Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt?
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- Julia
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
Aber Zöliakie ist ja keine Allergie. DAs wird immer gerne durcheiandergeschmissen, aber wie ana schon schrieb: Das ist angeboren. Zöliakie ist eine Erbkrankheit, Allergien können erworben werden.
Der Momentane Stand des Wissens ist, soweit ich weiß (man möge mich korrigieren, wenn ich etwas falsch wiedergebe), dass man neben dem Stillen nach dem sechsten Monat glutenhaltige Speisen einführen und sein Kind beobachten sollte, ob es Reaktionen zeigt. Erstens kann nämlich das Stillen heftigere Reaktionen abfedern, und außerdem kann man sich schon frühzeitig an entsprechende Ernährung gewöhnen und muss nicht ewig rumdoktern, wenn tatsächlich Zöliakie vorliegen sollte.
Es kann natürlich immer noch sein, dass ein Kind keine Zöliakie hat, aber eine Weizenallergie. Das sind aber zwei Paar Schuhe, obwohl es ernährungstechnisch auf das Gleiche herauskommt.
Der Momentane Stand des Wissens ist, soweit ich weiß (man möge mich korrigieren, wenn ich etwas falsch wiedergebe), dass man neben dem Stillen nach dem sechsten Monat glutenhaltige Speisen einführen und sein Kind beobachten sollte, ob es Reaktionen zeigt. Erstens kann nämlich das Stillen heftigere Reaktionen abfedern, und außerdem kann man sich schon frühzeitig an entsprechende Ernährung gewöhnen und muss nicht ewig rumdoktern, wenn tatsächlich Zöliakie vorliegen sollte.
Es kann natürlich immer noch sein, dass ein Kind keine Zöliakie hat, aber eine Weizenallergie. Das sind aber zwei Paar Schuhe, obwohl es ernährungstechnisch auf das Gleiche herauskommt.
Kinder brauchen Liebe - besonders, wenn sie sie nicht verdient haben.
(Henry David Thoreau)
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- Julia
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
Ich schmeiße mal gerade eine Handvoll Rechtschreibung hinterher, so viele Großschreibefehler habe ich ja schon ewig nicht mehr gemacht!
Das liegt bestimmt an der Tastatur, meine ist gerade kaputtgegangen... 
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
Ja, es wird derzeit so empfohlen, wie Julia es erklärt hat. Zuzufügen wäre noch, dass man bitte nicht vor Vollendung des 6. Monats mit glutenhaltigen Lebensmittel anfangen sollte, weil die Auswirkungen in einem so jungen Körper fatal sein könnten, wenn eine Glutenunterverträglichkeit bestünde.
Wenn man vorhat, auch nach dem 6. Monat noch weiterzustillen, sehe ich keinen Grund, schon vor dem 7. Monat mit Beikost anzufangen (es sei denn, das Kind zeigt ganz deutlich, dass es schon essen will!). Die neuen Lebensmittel werden dann ja auch noch parallel zur Muttermilch eingeführt, und so wird auch den neuen Erkenntnissen Genüge getan, so sie denn stimmen.
Ob man jetzt Fisch, Weizen, Soja, Kuhmilch usw. schon im ersten Lebensjahr einführen sollte, ist die große Frage. Wissenschaftliche Erkentnisse sind ja immer nur so lange gültig, bis es neuere Studien gibt, die sie revidieren. Die absolute Wahrheit besitzt leider niemand. Dazu kommt, dass viele Studien nicht korrekt und auch nicht neutral konzipert und durchgeführt werden. Da helfen dann wohl nur der eigene Verstand und ganz viel Gefühl und Eingehen auf's eigene Kind.
Wenn man vorhat, auch nach dem 6. Monat noch weiterzustillen, sehe ich keinen Grund, schon vor dem 7. Monat mit Beikost anzufangen (es sei denn, das Kind zeigt ganz deutlich, dass es schon essen will!). Die neuen Lebensmittel werden dann ja auch noch parallel zur Muttermilch eingeführt, und so wird auch den neuen Erkenntnissen Genüge getan, so sie denn stimmen.
Ob man jetzt Fisch, Weizen, Soja, Kuhmilch usw. schon im ersten Lebensjahr einführen sollte, ist die große Frage. Wissenschaftliche Erkentnisse sind ja immer nur so lange gültig, bis es neuere Studien gibt, die sie revidieren. Die absolute Wahrheit besitzt leider niemand. Dazu kommt, dass viele Studien nicht korrekt und auch nicht neutral konzipert und durchgeführt werden. Da helfen dann wohl nur der eigene Verstand und ganz viel Gefühl und Eingehen auf's eigene Kind.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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GiGi
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
Soweit ich weiss, soll man glutenhaltige Produkte erst spät einführen, weil sie im Falle einer bestehenden Zöliakie heftige Durchfälle auslösen können un dj jünger (leichter) die Kinder sind umso schlechter können sie dies verkraften. Ansonsten hat man eben wie andere schon schrieben, eine Zöliakie oder bene nicht, egal wie früh man anfängt mit Gluten...
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GiGi
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
Ich hätte wohl meinen Text nochmal lesen sollen vor dem Anschicken...
GiGi hat geschrieben:Soweit ich weiss, soll man glutenhaltige Produkte erst spät einführen, weil sie im Falle einer bestehenden Zöliakie u.a. heftige Durchfälle auslösen können und je jünger (leichter) die Kinder sind umso schlechter können sie dies verkraften. Ansonsten hat man eben wie andere schon schrieben, eine Zöliakie oder eben nicht, egal wie früh man anfängt mit Gluten...
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
ana85 hat geschrieben:Zölliakie ist angeboren! Das hat nix damit zu tun wann man das erste Mal Glutenhaltiges gibt! Die Gefahr besteht allerdings, dass ein Kind mit Zölliakie es vermutlich nicht überleben würde wenn mann ihm zu früh Glutenhaltiges gibt!
Die genetische Veranlagung zur Zölliakie ist angeboren. Ob die Krankheit ausbricht, ist eine andere Sache.
Liebe Grüße
Andrea mit sieben Kindern an der Hand und zwei Sternchen im Herzen
Alle Kinder getragen und gestillt - beides ziemlich lange
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- rula
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
Also vom fachlichen her würde ich jetzt sagen: ob Durchfall mit 4 oder 6 oder 7 Monaten spielt nicht wirklich eine Rolle. Viel mehr kommt es auch aufs Gewicht des Babies an! Rezidivierende Durchfälle gehören bei so einem Kleinen sowieso rasch in ärztliche Behandlung.
Und die Empfehlung lautet - zumindest in der CH - eben NICHT mehr möglichst lange warten, sondern mit Gluten anfangen wann man will ABER PARALLEL BITTE NOCH STILLEN...
Und: ich schliesse mich Sonnenblume an, ich meine auch dass nicht jede Zöliakie bei genetischer Disposition ausbricht. Vorallem weiss man ja ganz klar, dass es früher noch viel mehr Fälle gab, als man meist nicht stillte und sehr früh mit Getreide als Beikost begann! Spielt also schon alles eine Rolle...
lg rula
Und die Empfehlung lautet - zumindest in der CH - eben NICHT mehr möglichst lange warten, sondern mit Gluten anfangen wann man will ABER PARALLEL BITTE NOCH STILLEN...
Und: ich schliesse mich Sonnenblume an, ich meine auch dass nicht jede Zöliakie bei genetischer Disposition ausbricht. Vorallem weiss man ja ganz klar, dass es früher noch viel mehr Fälle gab, als man meist nicht stillte und sehr früh mit Getreide als Beikost begann! Spielt also schon alles eine Rolle...
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt
ich bin da auch irritiert und ratlos zur zeit.
bei schwachen allergenen (karotten...) denke ich, die kinder können das selbst gut entscheiden. bei stärkeren bin ich mir da aber auch nicht so sicher...
bei schwachen allergenen (karotten...) denke ich, die kinder können das selbst gut entscheiden. bei stärkeren bin ich mir da aber auch nicht so sicher...
... mit großer Tochter (11/08) und kleiner Tochter (04/11)
- lisalischen79
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt?
Aber jetzt mal weg von der ganzen Zöliakie-Geschichte.
Wie sieht es denn mit den ganzen allergenen Lebensmitteln aus? Kuhmilch, Ei, Weizen, Nüsse, Fisch,... Mein Sohn ist 7 Monate voll gestillt worden. Dann habe ich abgestillt, weil er auf ALLES was ich zu mir genommen habe mit offener Haut reagiert hat. Es wurde dann Dank vollhydrolisierter Nahrung besser. Gemieden haben wir dann alle allergen Nahrungsmittel (weil die Allergien ja schon da waren). Geblieben sind bis heute, Weizen, Dinkel und Ei.
Meine Tochter wird nun auch vollgestillt und hat bisher keinerlei Anzeichen von Allergien oder Unverträglichkeiten. Das Risiko ist aber da. Ich stehe nun auch vor der Frage, ob ich die Sachen im 1. Lj. meiden soll oder ob das Meiden am Ende gar kontraproduktiv ist und ich ihr die Lebensmittel mit Beginn der Beikost dann anbiete??? Stillen werde ich natürlich weiterhin. Ich werde aus den neusten Empfehlungen auch nicht schlau.
Und mir geht es nur um Allergien, nicht um ne Zöli.
Wie sieht es denn mit den ganzen allergenen Lebensmitteln aus? Kuhmilch, Ei, Weizen, Nüsse, Fisch,... Mein Sohn ist 7 Monate voll gestillt worden. Dann habe ich abgestillt, weil er auf ALLES was ich zu mir genommen habe mit offener Haut reagiert hat. Es wurde dann Dank vollhydrolisierter Nahrung besser. Gemieden haben wir dann alle allergen Nahrungsmittel (weil die Allergien ja schon da waren). Geblieben sind bis heute, Weizen, Dinkel und Ei.
Meine Tochter wird nun auch vollgestillt und hat bisher keinerlei Anzeichen von Allergien oder Unverträglichkeiten. Das Risiko ist aber da. Ich stehe nun auch vor der Frage, ob ich die Sachen im 1. Lj. meiden soll oder ob das Meiden am Ende gar kontraproduktiv ist und ich ihr die Lebensmittel mit Beginn der Beikost dann anbiete??? Stillen werde ich natürlich weiterhin. Ich werde aus den neusten Empfehlungen auch nicht schlau.
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LG von Lisa und Sonnenschein-Sohnemann (11/2007) und Knuddel-Tochter (08/2009)
- Altraia
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Re: Vollstillen: Empfehlung auf 4 Monate verkürzt?
Wie ich oben schrieb:
Beide haben keine Allergien entwickelt und hatten nach dem ersten jahr eine super Haut. Für uns hat es so gepasst. Wichtig war mir aber, Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel usw. zu meiden, wo es nur ging, und ganz viel frisch zubereitetes Essen anzubieten. Dazu langes Stillen nach Bedarf. Das sollte jetzt kein Ratschlag sein, sondern nur ein Erfahrungsbericht
Wir selbst sind auch eine hochgradisch allergische Familie. Meine Kinder hatten neurodermitisartige Hautzustände als Säuglinge, ich habe das komplette Programm an atopischen Erkrankungen, der Rest der Vorfahren hat auch einiges zu bieten... Für uns ganz persönlich habe ich es so gehalten, dass nach und nach alle gängigen Lebensmittel im ersten Lebensjahr eingeführt wurden, nicht alles auf einmal, aber schon so, dass die Kinder bald von unserem Essen mitessen konnte. Das kam rein nach meinem Gefühl und vor allem der Beobachtung der Kinder und ihrer Reaktionen. Die entsprechenden "neuen Erkenntnisse" gab es da ja noch gar nicht.Ob man jetzt Fisch, Weizen, Soja, Kuhmilch usw. schon im ersten Lebensjahr einführen sollte, ist die große Frage. Wissenschaftliche Erkentnisse sind ja immer nur so lange gültig, bis es neuere Studien gibt, die sie revidieren. Die absolute Wahrheit besitzt leider niemand. Dazu kommt, dass viele Studien nicht korrekt und auch nicht neutral konzipert und durchgeführt werden. Da helfen dann wohl nur der eigene Verstand und ganz viel Gefühl und Eingehen auf's eigene Kind.
Beide haben keine Allergien entwickelt und hatten nach dem ersten jahr eine super Haut. Für uns hat es so gepasst. Wichtig war mir aber, Zusatzstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel usw. zu meiden, wo es nur ging, und ganz viel frisch zubereitetes Essen anzubieten. Dazu langes Stillen nach Bedarf. Das sollte jetzt kein Ratschlag sein, sondern nur ein Erfahrungsbericht
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)