Ich werde in der Nacht abstillen...
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- tania
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
ich lese seit monaten threads von dir, die abstillen im titel haben. es scheint ein richtiger kampf für dich zu sein. das tut mir so leid.
außer meinen eigenen erfahrungen habe ich nur meine "ideologie". also meine vorstellungen davon, wie babys funktionieren. und von diesen beiden punkten her bin ich mir ganz sicher, dass sowohl familienbett als auch stillen nach bedarf das beste ist. stillen lässt sich durch die flasche ersetzen. in deinem fall bringt das aber keine erleichterung. familienbett lässt sich durch.. ich weiß es nicht. für mich lässt sich familienbett nicht ersetzen. es gibt sooooo viele gründe, warum ein kind unruhig schläft. meiner zum beispiel (habe ich dir auch schon ein paarmal geschrieben), weil er nicht ordentlich pinkelt in die windel nachts. ich kann mir nicht vorstellen, dass er unruhig schläft, weil er bei dir ist. mir fällt gerade auf, dass ich in bezug auf stillen und tragen weniger "hardcore" bin als in bezug auf familienbett. das macht in dem alter nicht nur sinn, das ist in meinen augen notwendig. für nicht-stillen und nicht-tragen gibt es gründe. für nicht-familienbett bestimmt auch, sie fallen mir nur gerade nicht ein (in dem alter zumindest).
nie hätte ich all das geschrieben, einfach nur um dir zu sagen: "wie du es machst, das passt mir nicht." aber du fragst um rat, du kannst nicht mehr. und nicht-stillen, bzw stillmahlzeiten "ersetzen" (durch was?) kann die situation einfach noch verschlimmern.
ich an deiner stelle würde alles versuchen, mit dem baby im gleichen bett zu schlafen. ALLES.
ich selber trinke um die vier liter wasser am tag, ich habe einfach so viel durst. mein kopfweh kommt auch vom schlecht tragen. wenn ich nachlässig binde oder eine tragehilfe benutze, die nicht gut für mich ist. da krieg ich nackenverspannungen und dann kopfweh.
wenn du tatsächlich gar nicht mehr kannst, müsste dein freund ihm nachts fläschchen geben. zum beispiel mit abgepumpter milch. klappt abpumpen bei dir? wahrscheinlich müsstest du dann auch nachts abpumpen, damit die milchmenge nicht zurückgeht? das weiß ich nicht - stillberaterinnen fragen. isst dein sohn denn schon? oder stillst du quasi voll?
es tut mir leid, dass ich dir nichts anderes schreiben kann. liebe grüße, tania
außer meinen eigenen erfahrungen habe ich nur meine "ideologie". also meine vorstellungen davon, wie babys funktionieren. und von diesen beiden punkten her bin ich mir ganz sicher, dass sowohl familienbett als auch stillen nach bedarf das beste ist. stillen lässt sich durch die flasche ersetzen. in deinem fall bringt das aber keine erleichterung. familienbett lässt sich durch.. ich weiß es nicht. für mich lässt sich familienbett nicht ersetzen. es gibt sooooo viele gründe, warum ein kind unruhig schläft. meiner zum beispiel (habe ich dir auch schon ein paarmal geschrieben), weil er nicht ordentlich pinkelt in die windel nachts. ich kann mir nicht vorstellen, dass er unruhig schläft, weil er bei dir ist. mir fällt gerade auf, dass ich in bezug auf stillen und tragen weniger "hardcore" bin als in bezug auf familienbett. das macht in dem alter nicht nur sinn, das ist in meinen augen notwendig. für nicht-stillen und nicht-tragen gibt es gründe. für nicht-familienbett bestimmt auch, sie fallen mir nur gerade nicht ein (in dem alter zumindest).
nie hätte ich all das geschrieben, einfach nur um dir zu sagen: "wie du es machst, das passt mir nicht." aber du fragst um rat, du kannst nicht mehr. und nicht-stillen, bzw stillmahlzeiten "ersetzen" (durch was?) kann die situation einfach noch verschlimmern.
ich an deiner stelle würde alles versuchen, mit dem baby im gleichen bett zu schlafen. ALLES.
ich selber trinke um die vier liter wasser am tag, ich habe einfach so viel durst. mein kopfweh kommt auch vom schlecht tragen. wenn ich nachlässig binde oder eine tragehilfe benutze, die nicht gut für mich ist. da krieg ich nackenverspannungen und dann kopfweh.
wenn du tatsächlich gar nicht mehr kannst, müsste dein freund ihm nachts fläschchen geben. zum beispiel mit abgepumpter milch. klappt abpumpen bei dir? wahrscheinlich müsstest du dann auch nachts abpumpen, damit die milchmenge nicht zurückgeht? das weiß ich nicht - stillberaterinnen fragen. isst dein sohn denn schon? oder stillst du quasi voll?
es tut mir leid, dass ich dir nichts anderes schreiben kann. liebe grüße, tania
tania mit sohn *09 und sohn *12
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JuliaHH
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Moin cher.
Ich kann dich extrem gut verstehen. Als Justus ungefähr im Alter deines Kindes war ging es mir genauso. Mit dem Unterschied, dass mein Mann Elternzeit hatte und ich morgens um 6 aufgestanden bin um in die Schule zu gehen und Klassen zu unterrichten! Justus kam zu dem Zeitpunkt alle 1,5 Stunden - 2 Stunden und ich konnte morgens weder meine Augen offenhalten noch war ich fit genug um vernünftig auf meine Schüler reagieren zu können und wir brauchten eine Lösung für diese - in meinen Augen unhaltbare Situation.. und da ich auch keine Übermutter bin und mich nicht an den Rand der Selbstzerstörung bringen wollte und konnte und ich natürlich hätte voll weiterstillen können - es schlicht und ergreifend für mein Wohlbefinden nicht mehr wollte... haben wir nach einem anderen Weg gesucht... Justus hat zu dem Zeitpunkt schon sehr gut gegessen und war tagsüber abgestillt (und wenn mich jemand vor einem Jahr gefragt hätte wie lange ich
voll stille, dann hätte ich gesagt bestimmt so 9 Monate und mein Kind wird bestimmt nicht schon im 9. LM tagsüber abgestillt sein... aber Justus hat es anders entschieden und ohne Zähne reingehauen und tagsüber einfach auch keine Milch mehr haben wollen (er zeigt das sehr deutlich in dem er sich auch gern mal einfach bedient))
lange Rede kurzer Sinn.. wir haben so Milchkram gekauft und er hats nachts getrunken - getrunken und getrunken.. richtig lange... und als er die Flasche abgab hatte er nach 10 Minuten intensivem Saugen gerade mal 10 ml getrunken.. das war für mich das Zeichen, dass er in DEM Moment keinen Hunger haben konnte... er hat die Flasche trotzdem bekommen... und ich habe das mit der Flasche und dem Stillen immer abwechselnd gemacht.. mal so mal so.. zum Einschlafen hab ich ihn immer noch gestillt, dann kam mal so mal so Brust oder Flasche - wobei er in der ganzen Nacht gerade mal so 50 ml getrunken hat an der Flasche (bei Hunger kann er die recht gut auch wegäumeln)...
ich stille immer noch - vor allem morgens wenn wir nackt zusammen im Bett kuscheln, da bedient er sich gern und er darf das auch sehr gern... aber seit 3 Tagen stille ich auch nachts nach Gordon ab (ich kann die Aufschreie förmlich hören) ... einfach weil ich für uns gesehen habe, dass er nach frühestens 9 Stunden wieder Hunger hat (dann trinkt er viel aus der Flasche) und alles andere vorher nur Genuckel ist.. er macht es großartig mit und hat gestern sogar zwei Mal in der Kita geschlafen (Premiere)..
ach.. wir haben immer abends ne Flasche mit heissem Wasser gemacht die hat er trinken können und Justus hat die auch kalt noch getrunken.. ich bin also nicht nachts irgendwo hingelaufen oder so...
was ich mit meinem Sermon sagen möchte ist: DIR muss es gut gehen.. lass dir kein schlechtes Gewissen machen... ABER: es gibt nicht nur abstillen oder nicht.. man kann durchaus eine Mische draus machen: die ganz persönliche und eigene Mischung.. bei der es dir und eurem Kind und auch dem Vater gut geht!!!
Alles Gute für euch.
Viele Grüße,
Julia
Ich kann dich extrem gut verstehen. Als Justus ungefähr im Alter deines Kindes war ging es mir genauso. Mit dem Unterschied, dass mein Mann Elternzeit hatte und ich morgens um 6 aufgestanden bin um in die Schule zu gehen und Klassen zu unterrichten! Justus kam zu dem Zeitpunkt alle 1,5 Stunden - 2 Stunden und ich konnte morgens weder meine Augen offenhalten noch war ich fit genug um vernünftig auf meine Schüler reagieren zu können und wir brauchten eine Lösung für diese - in meinen Augen unhaltbare Situation.. und da ich auch keine Übermutter bin und mich nicht an den Rand der Selbstzerstörung bringen wollte und konnte und ich natürlich hätte voll weiterstillen können - es schlicht und ergreifend für mein Wohlbefinden nicht mehr wollte... haben wir nach einem anderen Weg gesucht... Justus hat zu dem Zeitpunkt schon sehr gut gegessen und war tagsüber abgestillt (und wenn mich jemand vor einem Jahr gefragt hätte wie lange ich
voll stille, dann hätte ich gesagt bestimmt so 9 Monate und mein Kind wird bestimmt nicht schon im 9. LM tagsüber abgestillt sein... aber Justus hat es anders entschieden und ohne Zähne reingehauen und tagsüber einfach auch keine Milch mehr haben wollen (er zeigt das sehr deutlich in dem er sich auch gern mal einfach bedient))
lange Rede kurzer Sinn.. wir haben so Milchkram gekauft und er hats nachts getrunken - getrunken und getrunken.. richtig lange... und als er die Flasche abgab hatte er nach 10 Minuten intensivem Saugen gerade mal 10 ml getrunken.. das war für mich das Zeichen, dass er in DEM Moment keinen Hunger haben konnte... er hat die Flasche trotzdem bekommen... und ich habe das mit der Flasche und dem Stillen immer abwechselnd gemacht.. mal so mal so.. zum Einschlafen hab ich ihn immer noch gestillt, dann kam mal so mal so Brust oder Flasche - wobei er in der ganzen Nacht gerade mal so 50 ml getrunken hat an der Flasche (bei Hunger kann er die recht gut auch wegäumeln)...
ich stille immer noch - vor allem morgens wenn wir nackt zusammen im Bett kuscheln, da bedient er sich gern und er darf das auch sehr gern... aber seit 3 Tagen stille ich auch nachts nach Gordon ab (ich kann die Aufschreie förmlich hören) ... einfach weil ich für uns gesehen habe, dass er nach frühestens 9 Stunden wieder Hunger hat (dann trinkt er viel aus der Flasche) und alles andere vorher nur Genuckel ist.. er macht es großartig mit und hat gestern sogar zwei Mal in der Kita geschlafen (Premiere)..
ach.. wir haben immer abends ne Flasche mit heissem Wasser gemacht die hat er trinken können und Justus hat die auch kalt noch getrunken.. ich bin also nicht nachts irgendwo hingelaufen oder so...
was ich mit meinem Sermon sagen möchte ist: DIR muss es gut gehen.. lass dir kein schlechtes Gewissen machen... ABER: es gibt nicht nur abstillen oder nicht.. man kann durchaus eine Mische draus machen: die ganz persönliche und eigene Mischung.. bei der es dir und eurem Kind und auch dem Vater gut geht!!!
Alles Gute für euch.
Viele Grüße,
Julia
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Joni
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Schade, dass du das so siehst, denn hier haben sich wirklich viele Mamas mit den gleichen Erfahrungen Mühe gegeben und versucht dir Kraft zu geben und den Rücken zu stärken.cher123blau hat geschrieben: Das mir alle davon abraten abzustillen finde ich ein bisschen hart. Mir geht es wirklich dreckig und ich hab schon wirklich vieles probiert. Und mir geht es wirklcih beschissen. Ich bin keine Memme, halte viel aus, aber wenn ich wirklich mal nicht mehr kann, dann kann ich nicht mehr. Und deswegen werde ich es versuchen langsam und mit viel liebe. Trotzdem danke ich euch das ihr mir Ratschläge gebt und ich habe auch einige davon beherzigt. Habe mir die Bücher gekauft und werde sie alle lesen.
So und jetzt gehe ich ins Bett und hoffe das ich ein paar Stunden schlaf bekomme. Ich sag euch dann Morgen wieviele es waren
Du hast recht, es sollte nicht immer nur um das Baby gehen, aber es kann nicht andersherum nur um die Mutter gehen. Dein Kind ist auf dich angewiesen und noch sehr klein, es braucht dich einfach!
Schade finde ich auch, dass du auf keine der Antworten und Tipps näher eingegangen bist, du sagst du hast schon alles versucht, aber hier waren viele Vorschläge, die du nicht beachtet hast.
Dass du dir die Bücher besorgt hast und lesen willst finde ich toll, aber gerade das Pantley Buch sollte man vorher lesen und erst dann schauen, wie man die Nächte anders gestaltet, gerade in ihrem Buch geht es darum, dass die Nächte auch ohne abstillen besser werden und vor allem ohne weinen!!!
LG
- Minchen
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Liebe cher,
ich mag Deinen Beitrag jetzt auch nicht so stehenlassen und nochmal: ich kann Dich so gut verstehen! Es ist superhart - ich hab das alles auch durch und mache es immernoch durch. Und ich bin nicht stärker als Du. Bestimmt nicht. Mein Sohn hat in dem Alter teilweise nachts halbstündlich gestillt und ich hatte damals so gehofft, dass es mit Einführung der Beikost besser wird. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Ich hab alles durch: ihm abends möglichst viel Brei geben, eigenes Bett versucht, unser Bett versucht (das war mein erster Ratschlag, den ich hier bekommen hab und der immerhin dazu führte, dass er erst aufwachte, wenn wir ins Bett kamen und nicht schon nach ner halben Stunde wieder...
), trösten ohne stillen, auf Papas Seite schlafen, damit er die Milch nicht riecht usw.
Mein Sohn war auch tagsüber ein anspruchsvolles Kind, ich musste ihn mit auf die Toilette nehmen, weil er sonst gebrüllt hat. Essen konnte ich nur, wenn ich ihn dabei durch die Gegend geschleppt habe, geschlafen hat er nur unterwegs und gaaaaanz selten zu Hause, ich konnte mich also auch nie tagsüber hinlegen. Mein Mann hat neben der Arbeit (und die umfasst schon mind. 60 Stunden die Woche) noch gelernt und war sogar an den Wochenenden nicht zu Hause - ich war mit dem Kind fast immer allein.
Und Du kannst mir glauben, ich war auch am Ende! Ich wurde öfter krank, hab tagsüber manchmal kaum geradeaus sehen können. Und dann wurde ich ja auch wieder schwanger und hab mit der Schwangerschaftsmüdigkeit gekämpft.
Und auch jetzt ist es kaum besser: zwei Kinder hängen nachts rechts und links an mir, der eine ist krank, der andere will meine Nähe. Ich hab ne dicke Erkältung und bin fix und alle. Und wie Du vielleicht mitbekommen hast, hab ich auch ein paarmal darüber nachgedacht, den Großen nachts abzustillen (denn der braucht nachts nun bestimmt nicht mehr wirklich "Nahrung", sondern wenn dann nur aus Gewohnheit.
Dennoch habe ich mich dagegen entschieden. Er braucht mich eben und das beste Mittel ist dafür die Brust. Auch in diesem Alter noch. Und auch, wenn er 5 Mal in der Nacht wach ist. Ich hab es eine Nacht halbherzig versucht und es einfach überhaupt nicht übers Herz gebracht. Und: wenn ich ihn stille, ist er sofort wieder ruhig und schläft weiter - alles andere ist mit viel Stress verbunden.
Bei einem 8-Monate altem Kind wäre ich NIE auf die Idee gekommen, nachts nicht mehr zu stillen. Ein so kleines Kind (und das ist es!) hat HUNGER - ich wiederhole das gern, was Sabsi schon schrieb. Wenn er weint, wenn Du ihn herumträgst, dann reicht ihm Deine Nähe nicht aus, er braucht eben mehr! Die Situation ist besch***, ich weiß, aber das ist eben die "Kehrseite" eines so niedlichen Babys. Das gehört dazu und auch wenn man sich das vorher nicht vorstellen konnte, so muss man da eben durch.
Ich möchte Dich hier nicht angreifen, denn Du nimmst das vermutlich alles sehr persönlich, meinst, wir würden Dich nicht kennen und Deine Situation nicht beurteilen können. Das können wir aber, denn sehr viele hier haben das auch alles durch. Und meiner Meinung nach wird es nur besser, wenn man sich mit seinem "Schicksal" abfindet und es akzeptiert, als immer nur zu hadern. Solange Du die ganze Zeit die Gedanken darum kreisen lässt, wirst Du mit der Situation nicht umgehen können. Schau nicht mehr auf die Uhr - es ist doch egal, wie oft er wach wird und stillen will. Leg ihn Dir im Halbschlaf an und schlaft weiter. Wenn Du wirklich müde (und damit meine ich WIRKLICH MÜDE) bist, wirst Du schon beim Stillen wieder einschlafen. Ich hab auch immer groß getönt, ich könne beim Stillen nicht schlafen und siehe da: jetzt wache ich manchmal mit schlafendem Kind im Arm auf und kann mich nicht daran erinnern, ihn gestillt zu haben oder überhaupt wach gewesen zu sein.
Wenn Du das ganze mit etwas Humor siehst (ja, auch das geht), dann wirst Du damit besser klarkommen, als wenn Du Schlafprotokolle schreibst und Dir ständig neue Sachen überlegst, wie Du Dein Kind von der Brust bekommen könntest. Die Zeit wird schnell vorbei sein, auch wenn Du Dir das zur Zeit nicht vorstellen kannst, da Du mitten drin steckst. Aber frag mal die ganzen Mütter hier mit größeren Kindern - die werden Dir bestätigen, dass man diese schlaflose Zeit verklärt und sich gar nicht mehr so recht dran erinnern kann, wie müde man eigentlich war. Das fängt bei mir auch schon langsam an, auch wenn ich noch genau weiß, dass es ne schlimme Zeit war...
Lange Rede, kurzer Sinn - wenn Du Dich eh entschieden hast, wirst Du diese Argumente ohnehin nicht mehr hören. Aber gesagt haben wollte ich es...
LG, Minchen
ich mag Deinen Beitrag jetzt auch nicht so stehenlassen und nochmal: ich kann Dich so gut verstehen! Es ist superhart - ich hab das alles auch durch und mache es immernoch durch. Und ich bin nicht stärker als Du. Bestimmt nicht. Mein Sohn hat in dem Alter teilweise nachts halbstündlich gestillt und ich hatte damals so gehofft, dass es mit Einführung der Beikost besser wird. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Ich hab alles durch: ihm abends möglichst viel Brei geben, eigenes Bett versucht, unser Bett versucht (das war mein erster Ratschlag, den ich hier bekommen hab und der immerhin dazu führte, dass er erst aufwachte, wenn wir ins Bett kamen und nicht schon nach ner halben Stunde wieder...
Mein Sohn war auch tagsüber ein anspruchsvolles Kind, ich musste ihn mit auf die Toilette nehmen, weil er sonst gebrüllt hat. Essen konnte ich nur, wenn ich ihn dabei durch die Gegend geschleppt habe, geschlafen hat er nur unterwegs und gaaaaanz selten zu Hause, ich konnte mich also auch nie tagsüber hinlegen. Mein Mann hat neben der Arbeit (und die umfasst schon mind. 60 Stunden die Woche) noch gelernt und war sogar an den Wochenenden nicht zu Hause - ich war mit dem Kind fast immer allein.
Und Du kannst mir glauben, ich war auch am Ende! Ich wurde öfter krank, hab tagsüber manchmal kaum geradeaus sehen können. Und dann wurde ich ja auch wieder schwanger und hab mit der Schwangerschaftsmüdigkeit gekämpft.
Und auch jetzt ist es kaum besser: zwei Kinder hängen nachts rechts und links an mir, der eine ist krank, der andere will meine Nähe. Ich hab ne dicke Erkältung und bin fix und alle. Und wie Du vielleicht mitbekommen hast, hab ich auch ein paarmal darüber nachgedacht, den Großen nachts abzustillen (denn der braucht nachts nun bestimmt nicht mehr wirklich "Nahrung", sondern wenn dann nur aus Gewohnheit.
Dennoch habe ich mich dagegen entschieden. Er braucht mich eben und das beste Mittel ist dafür die Brust. Auch in diesem Alter noch. Und auch, wenn er 5 Mal in der Nacht wach ist. Ich hab es eine Nacht halbherzig versucht und es einfach überhaupt nicht übers Herz gebracht. Und: wenn ich ihn stille, ist er sofort wieder ruhig und schläft weiter - alles andere ist mit viel Stress verbunden.
Bei einem 8-Monate altem Kind wäre ich NIE auf die Idee gekommen, nachts nicht mehr zu stillen. Ein so kleines Kind (und das ist es!) hat HUNGER - ich wiederhole das gern, was Sabsi schon schrieb. Wenn er weint, wenn Du ihn herumträgst, dann reicht ihm Deine Nähe nicht aus, er braucht eben mehr! Die Situation ist besch***, ich weiß, aber das ist eben die "Kehrseite" eines so niedlichen Babys. Das gehört dazu und auch wenn man sich das vorher nicht vorstellen konnte, so muss man da eben durch.
Ich möchte Dich hier nicht angreifen, denn Du nimmst das vermutlich alles sehr persönlich, meinst, wir würden Dich nicht kennen und Deine Situation nicht beurteilen können. Das können wir aber, denn sehr viele hier haben das auch alles durch. Und meiner Meinung nach wird es nur besser, wenn man sich mit seinem "Schicksal" abfindet und es akzeptiert, als immer nur zu hadern. Solange Du die ganze Zeit die Gedanken darum kreisen lässt, wirst Du mit der Situation nicht umgehen können. Schau nicht mehr auf die Uhr - es ist doch egal, wie oft er wach wird und stillen will. Leg ihn Dir im Halbschlaf an und schlaft weiter. Wenn Du wirklich müde (und damit meine ich WIRKLICH MÜDE) bist, wirst Du schon beim Stillen wieder einschlafen. Ich hab auch immer groß getönt, ich könne beim Stillen nicht schlafen und siehe da: jetzt wache ich manchmal mit schlafendem Kind im Arm auf und kann mich nicht daran erinnern, ihn gestillt zu haben oder überhaupt wach gewesen zu sein.
Wenn Du das ganze mit etwas Humor siehst (ja, auch das geht), dann wirst Du damit besser klarkommen, als wenn Du Schlafprotokolle schreibst und Dir ständig neue Sachen überlegst, wie Du Dein Kind von der Brust bekommen könntest. Die Zeit wird schnell vorbei sein, auch wenn Du Dir das zur Zeit nicht vorstellen kannst, da Du mitten drin steckst. Aber frag mal die ganzen Mütter hier mit größeren Kindern - die werden Dir bestätigen, dass man diese schlaflose Zeit verklärt und sich gar nicht mehr so recht dran erinnern kann, wie müde man eigentlich war. Das fängt bei mir auch schon langsam an, auch wenn ich noch genau weiß, dass es ne schlimme Zeit war...
Lange Rede, kurzer Sinn - wenn Du Dich eh entschieden hast, wirst Du diese Argumente ohnehin nicht mehr hören. Aber gesagt haben wollte ich es...
LG, Minchen
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
- Pueppi
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- Wohnort: Münsterland
Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Minchen ist offenbar gerade durch meinen Kopf getapert, denn das wollte ich auch schreiben
Du hast sehr schöne Worte gefunden, Danke.
Fakt ist, wenn du dich so sehr gegen das Stillen sträubst, musst du abstillen. Es wird für dich immer eine Quälerei bleiben wenn du deine Sichtweise nicht änderst.
Du hast sehr schöne Worte gefunden, Danke.
Fakt ist, wenn du dich so sehr gegen das Stillen sträubst, musst du abstillen. Es wird für dich immer eine Quälerei bleiben wenn du deine Sichtweise nicht änderst.
Schnüff (06/08) & Klein-My (07/11) & Püppi (03/14)
- ninaK
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
@feline
ja meine waren schon so um 1 jahr als ich damit begann. ich hab sie ja 7 monate voll gestillt und es dauerte somit noch eine weile bis sie genug aßen, das ich sicher war das sie nicht mehr so viel stillen brauchen.
aber ich weiss wie man sich fühlt wenn man jede stunde geweckt wird und auch tags nicht zum schlafen kommt. das ist folter!
und ich glaube nicht das es wirklich so grosser hunger ist, wenn das kind alle 2h trinken will. ich denke wenn der leidensdruck zu gross wird ( es entstehen nämlich auch aggressionen wenn man nie richtig schlafen kann) sollte man etwas an der situation ändern.
ich denke es ist nicht so schlimm einem 8 monate altem kind die ein oder andere nachtmahlzeit abzugewöhnen, vorrausgesetzt es ißt tags schon aussreichend und wird oft gestillt. ich meine damit nicht das kind nachts gar nicht mehr zu stillen.
wenn das kind nur 1x in der nacht 4h durchschläft, fühlt man sich gleich wie neu geboren, das tut auch dem kind gut.
ja meine waren schon so um 1 jahr als ich damit begann. ich hab sie ja 7 monate voll gestillt und es dauerte somit noch eine weile bis sie genug aßen, das ich sicher war das sie nicht mehr so viel stillen brauchen.
aber ich weiss wie man sich fühlt wenn man jede stunde geweckt wird und auch tags nicht zum schlafen kommt. das ist folter!
und ich glaube nicht das es wirklich so grosser hunger ist, wenn das kind alle 2h trinken will. ich denke wenn der leidensdruck zu gross wird ( es entstehen nämlich auch aggressionen wenn man nie richtig schlafen kann) sollte man etwas an der situation ändern.
ich denke es ist nicht so schlimm einem 8 monate altem kind die ein oder andere nachtmahlzeit abzugewöhnen, vorrausgesetzt es ißt tags schon aussreichend und wird oft gestillt. ich meine damit nicht das kind nachts gar nicht mehr zu stillen.
wenn das kind nur 1x in der nacht 4h durchschläft, fühlt man sich gleich wie neu geboren, das tut auch dem kind gut.
Liebe Grüße sendet Nina!
mit
Nico (Feb.2005)
Susan + Luisa (Apr.2008)
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lieselliesel
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 194
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- Wohnort: Mainz
Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Hallo,ninaK hat geschrieben:@feline
ja meine waren schon so um 1 jahr als ich damit begann. ich hab sie ja 7 monate voll gestillt und es dauerte somit noch eine weile bis sie genug aßen, das ich sicher war das sie nicht mehr so viel stillen brauchen.
aber ich weiss wie man sich fühlt wenn man jede stunde geweckt wird und auch tags nicht zum schlafen kommt. das ist folter!
und ich glaube nicht das es wirklich so grosser hunger ist, wenn das kind alle 2h trinken will. ich denke wenn der leidensdruck zu gross wird ( es entstehen nämlich auch aggressionen wenn man nie richtig schlafen kann) sollte man etwas an der situation ändern.
ich denke es ist nicht so schlimm einem 8 monate altem kind die ein oder andere nachtmahlzeit abzugewöhnen, vorrausgesetzt es ißt tags schon aussreichend und wird oft gestillt. ich meine damit nicht das kind nachts gar nicht mehr zu stillen.
wenn das kind nur 1x in der nacht 4h durchschläft, fühlt man sich gleich wie neu geboren, das tut auch dem kind gut.
genau das ist auch das, was ich denke.
Trotzdem schließe mich auch den anderen an: wenn man die Situation ständig ändern ("verbessern") will, nervt sie einen uuuungemein. Lenes schlechtes Schlafen hat mich erst mit um die 6 Monate genervt. Weil ich damals dank JKKSL dachte, dass ein Kind mit 6 Mnaten nix mehr braucht nachts und ich mich ärgerte, warum MEIN Kind aber noch was brauchte. Sie "tat mir aber den Gefallen" und schlief einfach so mit 8 Monaten 10-11 Stunden innerhalb von ca 3 Nächten durch. Ohne mein Zutun, obwohl sie vorher mindestens 3 Mal pro Nacht stillte. Ich hab mich morgens gefragt, ob sie noch lebt.
Hannes ist jetzt gute 4 Monate alt, ich schlafe faktisch viiiel schlechter, als mit Lene zu der Zeit, weil ja Lene ab und an auch nachts aufwacht und zum EInschlafen an meinen Haaren krault
Und dass ein 8 Monate altes Kind AUF JEDEN FALL nachts Hunger hat, glaub ich einfach nicht. Dazu kenne ich zu viele vollgestillte FB-Kinder, die schon mit 3 Monaten 8-11 Stunden durchschlafen. Ich denke schon, dass man ohne Schaden ein Stillintervall von 1-2 mal 3-4 Stunden erreichen kann. Und das auch ohne einen Nahrungsersatz. Zumindest bei einem Kind, das eben vor allem nur nuckelt. Und es ist tatsächlich so, wenn man EINmal in der Nacht 3-4 Stunden am Stück schlafen kann, reicht das meist, um diese völige Erschöpfung auszugleichen.
Ich wünsch dir alles Gute, Ma
-
Captainsparrow
Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Achtung, jetzt kommt eine Antwort die Stillberaterinnen wahrscheinlich nicht so toll finden, aber ich persönlich finde es besser als generell nachts abzustillen:
Vielleicht wäre es für Euch ganz gut, einen Schnuller anzubieten. Natürlich weiss ich um das Risiko der Saugverwirrung. Und wahrscheinlich kann man nicht von meinem Großen (Flaschenkind) auf Babys generell schliessen . Bei uns war es damals so: er ist in seinem Babybalkon anfangs schon öfters aufgewacht und hat so "gegrunzt"(ich weiss ja nicht wie ich das Geräusch beschreiben soll, das krächtzen kurz vor´m Aufwachen). Dann hab ich ihm einen Schnuller angeboten. Oft ist er davon wieder nach kurzem Nuckeln tief eingeschlafen, ohne dass er Nahrung wollte. Ist er durch das Nuckeln nicht sofort wieder eingeschlafen, ging das "Quengel.check-Programm" los: Windeln, Temperatur. Wenn da alles in Ordnung war und er immernoch quengelte machte ich ihm eine Flasche (was bedeutet: aufstehen, Treppe runter, Wasser kochen, Pulver abmessen, schütteln, runterkühlen....).Die trank er dann auch immer komplett leer, d,h, er hatte wirklich hunger.
Weinen lassen hab ich ihn nie, das meiste dieser Prozedur fand in-seinem-Halbschlaf statt. Das heisst ich bin beim ersten Geräusch hoch um ihn zu beruhigen bevor er "richtig" aufwacht. Das wäre natürlich viel Einfacher wenn er neben Dir liegen würde im Bettchen, denn Schnuller, Windelcheck etc. geht recht schnell mit einer Hand im rüberfassen, dann müsstest Du Dich nur zum Stillen hinsetzen und richtig wachwerden.
Vielleicht wäre es für Euch ganz gut, einen Schnuller anzubieten. Natürlich weiss ich um das Risiko der Saugverwirrung. Und wahrscheinlich kann man nicht von meinem Großen (Flaschenkind) auf Babys generell schliessen . Bei uns war es damals so: er ist in seinem Babybalkon anfangs schon öfters aufgewacht und hat so "gegrunzt"(ich weiss ja nicht wie ich das Geräusch beschreiben soll, das krächtzen kurz vor´m Aufwachen). Dann hab ich ihm einen Schnuller angeboten. Oft ist er davon wieder nach kurzem Nuckeln tief eingeschlafen, ohne dass er Nahrung wollte. Ist er durch das Nuckeln nicht sofort wieder eingeschlafen, ging das "Quengel.check-Programm" los: Windeln, Temperatur. Wenn da alles in Ordnung war und er immernoch quengelte machte ich ihm eine Flasche (was bedeutet: aufstehen, Treppe runter, Wasser kochen, Pulver abmessen, schütteln, runterkühlen....).Die trank er dann auch immer komplett leer, d,h, er hatte wirklich hunger.
Weinen lassen hab ich ihn nie, das meiste dieser Prozedur fand in-seinem-Halbschlaf statt. Das heisst ich bin beim ersten Geräusch hoch um ihn zu beruhigen bevor er "richtig" aufwacht. Das wäre natürlich viel Einfacher wenn er neben Dir liegen würde im Bettchen, denn Schnuller, Windelcheck etc. geht recht schnell mit einer Hand im rüberfassen, dann müsstest Du Dich nur zum Stillen hinsetzen und richtig wachwerden.
- cher123blau
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 16.04.2009, 17:39
Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Liebe Sabsi,Sabsi hat geschrieben:Das liest sich ziemlich fertig. Trotzdem finde ich persönlich ein Kind von nichtmal einem Dreivierteljahr viel zu jung zum nächtlichen Abstillen. Meine Tochter hat in dem Alter nachts zu 100 % aus Hunger/Durst gestillt, da bin ich mir ganz sicher. Schade, dass FB nichts für Euch ist, dann könntest Du eben trotz stillen Schlaf tanken. Und das Umkippen wegen Kreislaufproblemen fiele auch weg, weil Du ja nicht aufstehen müsstest... Ich verstehe, dass Du meinst, so nicht weitermachen zu können. Aber wie stellst Du Dir das nächtliche Abstillen denn genau vor? Willst Du statt zu stillen jedesmal mit der Flasche parat stehen, wenn der Kleine weint? Oder willst Du ihn Nacht für Nacht rumtragen? Oder ferbern? Ich meine, alles außer der Holzhammermethode, die in dem Alter ja hoffentlich absolut nicht zur Debatte steht, wäre doch mit NOCH mehr Arbeit für Dich verbunden, oder sehe ich das nur durch die still-rosarote Brille?
Liebe Grüße,
Sabsi
ich habe deine Ratschläge alle gelesen und ich schreibe meistens deswegen nicht nach jedem zurück weil ich keine Zeit dazu habe. Und wenn ich mal Zeit hab zum schreiben dann schreib ich schnell alles was mir im dem Moment einfällt und das ist nicht viel, leide unter Stilldemenz. Aber nun möchte ich versuchen all dem hier Gerecht zu werden und überall meinen Senf dazu geben.
Als erstes möchte ich euch allen Danken das ihr wegen mir euch so einen Kopf macht.
Also Ferbern kommt natürlich wie schon oft geschrieben nicht in Frage. Auch alleine weinen lassen nicht. Zu dem glaube ich , das es nicht immer hunger oder durst bei ihm ist. Denn er dockt manchmal schon nach ner Minute wieder ab. Nur wenn man ihn dann hinlegen möchte, wacht er wieder auf und möchte wieder an die Brust. Gut es gibt auch Phasen in der Nacht wo er dann ca. 20 Minuten trinkt. Das ist meistens in den frühen Morgen-Stunden. Aber davor ist es wirklich nur sehr oft aber sehr kurz.
Gestern habe ich ihn rumgetragen. Auch mein Freund. Er ist so eingeschalfen und hat dann 2 Stunden und 40 Minuten geschlafen. Als er dann wach wurde, hab ich ihn zu mir ins Bett geholt und dort ging es dann bis 4:30 Uhr gut. Er hat geschlafen und ab und zu angedockt und getrunken. Er war bis 4.30 Uhr nicht unruhig und ich konnte schlafen und so bekam ich nicht mit wann er angedockt hat und getrunken und wann nicht. Um hlab 5 hab ich ihn dann wieder in sein Bett gelegt und dort hat er dann bis kurz nach 6 geschlafen. Dann war er wach. Ich möchte nicht mehr Arbeit, und das stillen ist ja auch für mich eigenltich keine Arbeit aber wenn man irgendwie gar nichts findet was einem hilft und jeder in der näheren Umgebung, egal ob Eltern (die fürs stillen sind und meine mama hat mich ja auch lange gestillt), Schwiegereltern (sind auch fürs stillen), Schwester (hat auch gestillt), Freunde (egal ob mit oder ohne Babys, gestillt oder nicht gestillt), meine Stillberaterin und auch Fremde sagen wie schlecht ich aussehe und ob ich nicht doch absitllen sollte, dann ist doch klar das ich mir das durch den Kopf gehen lasse. Und die sagen das ja nicht erst seit einer Woch zu mir sondern eigentlich schon seit ca. 4 Monaten. Und ich habe es bis jetzt noch nicht getan weil ich es nicht wollte. Aber wenn es dir ständig eingeredet wird, das es mir danach besser gehen würde und das ich auch auf mich schauen muss dann ist es irgendwann auch bei mir soweit das ich das glaube und es versuchen möchte.
Tim ist mein erstes Baby. Ich habe keine Ahnung von Babys. Hab mich davor auch noch nie um das Thema Baby gekümmert. Das war alles noch so weit weg. Ich bin "ungewollt" Schwanger geworden und deswegen hab ich auch erst in der Schwangerschaft mich um das Thema interessiert. Ich möchte alles richtig machen, nur kann ich das nicht. Und ich weiß auch nicht wie. Mein Bauch sagt mir, Nicht weinen lassen und bei jedem weinen trösten. Ihm ganz viel liebe schenken und immer für ihn da sein. Aber mein Bauchgefühl sagt mir nicht stillen oder nicht stillen. Ich weiß das es das richtige für mein Baby ist und es ist auch was schönes. Was inniges, was das nur für uns beide ist und ich liebe das Geräusch was er dabei macht, Ich liebe sein Gesicht wie er mich dabei anguckt. Es freut mich zusehen wie er sich freut wenn ich ihn zum stillen hinlege oder nehme und mein Shirt ausziehe. Wenn er weiß jetzt darf ich nuckeln. Das sind so wunderbare Gefühle. DIe ich ja auch nicht missen möchte aber wie schon gesagt wenn man wirklich kaputt ist und jeder einen ratet das man versuchen soll, vorallem in der Nacht abzustillen, dann fängt man an selber darüber nachzudenken und es wirklich in betracht zu ziehen.
Ich weiß das ich mir schon oft gedanken darüber gemacht habe und auch oft schon darüber geschrieben habe. Ihr wart die jenigen die mich davon abgehalten habt. Eure Argumente schienen mir immer einleuchtender als die meiner Bkannten und Verwandten. Immer wieder sagte ich ihnen es liege nicht am stillen das es mir so schlecht ginge. Das ich trotz vielen und geziehlten Essen schon mehr als Vor-Schwangerschafts-Gewicht abgenommen hab, aber schön langsam glaube ich selber das es vom stillen kommt. DAs es an mir zehrt.
- cher123blau
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Re: Ich werde in der Nacht abstillen...
Sabsi hat geschrieben:Ich weiß nicht, ich glaube einfach nicht, dass das bessere Schlafen mit dem Abstillen zusammenhängt. Wir hatten immer Phasen, wo dauerstillen angesagt war, normale Phasen, wo wir alle 2-3 Stunden gestillt haben und selten Nächte, in denen sie mal 4 Stunden am Stück geschlafen hat. Von ganz alleine hat sich das reduziert, so dass wir zwischen Einschlafstillen und Aufwachstillen nur zweimal gestillt haben, und jetzt stillen wir in den Schlaf, einmal gegen 8 und dann schläft sie meistens nochmal weiter, muss aber nicht immer noch zum Aufwachen ran. Ohne eingreifen meinerseits schläft sie durch, weil sie jetzt soweit ist. Änderungen vorher hätten mich in ohnehin stressigen Zeiten noch mehr Nerven und Kraft gekostet, und ob sie zum Erfolg geführt hätten, wage ich zu bezweifeln.
Und vom Papa ins Bett gebracht werden und nachts abzustillen, das sind nun auch wirklich zwei verschiedene Dinge, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es spricht auch nichts dagegen, dass Dein Freund in der Nacht zum Kind wandert und es Dir zum Stillen bringt! Vielleicht schläft er auf Papas Arm dann auch wieder ein, bevor er bei Dir ankommt... Also Entlastung schaffen, Kräfte sparen und Hilfe fordern hängen mal genau gar nicht mit dem Abstillen zusammen. Und machen nächtliches Abstillen bei einem so kleinen Baby damit absolut unnötig. Meine Meinung.
Kauf Dir "Schlafen und Wachen", lerne zu verstehen, warum Dein Kind schläft wie es schläft - nämlich mit vielen Stillunterbrechungen - und hör auf, Dich über die Situation zu ärgern. Nimm es hin wie es ist und mach das beste daraus. Es ist nicht außergewöhnlich, dass ein Baby in dem Alter nachts häufig bis dauernd stillen willl, es ist normal. Und es ist okay und fürs Kind wichtig.
Vielleicht legst Du Dir eine Matratze ins KiZi und versuchst, ob ihr so mehr Schlaf bekommt? (Edit: sehe gerade in der Vorschau, dass Baba das auch schon vorgeschlagen hat) Möglichkeiten gibt es sicherlich. Mir hat es immer viel geholfen, Gegebenheiten einfach zu akzeptieren und mich nicht dagegen zu wehren. Konkret z.B. Uhr aus dem Schlafzimmer verbannen, damit ich nicht sehen musste, dass ich schon wieder nur eine halbe Stunde Ruhe hatte, bevor sie schon wieder andocken wollte. Gleich war ich am nächsten morgen ausgeschlafener - ob ich nun 6, 7, 10 oder 12 mal gestillt habe, wusste ich am nächsten morgen eh nicht mehr, aber es fühlte sich einfach besser an, nicht die schleichenden Ziffern auf dem Wecker mit ansehen zu müssen.
Liebe Grüße,
Sabsi
Ich ärgere mich nicht über die Situation. Ich liebe es ihn zu stillen. Ehrlich!!! Aber ich kann einfach nicht mehr so oft in der Nacht aufstehen um ihn zu stillen. Mein Traum wäre es, das er bei mir im Bett schläft und er selber andockt und trinkt wann immer er will. So wie es früher war. Gut das war auch manchmal anstrengend, aber da würde ich nie ans abstillen denken. Ich habe es heute Nacht wieder versucht und es hat gut geklappt. Ich werde es in der Nacht wieder versuchen und ich werde sein Bett wieder an unseres anschließen. Ich möchte wirklcih alles probieren um ihn weiter zu stillen. Aber das aufstehen so wie es jetzt ist das schaffe ich einfach nicht mehr. Klar verstehe ich euch das ihr meint das ich trotzdem so oft aufstehen muß um ihn dann anderweitig zu trösten. Erstens könnte das am Abend wenn mein Freund noch wach ist er machen und da könnte ich schon schlafen und zweitens gibt es auch viele Mamas die mir auch hier berichtet haben (private Nachricht) das es bei ihnen geklappt hat, das er in dadurch länger am Stück geschlafen hatte. Klar ganz abstillen geht wahrscheinlich nicht. Und ich hab ja auch schon ein paar mal geschrieben das ich ihn nicht ganz abstillen möchte. Aber ich denke das die Methode, ihn bei den Schlafunterbrechungen wo er wirklich nur eine ganz kurze Zeit genuckelt hat, anders zu beruhigen, um ihn dann mit vollerem Busen





