Spielzeug wegnehmen lassen
-
sternchen84
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3449
- Registriert: 01.10.2008, 21:55
- Wohnort: In der schönen Pfalz
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Hmm das kann ich auch verstehen, dass du da so n Brass auf den Vater hast, sowas geht eigentlich nicht....ich weiß nicht ob du so der Typ dazu bist (ich tu mir bei sowas immer ganz schwer), aber vielleicht kannst du den Papa mal direkt darauf ansprechen, dass du das nicht ok findest und er doch auch mal was zu seinem Kind sagen soll bzw. ihm das "richtig" beibringen soll, dass man anderen Kindern nix weg nimmt. Oder vielleicht kannst du dich auch mit jemand anderem aus der Gruppe zusammentun und ihr könnt zusammen den Papa ansprechen.
Trotz allem würd ich dem Kind eine Alternative anbieten, es wird sonst nie lernen mit solchen Situationen richtig umzugehen.
Trotz allem würd ich dem Kind eine Alternative anbieten, es wird sonst nie lernen mit solchen Situationen richtig umzugehen.
Rechtschreibfehler dürfen aufs iPad geschoben werden;-)
Liebe Grüße
Jessi mit der Mausi (02/2008), dem Bärchen(10/2011), dem Käferchen (08/2019)an der Hand und unser geliebtes Sternenkind (01/2011) fest im Herzen
Liebe Grüße
Jessi mit der Mausi (02/2008), dem Bärchen(10/2011), dem Käferchen (08/2019)an der Hand und unser geliebtes Sternenkind (01/2011) fest im Herzen
- kÜRBISHEXE
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4950
- Registriert: 27.04.2008, 08:46
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Nee, da bin ich leider nicht der Typsternchen84 hat geschrieben:Hmm das kann ich auch verstehen, dass du da so n Brass auf den Vater hast, sowas geht eigentlich nicht....ich weiß nicht ob du so der Typ dazu bist (ich tu mir bei sowas immer ganz schwer), aber vielleicht kannst du den Papa mal direkt darauf ansprechen, dass du das nicht ok findest und er doch auch mal was zu seinem Kind sagen soll bzw. ihm das "richtig" beibringen soll, dass man anderen Kindern nix weg nimmt. Oder vielleicht kannst du dich auch mit jemand anderem aus der Gruppe zusammentun und ihr könnt zusammen den Papa ansprechen.
Trotz allem würd ich dem Kind eine Alternative anbieten, es wird sonst nie lernen mit solchen Situationen richtig umzugehen.
Ich glaube auch nicht, dass es was bringen würde, was zu sagen - also dem Vater. Vielleicht kommt ja auch mal wieder die Mama von der Kleinen mit und vielleicht reagiert die ja da anders drauf. Ich werde sehen.
Danke Euch auf jeden Fall mal für Eure Tipps und Meinungen.
War mir so unsicher....
Liebe Grüße von H. mit den beiden wilden Kerlen
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
- clownfish
- schreibt ganz schön oft
- Beiträge: 136
- Registriert: 21.11.2008, 12:07
- Wohnort: Niedersachsen
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
hallo.
mal einen einwurf von der "gegenseite". mein sohn ist erst gut ein jahr. aber wir haben schon seit mehreren monaten das problem, dass er in krabbelgruppe u.ä. allen (auch viel größeren kindern) permanent versucht, das spielzeug, das sie gerade haben, wegzunehmen.
und glaubt mir: ich hätte viel, viel lieber ein kind, dem seine sachen weggenommen werden und das ich dann (ich tolle löwenmutter) verteidigen, ablenken oder trösten könnte.
stattdessen verbringe ich die halbe zeit damit, linus zu bitten mir das spielzeug zu geben, damit ich es zurückgeben kann (er selbst gibt es bisher nur an erwachsene nicht an gleich alte kinder freiwillig wieder ab) und ihn mittels ablenkung davon abzuhalten, sich den begehrten gegenstand gleich wieder zurück zu holen.
das ist so anstrengend.
und gleichzeitig hat man andauernd latent ein schlechtes gewissen, weil gerade das eigene kind so rabiat ist. und immer das gefühl, die anderen mütter gucken einen schon vorwurfsvoll an, wenn sich der kleine räuber auch nur in die nähe ihrer kinder wagt.
also. auch wenn ihr natürlich recht habt, dass der vater des mädchens eigentlich intervenieren sollte... - ich würde mir auch manchmal wünschen, ich könnte einfach mal lächelnd sagen, dass machen die schon unter sich aus... und nicht andauernd meinem sohn in seinen entdeckerdrang reinpfuschen...
gruß
coco
mal einen einwurf von der "gegenseite". mein sohn ist erst gut ein jahr. aber wir haben schon seit mehreren monaten das problem, dass er in krabbelgruppe u.ä. allen (auch viel größeren kindern) permanent versucht, das spielzeug, das sie gerade haben, wegzunehmen.
und glaubt mir: ich hätte viel, viel lieber ein kind, dem seine sachen weggenommen werden und das ich dann (ich tolle löwenmutter) verteidigen, ablenken oder trösten könnte.
stattdessen verbringe ich die halbe zeit damit, linus zu bitten mir das spielzeug zu geben, damit ich es zurückgeben kann (er selbst gibt es bisher nur an erwachsene nicht an gleich alte kinder freiwillig wieder ab) und ihn mittels ablenkung davon abzuhalten, sich den begehrten gegenstand gleich wieder zurück zu holen.
das ist so anstrengend.
also. auch wenn ihr natürlich recht habt, dass der vater des mädchens eigentlich intervenieren sollte... - ich würde mir auch manchmal wünschen, ich könnte einfach mal lächelnd sagen, dass machen die schon unter sich aus... und nicht andauernd meinem sohn in seinen entdeckerdrang reinpfuschen...
gruß
coco
-
Das Muli
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 784
- Registriert: 23.09.2008, 10:47
- Wohnort: Mittelfranken
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Hallo,
ich finde solche Situationen auch schwierig... aber ich finde es vor allem überhaupt nicht ok, bei so kleinen Kindern schon in "TÄTER" und "OPFER"-Kategorien einzuteilen und hier Parallelen zu späterem Schul-Bullying zu ziehen!
Ich halte es für eine relativ normale Entwicklung, dass Kinder sich Dinge wegnehemn lassen, ohne sich zu wehren - und dann irgendwann drauf kommen, dass sie auch widersprechen dürfen, an wichtigen Sache festhalten dürfen, NEIN sagen dürfen. Nur machen das eben nicht alle im gleichne Alter, manche sind schon früh energischer, andere brauchen eine Weile. Ich halte Kinder, die das noch nicht können/wollen, nicht automatisch für schwach und hilfebedürftig! Mein Kleiner ist als jüngerer Bruder schon immer damit konfrontiert, dass es andere Kinder gibt, die ihm mal was wegnehmen. Lange Zeit hat er sich das auch gefallen lassen, manchmal auch jetzt noch - aber ich habe nicht immer den Eindruck, dass er es schlimm findet: manchmal möchte er einfach auch sehen, was das andere Kind (der große Bruder) mit dem Spielzeug interessantes anstellen kann (vielleicht hat der ja eine gute Idee?), manchmal ist das Spielzeug nicht so interessant, dass sich das verteidigen lohnt, und er sucht was anderes (vielleicht hat der andere je gerade auch ein Spielzeug fallen lassen??). Ich greife zuhause nur deshalb ein, weil ich möchte, dass der Große lernt, erst zu erklären und zu fragen bevor er etwas einfach wegreisst. Unter Gleichaltrigen beobachte ich durchaus mal länger, bevor ich eingreife - ich beobachte va mein Kind, ob es traurig ist oder hilflos, oder ob er sich schnell umorientiert (dann erscheint es mir wenig sinnvoll, aus erzieherischen Gründen dem anderen Kind etwas wegzunehmen). Wenn ich merke, jetzt ist er sauer, er möchte das Ding wiederhaben, versuche ich ihm zu erklären, was er selbst tun kann, um es wieder zu bekommen.... zum Beispiel sage ich, dass er laut NEIN sagen soll, wenn jemand was nimmt, mit dem er spielt, oder ich gehe mit ihm zusammen hin und wir sagen, dass es seins ist - er kann noch nicht so gut sprechen, daher ist das noch etwas schwierig
...ich denke, ich würde nicht zu einem anderen Kind hingehen, und versuchen, ihm was wegzunehmen, aber vielleicht ansprechen, dass er das gerade hatte oder so und wenn es nicht rausgegeben wird, dann suchen wir uns eben was neues, es ist eben nicht immer so, dass man bekommt, was man will...
In der Krippe versuchen sie auch sehr stark drauf hinzuwirken, dass die Kinder lernen, ihre Wünsche deutlich zu artikulieren - und seit einiger Zeit wird er auch dem Bruder gegenüber wehrhafter und sagt ganz klar NEIN, MEINS wenn er was nicht hergeben will. Das war aber ein langer Prozess....
Ich sehe im Gegenzug auch gelegentlich, das mein Kind etwas nimmt, was ein anderes gerade hat. Und ehrlich - wenn das andere Kind nicht reagiert, nicht weint, nichts sagt, nur guckt - dann würde ich mich auch nicht berufen fühlen, einzugreifen
weil ich nicht reingucken kann in die kleinen Köpfe und nicht weiß, ob ich den beiden damit einen Gefallen tue - und weil ich mir denke, dass jedes Kind irgendwann von sich aus deutlich macht, dass ihm etwas nicht passt, und wenn es gar keine Reaktion zeigt, dann wird es nicht soooo schlimm sein... besonders blöde finde ich es nämlich, wenn man eingreift und dem einen Kind etwas wegnimmt (dieses heult natürlich) und es dem anderen zurückgibt, aber der andere möchte es garnicht mehr haben und starrt bloß erschrocken auf den Spielkumpan der jetzt so furchtbar weinen muß und das Spielzeug liegt am Boden, keines der Kinder will es mehr haben und am Ende weinen beide
(Habe ich jedenfalls schon häufiger auf Spielplätzen so beobachtet..)
Gut, wenn der andere "Wiederhaben" sagen würde, dann würde ich schon dafür sorgen, dass die Sache zurückgegeben wird, das ist ja eine klare Aussage, aber ansonsten....
LG Muli
ich finde solche Situationen auch schwierig... aber ich finde es vor allem überhaupt nicht ok, bei so kleinen Kindern schon in "TÄTER" und "OPFER"-Kategorien einzuteilen und hier Parallelen zu späterem Schul-Bullying zu ziehen!
Ich halte es für eine relativ normale Entwicklung, dass Kinder sich Dinge wegnehemn lassen, ohne sich zu wehren - und dann irgendwann drauf kommen, dass sie auch widersprechen dürfen, an wichtigen Sache festhalten dürfen, NEIN sagen dürfen. Nur machen das eben nicht alle im gleichne Alter, manche sind schon früh energischer, andere brauchen eine Weile. Ich halte Kinder, die das noch nicht können/wollen, nicht automatisch für schwach und hilfebedürftig! Mein Kleiner ist als jüngerer Bruder schon immer damit konfrontiert, dass es andere Kinder gibt, die ihm mal was wegnehmen. Lange Zeit hat er sich das auch gefallen lassen, manchmal auch jetzt noch - aber ich habe nicht immer den Eindruck, dass er es schlimm findet: manchmal möchte er einfach auch sehen, was das andere Kind (der große Bruder) mit dem Spielzeug interessantes anstellen kann (vielleicht hat der ja eine gute Idee?), manchmal ist das Spielzeug nicht so interessant, dass sich das verteidigen lohnt, und er sucht was anderes (vielleicht hat der andere je gerade auch ein Spielzeug fallen lassen??). Ich greife zuhause nur deshalb ein, weil ich möchte, dass der Große lernt, erst zu erklären und zu fragen bevor er etwas einfach wegreisst. Unter Gleichaltrigen beobachte ich durchaus mal länger, bevor ich eingreife - ich beobachte va mein Kind, ob es traurig ist oder hilflos, oder ob er sich schnell umorientiert (dann erscheint es mir wenig sinnvoll, aus erzieherischen Gründen dem anderen Kind etwas wegzunehmen). Wenn ich merke, jetzt ist er sauer, er möchte das Ding wiederhaben, versuche ich ihm zu erklären, was er selbst tun kann, um es wieder zu bekommen.... zum Beispiel sage ich, dass er laut NEIN sagen soll, wenn jemand was nimmt, mit dem er spielt, oder ich gehe mit ihm zusammen hin und wir sagen, dass es seins ist - er kann noch nicht so gut sprechen, daher ist das noch etwas schwierig
In der Krippe versuchen sie auch sehr stark drauf hinzuwirken, dass die Kinder lernen, ihre Wünsche deutlich zu artikulieren - und seit einiger Zeit wird er auch dem Bruder gegenüber wehrhafter und sagt ganz klar NEIN, MEINS wenn er was nicht hergeben will. Das war aber ein langer Prozess....
Ich sehe im Gegenzug auch gelegentlich, das mein Kind etwas nimmt, was ein anderes gerade hat. Und ehrlich - wenn das andere Kind nicht reagiert, nicht weint, nichts sagt, nur guckt - dann würde ich mich auch nicht berufen fühlen, einzugreifen
Gut, wenn der andere "Wiederhaben" sagen würde, dann würde ich schon dafür sorgen, dass die Sache zurückgegeben wird, das ist ja eine klare Aussage, aber ansonsten....
LG Muli
Das Muli mit großem Fohlen (11/04) und kleinem Fohlen (12/07)
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie
GEGEN Rechts!
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie
GEGEN Rechts!
-
sternchen84
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3449
- Registriert: 01.10.2008, 21:55
- Wohnort: In der schönen Pfalz
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Trotz allem gibt es Kinder die es trotz einem NEIN nicht wieder hergeben und da finde ich sollte man als Eltern ganz klar Vorbild sein und seinen Kindern zeigen, dass man sich wehren darf und wenn ein Kind es selbst nicht kann, dann sollte man ihm helfen.Wenn ich merke, jetzt ist er sauer, er möchte das Ding wiederhaben, versuche ich ihm zu erklären, was er selbst tun kann, um es wieder zu bekommen.... zum Beispiel sage ich, dass er laut NEIN sagen soll, wenn jemand was nimmt, mit dem er spielt, oder ich gehe mit ihm zusammen hin und wir sagen, dass es seins ist - er kann noch nicht so gut sprechen, daher ist das noch etwas schwierig![]()
Meine Eltern haben sich als Kind da NIE eingemischt und wir haben uns dann auch immer alles wegnehmen lassen, bis heute traue ich mich oft nicht bei gewissen Dingen den Mund aufzumachen und lass mir oft was wegnehmen (bzw. ich bin gerade dabei zu lernen für mich und mein Kind) bzw. sag einfach Ja und Amen UND ich finde meine Eltern hätten da anderst reagieren müssen und mir zeigen müssen, dass man sich auch wehren darf, ich finde sowas guckt man sich einfach von den Eltern ab, weil diese Vorbild sind und übernimmt es so und ich sehe was bei mir rausgekommen ist....ein damasl in der Schule schüchterenes KInd, dass sich alles gefallen hat lassen und alles wegnehmen hat lassen und so möchte ich definitiv nicht, dass mein Kind wird...sie soll lernen sich wehren zu können.
Sorry wenn ich jetzt etwas energisch hier rüberkomme mit dem Beitrag, aber das is so n Thema wo ich ganz empfindlich reagiere.
Rechtschreibfehler dürfen aufs iPad geschoben werden;-)
Liebe Grüße
Jessi mit der Mausi (02/2008), dem Bärchen(10/2011), dem Käferchen (08/2019)an der Hand und unser geliebtes Sternenkind (01/2011) fest im Herzen
Liebe Grüße
Jessi mit der Mausi (02/2008), dem Bärchen(10/2011), dem Käferchen (08/2019)an der Hand und unser geliebtes Sternenkind (01/2011) fest im Herzen
-
Lalumama
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2843
- Registriert: 28.08.2007, 13:21
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Hier unterschreib ich mal! So ähnlich sehe ich das auch - ein Kind, das heute schüchtern da steht und sich alles wegnehmen lässt, kann schon morgen loslaufen und sich völlig anders verhalten! Wenn die Mutter sich aber immer schützend davor stellt (in der Überzeugung, dass er das nicht alleine regeln kann), wird das sein Selbstbewusstsein nicht gerade stärken.Das Muli hat geschrieben:Hallo,
ich finde solche Situationen auch schwierig... aber ich finde es vor allem überhaupt nicht ok, bei so kleinen Kindern schon in "TÄTER" und "OPFER"-Kategorien einzuteilen und hier Parallelen zu späterem Schul-Bullying zu ziehen!
Ich halte es für eine relativ normale Entwicklung, dass Kinder sich Dinge wegnehemn lassen, ohne sich zu wehren - und dann irgendwann drauf kommen, dass sie auch widersprechen dürfen, an wichtigen Sache festhalten dürfen, NEIN sagen dürfen. Nur machen das eben nicht alle im gleichne Alter, manche sind schon früh energischer, andere brauchen eine Weile. Ich halte Kinder, die das noch nicht können/wollen, nicht automatisch für schwach und hilfebedürftig! Mein Kleiner ist als jüngerer Bruder schon immer damit konfrontiert, dass es andere Kinder gibt, die ihm mal was wegnehmen. Lange Zeit hat er sich das auch gefallen lassen, manchmal auch jetzt noch - aber ich habe nicht immer den Eindruck, dass er es schlimm findet: manchmal möchte er einfach auch sehen, was das andere Kind (der große Bruder) mit dem Spielzeug interessantes anstellen kann (vielleicht hat der ja eine gute Idee?), manchmal ist das Spielzeug nicht so interessant, dass sich das verteidigen lohnt, und er sucht was anderes (vielleicht hat der andere je gerade auch ein Spielzeug fallen lassen??). Ich greife zuhause nur deshalb ein, weil ich möchte, dass der Große lernt, erst zu erklären und zu fragen bevor er etwas einfach wegreisst. Unter Gleichaltrigen beobachte ich durchaus mal länger, bevor ich eingreife - ich beobachte va mein Kind, ob es traurig ist oder hilflos, oder ob er sich schnell umorientiert (dann erscheint es mir wenig sinnvoll, aus erzieherischen Gründen dem anderen Kind etwas wegzunehmen). Wenn ich merke, jetzt ist er sauer, er möchte das Ding wiederhaben, versuche ich ihm zu erklären, was er selbst tun kann, um es wieder zu bekommen.... zum Beispiel sage ich, dass er laut NEIN sagen soll, wenn jemand was nimmt, mit dem er spielt, oder ich gehe mit ihm zusammen hin und wir sagen, dass es seins ist - er kann noch nicht so gut sprechen, daher ist das noch etwas schwierig...ich denke, ich würde nicht zu einem anderen Kind hingehen, und versuchen, ihm was wegzunehmen, aber vielleicht ansprechen, dass er das gerade hatte oder so und wenn es nicht rausgegeben wird, dann suchen wir uns eben was neues, es ist eben nicht immer so, dass man bekommt, was man will...
In der Krippe versuchen sie auch sehr stark drauf hinzuwirken, dass die Kinder lernen, ihre Wünsche deutlich zu artikulieren - und seit einiger Zeit wird er auch dem Bruder gegenüber wehrhafter und sagt ganz klar NEIN, MEINS wenn er was nicht hergeben will. Das war aber ein langer Prozess....
Ich sehe im Gegenzug auch gelegentlich, das mein Kind etwas nimmt, was ein anderes gerade hat. Und ehrlich - wenn das andere Kind nicht reagiert, nicht weint, nichts sagt, nur guckt - dann würde ich mich auch nicht berufen fühlen, einzugreifenweil ich nicht reingucken kann in die kleinen Köpfe und nicht weiß, ob ich den beiden damit einen Gefallen tue - und weil ich mir denke, dass jedes Kind irgendwann von sich aus deutlich macht, dass ihm etwas nicht passt, und wenn es gar keine Reaktion zeigt, dann wird es nicht soooo schlimm sein... besonders blöde finde ich es nämlich, wenn man eingreift und dem einen Kind etwas wegnimmt (dieses heult natürlich) und es dem anderen zurückgibt, aber der andere möchte es garnicht mehr haben und starrt bloß erschrocken auf den Spielkumpan der jetzt so furchtbar weinen muß und das Spielzeug liegt am Boden, keines der Kinder will es mehr haben und am Ende weinen beide
(Habe ich jedenfalls schon häufiger auf Spielplätzen so beobachtet..)
Gut, wenn der andere "Wiederhaben" sagen würde, dann würde ich schon dafür sorgen, dass die Sache zurückgegeben wird, das ist ja eine klare Aussage, aber ansonsten....
LG Muli
- kÜRBISHEXE
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4950
- Registriert: 27.04.2008, 08:46
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Jetzt weiß ich bald gar nicht mehr, wie ich mich am besten verhalten soll....entscheide intuitiv
Liebe Grüße von H. mit den beiden wilden Kerlen
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
-
Das Muli
- ist mit Leidenschaft dabei
- Beiträge: 784
- Registriert: 23.09.2008, 10:47
- Wohnort: Mittelfranken
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Hmm, ja, es ist eine schwierige Situation, ich wüßte auch nicht so genau, wie ich reagieren sollte, wenn das andere Kind auf meine Ansprache so garnicht reagiert.... aber zum Glück ist das sehr selten: meistens reagieren fremde Kinder schon, wenn man ihnen sagt "das Spielzeug gehört uns, das brauchen wir jetzt" oder so. Wenn das andere Kind nur nicht auf das "Nein" meines Kindes hört, kann ich ja gut als Vorbild fungieren, indem ich selbst nochmal hingehe, erkläre, dass das unser Spielzeug ist und es herausverlangen - ganz friedlich und ohne das andere Kind anzufassen. Hingehen und das Ding dem anderen Kind aus der Hand nehmen, ist nicht ok finde ich - es ist auch kein gutes Vorbild, denn genau dieses Verhalten des anderen hat ja erst dazu geführt, dass meinem Kind das Spielzeug weggenommen wurde - da kann ich als Mama nicht auch zum Wegnehmer werden...sternchen84 hat geschrieben:Trotz allem gibt es Kinder die es trotz einem NEIN nicht wieder hergeben und da finde ich sollte man als Eltern ganz klar Vorbild sein und seinen Kindern zeigen, dass man sich wehren darf und wenn ein Kind es selbst nicht kann, dann sollte man ihm helfen.Wenn ich merke, jetzt ist er sauer, er möchte das Ding wiederhaben, versuche ich ihm zu erklären, was er selbst tun kann, um es wieder zu bekommen.... zum Beispiel sage ich, dass er laut NEIN sagen soll, wenn jemand was nimmt, mit dem er spielt, oder ich gehe mit ihm zusammen hin und wir sagen, dass es seins ist - er kann noch nicht so gut sprechen, daher ist das noch etwas schwierig![]()
Meine Eltern haben sich als Kind da NIE eingemischt und wir haben uns dann auch immer alles wegnehmen lassen, bis heute traue ich mich oft nicht bei gewissen Dingen den Mund aufzumachen und lass mir oft was wegnehmen (bzw. ich bin gerade dabei zu lernen für mich und mein Kind) bzw. sag einfach Ja und Amen UND ich finde meine Eltern hätten da anderst reagieren müssen und mir zeigen müssen, dass man sich auch wehren darf, ich finde sowas guckt man sich einfach von den Eltern ab, weil diese Vorbild sind und übernimmt es so und ich sehe was bei mir rausgekommen ist....ein damasl in der Schule schüchterenes KInd, dass sich alles gefallen hat lassen und alles wegnehmen hat lassen und so möchte ich definitiv nicht, dass mein Kind wird...sie soll lernen sich wehren zu können.
Sorry wenn ich jetzt etwas energisch hier rüberkomme mit dem Beitrag, aber das is so n Thema wo ich ganz empfindlich reagiere.
Ich finde es auch nicht gut, wenn Eltern ihre Sprößlinge zu so einer Ellbogenmentalität im Sandkasten anspornen, in dem zarten Alter müssen doch erstmal die Grundregeln des friedlichen, gewaltfreien Zusammenlebens gelernt werden, bevor ein Kind überhaupt verstehen kann, was der Unterschied zwischen sich wehren und einfach draufhauen ist... von 1,5 Jahren bis zur Schule (!!!) ist ein wirklich weiter Weg - ich glaube, da hilft es, dem Kind und seiner natürlichen Entwicklung einfach zu vertrauen - ich würde jetzt mal sagen: ob das Kind mit 1,5 Jahren eher ein "Wegnehmer" oder ein "Opfer" ist, hat ziemlich wenig damit zu tun, ob aus ihm ein Schulrambo oder Bullyingopfer wird - da spielen gaaaanz andere Dinge mit hinein. Das entscheidende ist das Fördern von Selbstvertrauen - denn ein Selbstbewußtes Kind hat es nicht nötig sich durch Grobheiten zu profilieren und läßt sich auch nicht so leicht von anderen unterbuttern. Und ganz ehrlich: ich glaube jetzt nicht wirkich, dass es für die Selbstbewußtseinsentwicklung von entscheidender Bedeutung ist, wie die Eltern mit den Sandkastenstreitereien im zarten Alter von 1 Jahr umgegangen sind....
Aber passend zum Thema: Ich habe heute so einen ganz unmöglichen Kommentar von einer Oma mitanhören müssen. Mein Kleiner und der Enkel von ihr waren in einem Spielplatzkarussel und haben da in der mitte an dem Drehrad gezerrt. es ist ein großes Rad und beide hatten echt viel Platz. Mein Kleine fing dann an, die Hände von dem anderen Kind vom Rad abzulösen, weil er sich wohl einbildete, dass sich das Rad dann besser dreht ( in Wahrheit waren beide einfach nur viel zu schwach um das Rad tatsächlich zu bewegen
LG Muli
Das Muli mit großem Fohlen (11/04) und kleinem Fohlen (12/07)
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie
GEGEN Rechts!
...und jaaaa ich weiß dass sich Mulis eigentlich nicht vermehren...aber ich bin nunmal das Tragtier der Familie
GEGEN Rechts!
- Fliederfee
- Profi-SuTler
- Beiträge: 3400
- Registriert: 15.04.2008, 20:24
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
kÜRBISHEXE hat geschrieben:Jetzt weiß ich bald gar nicht mehr, wie ich mich am besten verhalten soll....entscheide intuitiv
Ich finde es richtig wenn du ihm hilfst. Er wird sich natürlich auch irgendwann von alleine wehren, (selbst wenn du ihn jetzt unterstützt) So ein Quark, als wenn er ein Leben lang zurückhaltend und schüchtern bleiben würde, nur weil du ihm jetzt hilfst sein Spielzeug das er in der Hand hatte zurückzuerobern.
In diesem Alter können Kinder (noch) nicht Gerecht sein. Klar ist es schwierig einzugreifen, und man sollte es auch nicht den ganzen Tag tun. Aber das ist ja auch nicht nötig. Aber wenn ich sehe, wie mein Kind etwas in der Hand hat und es jemand einfach wegreisst dann sage ich (wenn der ELternteil dieses Kindes nichts sagt), " Du schau mal , da hat gerade der XY mit gespielt und er ist traurig wenn du es ihm aus der Hand reisst. Bitte geb es ihm zurück.
Andersrum erkäre ich ja auch meinem Kind: Du bitte geb das Spielzeug wieder zurück, XY hatte es in der Hand.
Wie gesagt es ist ja auch nicht so dass sowas 100 mal am Tag passiert. Aber man muss dem Kind ja auch zeigen, dass es sich nicht alles gefallen lassen muss. Es gibt eben schüchterne, die man ein wenig unterstützen muss, genauso wie aufgewecktere(frechere) Kinder , die man auch mal bremsen muss.
Ich zu meinem Teil habe da eher das frechere Exemplar zuhause (wobei ich es situationsbedingt finde. Manchmal ist sie genauso "das Opfer".Ich schreib das jetzt mal extra provokativ, weil man dann besser versteht wie ich es meine)
Es gibt Leute die sagen: Mensch ist deine kleine aber ruhig, manche sagen sie sei ein ein "wildes" Kind. Ich denke es kommt auch immer auf das Gegenüber an. Wir Großen verhalten uns doch auch bei jedem anders. Bei manchen kriegen wir die Klappe auf, während wir bei andern auch eher zurückhaltend sind. Genauso ist das bei den Kindern auch.
„Nichts, was aus dir wird, kann mich enttäuschen; ich habe keine
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
vorgefasste Meinung, was du sein oder tun sollst. Ich habe keinerlei
Wunsch, dich vorherzusehen, nur den, dich zu entdecken. Du kannst
mich nicht enttäuschen.“
Mary Haskell
- kÜRBISHEXE
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4950
- Registriert: 27.04.2008, 08:46
Re: Spielzeug wegnehmen lassen
Danke Fleiderfee!!!!!
Gestern wars in der Krabbelgruppe auch voll entspannt. Besagtes Kind war zwar da (diesmal mit Mama), hat sich aber zurück gehalten.
Lowis war auch fast die ganze Zeit alleine am Spielen - also ohne mich immer dabei haben zu müssen - und so konnte ich sogar ein wenig mit anderen Müttern ein wenig plaudern.
Habe ihm vorher noch mal erklärt, dass er sich, wenn ein anderes Kind ihm was weg nimmt, das nicht gefallen lassen muss und es wieder zurück holen kann. Hätte ihm dann aber auch geholfen.
Lowis ist auch mal so, mal so. Mal ruhig, mal wild. Zuhause sowieso immer wild
Aber noch mal ganz herzlichen Dank für Deine Worte!!!
Gestern wars in der Krabbelgruppe auch voll entspannt. Besagtes Kind war zwar da (diesmal mit Mama), hat sich aber zurück gehalten.
Lowis war auch fast die ganze Zeit alleine am Spielen - also ohne mich immer dabei haben zu müssen - und so konnte ich sogar ein wenig mit anderen Müttern ein wenig plaudern.
Habe ihm vorher noch mal erklärt, dass er sich, wenn ein anderes Kind ihm was weg nimmt, das nicht gefallen lassen muss und es wieder zurück holen kann. Hätte ihm dann aber auch geholfen.
Lowis ist auch mal so, mal so. Mal ruhig, mal wild. Zuhause sowieso immer wild
Aber noch mal ganz herzlichen Dank für Deine Worte!!!
Liebe Grüße von H. mit den beiden wilden Kerlen
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)
"Komm ich trag Dich, durch die Leute.
Hab keine Angst, ich gebe auf Dich Acht!" (Campino)