. Das ist grundsätzlich kein Problem, allerdings habe ich Schwierigkeiten, das Schlafzimmer wieder zu verlassen. Wenn das alles geklappt hat, kommt er dann aber fast stündlich. Damit habe ich überhaupt gar kein Problem, ich stille ihn halt, wenn er "nur" Nähe braucht, halte ich ihn auch beim Schlafen gern im Arm. Ich würd ihn auch die ganze Nacht durchstillen, wenn das sein müsste. Aber irgendwann (im Moment eben gegen 2 oder 3 Uhr), schreit er los, wenn ich ihn anlegen will. Wir müssen dann fluchtartig das Schlafzimmer verlassen, damit der Große dann nicht auch noch wach wird. Dann geht eigentlich nicht mehr viel. Er schläft mit etwas Glück beim Schaukeln im Jojo weiter, ganz oft aber auch nicht. Wenn mein Mann ihn mir dann zum Stillen bringt, weint er meistens auch wieder und im Schlafzimmer können wir nicht bleiben. Es ist einfach nur noch ätzend. Zumal er müde ist. Tagsüber schläft er meistens so dreimal für ne halbe Stunde, manchmal auch länger am Stück, je nachdem, wie der Tag läuft.
Ich rätsel nun schon seit Wochen. Es fing schon irgendwann im Oktober oder so an, dass er nur noch bis um 5 Uhr schlief. Das war ja noch zu ertragen. Da war er halt einfach wach und ausgeschlafen. Das trifft ja jetzt nicht zu.
Zähne - ja, kann sein, er hat viel gesabbert, zur Zeit aber eher nicht. Er bekommt abends Viburcol, ohne war es noch schlimmer.
Entwicklungsschub - ja, kann auch sein, er übt ja auch, sich zu drehen und macht viele neue Dinge.
Infekt - ja, immer mal irgendwas mit dem Darm, mal leichter Schnupfen.
Aber ehrlich: so lange?! Und dann mit so wenig Schlaf und so viel Theater? Wir waren inzwischen wieder beim Osteopathen, aber noch zeigt das keine Wirkung. Und ob das wirklich was bringt, wage ich auch zu bezweifeln (also nicht generell, aber was den Schlaf angeht).
Wir gehen inzwischen alle am Stock. Der Große ist ja nun seit einiger Zeit nachts abgestillt, was ihm auch - zu meinem großen Erstaunen - sehr gut getan hat und so schläft wenigstens er einigermaßen. Aber mein Mann und ich sind zur Zeit ab 2 Uhr, spätestens 3 Uhr auf. Und auch wenn ich liegen bleiben darf, so richtig schlafen kann ich dann auch nicht mehr, ich höre ja den Kleinen oder er hat irgendwann Hunger oder weint einfach so.
Ich weiß gar nicht, was ich genau von Euch wissen will.Ich weiß, es gibt immer wieder schlimme Phasen, aber SO lange? Ich kenne schlechtes Schlafen von meinem Großen zur Genüge - der kam teilweise auch halbstündlich. Aber das hier ist ja NOCH schlimmer. Und irgendwie will ich einfach nicht glauben, dass das normal sein soll. Ich wüsste aber auch nicht, was man ändern könnte und müsste, damit es besser wird. Er ist nicht überreizt, ich sorge für Ruhe und Ausgleich. Wir haben ein entspanntes "Abendritual", bei dem die Kinder beide sehr entspannt und ruhig einschlafen. Es ist dunkel im Schlafzimmer, kein Krach, keine laute Straße. Ich habe genug Milch. Er wächst und gedeiht gut. Ich trage ihn viel. Ich versteh das einfach nicht.
Und es kann so auch nicht weitergehen, mein Mann muss nächste Woche wieder arbeiten und alleine packe ich das nicht, vor allem nicht, wenn ich dann wieder mit beiden Kindern allein bin.
Was stört ihn denn so? Warum stillt er dann nicht zur Beruhigung?
Hilfe...
Entschuldigt das Durcheinander, aber hier sind zwei wache Kinder (seit 5 Uhr beide...

