Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
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Emmal J.
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Ach...schwierig, daß diese Diskussion hier so verzerrt ist.
Und wie immer, wenns schwierig wird, frage ich meinen lieben Mann, was er dazu meint.
Und er sagt, daß der Grund, warum die Frau die Geburtsschmerzen ertragen möchte der ist, daß sie die Naturgewalt fühlen will, mit der sie neues Leben auf die Welt bringt. Sie will den Moment erleben, erfahren, auskosten, diesen Augenblick mit ihrem ganzen Körper spüren.
Aus den bereits genannten Gründen werde ich dafür nie wieder ins KH gehen. Leider mußte ich schon zwei Kinder bekommen, um das zu blicken..
glg!
Und wie immer, wenns schwierig wird, frage ich meinen lieben Mann, was er dazu meint.
Und er sagt, daß der Grund, warum die Frau die Geburtsschmerzen ertragen möchte der ist, daß sie die Naturgewalt fühlen will, mit der sie neues Leben auf die Welt bringt. Sie will den Moment erleben, erfahren, auskosten, diesen Augenblick mit ihrem ganzen Körper spüren.
Aus den bereits genannten Gründen werde ich dafür nie wieder ins KH gehen. Leider mußte ich schon zwei Kinder bekommen, um das zu blicken..
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Mäusel 6/05 Brudi 3/07 
Leben auf Augenhöhe - Lieben Herz an Herz
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
ich hatte zwei gewaltige schmerzerfahrungen. einmal die geburt (schrecklich. ganz ganz schrecklich) und einmal bin ich schlafend von einer hundertschaft polizisten zusammengeschlagen worden. ne weile. das war auch schrecklich. anders schrecklich - klarerweise.
beides sind feste bestandteile meines lebens. und beides hat mich weitergebracht. ganz klar. mich stärker gemacht. ich habe weniger angst jetzt (auch wenn ich nach dem überfall ein paar jahre mehr angst hatte). todesangst (die hatte ich während der geburt allerdings nicht) zu erfahren, hat mich stärker gemacht.
das sind beides keine erfahrungen "die frau mal gemacht haben sollte". das wünsche ich keiner. geburten sollen nicht so sein wie meine war. meine geburt hat mir nicht mehr gebracht als eine weniger schmerzhafte. ich bin nicht unverwundbarer oder besser. aber es ist teil meines lebens, hat mich zu der gemacht die ich heute bin und unter diesem gesichtspunkt war das alles genau so richtig.
das buch werde ich lesen. das klingt spannend, was knäcke da zitiert hat.
beides sind feste bestandteile meines lebens. und beides hat mich weitergebracht. ganz klar. mich stärker gemacht. ich habe weniger angst jetzt (auch wenn ich nach dem überfall ein paar jahre mehr angst hatte). todesangst (die hatte ich während der geburt allerdings nicht) zu erfahren, hat mich stärker gemacht.
das sind beides keine erfahrungen "die frau mal gemacht haben sollte". das wünsche ich keiner. geburten sollen nicht so sein wie meine war. meine geburt hat mir nicht mehr gebracht als eine weniger schmerzhafte. ich bin nicht unverwundbarer oder besser. aber es ist teil meines lebens, hat mich zu der gemacht die ich heute bin und unter diesem gesichtspunkt war das alles genau so richtig.
das buch werde ich lesen. das klingt spannend, was knäcke da zitiert hat.
tania mit sohn *09 und sohn *12
- Johana
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Ich habe mich bei meinen Geburten bewusst gegen Schmerzmittel entschieden, weil ich Angst vor Nebenwirkungen hatte, bzw. Angst, dass es den Kindern zum Nachteil wird.
Geburten unter PDA enden eben DOCH leider häufiger mit Saugglocke oder im Kaiserschnitt! Schmerzmittel, die zu den Opiaten gehören, machen die Kinder oft sehr müde. Es kann zu Atmedepressionen etc. kommen.
Kurz vor der Austreibungsphase hatte ich schreckliche Schmerzen. Einmal wurde ich eingeleitet. An diesen Schmerzen, so dachte ich, muss ich sterben!
Die Schmerzen während der Austreibungsphase, waren (obwohl ich durchaus laut war) ein wunderbares Gefühl!!!
Auch wenn ich es nicht begründen kann, und es vielleicht unlogisch ist: Ich habe nach den Geburten Stolz empfunden!
Ich weiß nicht genau, worauf ich da so stolz war. Ich werde da mal weiter drauf rum denken
!
Keinesfalles möchte ich damit sagen, dass eine Geburt unter Schmerzmitteln eine geringere Leistung ist!
Traurig finde ich, dass viele Frauen, die einen Kaiserschnitt erlebt haben, das Gefühl haben, versagt zu haben
.
Und noch kurz zur Ausgangsfrage (zu einer der Ausgangsfragen): Ich denke, dass man Wundschmerz und Geburtsschmerz nicht vergleichen kann!
Wundschmerz (nach OP) ist einfach nur schrecklich.
Geburtsschmerz ist für mich positiv besetzt, weil eine riesige Vorfreude mit dabei ist
!
Liebe Grüße, Johana
Geburten unter PDA enden eben DOCH leider häufiger mit Saugglocke oder im Kaiserschnitt! Schmerzmittel, die zu den Opiaten gehören, machen die Kinder oft sehr müde. Es kann zu Atmedepressionen etc. kommen.
Kurz vor der Austreibungsphase hatte ich schreckliche Schmerzen. Einmal wurde ich eingeleitet. An diesen Schmerzen, so dachte ich, muss ich sterben!
Die Schmerzen während der Austreibungsphase, waren (obwohl ich durchaus laut war) ein wunderbares Gefühl!!!
Auch wenn ich es nicht begründen kann, und es vielleicht unlogisch ist: Ich habe nach den Geburten Stolz empfunden!
Ich weiß nicht genau, worauf ich da so stolz war. Ich werde da mal weiter drauf rum denken
Keinesfalles möchte ich damit sagen, dass eine Geburt unter Schmerzmitteln eine geringere Leistung ist!
Traurig finde ich, dass viele Frauen, die einen Kaiserschnitt erlebt haben, das Gefühl haben, versagt zu haben
Und noch kurz zur Ausgangsfrage (zu einer der Ausgangsfragen): Ich denke, dass man Wundschmerz und Geburtsschmerz nicht vergleichen kann!
Wundschmerz (nach OP) ist einfach nur schrecklich.
Geburtsschmerz ist für mich positiv besetzt, weil eine riesige Vorfreude mit dabei ist
Liebe Grüße, Johana
- Alexandra
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Ich stelle mal völlig außer Frage, daß es wichtig und ein Segen ist, daß die moderne Medizin uns heute Mütter- und Säuglingssterberaten beschert, die quasi gen null gehen. Noch nie in der Geschichte der Menschheit haben wir so risikoarm geboren! Das verdanken wir zum einen der Hygiene, zum anderen aber eben auch den Errungenschaften der modernen Medizin.
Dennoch habe ich mich bei meinem dritten Kind bewusst für den "anderen" Weg entschieden.
Ich habe zwei Kinder unter PDA geboren. Ich war Mutter, ich bin mUtter. Aber was Gebären wirklich heißt, im positiven Sinne, das habe ich erst bei der dritten Geburt erfahren! Die Täler waren tiefer - aber die Berge auch seeeehr viel höher.
Natürlich war ich auch bei meiner dritten Geburt irgendwann an dem Punkt, an dem ich gesagt habe, so, ich habe jetzt fertig, holt mich mal, wenn das hier vorbei ist. Der Punkt, an dem ich bisher in der Klinik eben die PDA wünschte und auch bekam. Ich weiß aber mittlerweile, daß die Geburt ein so feines Zusammenspiel zwischen Mutter und Kind ist, daß die Mutter auf den Schmerz mit Opiat- und wasweißich für Ausschüttungen reagiert, die dann wiederum das Kind unterstützen und beruhigen, für Details frage ich da gern nochmals meine Hebamme. Eine PDA macht da einen kräftigen Schnitt - klick - und das Kind muss allein weitermachen, die Mutter klinkt sich aus.
Eine Verlassenheitsreaktion in der wohl stressreichsten Situation des ganzen Lebens ist die Folge.
Nicht gerade das, was man seinem Kind wünscht und auch nicht gerade das, was auf dem Aufklärungsbogen steht, hm?
Wie gesagt, es gibt Situationen, da ist es einfach notwendig, fertig! Bei meienr ersten Geburt war ich z.B. nach 30 Stunden ohne Schlaf und fast pausenloser Weherei derart entkräftet, ich hätte mir den Arm amputieren lassen, wenn das nur endlich ein Ende gehabt hätte. Die PDA hat mir einige Stunden Schlaf und Erholung gebracht, ohne die ich wohl nicht mehr in der Lage gewesen wäre, spontan zu entbinden. Die Geburt endete übrigens tatsächlich mit der Saugglocke
Aber bei meiner zweiten Geburt hätts vielleicht auch Motivation gebracht. Es war mehr das klassische "ichwillnichtmehrichwillhierweg". Okay, ich kann dann wirklich sehr eklig werden, aber hätte ich da die Zusammenhänge zwischen mütterlicher und kindlicher Geburt bereits gekannt, hätte ich ohne PDA entbunden, ganz sicher. Bei der ersten Geburt hätte ich mich trotzdem dafür entschieden.
Im Grunde genommen halte ich es also für müßig, sich über Sinn und Widersinn der Schmerzen unter der Geburt zu unterhalten. Sie sind da und, wenn alles im normalen Rahmen läuft, sind sie sinnhaft rein im medizinischen Sinne. Da glorifiziere ich nichts, unsportlich bin ich eh und hab daher auch wenig Extremsporterfahrungen vorzuweisen. Aber ich habe auch erlebt, daß der Hormonflash nach der Geburt am intensivsten war nach der interventionsfreien Geburt
Also für mich war diese Geburt auch am schönsten 
Meine Literaturempfehlung ist von Michel Odent "Es ist nicht egal wie wir geboren werden". Abseits von Religion, Mystik und Polemik klärt er einfach nur auf und zeigt Zusammenhänge, die wir einfach vergessen haben.
Liebe Grüße Alex
Dennoch habe ich mich bei meinem dritten Kind bewusst für den "anderen" Weg entschieden.
Ich habe zwei Kinder unter PDA geboren. Ich war Mutter, ich bin mUtter. Aber was Gebären wirklich heißt, im positiven Sinne, das habe ich erst bei der dritten Geburt erfahren! Die Täler waren tiefer - aber die Berge auch seeeehr viel höher.
Natürlich war ich auch bei meiner dritten Geburt irgendwann an dem Punkt, an dem ich gesagt habe, so, ich habe jetzt fertig, holt mich mal, wenn das hier vorbei ist. Der Punkt, an dem ich bisher in der Klinik eben die PDA wünschte und auch bekam. Ich weiß aber mittlerweile, daß die Geburt ein so feines Zusammenspiel zwischen Mutter und Kind ist, daß die Mutter auf den Schmerz mit Opiat- und wasweißich für Ausschüttungen reagiert, die dann wiederum das Kind unterstützen und beruhigen, für Details frage ich da gern nochmals meine Hebamme. Eine PDA macht da einen kräftigen Schnitt - klick - und das Kind muss allein weitermachen, die Mutter klinkt sich aus.
Eine Verlassenheitsreaktion in der wohl stressreichsten Situation des ganzen Lebens ist die Folge.
Nicht gerade das, was man seinem Kind wünscht und auch nicht gerade das, was auf dem Aufklärungsbogen steht, hm?
Wie gesagt, es gibt Situationen, da ist es einfach notwendig, fertig! Bei meienr ersten Geburt war ich z.B. nach 30 Stunden ohne Schlaf und fast pausenloser Weherei derart entkräftet, ich hätte mir den Arm amputieren lassen, wenn das nur endlich ein Ende gehabt hätte. Die PDA hat mir einige Stunden Schlaf und Erholung gebracht, ohne die ich wohl nicht mehr in der Lage gewesen wäre, spontan zu entbinden. Die Geburt endete übrigens tatsächlich mit der Saugglocke
Aber bei meiner zweiten Geburt hätts vielleicht auch Motivation gebracht. Es war mehr das klassische "ichwillnichtmehrichwillhierweg". Okay, ich kann dann wirklich sehr eklig werden, aber hätte ich da die Zusammenhänge zwischen mütterlicher und kindlicher Geburt bereits gekannt, hätte ich ohne PDA entbunden, ganz sicher. Bei der ersten Geburt hätte ich mich trotzdem dafür entschieden.
Im Grunde genommen halte ich es also für müßig, sich über Sinn und Widersinn der Schmerzen unter der Geburt zu unterhalten. Sie sind da und, wenn alles im normalen Rahmen läuft, sind sie sinnhaft rein im medizinischen Sinne. Da glorifiziere ich nichts, unsportlich bin ich eh und hab daher auch wenig Extremsporterfahrungen vorzuweisen. Aber ich habe auch erlebt, daß der Hormonflash nach der Geburt am intensivsten war nach der interventionsfreien Geburt
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Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen
Tragekinder - "Mein" Kindersachbuch zum Tragen
"Ich ehre das Leben... In tiefer Dankbarkeit..." alequito
Ließe der Mensch sich genügen, so hätte er Ruhe. Jakob Böhme
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- Zierbanane
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Hm, ich kann nur sagen das ich trotz PDA normal pressen konnte und auch keinerlei andere Hilfsmittel zum Einsatz kommen mußten. Man kann die Frau ja so einstellen das sie eben nicht "total" ausgeklinkt ist.
Für mich war es ein Trauma, als ich unter größten Schmerzen bei meiner 2. Geburt eben keine wirksame "Betäubung" bekam. Ich habe das bis heute nicht verwunden und da helfen auch keine "Aufarbeitungsgespräche". Das ist nunmal so. Ich fühle mich ehrlich gesagt außer stande da noch mal "reinzugehen" und zu hoffen das es diesmal was wird. Was ist wenn nicht? Was ist wenn wieder keiner hilft?!
Für mich war es ein Trauma, als ich unter größten Schmerzen bei meiner 2. Geburt eben keine wirksame "Betäubung" bekam. Ich habe das bis heute nicht verwunden und da helfen auch keine "Aufarbeitungsgespräche". Das ist nunmal so. Ich fühle mich ehrlich gesagt außer stande da noch mal "reinzugehen" und zu hoffen das es diesmal was wird. Was ist wenn nicht? Was ist wenn wieder keiner hilft?!
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Lösche Benutzer 1828
Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
naja, das mit dre PDA funktioniert eben icht immer wie auf Knopfdruck - zwei Bekannte, darunter eine Freundin, hatten danach wochenlang Probleme mit so starkem Schwindel, dass sie nur liegen konnten - und waren unter der Geburt total ans Bett gefesselt, gefühllos im unteren Bereich....abgesprochen war das anders
- uvd
- möchten wir nicht mehr missen
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
anbei ein umfangreicher artikel aus der deutschen hebammenzeitschrift, der genau von dieser thematik handelt:
Wie läuft eine natürliche ungestörte Geburt ab? Was passiert auf hormoneller Ebene bei Mutter und Kind?
Was passiert, wenn dieses ausgeklügelte System gestört wird?
Wie wirken sich Eingriffe wie PDA, Einleitungen etc. aus?
Die ekstatische Geburt - Plan der Natur für das Gebären
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Wie läuft eine natürliche ungestörte Geburt ab? Was passiert auf hormoneller Ebene bei Mutter und Kind?
Was passiert, wenn dieses ausgeklügelte System gestört wird?
Wie wirken sich Eingriffe wie PDA, Einleitungen etc. aus?
Die ekstatische Geburt - Plan der Natur für das Gebären
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
uvd - Doula, Trageberaterin & Vierfachmami (08/06, 06/97, 08/95, 09/89)
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Annabanana
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Boah, ich merke, ich kann hier überhaupt nicht mitreden.
Ich assoziiere mit meinen Geburten Freude, Glück, Stärke, Spannung, Anstrengung, Arbeit, Fröhlichkeit. Schmerz fällt mir dazu echt als letztes ein. Fand ich nicht so schlimm. An dem Punkt "Ichkannnichtmehr" war ich nur einmal, in der Pressphase bei meiner ersten Geburt, die klassisch im KH mit vorhergehendem längerem Liegen wg. CTG-Schreiberei stattfand. Allerdings war da der Kopf schon durch
.
Klar, am Tollsten war die Hausgeburt, weil mich da niemand genervt hat (mein Mann hat bis kurz vor Kopf geschlafen). Aber auch meine ambulanten KH-Geburten waren sehr selbstbestimmt (für KH-Geburten jedenfalls).
Vielleicht ist das der Grund, dass ich keinen "Stolz" empfinde, wenn ich an meine Geburten denke. Ich empfinde ein ganz großes Glück und freue mich wie Bolle, dass alles so toll war. Stolz klingt immer nach Wertung (was so sicher gar nicht gemeint ist). Wie auch beim Sport (ich erinnere mich dunkel) empfinde ich einfach ein volles, pralles Glück.
LG, Silke
Ich assoziiere mit meinen Geburten Freude, Glück, Stärke, Spannung, Anstrengung, Arbeit, Fröhlichkeit. Schmerz fällt mir dazu echt als letztes ein. Fand ich nicht so schlimm. An dem Punkt "Ichkannnichtmehr" war ich nur einmal, in der Pressphase bei meiner ersten Geburt, die klassisch im KH mit vorhergehendem längerem Liegen wg. CTG-Schreiberei stattfand. Allerdings war da der Kopf schon durch
Klar, am Tollsten war die Hausgeburt, weil mich da niemand genervt hat (mein Mann hat bis kurz vor Kopf geschlafen). Aber auch meine ambulanten KH-Geburten waren sehr selbstbestimmt (für KH-Geburten jedenfalls).
Vielleicht ist das der Grund, dass ich keinen "Stolz" empfinde, wenn ich an meine Geburten denke. Ich empfinde ein ganz großes Glück und freue mich wie Bolle, dass alles so toll war. Stolz klingt immer nach Wertung (was so sicher gar nicht gemeint ist). Wie auch beim Sport (ich erinnere mich dunkel) empfinde ich einfach ein volles, pralles Glück.
LG, Silke
- Steff
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 02.10.2007, 00:26
- Wohnort: Rheinland
Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
Ich hatte:
- eine Horrorklinikgeburt mit Traumatisierung beim 1. Kind. Danach noch wochenlang starke Schmerzen durch Dammschnitt (wegen Saugglocke) der noch weiter eingerissen war und in dem sich ein Hämathom gebildet hatte.
- eine geplante Sectio weil Nr. 2 sich in der 35. Woche in BEL gedreht hatte. obwohl die Kliniksärztin mich zweimal versuchte zu überreden spontan zu gebären (ich bestand während der gesamten Schwangerschaft aus Angstzuständen, doch sobald der Sectio-Termin feststand war die Angst wie weggeblasen).
- nach einer Traumatherapie beim 3. Kind dann eine schöne, sehr kurze und schmerzhafte Hausgeburt bei der ein Fetzen Schamlippe problemlos wieder angenäht wurde, was mir wochenlang Brassel bescherte.
Wenn ich rein aus dem Bauch heraus für mich entscheiden würde, ohne dabei an das Kind zu denken, würde ich sofort wieder die geplante Sectio wählen.
Von der Schmerzbelastung war es am angenehmsten.
Und emotional gesehen war es für mich auch das schönste Geburtserlebnis.
Wir wurden danach in den Kreißsaal gebracht und ich hatte über 2 Std. mein Baby nackt auf meinem Bauch bzw. an meiner Brust liegen und wir hatten nur Zeit für uns.
Unter der Sectio überhaupt keine Schmerzen, gleich am nächsten Tag konnte ich rumlaufen.
Ansonsten gab es Schmerzmittel.
Die Schmerzen bei der Geburt sind für mich einer meiner Gründe kein weiteres Kind haben zu wollen.
Ideal fänd ich wohl eine Hausgeburt mit PDA
- eine Horrorklinikgeburt mit Traumatisierung beim 1. Kind. Danach noch wochenlang starke Schmerzen durch Dammschnitt (wegen Saugglocke) der noch weiter eingerissen war und in dem sich ein Hämathom gebildet hatte.
- eine geplante Sectio weil Nr. 2 sich in der 35. Woche in BEL gedreht hatte. obwohl die Kliniksärztin mich zweimal versuchte zu überreden spontan zu gebären (ich bestand während der gesamten Schwangerschaft aus Angstzuständen, doch sobald der Sectio-Termin feststand war die Angst wie weggeblasen).
- nach einer Traumatherapie beim 3. Kind dann eine schöne, sehr kurze und schmerzhafte Hausgeburt bei der ein Fetzen Schamlippe problemlos wieder angenäht wurde, was mir wochenlang Brassel bescherte.
Wenn ich rein aus dem Bauch heraus für mich entscheiden würde, ohne dabei an das Kind zu denken, würde ich sofort wieder die geplante Sectio wählen.
Von der Schmerzbelastung war es am angenehmsten.
Und emotional gesehen war es für mich auch das schönste Geburtserlebnis.
Wir wurden danach in den Kreißsaal gebracht und ich hatte über 2 Std. mein Baby nackt auf meinem Bauch bzw. an meiner Brust liegen und wir hatten nur Zeit für uns.
Unter der Sectio überhaupt keine Schmerzen, gleich am nächsten Tag konnte ich rumlaufen.
Ansonsten gab es Schmerzmittel.
Die Schmerzen bei der Geburt sind für mich einer meiner Gründe kein weiteres Kind haben zu wollen.
Ideal fänd ich wohl eine Hausgeburt mit PDA
Sohn 01/05 - Tochter 08/07 - Tochter 08/09 - Sohn 08/11
- darkdragonsoule
- ist nicht mehr wegzudenken
- Beiträge: 1490
- Registriert: 02.12.2006, 20:21
- Wohnort: Ba-Wü
Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"
meine hebamme hat mir ein buch empfohlen (ja ich weiss,man kann nicht jedes einzelne buch kaufen und lesen
) "schwierige geburten leicht gemacht,dystokien erfolgreich meistern".es ist sehr sachlich und eher für fachpersonal.aber es beruhigt doch ungemein wenn man auch etwas über die physisches vorgänge verstehen lernt.ich kanns echt weiterempfehlen.
ich zitiere mal von amazon:
Kurzbeschreibung
Dystokien erfolgreich meistern. Praxishandbuch f�r eine nat�rliche und erfolgreiche Geburtsleitung.
Fehlende Wehent„tigkeit und verz”gerte Geburtsverl„ufe sind vielf„ltig in ihren Ursachen. Sie sind der h„ufigste Grund f�r einen Kaiserschnitt. Gr�nde und pr„ventive Maánahmen f�r schwierige Geburten zu beschreiben und sie zu erleichtern ist Ziel dieses Buches. Dazu liefert es zahlreiche, anschaulich illustrierte Beschreibungen und Anleitungen, die sich auf aktuelle Forschungsarbeiten, anatomisch-physiologische und psychologische Grundlagen sowie eine langj„hrige geburtshilfliche Erfahrung der Autorinnen st�tzen.
ich zitiere mal von amazon:
Kurzbeschreibung
Dystokien erfolgreich meistern. Praxishandbuch f�r eine nat�rliche und erfolgreiche Geburtsleitung.
Fehlende Wehent„tigkeit und verz”gerte Geburtsverl„ufe sind vielf„ltig in ihren Ursachen. Sie sind der h„ufigste Grund f�r einen Kaiserschnitt. Gr�nde und pr„ventive Maánahmen f�r schwierige Geburten zu beschreiben und sie zu erleichtern ist Ziel dieses Buches. Dazu liefert es zahlreiche, anschaulich illustrierte Beschreibungen und Anleitungen, die sich auf aktuelle Forschungsarbeiten, anatomisch-physiologische und psychologische Grundlagen sowie eine langj„hrige geburtshilfliche Erfahrung der Autorinnen st�tzen.
