Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
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windelwunder
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Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
Hallo,
seit 2-3 Wochen verschlechtert sich die Stillbeziehung zwischen mir und meinem Engel immer mehr.
Von Anfang an war er ein sehr schneller Trinker (beide Brüste innerhalb von 10 Minuten) und hatte viele Blähungen. Meine Hebamme hat dazu nichts gesagt und so hab ich bis zum 3. Monat gestillt. Allerdings waren sich sowohl Hebamme als auch KiA sich nicht zu schade, meinen Stillrhytmus, der angeblich viel zu oft sei (damals alle 2h) anzuprangern. Seit diesem Tag geht irgendwie alles schief.
Von einen Tag auf den anderen, als hätte er die beiden gehört, kam er nur noch alle 3h.
Zusätzlich lässt er immer wieder die Brust los, wenn ich ihn anlege, biegt sich nach hinten und schreit auch manchmal.
Ich im Gegenzug habe erst gedacht, er bekommt zu wenig und habe teilweise abends schon ein "olles" (sorry an die Flaschenmamas) Fertigfläschen gegeben, das er auch immer zufrieden und RUHIG trinkt.
Jetzt habe ich mich aber belesen. Vielleicht kann es sein, dass er zuviel Suppe/Vormilch und zu wenig Dessert/Hintermilch bekommt. Das würde die Verdauungsbeschwerden über den 3. Monat, den teilweise schaumigen Stuhl, das Spucken usw. erklären - aber sicher bin ich mir nicht.
Dann habe ich auch von der Brustschimpfphase gelesen...
Man ich mach mir so einen Kopf. Als junges Mädchen wollte ich nicht mal stille und jetzt würde alles tun um wenigstens bis zum 6. Monat zu komen...
seit 2-3 Wochen verschlechtert sich die Stillbeziehung zwischen mir und meinem Engel immer mehr.
Von Anfang an war er ein sehr schneller Trinker (beide Brüste innerhalb von 10 Minuten) und hatte viele Blähungen. Meine Hebamme hat dazu nichts gesagt und so hab ich bis zum 3. Monat gestillt. Allerdings waren sich sowohl Hebamme als auch KiA sich nicht zu schade, meinen Stillrhytmus, der angeblich viel zu oft sei (damals alle 2h) anzuprangern. Seit diesem Tag geht irgendwie alles schief.
Von einen Tag auf den anderen, als hätte er die beiden gehört, kam er nur noch alle 3h.
Zusätzlich lässt er immer wieder die Brust los, wenn ich ihn anlege, biegt sich nach hinten und schreit auch manchmal.
Ich im Gegenzug habe erst gedacht, er bekommt zu wenig und habe teilweise abends schon ein "olles" (sorry an die Flaschenmamas) Fertigfläschen gegeben, das er auch immer zufrieden und RUHIG trinkt.
Jetzt habe ich mich aber belesen. Vielleicht kann es sein, dass er zuviel Suppe/Vormilch und zu wenig Dessert/Hintermilch bekommt. Das würde die Verdauungsbeschwerden über den 3. Monat, den teilweise schaumigen Stuhl, das Spucken usw. erklären - aber sicher bin ich mir nicht.
Dann habe ich auch von der Brustschimpfphase gelesen...
Man ich mach mir so einen Kopf. Als junges Mädchen wollte ich nicht mal stille und jetzt würde alles tun um wenigstens bis zum 6. Monat zu komen...
- baadermeisterin
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Re: Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
Ich kan Dir jetzt nichts konkretes raten, es melden sich hier sicher noch die Still-Spezialisten!!
Aber Du bist hier mit Deiner Frage auf jeden Fall gut aufgehoben und vielleicht kontaktierst Du eine Stillberaterin in Deiner Nähe und/oder gehst mal zu einem Stilltreffen?
Alles Gute für Euch!
Aber Du bist hier mit Deiner Frage auf jeden Fall gut aufgehoben und vielleicht kontaktierst Du eine Stillberaterin in Deiner Nähe und/oder gehst mal zu einem Stilltreffen?
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Sarah (05/80) mit Paul (06/08) und Fridolin (02/12)
- baadermeisterin
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Re: Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
Ach ja, ich denke in jeder Stillbeziehung gibt es aufs und abs..... hatten wir auch und wir stillen immer noch gern (P. ist 17,5 Monate
)
Sarah (05/80) mit Paul (06/08) und Fridolin (02/12)
- mayra
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Re: Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
Wenn ich mich recht erinnere, war das mit 3/4 Monaten bei uns genauso, er ließ sich von allem ablenken, schmiss sich hin und her und war einfach total unruhig. Nach einer Zeit hat sich das wieder gegeben.
Ja, es gibt um diese Zeit einen Wachstumsschub und er versucht sehr wahrscheinlich, die Milchproduktion anzukurbeln. Wenn du ihm nun die Flasche gibst, wird das Missverhältnis Angebot-Nachfrage mit der Zeit immer größer werden. Lege ihn einfach so oft er möchte an, dann reguliert sich die Menge innerhalb weniger Tage auf seinen Bedarf!! Dabei kann es auch sein, dass er nach einer halben Stunde wieder trinken will, wundere dich darüber nicht.
Und lass dich nicht von Hebi oder Kiarzt verunsichern, die meisten haben vom Stillen nicht viel oder gar keine Ahnung. Geh lieber mal zu einem Stilltreff, da triffst du Gleichgesinnte und bekommst gute Tips, das baut auf und macht es dann auch wieder einfacher, die kleinen Tiefs einer Stillbeziehung durchzustehen!!
Nur Mut, das klappt schon mit den 6 Monaten Vollstillen!!!
Ansonsten: herzlich willkommen hier! Wenn du hier keine Hilfe findest, dann wüsste ich nicht, wo du sie sonst finden solltest
Ja, es gibt um diese Zeit einen Wachstumsschub und er versucht sehr wahrscheinlich, die Milchproduktion anzukurbeln. Wenn du ihm nun die Flasche gibst, wird das Missverhältnis Angebot-Nachfrage mit der Zeit immer größer werden. Lege ihn einfach so oft er möchte an, dann reguliert sich die Menge innerhalb weniger Tage auf seinen Bedarf!! Dabei kann es auch sein, dass er nach einer halben Stunde wieder trinken will, wundere dich darüber nicht.
Und lass dich nicht von Hebi oder Kiarzt verunsichern, die meisten haben vom Stillen nicht viel oder gar keine Ahnung. Geh lieber mal zu einem Stilltreff, da triffst du Gleichgesinnte und bekommst gute Tips, das baut auf und macht es dann auch wieder einfacher, die kleinen Tiefs einer Stillbeziehung durchzustehen!!
Nur Mut, das klappt schon mit den 6 Monaten Vollstillen!!!
Ansonsten: herzlich willkommen hier! Wenn du hier keine Hilfe findest, dann wüsste ich nicht, wo du sie sonst finden solltest
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Hummelchen
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Re: Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
huhu,
also alle zwei stunden ist bei uns auch die bar geöffnet, das war schon so gleich am anfang und ist bis heute nicht anders, nur nachts darf ich länger schlafen
. ich finds ok, heist ja schließlich nach bedarf stillen und der ist von kind zu kind schon unterschiedlich.
das mit dem nach hinten schmeissen hatten wir übrigens auch. sie hat geknörrt weil sie hunger hatte und wenn ich sie anlegen wollte hat sie in den höchsten tönen geschriehen und sich nach hinten geschmissen, als ob ich ihr was giftiges einflössen wollte. hab ich sie wieder hochgenommen hat sie zwar aufgehört zu schreien, aber solange weiter geknörrt bis sie endlich getrunken hat. das mit dem anlegen, wieder hochnehmen, wieder anlegen hat oft locker ne halbe stunde gedauert bis sie endlich getrunken hat. wenn ich sie übrigens nicht versucht habe sie immer wieder anzulegen fing sie auch an zu weinen. das war bei uns auch zwischen dem dritten und vierten monat und ging knapp 2wochen so, allerdings nicht bei jedem stillen. wir hatten es damals auf die zähne geschoben, da sie in der zeit auch immer sehr stark gebissen hat, aber obs das wirklich war weiss ich nicht. zähne hat sie noch keine bisher, aber die kinderärztin meinte diue zähne würden wohl im kiefer wandern. nach den zwei wochen hörte es auf und das stillen klappte eigentlich noch besser als vorher. wir haben jetzt die sechs monate vollstillen geschafft
hab geduld wird bestimmt auch bei euch bald besser, drück euch die daumen
also alle zwei stunden ist bei uns auch die bar geöffnet, das war schon so gleich am anfang und ist bis heute nicht anders, nur nachts darf ich länger schlafen
das mit dem nach hinten schmeissen hatten wir übrigens auch. sie hat geknörrt weil sie hunger hatte und wenn ich sie anlegen wollte hat sie in den höchsten tönen geschriehen und sich nach hinten geschmissen, als ob ich ihr was giftiges einflössen wollte. hab ich sie wieder hochgenommen hat sie zwar aufgehört zu schreien, aber solange weiter geknörrt bis sie endlich getrunken hat. das mit dem anlegen, wieder hochnehmen, wieder anlegen hat oft locker ne halbe stunde gedauert bis sie endlich getrunken hat. wenn ich sie übrigens nicht versucht habe sie immer wieder anzulegen fing sie auch an zu weinen. das war bei uns auch zwischen dem dritten und vierten monat und ging knapp 2wochen so, allerdings nicht bei jedem stillen. wir hatten es damals auf die zähne geschoben, da sie in der zeit auch immer sehr stark gebissen hat, aber obs das wirklich war weiss ich nicht. zähne hat sie noch keine bisher, aber die kinderärztin meinte diue zähne würden wohl im kiefer wandern. nach den zwei wochen hörte es auf und das stillen klappte eigentlich noch besser als vorher. wir haben jetzt die sechs monate vollstillen geschafft
hab geduld wird bestimmt auch bei euch bald besser, drück euch die daumen
lg von Hummelchen mit Zaubermaus 06/09
- seline
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Re: Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
Ohja, kenn ich auch mit dem nach hinten Schmeißen und Schreien als wär alles vorbei.
Manchmal hats geholfen die andere Seite anzubieten.Aber nur manchmal.....dann rumtragen...nöl-quengel-anlegen-schreien und von vorne, bis auf einmal Schwupps, angedockt.
Schon gedacht ich wär zu dumm....
Bin ja beruhigt das es öfter so ist.
Dachten auch ihm tut was weh oder oder oder.Is aber echt nervig nachm 5mal aus und einpacken.Vor allem wenn man abends schon etwas genervt ist, Menne grad heimkommt und man nur angebrüllt wird vom Zwerg
Manchmal hats geholfen die andere Seite anzubieten.Aber nur manchmal.....dann rumtragen...nöl-quengel-anlegen-schreien und von vorne, bis auf einmal Schwupps, angedockt.
Schon gedacht ich wär zu dumm....
Bin ja beruhigt das es öfter so ist.
Dachten auch ihm tut was weh oder oder oder.Is aber echt nervig nachm 5mal aus und einpacken.Vor allem wenn man abends schon etwas genervt ist, Menne grad heimkommt und man nur angebrüllt wird vom Zwerg
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Wolke
Re: Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
Hier musst ich grad ein bisschen schmunzeln. Genau so ist es nämlich bei uns auch grad!seline hat geschrieben:Ohja, kenn ich auch mit dem nach hinten Schmeißen und Schreien als wär alles vorbei.
Manchmal hats geholfen die andere Seite anzubieten.Aber nur manchmal.....dann rumtragen...nöl-quengel-anlegen-schreien und von vorne, bis auf einmal Schwupps, angedockt.
Schon gedacht ich wär zu dumm....![]()
Bin ja beruhigt das es öfter so ist.
Dachten auch ihm tut was weh oder oder oder.Is aber echt nervig nachm 5mal aus und einpacken.Vor allem wenn man abends schon etwas genervt ist, Menne grad heimkommt und man nur angebrüllt wird vom Zwerg
Wir sind auch grad im 3/4 Monat und haben genau dasselbe Problem. Wichtig ist nur das du Ruhe ausstrahlst.
Ansonsten steckst du deinen Wurm an und er wird nicht ruhig.
Immer wieder die Brust anbieten..er wird sie dann schon nehmen.
Und das mit dem Stillen nach Bedarf möchte ich hier auch nochmal unterstreichen! Lass dir bloß nix einreden mit so blödem Zeitrhythmus.
Da wirst ja wirr mit der Zeit!
- Skoura
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stillgruppe!!!
wir habens auch hinter uns...
ich kann dir nur raten, in eine stillgruppe zu gehen, wo du regelmäßig mit anderen austausch hast und von woche zu woche deine geschichte weitererzählen kannst. dann merkst du auch, dass sich eure stillbeziehung schnell verändert und ihr verschiedene phasen durchmacht bzw. hinter euch habt.
ich wünsch dir alles gute.
ich kann dir nur raten, in eine stillgruppe zu gehen, wo du regelmäßig mit anderen austausch hast und von woche zu woche deine geschichte weitererzählen kannst. dann merkst du auch, dass sich eure stillbeziehung schnell verändert und ihr verschiedene phasen durchmacht bzw. hinter euch habt.
ich wünsch dir alles gute.
... mit großer Tochter (11/08) und kleiner Tochter (04/11)
- Altraia
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Re: Wer hat die schlimme Zeit um den 3./4. Monat überstanden?
Es kann sein, dass sich durch das Fläschchengeben aus einem ganz normalen Verhalten rund um den 4. Monat mittlerweile eine Saugverwirrung entwickelt hat! Gebt Ihr noch Fläschchen und/oder andere künstliche Sauger? Wenn ja, lasst alles weg und stillt ausschließlich, komplett nach Bedarf, dann sollte sich das Stillverhalten wieder einpendeln.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
- Skoura
- alter SuT-Hase
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wisst ihr eigentlich von der brust-schimpf-phase???
Die "Brustschimpfphase"
Ein besonderes Kapitel bildet die schwierige "3-Monats-Phase" (die bei vielen Kindern später auftritt als die Bezeichnung vermuten lässt), die sehr anschaulich in der Fachpublikation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Stillen und Muttermilchernährung", Ausgabe 2001, S. 67 beschrieben wird: "Die meisten Frauen berichteten von Blähungen in dieser Zeit, in der das Kind gerade beim Stillen untröstlich zu weinen anfängt - die "Brust-Schimpf-Phase", wie es die Psychoanalytikerin Melanie Klein nennt. Frauen, die sich damit befasst hatten, empfanden deren Erklärungsmodell besonders entlastend: Das Kind trinkt, setzt ab, weint wütend, will nicht trinken. Statt in Schweißausbrüche, Ratlosigkeit und Wut zu verfallen, regt das Klein'sche Modell zum Verständnis dessen an, dass das Kind nach drei Monaten zu "begreifen" beginnt, dass es nicht mehr eins mit der Mutter ist, sondern die Brust etwas ist, was nicht zu ihm, sondern zur Mutter gehört. Sie kann den Milchquell geben oder entziehen. Diese traurige Entdeckung setzt das Baby durch das "Anschimpfen" der Brust - wie eine erste Pubertät - selbst in Szene, und auf diese Weise übt es die erste Eigenständigkeit ein. Frauen, die diese Situation - das Kind ist hungrig, trinkt, setzt ab, schreit wütend los, lehnt die erneut angebotene Brust ab - nach diesem Denkansatz verstehen, schaffen es leichter weiterzustillen. Denn sie verarbeiten das abweisende Gebrüll und Verhalten nicht als Kritik an Milch, Menge, Nippel, Brust, Halteposition oder Stillsituation, sondern als einen ersten Schritt auf dem Weg, das eigene Selbst zu entdecken.
Ein besonderes Kapitel bildet die schwierige "3-Monats-Phase" (die bei vielen Kindern später auftritt als die Bezeichnung vermuten lässt), die sehr anschaulich in der Fachpublikation der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung "Stillen und Muttermilchernährung", Ausgabe 2001, S. 67 beschrieben wird: "Die meisten Frauen berichteten von Blähungen in dieser Zeit, in der das Kind gerade beim Stillen untröstlich zu weinen anfängt - die "Brust-Schimpf-Phase", wie es die Psychoanalytikerin Melanie Klein nennt. Frauen, die sich damit befasst hatten, empfanden deren Erklärungsmodell besonders entlastend: Das Kind trinkt, setzt ab, weint wütend, will nicht trinken. Statt in Schweißausbrüche, Ratlosigkeit und Wut zu verfallen, regt das Klein'sche Modell zum Verständnis dessen an, dass das Kind nach drei Monaten zu "begreifen" beginnt, dass es nicht mehr eins mit der Mutter ist, sondern die Brust etwas ist, was nicht zu ihm, sondern zur Mutter gehört. Sie kann den Milchquell geben oder entziehen. Diese traurige Entdeckung setzt das Baby durch das "Anschimpfen" der Brust - wie eine erste Pubertät - selbst in Szene, und auf diese Weise übt es die erste Eigenständigkeit ein. Frauen, die diese Situation - das Kind ist hungrig, trinkt, setzt ab, schreit wütend los, lehnt die erneut angebotene Brust ab - nach diesem Denkansatz verstehen, schaffen es leichter weiterzustillen. Denn sie verarbeiten das abweisende Gebrüll und Verhalten nicht als Kritik an Milch, Menge, Nippel, Brust, Halteposition oder Stillsituation, sondern als einen ersten Schritt auf dem Weg, das eigene Selbst zu entdecken.
... mit großer Tochter (11/08) und kleiner Tochter (04/11)

