Ich möchte mich hier auch mal kurz zu Wort melden.
Das Pantley-Buch hab ich nicht gelesen, aber hatte mich die letzten Monate durch alle möglichen Threads zum Thema durchgeklickt, auch bei den Rabeneltern. Und da gab es ja einige Auszüge aus dem Buch und Tipps daraus zu finden.
Bei uns war es so, dass sich die Schlafsituation ganz von alleine gebessert hat, als meine Maus so ca. 11 Monate alt war. Wobei ich damals auch begonnen habe, das Einschlafen am Abend öfter mal dem Papa zu überlassen, weil ich wieder mit meinem liebsten Hobby, dem Theaterspielen angefangen hatte und öfter mal zur Probe musste. Das klappte entgegen aller Erwartungen wirklich prima und irgendwie hat sich dadurch auch das nächtliche Stillen etwas reduziert und so schaffte sie irgendwann erstmals 6 Stunden Nachtschlaf am Stück, ohne dass ich es wirklich drauf angelegt hab (dadurch setzte auch wieder meine Mens ein und das Ergebnis strampelt grad in meinem Bauch

). Allerdings hab ich damals schon versucht, dieses Abdocken mithilfe dieses leichten Drucks gegen den Unterkiefer zu praktizieren, um die Maus vom Endlosnuckeln wegzubringen. Und das hat bei uns wirklich SUPER funktioniert, noch heute. Sie fing dann auch an, sich nach dem STillen wegzudrehen und tatsächlich ohne Brust im Mund einzuschlafen.
2 Monate später ging sie in die Kita und zu der Zeit ging es wieder los mit dem nächtlichen Vielstillen. 4 oder 5 Stunden Schlaf am Stück waren erst mal gegessen. Aber damit hatte ich auch gerechnet, ist ja auch ne ganz schöne Umstellung, wenn man tagsüber 2 Stunden ohne Mama auskommen muss bzw. sogar 4 Std., als ich dann nach der Eingewöhnung im August wieder angefangen hab zu arbeiten. Ich hab das Stillen dann auch wirklich genossen, sogar nachts, denn für mich war es ja auch ungewohnt und schwer, sie abzugeben am Tag. Nur irgendwann war der Zeitpunkt da, das nächtliche stillen wieder zu reduzieren, vor allem auch iim Zusammenhang mit der neuen Schwangerschaft. Mit taten irgendwann die BW ziemlich weh.
Ich hab das dann quasi nach Bauchgefühl gemacht, mit so einer Mischung aus Pantley und Gordon-Programm. Gleich die komplette Nacht abzustillen fand ich zu hart, ich hab mehr versucht, mir einzelne Stillmahlzeiten in der Nacht vorzunehmen (tagsüber trinkt sie seit einigen Monaten sowieso nur noch 1x zum Mittagsschlaf, und das ist völlig o.k.). Also, sie kam halt recht regelmäßig immer so zw. 22-23 Uhr, dann noch mal um 1 Uhr oder 2 Uhr, dann wieder gegen Morgen, dann Aufwachstillen um 6.30 Uhr oder 7 Uhr. So nach und nach hab ich durch das Abdocken, dann Singen, STreicheln und mit viel Hilfe von meinem Mann es geschafft, dass sie mittlerweile sehr oft durchschläft, d.h. wirklich so gegen 4-5 Uhr morgens zum ersten Mal wach wird, oder nur noch 1x nachts wach wird. Und damit kann ich super leben.
Ups, sorry für den Roman...

Aber was ich hauptsächlich sagen wollte:
@redpanthress: Solche Nächte gab es bei uns ein paar Mal. Wo es einfach gar nicht klappte außer mit Brust, und ich mich hinterher total mies fühlte, weil sie 2 schlimme STunden hatte, nur weil ich nicht stillen wollte, und sie dann mit Brust in kürzester Zeit einschlafen konnte, als ich mein "Programm" endlich aufgab. Aber weißt Du, das ist auch o.k., solche Erfahrungen gehören dazu, und mittlerweile kann ich recht gut einschätzen, wie sie drauf ist ,wenn sie nachts doch mal wieder öfter aufwacht. Ich versuch es nur dann ohne Brust, wenn ich merke, sie quengelt nur ein bisschen und braucht nur etwas STreicheln und singen von mir,eine beruhigende Hand auf dem Rücken und dann kann sie wieder einschlafen, Wenn das nix bringt - stille ich halt!
Aktuell zahnt sie z.B., da werf ich meine ganzen Vorsätze über Bord und nachts wird wieder nach BEdarf gestillt. Und wenn es ihr wieder richtig gut geht, dann klappt das Schlafen auch wieder. Und zwar fast ganz ohne dass ich da groß drauf hinwirken muss.
Was ich sagen will, mach dich nich verrückt, mach dich nicht selber wieder runter. Ich glaube, man kann ein Baby auch ganz sanft auf den Weg bringen, ein bisschen besser ohne Mamas Brust klarzukommen, und es ist schlichtweg falsch, dass alle Bemühungen dahin sind, wenn man nur 1x wieder "nachgibt" oder so. DAs ist jedenfalls meine Erfahrung. Ich versuch einfach auf mein Bauchgefühl, auf mein Gefühl fürs Kind zu hören, und wenn ich irgendwie spüre, dass sie ohne Brust grade nicht klarkommt, dann bekommt sie halt, was sie so dringen braucht. Wenn mein Gefühl mir aber sagt, dass sie in dem Moment auch mit einem anderen Trost auskommen kann, dann kann ich auch dahinter stehen, dass ich JETZT nicht stillen möchte, sondern sie sich auch anders beruhigen wird.
GLG
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen
Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.
Hilde Domin